[Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#1 von Dominik , 18.08.2017 12:02

Hallo zusammen,

zu meiner Person: Hier geht's zum Vorstellungsbeitrag.

Wie dort bereits geschildert, bin ich hier, um meine Blutergebnisse zur Diskussion zu stellen.

Sorgen bereiten mir mein niedriges Gesamt-Testosteron (kratzt an der unteren Normgrenze), mein erhöhtes SHBG und somit mein erniedrigter FAI.

Referenzwerte laut Labor:
Testosteron: 3,5-9,0 ng/ml
SHBG: 13-55 nmol/l
FAI: 36-155

So sieht die Entwicklung meiner bisherigen Werte aus:

[12.12.2014] Testosteron: 5,86 ng/ml | SHBG: 35,90 nmol/l | FAI: 56,5
[16.11.2016] Testosteron: 5,26 ng/ml | SHBG: 45,00 nmol/l | FAI: 40,6
[12.07.2017] Testosteron: 4,90 ng/ml | SHBG: 56,00 nmol/l | FAI: 30,4
[31.07.2017] Testosteron: 3,75 ng/ml | SHBG: 00,00 nmol/l | FAI: 00,0 (liegt nicht vor, da SHBG nicht gemessen.) - Hinweis: Messung erfolgte um 18:00 Uhr, daher der geringere T-Wert.
[17.08.2017] Testosteron: 3,71 ng/ml | SHBG: 61,53 nmol/l | FAI: 20,9
Hinweis: Gemessen wurde immer morgens gegen 08:00 Uhr und nüchtern. Außer, es steht dabei, wie beim 31.07.2017 der Fall.

Der Großteil der anderen Blutwerte ist soweit in Ordnung. Große Baustellen gibt es da nicht, schätze ich.

Falls ihr Fragen zu anderen Faktoren (Ernährung, Nahrungsergänzung, Schlaf, Training) habt, immer her damit.

Hier nun die Links zu abload.de, dort findet ihr die meine abfotografierten Blutergebnisse.

// BILDER VON ADMIN GELÖSCHT

Falls euch wichtige Infos, die für eine ernsthafte Beratung/Diskussion essentiell sind, fehlen, dann gebt mir bitte Bescheid.

Viele Grüße
Dominik



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#2 von Marie , 20.08.2017 07:20

Moin Dominik!

Erst mal folgendes:

Ist es für Dich ok, dass man auf den Laborzetteln Deine Daten lesen kann?
Wenn nicht, würde ich das mal ändern


Zu Deiner Frage:

Leider fehlen die anderen Hormone, die man immer im Zusammenhang messen sollte!
Östradiol
Progesteron
DHEA-S

Was mit sehr auffällt, sind Deine Schilddrüsenwerte.
fT3 und fT4 sind sehr niedrig!
Das TSH, ein Steuerhormon, dagegen niedrig, was nicht zu den Werten passt!

Grund könnte das nicht allzu üppige Cortisol sein.
Da regelt der Körper die SD runter.

Außerdem ist Dein TG-Ak erhöht, was auf SD-Schwierigkeiten hindeutet.
Wurde mal eine Sonographie der SD gemacht?
Liegt Hashimoto vor oder Morbus Basedow?

Magnesium ist ebenfalls sehr niedrig.
Cholesterin, der Ausgangsstoff für Hormone ist auch nicht üppig.

Da Testosteron auch ein Hormon für Energie ist, wird es vielleicht ebenfalls runter geregelt, da die SD nicht bringt, was sie eigentlich sollte.

SD-Hormone = Gaspedal des Stoffwechsels, also elementar wichtig.

LGM


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#3 von hans , 20.08.2017 08:49

Zitat von Marie im Beitrag #2
Cholesterin, der Ausgangsstoff für Hormone ist auch nicht üppig.


Der Gesamtwert ist sehr gut (<150), allerdings wundert es mich, das LDL da noch so hoch ist. Werte um 80-120 sind z.B. im ländlichen China normal. Auch wer es mit dem Fett nicht übertreibt, u.a. entgegen des deutsche Durschschnitts mit ca. 36-38% Anteil Fett, der hat ruck-zuck einen Cholesterinwert (Gesamt) unter 150mg/dl. Und der Körper kann schon selber Cholesterin produzieren, wenn er es benötigt. Also mit 135 als alleinigem Wert ist nach allem was ich gelesen habe alles Top (habe selber 126 und LDL knapp über 70).

LG
Hans


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#4 von Markus , 20.08.2017 10:31

Zitat von hans im Beitrag #3
Der Gesamtwert ist sehr gut (<150), allerdings wundert es mich, das LDL da noch so hoch ist. Werte um 80-120 sind z.B. im ländlichen China normal..Also mit 135 als alleinigem Wert ist nach allem was ich gelesen habe alles Top (habe selber 126 und LDL knapp über 70)..


Selektive Filterblase durch deine Veganerkreise?

Die Studienlage ist lange nicht so eindeutig wie du es dir denkst. Lies mal in dieser Studie die verlinkten Referenzen 1 bis 33

http://circ.ahajournals.org/content/92/9/2396

Bei LDL ist die Mortalität inicht je geringer um so besser sondern es handelt sich eher eine U-Kurve. Sowohl zu niedrig als auch zu hoch scheinen nicht gut zu sein.


«I also think it’s safe to suggest that since our ancestors were undoubtedly active on a regular basis, their robust bone densities indicate a pretty decent physique – unless they somehow found a steady source of fructose-rich honey, continuously gorged on root strips fried in a hollowed-out buffalo skull filled with boiling tallow, and developed an insulin-resistant belly to cover up those muscles.« (Mark Sisson)


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#5 von Dominik , 20.08.2017 12:24

Hi Marie!

Zitat von Marie im Beitrag #2
Ist es für Dich ok, dass man auf den Laborzetteln Deine Daten lesen kann?
Wenn nicht, würde ich das mal ändern


Ja, das ist ok.
Die personenbezogenen Daten bei den Blutergebnissen von 2016 hatte ich ja mit schwarzen Balken zensiert, bei den 2017ern jedoch nicht.
Wollte schnellstmöglich den Beitrag hier im Forum erstellen und habe mir die Zensur da gespart, zumal ich sowieso nichts zu verbergen habe.
Also alles halb so wild.

Vorab die Frage: Hast du beide Blutergebnisse (2016 und 2017) gesehen?

Dann noch direkt eine weitere Frage hinterher: Alle Ärzte (Allgemeinmediziner, Endokrinologen, Urologen, Andrologen) sagen mir immer: "Solange sich Ihre Blutwerte im Referenzbereich befinden und Sie keine gesundheitlichen Beschwerden/Symptome haben, ist alles in Ordnung". Stimmt diese Aussage so pauschal? Ich habe das Gefühl, dass bei Edubily sehr viel Wert auf Mikronährstoff-Tuning gelegt wird. Aber korrigiert mich gern, wenn ich falsch liegen sollte. Persönlich bin ich immer davon ausgegangen, dass die Ärzte mit ihrer o.g. Aussage richtig liegen und dass es nichts bringt, auf Teufel komm raus alle Mikronährstoffe an die obere Grenze der Referenzwerte zu bringen.

Zitat von Marie im Beitrag #2
Leider fehlen die anderen Hormone, die man immer im Zusammenhang messen sollte!
Östradiol
Progesteron
DHEA-S

Sorry, die aktuellsten Blutergebnisse (vom 17.08.2017) hatte ich noch nicht abfotografiert, aber ich liefere sie hiermit gern in abgetippter Form nach.

Rot markiert sind die Werte außerhalb des Referenzbereiches.

FSH: 6,69 mIE/ml (Referenz: 1,5-12,4 mIE/ml)
LH: 6,64 mIE/ml (Referenz: 1,7-8,6 mIE/ml)
Östradiol: < 5,00 ng/l (Referenz: 27,1-52,2 ng/l)
Prolaktin: 230,8 mIU/l (Referenz: 86-324 mIU/l)
SHBG: 61,53 (Referenz: 18,3-54,1 nmol/l)
Testosteron: 3,71 ng/ml (Referenz: 2,49-8,36 ng/ml)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 3,963 nmol/l (Referenz: 4,36-14,3 nmol/l)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 30,8% (Referenz: 35,0-66,3%)
freies Testosteron (berechnet): 0,169 nmol/l (Referenz: 0,198-0,619 nmol/l)
freies Testosteron (berechnet): 1,31% (Referenz: 1,53-2,88%)
freier Androgenindex: 20,90 (Referenz: 35-93)

Progesteron und DHEA-S wollte die Labormedizinerin nicht untersuchen lassen, weil das in meinem Fall nicht nötig sei.

Zitat von Marie im Beitrag #2
Was mit sehr auffällt, sind Deine Schilddrüsenwerte.
fT3 und fT4 sind sehr niedrig!
Das TSH, ein Steuerhormon, dagegen niedrig, was nicht zu den Werten passt!

Grund könnte das nicht allzu üppige Cortisol sein.
Da regelt der Körper die SD runter.

Habe die von dir genannten Werte mal rausgeschrieben:

fT3: 2,4 pg/ml (2016) und 2,0 pg/ml (2017) bei einem Referenzbereich von 1,7-3,7 pg/ml
fT4: 0,9 ng/dl (2016) und 1,0 ng/dl (2017) bei einem Referenzbereich von 0,7-1,5 ng/dl
TSH: 0,94 mU/l (2016) und 0,45 mU/l (2017) bei einem Referenzbereich von 0,4-4,0 mU/l
Cortisol: 9,4 ng/dl (2016) und 15,0 ng/dl (2017) bei einem Referenzbereich von 3,7-19,4 ng/dl

Was ich dazu sagen muss: TSH war früher (d.h. bis Dez. 2014) mal deutlich höher, nämlich bei 3,0 mU/l. (fT3 lag da bei 3,3 und fT4 bei 0,8). Daraufhin sollte ich auf Anraten der Fitness-Experts Community mal auf meine Jodzufuhr achten. Habe seitdem mit Jodsalz supplementiert und damit konnte ich meinen TSH-Wert senken. Denn ich hatte schon befürchtet, dass ich eine SD-Unterfunktion haben könnte, wegen des hohen TSH-Wertes und wegen der Tatsache, dass meine Erhaltungskalorien nachweislich bei 1850 kcal pro Tag liegen, was für einen Mann ggf. auffällig wenig ist. ABER: Wenn man bedenkt, dass ich mit 63 kg und 173 cm sowohl sehr leicht als auch sehr klein bin und dazu noch in der IT tätig bin und von Mo.-Fr. nur im Auto und im Büro sitze... und auch nur 2-3x/Woche Krafttraining und sonst keinerlei Sport betreibe. Dann machen die 1850 kcal in meinen Augen wieder Sinn.

Zitat von Marie im Beitrag #2
Außerdem ist Dein TG-Ak erhöht, was auf SD-Schwierigkeiten hindeutet.
Wurde mal eine Sonographie der SD gemacht?
Liegt Hashimoto vor oder Morbus Basedow?

Anti-Tg lag 2016 bei 3,3 IU/ml (Referenz: < 4,1), dort waren Anti-TPO und TRAK beide bei < 1,0.
Und 2017 lag Anti-Tg bei 6,0 IU/ml, dort waren Anti-TPO und TRAK ebenfalls wieder bei < 1,0.

Insofern war der Vorschlag der Laborärztin, einfach die SD-Werte jedes Jahr im Auge zu behalten und zu schauen, ob sich das wieder normalisiert. Denn wir seien ja alle Wesen in einem biologischen System, was nie starr sei und somit auch mal Ausreißer nach oben und unten geben kann, ohne dass eine gesundheitliche Indikation dahintersteckt.

Eine SD-Sonographie wurde nie gemacht und Hashimoto oder Morbus Basedow liegen meines Wissens nach nicht vor.

Mein Vorschlag: Wenn ich beim nächsten umfangreichen Blutbild 2018 wieder vereinzelt auffällige SD-Werte (TSH, fT3, fT4 und alle Antikörper) haben sollte, würde ich mich mal bzgl. einer SD-Sonographie erkundigen. Gibt es noch weitere Untersuchungen, die ich in Angriff nehmen kann? Werde zwar vermutlich sowieso alles selbst bezahlen müssen, aber schließlich geht es hierbei um meine Gesundheit, also ist es mir das auch wert.

Zitat von Marie im Beitrag #2
Magnesium ist ebenfalls sehr niedrig.
Cholesterin, der Ausgangsstoff für Hormone ist auch nicht üppig.

Magnesium war 2016 bei 0,9 nmol/l und 2017 bei 0,78 nmol/l (Referenz: 0,7-1,1 nmol/l).
Cholesterin war 2016 bei 154 mg/dl und 2017 bei 135 mg/dl (Referenz: < 200 mg/dl).

Wer weiß, wie Magnesium 2018 aussieht, ggf. wieder bei 0,9 ? Ich spiele damit auf die Aussage der Ärztin an, dass die Werte immer natürlichen Schwankungen unterliegen und man sich von einer einzigen Momentaufnahme nicht verunsichern lassen sollte.

Und warum niedriges Cholesterin schlecht ist, kann ich mir auch nicht erklären. Die Ärzte meinten immer, dass ich froh über einen Cholesterinwert von rund 150 (oder gar noch niedriger) sein kann.

Aber ich lerne immer gern dazu...

Zur Symptomatik wurde ich von den Ärzten ja auch immer befragt. Und aus gesundheitlicher Sicht habe ich tatsächlich keinerlei Beschwerden: Eine sehr gesunde Libido ist vorhanden, ich habe ein gesundes Schlafverhalten (8-9 h JEDE Nacht), ich habe keinerlei Probleme mit KFA-Reduktion bis in Regionen von etwa 11-12% KFA (siehe Profilbild oder folgende Fotos) und auch sonst fallen mir keine typischen Symptome ein, die ggf. auftreten können, wenn man "zu wenig" (bioverfügbares/freies) Testosteron hat. Bis auf die persönliche Unzufriedenheit mit dem Muskelaufbau.

Dennoch macht mich der hohe SHBG-Wert und damit einhergehend die niedrigen Werte für freies/bioverfügbares Testo sowie der niedrige FAI stutzig.

Mit Kraftsteigerungen hatte ich auch nie großartige Probleme. Zumindest war ich persönlich zufrieden mit 8x 85 kg Barbell Bench Press, 8x 85 kg Barbell Bent-over Rows und 8x 115 kg Barbell Squat. Alles bei einem Körpergewicht von 70 kg. Natürlich sind das keine herausragenden Leistungen, dessen bin ich mir bewusst. Dennoch denke ich, dass man dies als "fortgeschrittene Kraftwerte" bezeichnen darf, bei denen ich mir erhofft hatte, muskulöser auszusehen, als so:



Habe nun ja schon einige Jahre im Forum von Fitness-Experts geloggt und mich auch von div. guten Coaches (wie z.B. Bastian Gulden) beraten lassen. Aber am Ende wusste keiner mehr weiter, sodass ich meine Blutwerte einfach dafür verantwortlich gemacht habe.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#6 von Marie , 20.08.2017 15:03

Zitat
Progesteron und DHEA-S wollte die Labormedizinerin nicht untersuchen lassen, weil das in meinem Fall nicht nötig sei.



Diese Aussage zeugt von nicht Wissen!

Bist es Du auf dem Bild?
Wenn ja, fallen mir Deine "Geheimratsecken" auf und die eher lichten Haare auf dem Kopf.

Es könnte sein, dass Du zu viel DHT bildest, dann bleibt nicht so viel Testo übrig.

Könnte auch der Grund sein, warum Du so wenig Östradiol hast.
Da bleibt nicht mehr viel für Testo und Östradiol übrig, wenn zu viel in DHT abwandert.

Ein Grund dafür kann sein:
zu wenig Progesteron

1. Progesteron hemmt die Umwandlung in DHT (die 5alpha Reduktase)
2. Progesteron und DHT nutzen teilweise die gleichen Transportglobuline

Wenn also zu wenig Progesteron vorhanden ist, warum auch immer, dann kann es dieses Ungleichgewicht geben.

Aus diesem Grund sollte man immer ein komplettes Hormonbild erstellen.
Dazu gehören zwingend:
Progesteron
Östradiol
DHEA-S
Cortisol
Testosteron (bioverfügbar)
SHBG

In Deinem Fall würde ich noch DHT und Pregnenolon dazu nehmen, um dadurch vielleicht der Sache eher auf die Spur zu kommen.

Das Thema "Cholesterin" ist aus meiner Sicht extrem strapaziert!
Gibt mittlerweile auch einiges an Literatur darüber, die aufzeigt, was da alles im Sinne der Pharma aus Studien herausgelesen wurde!
Früher sagte man, 200 + Alter ist ein Spiegel, der ok ist.
Heute? 150???

Statine sind eine tolle Geldmaschine, also immer schön runter mit der Norm.

Dazu vielleicht noch folgender Gedanke:
Normwerte sind nicht zwingend Gesundheitswerte!!!

Wenn ich die Normen Deiner SD-Hormone sehe, ist es entweder ein Krankenhauslabor oder der umstrittene Abbot Test, der benutzt wird.
Beides keine Option sich danach zu richten!

Lasse lieber mal eine Sono machen, um klarzustellen, ob Deine SD
1. groß genug ist (18 - 25ml für Männer)
2. ausschließlich gesundes Gewebe hat (echonormal, homogen und keine Knoten oder Zysten)

Das TSH soll die SD antreiben, Hormone auszuschütten.
Dein TSH ist dafür zu niedrig.
Nur, es sind auch nicht genügend Hormone vorhanden.
Passt also nicht zusammen.

Deshalb scheint da das System etwas herunter zu regeln.
Dem sollte man nachgehen.
Ob dazu Jodsalz die richtige Lösung ist, wage ich mal zu bezweifeln.
Die Hormone sind ja nicht parallel dazu im Verhältnis gestiegen!

Die SD wird von kaum einem Arzt wirklich ernst genommen, es kennen sich auch viel zu wenige mit den Zusammenhängen aus.
Nicht mal Spezialisten!
Ist wirklich zum und teilweise Körperverletzung.

Im Übrigen kenne ich kaum Ärzte, die wirklich den Körper als Ganzheit betrachten.
Jeder sieht da gern seine eigenen Bereiche und guckt nicht weit über den Tellerrand.
Da wäre ich äußerst vorsichtig, was die Aussagen betrifft!

Warum nicht vorbeugen statt bohren??????
Erst wenns brennt, was unternehmen?

Magnesium, Selen und Zink im Vollblut messen lassen, Serumwerte bringen Dich da nicht weiter.
Wurde mal Homocystein und CRP gecheckt?

Bis 2018 würde ich insgesamt nicht warten, um die Dinge abzuklären.

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#7 von takko456 , 20.08.2017 15:41

Naja unmuskulös biste aber auch nicht. Wenn man größere Muskeln will, muss die Leistung an der Hantel steigen.


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#8 von hans , 20.08.2017 16:08

Zitat von Markus im Beitrag #4
Zitat von hans im Beitrag #3
Der Gesamtwert ist sehr gut (<150), allerdings wundert es mich, das LDL da noch so hoch ist. Werte um 80-120 sind z.B. im ländlichen China normal..Also mit 135 als alleinigem Wert ist nach allem was ich gelesen habe alles Top (habe selber 126 und LDL knapp über 70)..


Selektive Filterblase durch deine Veganerkreise?


Nö, keineswegs! Sogar Mr. Paleo-Ernährung Loren Cordain folgert das gleiche: "Optimal low-density lipoprotein is 50 to 70 mg/dl: lower is better and physiologically normal." - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15172426

Könnte jetzt noch die Framington Heart Study anführen, etc. pp... da ist ja auch noch keiner mit Gesamt-Cholesterin unter 150mg/dl an Herz-Kreislaufkrankheiten gestorben. Soll sich jeder sein eigenes Bild machen Habe sogar zwei (durchaus gute) Bücher von Cordain hier im Regal stehen (gelesen) - die mich einiges gelehrt haben - nur ziehe ich am Ende andere Schlüsse für das handeln daraus als Cordain

LG
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#9 von Dominik , 20.08.2017 16:31

Danke für deine ausführliche Antwort!

Zitat von Marie im Beitrag #6
Bist es Du auf dem Bild?
Wenn ja, fallen mir Deine "Geheimratsecken" auf und die eher lichten Haare auf dem Kopf.

Ja, das auf dem Profilbild und auf den geposteten Fotos bin ich.
Geheimratsecken habe ich in der Tat (so wie mein Vater).
Ansonsten habe ich aber schon einen kräftigen Haarwuchs und dichtes Haar, bloß rasiere ich meine Haare immer auf 6 mm runter, weil mir das am besten gefällt.

Zitat von Marie im Beitrag #6
Aus diesem Grund sollte man immer ein komplettes Hormonbild erstellen.
Dazu gehören zwingend:
Progesteron
Östradiol
DHEA-S
Cortisol
Testosteron (bioverfügbar)
SHBG

In Deinem Fall würde ich noch DHT und Pregnenolon dazu nehmen, um dadurch vielleicht der Sache eher auf die Spur zu kommen.


Ich habe mal eine Aufstellung aller Blutwerte gemacht, die ich in Zukunft 1x/Jahr untersuchen lassen möchte. Einfach um sicherzugehen, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist.

Kannst du (bzw. ihr) da mal drüberschauen, ob ich etwas Wichtiges vergessen habe? Besten Dank!

Aufgrund der Größenbeschränkung von Bildern im Forum einfach auf das folgende Thumbnail klicken:



Zitat von Marie im Beitrag #6
Lasse lieber mal eine Sono machen, um klarzustellen, ob Deine SD
1. groß genug ist (18 - 25ml für Männer)
2. ausschließlich gesundes Gewebe hat (echonormal, homogen und keine Knoten oder Zysten)


Okay, werde mich mal bei den Radiologie-Praxen in meinem Wohnort erkundigen.

Frage: Kann ich die Sonographie zeitlich unabhängig vom nächsten Blutbild machen?

Oder muss das zeitlich eng beieinander liegen?

Das letzte umfangreiche (über 600€) Blutbild ist, wie man im Startbeitrag sehen kann, vom 12.07.2017. Also schon gut 5 Wochen her.

Kann ich trotzdem einfach zeitnah die Sonographie machen oder muss ich das dann zwangsläufig wieder mit einer zeitnahen Blutuntersuchung kombinieren?

Zitat von Marie im Beitrag #6
Magnesium, Selen und Zink im Vollblut messen lassen, Serumwerte bringen Dich da nicht weiter.

Woran erkennst du auf den abfotografierten Blutergebnissen, dass diese drei Werte nicht im Vollblut gemessen worden sind? Ich kenne nur diese drei GOÄ-Ziffern, also: A4135 für Magnesium / 4134 für Selen / A4132 für Zink. Deshalb habe ich diese drei GOÄ-Ziffern immer für Magnesium/Selen/Zink angegeben.

Zitat von Marie im Beitrag #6
Wurde mal Homocystein und CRP gecheckt?

Bislang nicht, sondern nur diejenigen Werte, die du im Startbeitrag auf den abfotografierten Blutergebnissen siehst. Da waren Homocystein und CRP nie dabei. Habe sie aber jetzt mit in die Liste der zu untersuchenden Werte aufgenommen, wie du am oben gezeigten Bild sicherlich gesehen hast.

Zitat von Marie im Beitrag #6
Bis 2018 würde ich insgesamt nicht warten, um die Dinge abzuklären.

Gut, aber da das letzte umfangreiche Blutbild für über 600€ gerade mal 5 Wochen zurückliegt, will ich in diesem Jahr ungern schon wieder so viel Geld in die Hand nehmen müssen.

Die Sono kann ich, sofern sinnvoll, gerne "as soon as possible" nachholen.

Ein umfangreiches Blutbild für ca. 920€ wie oben gezeigt möchte ich aber frühestens im Q1 2018 angehen.

Ich hoffe, das ist verständlich.

Was ist also deine Empfehlung, welche nächsten Schritte ich einleiten sollte? Sono einfach machen und schauen, was dabei herauskommt?


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#10 von Dominik , 20.08.2017 16:32

Zitat von takko456 im Beitrag #7
Naja unmuskulös biste aber auch nicht. Wenn man größere Muskeln will, muss die Leistung an der Hantel steigen.

Danke, aber wie man sicherlich sehen kann, wurden die Fotos erstens unter vorteilhaftem Licht und zweitens direkt nach dem Training, also "auf Pump" geschossen.

Du willst nicht wissen, wie ich unter freiem Himmel, also bei gleichmäßiger Beleuchtung, und ohne Pump aussehe.

Oder in Kleidung.

Dann sieht man einfach nur noch schlank aus und nach "do you even lift"?


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#11 von Marie , 20.08.2017 16:55

Stärkere Körperbehaarung ist auch oft ein Zeichen für recht viel DHT!
Also spricht es eher dafür.

Bei Deiner Werteaufstellung könntest Du aus meiner Sicht einiges weg lassen:

FSH
LH
Folsäure (Mangel sieht man indirekt am Homocystein)
TRAK (unwahrscheinlich, dass Du Basedow hast)
Tg-AK und TPO-Ak nur, wenn die Sono was in Richtung Hashimoto ergibt
Die Vitamine außer Vit.D3, was ja eigentlich ein Hormon ist
Eisen (ist ne Momentaufnahme) da reicht Ferritin als Speicherwert

Sono kannst Du unabhängig von der Wertmessern machen!


Die Nicht - Vollblutmessungen erkenne ich an den Normwerten und dass keine Relation zu Hämatokrit ausgerechnet wurde.


Bei wiederholten Messungen brauchst Du nicht immer alles zu messen.
Ich bezog mich da auf die SD und noch die fehlenden Hormone nachholen.
Sorry, war doof ausgedrückt.

LGM



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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#12 von takko456 , 20.08.2017 16:59

@Dominik: So wie du es schreibst, kann ich es mir vorstellen. Mir geht es nicht anders. Aber bei mir erkläre ich es durch meine Körpergröße, denn meine Muskelmasse verteilt sich auf eine Körperlänge von 1,93 m. Immerhin werde ich inzwischen öfter mal auf meine Brust und meine Oberarme angesprochen. Aber auch die kamen erst nach langem, geduldigen Training^^

Vielleicht kann sich mal ein Insider äußern, ob man bei gleicher Leistung an der Hantel mit höherem Hormonspiegel größere Muskeln hat.


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#13 von Markus , 20.08.2017 19:38

Zitat


Nö, keineswegs! Sogar Mr. Paleo-Ernährung Loren Cordain folgert das gleiche: "Optimal low-density lipoprotein is 50 to 70 mg/dl: lower is better and physiologically normal." - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15172426

Könnte jetzt noch die Framington Heart Study anführen, etc. pp... da ist ja auch noch keiner mit Gesamt-Cholesterin unter 150mg/dl an Herz-Kreislaufkrankheiten gestorben.



blaue

Herz-Kreislaufkrankheit ist halt nur eine Möglichkeit. Die rote Linie. Aber selbst hier ist die Studienlage nicht so klar wie du vorgibst. Es gibt aber noch mehr als genug andere Arten ums Leben zu kommen. Für Sepsis, Krebs und Infektionskrankheiten finde ich die Studienlage etwa deutlich zugunsten von mittleren Cholesterinwerten (bis etwa 220 mg/dl total). Wenn man dies ausblendet und so wie das Kanninchen aauf die Schlange eben nur auf die Herz/K.-Erkrankungen- die gelbeLinie- schaut kann da schon ein selektiver Bias herauskommen. Wichtig ist aber die blaue Linie, der Rest ist ein Detail, welches in meinen Augen eher für die Gerichtsmedizin und die Statistik interessant ist, aber weniger für mein persönliches Belangen.


http://sphweb.bumc.bu.edu/otlt/mph-modul...709_heart5.html

Übrigens, Schlaganfall gehört auch zu den Herz-Kreislaufkrankheiten und dieses Risiko steigt bei niedrigeren Werten...


Überhaupt ist die Cholesterinmenge in LDL-Form nur ein Indikator mittlerer Güte. Es ist nicht Ursache sondern eher Auswirkung. Bloß weil Krankenwagen mit Unfällen assoziiert sind würde niemand auf die Idee kommen die Zahl von Krankenwagen zu minimieren oder? Wo die Assoziation viel stärker -st und diese Hypothese wird zunehmend von immer mehr Kardiologen und anderen Medizinern und Forschern akzeptiert- ist die zwischen der LDL-Partikelzahl als Ursache von endothelialen Schädigungen. LDL-Cholesterin ist aber nur mittelmäßig mit der LDL-Partielzahl assoziert und somit die Korrelation zu Herz/K.-Erkrankungen.

Sorry für den Exkurs, Dominik.


«I also think it’s safe to suggest that since our ancestors were undoubtedly active on a regular basis, their robust bone densities indicate a pretty decent physique – unless they somehow found a steady source of fructose-rich honey, continuously gorged on root strips fried in a hollowed-out buffalo skull filled with boiling tallow, and developed an insulin-resistant belly to cover up those muscles.« (Mark Sisson)


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#14 von hans , 20.08.2017 20:12

Zitat von Markus im Beitrag #13
Für Sepsis, Krebs und Infektionskrankheiten finde ich die Studienlage etwa deutlich zugunsten von mittleren Cholesterinwerten (bis etwa 220 mg/dl total).


Nun wäre meine Frage: Wie groß ist die Gruppe (Anzahl bzw. % der Gesamtteilnehmer) mit Cholesterinwerten unter 160 noch gewesen? Warum geht das ganze nicht runter bis zumindest zu Cholesterin 120 - der ist bei einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung ohne raffinierte Fette (oder mit magerem Fleisch vom Wild) durchaus normal bzw. zu erreichen. Frage mal Deinen Doc wie viele Patienten er hat mit einen Cholesterinwert unter 150-160... und das ohne pharmazeutische Interventionen! Sicher kaum einer oder keiner.... Da kann es dann auch in der Studie leicht zu Ausreißern kommen - weil die Gruppe mit 140, 150, 160 einfach sehr klein ist.

Ich müsste mir die Studie, die Bedingungen, die Testgruppen, die Statistik im Detail durchlesen... um zu bewerten ob die Zahlen / Datenplots bei den niedrigen Cholesterinwerten überhaupt noch statistisch und vom Studiendesign und den Teilnehmern her eine Aussagekraft haben (falls der veröffentlichte Teil der Studie das her gäbe). Gerade im Zusammenhang mit Cholesterin bin ich da einfach über zu viel Krams gestolpert der nicht passte...

Mich würden in dem Zusammenhang mal die Cholesterinwerte (mittel/median) in DE vor 100 und vor 200 Jahren interessieren... also da wo im Schnitt nur ca. 13% Fett (Kalorisch) verzehrt wurden - wie auch bei den Okinawas und den anderen in den Blue-Zones die (im Schnitt) auch eher weniger Fett (insb. im Vergleich zu heute) zu sich genommen haben, etc. pp. Da war dann 220 sicher nicht mittel - sondern sehr hoch.

Schönen Abend,
Hans

P.S.: Letztes Post von mir in diesem Thread (weil eigentlich off-Topic) - Rest per PM


 
hans
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#15 von Marie , 20.08.2017 20:25

Liebe Leute!

Ich finde, das sollte ein eigenes Thema sein und nicht hier in Dominiks Blutwerte-Thread diskutiert werden.

a) es geht unter
b) es bringt vom Thema ab


LG Marie


Marie  
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[Blutwerte] - Testosteron zu niedrig, Blutkörper zu niedrig, Hirnanhangdrüsenprobleme
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