RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#31 von Dominik , 09.09.2017 19:24

Das habe ich auch nirgends behauptet.

Wenn jemand 70 kg wiegt und derjenige durch Ausprobieren herausgefunden hat, dass er mit 2000 kcal sein Körpergewicht stabil hält...

Und wenn dieser jemand dann 2500 kcal isst, um zuzunehmen...

Dann wird dieser jemand natürlich nicht "unendlich lang" zunehmen, weil irgendwann (bei 80, 90 oder 100 kg) ein Punkt erreicht ist, dass er aufgrund seines höheren Körpergewichtes dann 2500 kcal benötigt, um dieses zu halten.

Ab dem Moment ist der Überschuss natürlich "weg", aber das steht hier ja gar nicht zur Diskussion.

Für den Threadersteller gilt: Er sollte mal penibel seine Kalorien tracken um überhaupt eine Vorstellung davon zu haben, wie viel er täglich isst. Und wenn das für ihn nun mal nicht ausreicht, um zuzunehmen, dann soll er ein paar Kalorien draufschlagen.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#32 von Zopiclon , 09.09.2017 19:46

Natürlich sollte er das tun


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#33 von Feirefiz , 09.09.2017 21:15

Erst mal vielen Dank für Euer klärendes "Gespräch".
Hat mich schonmal etwas aufgeklärt.
Ehe ich an das Kalorien-& Bewegungstraken ran gehe werde ich noch mal klären , daß die wichtige Voraussetzung -ein gesunder Mensch- gegeben ist.
Die Frage ist offen geblieben, wo Und wie den (gewichtsmäßig) m/ein persönlicher optimaler Gesundheits -/ Leistungsbereich zu verorten ist. Einfach Bauchfett verfünffachen oder Wasser im Kopf um Faktor X vervielfachen ist ja auch nicht das Wunschziel, oder die von Dr. Str. aus Roth bezeichnete Gefahr der Krebserkrankungen bei Kohlenhydrate lastiger Nahrung will mensch ja auch nicht eingehen.
Meine sonstigen , von mir, erkennbaren Parameter -bis auf vergrößerte Prostata- sind sehr zufriedenstellend stellend und das soll unbedingt so bleiben. Gewichtszunahme ist ja kein eigenständiger Selbstzweck.
Soviel ist mir durch den * Diskurs * hier schon mal deutlich geworden. danke.
schönes WE


„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“[9] Paracelsus: Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte. In: Septem Defensiones 1538. Werke Bd. 2, Darmstadt 1965, S. 510 Lt. wikipedia


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#34 von naklar! , 09.09.2017 21:31

Hey, ich kopiere dir das hier mal aus eiunem anderen Thread rein - falls du kein Vegetarier bist ( ich will mir jetzt nich alles durchlesen ), sollte das nicht allzu schwer eionzuhalten sein. Dazu 2-3x pro Woche intensives Krafttraining und die Gewichtszunahme sollte weder Wasserkopf, Rettungsring oder gar krebserregend - mei Gott, was dieser Doktor Hinz aus Kunz anrichtet, nur weil er manchmal überzeichnet! - sein.

Gruß, Eric


RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)
#60 von naklar! , 02.08.2017 11:36

Ok, ich nutze mal den günstigen Augenblick, um dem die jüngste Version entgegenzusetzen:

Kohlenhydrate:

- Kartoffeln, Süßkartoffeln

- seltener auch aus Reis

- viel Gemüse ( wenn mögl. 5 verschiedene Farben pro Tag, saisonal ) ( Salat = Gemüse )

- gerne Obst ( aber aufpassen bei Bananen, Trauben, getrockneten Früchten - hohe Kaloriendichte )

- viele & verschiedenste Beeren

- wenn auf Brot nicht verzichtet werden kann, dann Sauerteigbrot

- wenn auf Nudeln nicht verzichtet werden kann, dann aus Reis/Mais/Buchweizenmehl

Fette:

- Fleisch ( unverarbeitet, 1-2x pro Woche. 1x davon Leber )

- Fisch ( 1-2x pro Woche, gerne fett )

- zum Braten natives Kokosöl / an "Feiertagen" auch mal Butter.

- Olivenöl für kaltes

- Nüsse

- Schokolade ( ab 85 % aufwärts )

- Kokosmilch

- Eier

Eiweis:

- Fleisch ( unverarbeitet, 1-2x pro Woche. 1x davon Leber )

- Fisch ( 1-2x pro Woche, gerne fett )

- Hülsenfrüchte ( durch einlegen, keimen, quellen etc. vorbereitet )

- Quark

- Käse

- Eier

Allgemein:

Koche möglichst viel selbst.

Halte wenigstens 5 Stunden Abstand zwischen deinen Mahlzeiten. Nim in den Pausen nur Wasser zu dir, keine süßen Getränke, kein Naschwerk. Einfach nichts.
Allgemein sollte Wasser im besten Fall dein einziges, ansonsten dein "Hauptgetränk" sein.

Das Thema "Süßen" ist recht heikel. Trainiere am Besten deinen Geschmack richtung "wenig süß". Früchte eignen sich hervorragend für zurückhaltende Süße!
Wenn du nicht auf süßes verzichten willst/kannst, solltest du ab und zu Honig nutzen. Darüber hinaus eher Dextrose ( Traubenzucker ) anstatt Haushaltszucker.

Besonders heikel: Süßstoffe.Es gibt sowohl Sorglose, als auch Befürworter. Gerade weil die Sachlage ( noch? ) unklar ist, sollte die Tendenz richtung Vermeidung gehen.
Am ehesten vertretbar sind: Xylit, Erythrit und Stevia. Durch kombinieren kannst du deren Geschmack verbessern. Außerdem nimmst du so nicht zu viel von Einem auf einmal zu sich.

Lagere angebrochene Öle / Fette immer im Kühlschrank.

Nicht nur im Sinne der Darmgesundheit lohnt es sich, die Themen "Fermentieren" und "Keimen" etwas näher zu betrachten.Widme dich außerdem Kräutern und Gewürzen - hier gibt es viel zu entdecken!
Gewöhne dir außerdem an, einen Teil deiner zubereiteten Kartoffeln über Nacht ( Kühlschrank ) abkühlen zu lassen und erst am nächsten Tag zu verzehren.

Allgemein gilt zum Thema Gesundheit:

Werde dein eigener Experte - jeder ist anders. Und keiner kennt dich so gut wie...du.

Falls Makroangaben erwünscht werden:

1g Fett pro kg Körpergewicht
+/- 100g Eiweiß pro Tag
Der Rest: Kohlenhydrate.


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#35 von Feirefiz , 09.09.2017 22:36

Eric vielen Dank
für diesen klärenden Beitrag.
Das ist doch ein kleiner Kompass,
und ja - ich esse Tierisches
und ja ich trinke viel Wasser (Umkehrosmose - Pro und Contra bitte hier nicht diskutieren-. Hatte ich woanders hier im Forum mal zu geschrieben)•
Diesmal als schnelle Reaktion
gutes WE.
Feirefiz


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#36 von HarryCane , 20.09.2017 08:35

@ Feirefiz,

ich hatte leider nicht mitbekommen, dass du meinen Text aus der "Vorstellungs-Runde" zitiert hast.
Hast recht, ist doch schön, nicht der einzige Exot zu sein, der so ganz andere Probleme hat als die meisten ;-)

Vielleicht zu dem was Dominik geschrieben hat:
Ich gehe da nicht 100%ig mit, dass es Hardgainer / Softgainer nicht gibt.
Doch, es gibt ganz klar genetische Voraussetzungen, SEHR leicht Muskeln/Fett aufzubauen oder eben nur SEHR schwer.
Das ist erstmal die individuelle Grundausstattung, die sich oft auch schon am Körperbau ablesen lässt. (schmale Hüfte vom Knochenbau her bleibt ne schmale Häfte, egal wieviel du isst)

Richtig scheint aber zu sein - nach meiner eigenen Erfahrung - dass es oft der Fall ist, dass die typischen Hardgainer oft keinen nennenswerten Kalorienüberschuss (auf Dauer!) hinbekommen.
Ich konnte das auch nicht glauben, da ich mir im Alltag selbst immer so vorkam, viel öfter und auch mehr zu essen als andere.
Daher habe ich ca. 3 Monate lang meine Ernährung mittels Cronometer.com dokumentiert. Siehe da: es war kaum möglich, einen dauerhaften / deutlichen Überschuss hinzubekommen.
Gut, es lag zugegebener Maßen auch daran, dass ich zu der Zeit extrem gesund gegessen habe und auf fast alles tierische verzichtet habe.
Da musste ich am Ende einfach feststellen: es fehlt einfach das hochkalorische Zeugs! Da kommt man nicht auf einen 500 kcal Überschuss.
Viel Gemüse ist zwar gut, aber lässt dich nicht zunehmen. Kann man vergessen.

So kam ich dann auch auf den Gedanken, wieder tierisches auf den Speiseplan zu nehmen. Allerdings immer noch mit Hinblick auf gesund. Also aus meiner Sicht: möglichst unverarbeitet und aus vernünftiger Haltung/Fütterung.
Um zuzunehmen auch gerne fettig (fetten Fisch, Vollfettkäse)
Aber eben auch nicht zu viel...1 x Fisch/Woche, 2 x Fleisch/Woche
Vor allem Milchprodukte (allergiefördernd? Ich war dieses Jahr auch noch nicht einmal krank, seit ich so wenig Milchprodukte konsumiere)

Da bin ich aber gerade erst im "Wiedereinstieg".
Vielleicht sollte ich nochmal eine Weile meine Ernährung tracken, um zu sehen, ob ich jetzt einen dauerhaften Kalorienüberchuss hinbekomme.

Aber ich glaube, es ist nach wie vor schwer, auf natürlichem Weg so deutlich über den Hunger zu essen.
Auf irgendwelche Präparate möchte ich gerne verzichten. Da fehlt mir das Know-how und ich glaube auch, dass man damit im Zweifelsfall Schaden anrichten kann.
Ich setze da schon auf natürliche Weise.

Für gute Tips bin ich natürlich offen, was ich sonst noch tun könnte.
- gesunde Weight Gainer ist noch ein Thema, was ich mir ansehen muss
- Krafttraining ist ebenfalls ein Thema. Da bin ich praktisch völlig auf unbekanntem Terrain. Denn da ich die genetischen Voraussetzungen habe, Ausdauersport zu machen, habe ich immer eher sowas getan. Hier wäre für mich die Frage: wie und womit sinnvoll anfangen, um Muskeln aufzubauen?
(Anmerkung: ich muss sowieso in dem Bereich etwas machen, da ich inzw. regelmäßig Rückenprobleme habe...kommt vom Bürojob. Nur sitzen halt)
Vielleicht lässt sich das notwendige mit dem gewünschen irgendwie sinnvoll kombinieren?

PS: meine Schilddrüsenwerte habe ich neulich erst im Rahmen des Krankenkassen Check-Ups prüfen lassen. Die sind in Ordnung.
Auch sonst (mit Ausnahme von B12 und Leukozyten) gab es nichts auffälliges, was mit meinem Untergewicht in Zusammenhang stehen könnte.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#37 von Dominik , 20.09.2017 09:13

Ich vermeide die Begriffe "Hardgainer" und "Softgainer" ganz bewusst, weil sie in der Fitnessszene zu oft missbraucht und daher einfach viel zu oft falsch verstanden werden.

Dass es auch eine genetische Komponente gibt, habe ich nicht bestritten.

Im Gegenteil:

"Sicherlich gibt es zahlreiche Variablen, die es dem Individuum entweder leichter oder schwerer machen, an Gewicht zuzunehmen oder an Gewicht abzunehmen. Die einen haben vielleicht aufgrund ihrer Genetik oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung absolut niedrige Testosteronwerte (vielleicht sogar einen deutlichen Mangel) und werden daher niemals nennenswert Muskeln aufbauen können. Die anderen wiederum (wie z.B. ich) müssen sich dafür vielleicht in Phasen der KFA-Reduktion mehr zusammenreißen, weil sie im Beruf den ganzen Tag lang nur im Büro sitzen und dementsprechend ein sehr niedriges Aktivitätsniveau und somit einen sehr niedrigen Tagesenergieverbrauch haben."
Siehe Beitrag #2

Weitere Variablen sind beispielsweise das individuelle Empfinden von Appetit und Hunger, was sich selbstverständlich auch von Mensch zu Mensch unterscheiden kann. Auch mit dem Knochenbau hast du ein gutes Beispiel gebracht.

Ich persönlich könnte, wenn ich wollte, problemlos täglich 3500 kcal in Form von unverarbeiteten (!) Nahrungsmitteln essen. Warum weiß ich das? Weil ich, wie viele Anfänger, vor Jahren mal geglaubt habe, man müsste "Massephasen" durchführen, um Muskeln aufzubauen. D.h. als ich mit dem Kraftsport angefangen habe, habe auch ich mangels fehlenden Wissens eine solche Massephase durchgeführt. Es gab für mich einen täglichen Kalorienüberschuss von 500 kcal und dementsprechend eine Gewichtszunahme von rund 2 kg pro Monat. Heute bin ich schlauer.

Heute, knapp 7 Jahre später, halte ich mein Körpergewicht mit spärlichen 1850 kcal pro Tag. Und komme auch damit zurecht. Warum? Weil ich Wege gefunden habe, wie ich gesättigt durch den Tag komme, ohne mein tägliches "Kalorienbudget" zu überschreiten.

Ich bin in dieser Form also flexibel. Vermutlich kann man sich diese Flexibilität auch in eingeschränktem Maße aneignen/antrainieren.

Aber ja, ich stimme dir zu, dass man Menschen auch in "gute Esser" versus "schlechte Esser" einteilen könnte. Für Erstere ist es ein Kinderspiel, große Nahrungsvolumina und große Kalorienmengen zu vertilgen und haben somit praktisch nie Probleme mit einer gewünschten Gewichtszunahme. Letztere hingegen kriegen nicht so viel Nahrung in den Magen und sind schneller satt.

Und da muss man eben individuell schauen: Während der Appetit des "guten Esser" ggf. auch mal gebremst werden muss bzw. man sich für diese Person am besten Nahrungsmittel mit niedriger Energiedichte aussucht, muss der Appetit des "schlechten Essers" gefördert werden bzw. diese Person sollte auf Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte zurückgreifen.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#38 von jfi , 20.09.2017 10:03

Zitat von Dominik im Beitrag #37
Heute, knapp 7 Jahre später, halte ich mein Körpergewicht mit spärlichen 1850 kcal pro Tag. Und komme auch damit zurecht. Warum? Weil ich Wege gefunden habe, wie ich gesättigt durch den Tag komme, ohne mein tägliches "Kalorienbudget" zu überschreiten.


Darf ich fragen wie groß und schwer du bist? Und wie dein Aktivitätslevel aussieht?
Denn 1850 kcal ist doch sehr sehr wenig für einen Mann.
Insbesondere wenn ich mir anschaue, dass Adam von Mindpump die letzten Wochen eine Frau (Melissa Wolf) auf eine Bikini-Competition vorbereitet hat (sie hat auch die Newcomer-Klasse gewonnen) und dass die in denn 2 Wochen vor dem Wettkampf noch 1.600 kcal pro Tag zu sich genommen hat und trotzdem ohne viel Cardio in Bühnenform kam.

LG Jens


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#39 von naklar! , 20.09.2017 10:51

Meine Oma sagte immer: " Der Appetit kommt mit dem Essen "

Und ja, jetzt, da ich durchschnittl. 200 kal im Überschuß pro Tag bin, habe ich mich teilweise nicht so gut im Griff, wie während so mancher Diät - und denke gerne an meine Oma.
Das eigentlich sowieso immer. Oma!

Gruß, Eric


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#40 von HarryCane , 20.09.2017 11:01

Hi Dominik,

gut, in wie fern die Terminologie da in Bodybilderkreisen anders verwendet wird, weiß ich natürlich nicht.
In diesen Kreisen bin ich überhaupt nicht unterwegs ;-)
Ich finde, man sieht z.B. an dieser Veranschaulichung hier Your Body Type schon ganz gut,
dass die Voraussetzungen eben zu einem gewissen Teil doch geburtsseitig festgelegt sind.

Ich würde ja gerne wissen, in wie fern da der Stoffwechsel/die Verdauung eine Rolle spielt.
Konkret: selbst als ich mich noch "unbewusst" ernährt habe (so vor 5 - 10 Jahren) und durchaus ne Menge FastFood verdrückt habe,
habe ich nicht zugenommen. Und da hatte ich sicherlich häufiger mal einen Kalorienüberschuss ;-)
Möglicherweise nimmt also mein Körper weniger effektiv auf?
Sprich: vom BRUTTO, was ich oben reinkippe, kommt NETTO weniger an. Der Rest wandert in den Abfall. Ne ziemliche Verschwendung...
Kann sowas sein? Und falls ja: wie kann ich das herausfinden. Und welche "Stellschrauben" gibt es, um das zu verbessern?

"Ich persönlich könnte, wenn ich wollte, problemlos täglich 3500 kcal in Form von unverarbeiteten (!) Nahrungsmitteln essen."
Genau das scheint die Kunst zu sein. Habe ich leider nicht hinbekommen zu meiner Quasi-Vegan-Zeit. Sicherlich wird sich das jetzt etwas
verbessern, aber eher nicht so gravierend, dass ich plötzlich 50 % mehr Kcal weghaue.

Laut Cronometer benötige ich 1609 kcal Grundumsatz + 322 kcal (8 Std. Büro ist halt nix) = 1931 kcal Gesamtumsatz pro Tag.
Ich habe jetzt nochmal meine Daten von damals überprüft. Im Mittel bin ich auf ca. 2200 kcal gekommen.
Also irgendwas um die 250 kcal durchschnittlicher Überschuss. Das hat leider zu nichts geführt.
Ich weiß, ich sollte eher 500 kcal anstreben.
Hmm....
Natürlich könnte ich jetzt Gemüse und Salat runterschrauben (weniger von den diversen guten Nährstoffen), dafür mehr Platz im Magen für kaloriendichteres Zeug essen. Es ist einfach so: mit Brokkoli, Blumenkohl und Linsen kommen keine Kalorien-Berge zusammen :-)


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#41 von Markus , 20.09.2017 11:36

Zitat

Ich finde, man sieht z.B. an dieser Veranschaulichung hier Your Body Type schon ganz gut,



Diese Unterteilung in Ektomorph, Endomorph, und Mesomorph (Somatotypiserung) hatte irgendwann in den 1940ern ein Psychologe(!) vorgenommen.

Diese scharfe Dreiteilung (Cluster im dreidimenisonalen Raum) hinsichtlich der Körperproportionen, des Stoffwechsels und der Fettverteilung sind rein willkürlich(!) vorgenommen worden und AFAIK nie empirisch bewiesen worden. Im Gegenteil, alle diese drei Größen unterliegen einer Normalverteilung und bilden keine Cluster! Mit anderen Worten;: das ist pseudowissenschaftlicher Unsinn, der nicht auszurotten ist

Aufgewärmte Fake-News...


Wenn alle "gleich" sein sollen und "gleichgestellt", funktioniert das nur auf dem niedrigsten Niveau. Denn wenn 10 Leute 100m laufen und alle zur gleichen Zeit am Ziel ankommen sollen, dürfen sie alle nur so schnell laufen wie der Langsamste. Nur warum soll der sich dann noch anstrengen, wenn die "Gleichheit" ihn sowieso mit den anderen auf die oberste Stufe des Siegertreppchens stellt? Und was soll das mit der Gesellschaft machen? Kann man sich in jedem (!) sozialistischen Staat anschauen.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#42 von Markus , 20.09.2017 11:41

Zitat
Laut Cronometer benötige ich 1609 kcal Grundumsatz + 322 kcal (8 Std. Büro ist halt nix) = 1931 kcal Gesamtumsatz pro Tag.



Waren es nicht eher 1931,17 kcal?! ;o)

Du täuschst eine Genauigkeit vor die so kaum gegeben sein dürfte. irre dich also wenn, dann in die gewünschte Richtung hin. Hier also nach oben.


Zitat
Ich habe jetzt nochmal meine Daten von damals überprüft. Im Mittel bin ich auf ca. 2200 kcal gekommen.
Also irgendwas um die 250 kcal durchschnittlicher Überschuss. Das hat leider zu nichts geführt.



Zu wenig kcal, zu wenig (wiederstand zu gering) oder zu viel (Cardio) Aktivität, zu wenig Protein oder zu wenig Hormone.


Zitat
Ich weiß, ich sollte eher 500 kcal anstreben.



wäre angesagt.

Zitat
Hmm....
Natürlich könnte ich jetzt Gemüse und Salat runterschrauben (weniger von den diversen guten Nährstoffen), dafür mehr Platz im Magen für kaloriendichteres Zeug essen. Es ist einfach so: mit Brokkoli, Blumenkohl und Linsen kommen keine Kalorien-Berge zusammen :-)



Ach was, 50 Gramm getrocknete Feigen oder zur Not Dextrose plus 30 Gramm Proteinpulver gehen immer. Auch on the top. Oder iss einfach mal wieder Fleisch.


Wenn alle "gleich" sein sollen und "gleichgestellt", funktioniert das nur auf dem niedrigsten Niveau. Denn wenn 10 Leute 100m laufen und alle zur gleichen Zeit am Ziel ankommen sollen, dürfen sie alle nur so schnell laufen wie der Langsamste. Nur warum soll der sich dann noch anstrengen, wenn die "Gleichheit" ihn sowieso mit den anderen auf die oberste Stufe des Siegertreppchens stellt? Und was soll das mit der Gesellschaft machen? Kann man sich in jedem (!) sozialistischen Staat anschauen.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#43 von naklar! , 20.09.2017 11:45

Laut Cronometer benötige ich 1609 kcal Grundumsatz + 322 kcal (8 Std. Büro ist halt nix) = 1931 kcal Gesamtumsatz pro Tag.

Ich persönlich rechne einfach GRUNDUMSATZ + 0,5 x GRUNDUMSATZ = GESAMMTUMSATZ

Ist eine sehr einfache Formel, die für viele gut funktioniert. Darüberhinaus wird nichts mehr einzeln berechnet, von wegen : Heute mit dem Rad zur Arbeit, heute nur mit dem Auto etc.
Lediglich die Sporteinheiten packt man noch obendrauf.



Wären dann grob 2400 kal. bei dir.


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#44 von HarryCane , 20.09.2017 12:18

Hallo Markus,

natürlich ist diese Körpertypenklassifizierung sehr grob. Aber dennoch kann man ja in der Realität in etwa genau diese Typen beobachten.
Natürlich nicht immer so ausgeprägt. Ich passe z.B. sehr gut in das ektomorphe Schema, bin aber nicht automatisch überdurchschnittlich groß, wie in dem Bild dargestellt. Aber die Tendenzen sind denke ich schon hilfreich. Man muss bedenken, dass das Modelle sind. Und Modelle sind immer Vereinfachungen der Realität. Wenn man das berücksichtigt und einem klar ist, dass das ganze natürlich fließend ist, dann passt das sicher schon.

Ähnlich sieht es sicher der errechnete Gesamtumsatz beim Cronometer aus. Der errechnet das halt anhand deiner Angaben.
Dass das natürlich keine exakte Wissenschaft ist, sollte jedem klar sein. Aber die Realität zeigt ja: ich liege etwas drüber und mein Gewicht ist (in meinem Fall leider!) stabil. So schlecht kann die Angabe nicht sein, sonst hätte ich ja eher abgenommen. Nur mein Ziel war ja von Anfang an komplett klar: zunehmen!

"Zu wenig kcal, zu wenig (wiederstand zu gering) oder zu viel (Cardio) Aktivität, zu wenig Protein oder zu wenig Hormone."
--> ich mache eigentlich keine große Aktivität. Wie gesagt: Bürojob. Auto zur Arbeit. zu Hause kochen, abwaschen etc. Nichts gewaltiges.
Ansonsten: 1 x Yoga / Woche. Alle paar Wochen wird mal Fussball gespielt oder zum Bouldern gegangen (blutiger Anfänger natürlich!) Da wird dann aber auch schon gezielt "zugefüttert", z.B. mit Bitterschoki 85%ig und/oder Datteln, Banane
Zu wenig Protein....darüber lässt sich diskutieren. Ich denke aber, da habe ich tatsächlich Luft nach oben. Wird nun wieder automatisch mehr werden durch das gezielte wiederaufnehmen von moderaten Mengen Fisch/Fleisch/Milchprodukten.

Aber wie gesagt: von Pizza, Döner, Schokolade, Eistee usw. habe ich früher auch nicht zugenommen.

Ich glaube, die beste Möglichkeit, noch mehr Essen in den Tag "einzubauen", wäre während der Arbeitszeit. Immerhin sind das 8 Stunden und in der Zeit kann man sicher noch was mehr verdrücken. Bisher habe ich das nicht voll ausgeschöpft, weil ich morgens nicht NOCH mehr Zeit in der Küche verbringen will. Und mehr als meine heutigen 2 Brötchen (Vollkorndinkel) pro Tag möchte ich eigentlich nicht machen, weil in Brotwaren schon ne gute Portion Salz enthalten ist.
Da muss ich mir vielleicht noch was praktikables für 5 Tage/Woche überlegen, was ich zusätzlich in die Mittagspause oder so einbaue.
Das erscheint mir noch eine denkbare Stellschraube. Denn Abends bei der warmen Mahlzeit futter ich schon i.d.R. ne große Portion. Danach bin ich ziemlich voll, da geht nix zusätzliches mehr. Die paar Datteln oder etwas Bitterschoki stehen ohnehin schon auf meinem Programm. Meist als Snack am späten Abend.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#45 von naklar! , 20.09.2017 12:37

Hab`ich was überlesen, oder...was hast du gegen Salz?


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