RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#61 von jfi , 16.04.2018 13:31

Zitat von Dominik im Beitrag #60
TSH: 2,12 mU/l (Norm: 0,27-4,2 mU/l / Obergrenze ist aber eher 2,5 mU/l)fT3: 2,60 pg/ml (Norm: 2,0-4,4 pg/ml)fT4: 1,19 ng/dl (Norm: 0,93-1,7 ng/dl)Testosteron: 3,67 (Norm: 3,5-9,0 ng/ml)Das Testosteron wird bei mir von Jahr zu Jahr niedriger. Die Historie meines Testosteron sieht wie folgt aus:Zitat[12.12.2014] Testosteron: 5,86 ng/ml[16.11.2016] Testosteron: 5,26 ng/ml[12.07.2017] Testosteron: 4,90 ng/ml[31.07.2017] Testosteron: 3,75 ng/ml[17.08.2017] Testosteron: 3,71 ng/ml[10.01.2018] Testosteron: 3,67 ng/ml


Also bei den SD-Werten wundere ich mich nicht über deinen niedrigen Testosteron-Wert.
Deine SD-Werte sind zwar in der Norm,aber weit weg von gut. Denn Norm hat ja nichts mit gut oder gesund zu tun.
Und da SD-Hormone einen direkten Einfluss auf das Testo haben, würde ich dort ansetzen und eine TRT mal gaaaaaanz weit nach hinten schieben in deinem Kopf.

Dass du als sportlicher 27-jähriger überhaupt schon darüber nachdenkst finde ich ehrlich gesagt sehr grenzwertig.
Denn du hast da - vor allem hinsichtlich SD - noch SEHR viel selbst in der Hand, genauso wie ich mit 26 Jahren.

Wenn du jetzt auf die 50 zugehen würdest, solltest du wirklich eine TRT in Betracht ziehen, aber jetzt doch noch nicht mal dran denken!

LG Jens


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#62 von Dominik , 16.04.2018 13:56

Was die Alternativmedizin betrifft, bin ich grundsätzlich sehr skeptisch. Also Adrenal Fatigue und derartige Diagnosen, die gerne mal in Zusammenhang mit "suboptimalen" Hormonen (SD, Testo, etc.) gebracht werden. Siehe dazu auch: https://chriskresser.com/myth-of-adrenal-fatigue/

Und was die Schulmedizin betrifft: Da kenne ich keine anerkannten Verfahren zur weitergehenden Überprüfung. Sowas Jodstatus im Urin (etwa durch 24h-Sammelprobe nach Iodoral-Gabe) ist wieder der Alternativmedizin zuzuordnen.

Die SD-Sonographie (= schulmedizinisch anerkannt) hat auch eine vollkommen gesunde SD ergeben.

Die anderen Hormone (Cortisol, FSH, LH, Östradiol, Prolaktin) und andere wichtige Werte wie Zink (im Vollbut) und Vitamin D3 haben auch nichts ergeben.

Einzig und allein das erhöhte SHBG ist noch etwas, wo man ansetzen könnte. Allerdings gibt es auch da keine validierten Verfahren um die Ursache eines erhöhten SHBG festzustellen.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#63 von jfi , 16.04.2018 17:04

Zitat von Dominik im Beitrag #62
Was die Alternativmedizin betrifft, bin ich grundsätzlich sehr skeptisch. Also Adrenal Fatigue und derartige Diagnosen, die gerne mal in Zusammenhang mit "suboptimalen" Hormonen (SD, Testo, etc.) gebracht werden. Siehe dazu auch: https://chriskresser.com/myth-of-adrenal-fatigue/

Und was die Schulmedizin betrifft: Da kenne ich keine anerkannten Verfahren zur weitergehenden Überprüfung. Sowas Jodstatus im Urin (etwa durch 24h-Sammelprobe nach Iodoral-Gabe) ist wieder der Alternativmedizin zuzuordnen.



Von Adrenal Fatigue rede ich nicht, denn diese Diagsnose ist mir aktuell auch noch nicht klar genug differenziert.

Wieso bist du denn bei Alternativmedizin skeptisch wenn das bzgl. Jod alles sauber biochemisch und epidemiologisch belegt ist von den Jopd-Docs in den USA z.B.?

OK, du hast einige Blutwerte aber wie sieht es aus mit deiner Aufnahme von Fett, Cholesterin, allgemein Kalorien, Bor, Selen? Wie hoch war dein Vitamin D? Hast du eventuell ein VDR-Problem?

Wie sieht dein Training genau aus? Dein Schlafverhalten? Was sagt dein CRP? Wie viel Salz nimmst du zu dir?

Hast du dir mal das Testosteron-Protokoll von Chris mal durchgelesen und evtl. gemacht?

Da gibt es noch viele Faktoren, die es zu berücksichtigen und zu prüfen gilt.

LG Jens


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#64 von Dominik , 16.04.2018 17:53

Wieso bist du denn bei Alternativmedizin skeptisch wenn das bzgl. Jod alles sauber biochemisch und epidemiologisch belegt ist von den Jopd-Docs in den USA z.B.?

Weil mir in DE noch kein (Labor-)Mediziner untergekommen ist, der gesagt hätte, dass der Jodsättigungstest im 24h-Urin ein valides Verfahren wäre.


OK, du hast einige Blutwerte aber wie sieht es aus mit deiner Aufnahme von Fett, Cholesterin, allgemein Kalorien, Bor, Selen? Wie hoch war dein Vitamin D? Hast du eventuell ein VDR-Problem?

Kalorien: Geringer Überschuss, Gewichtszunahme von 0,4 - 0,8 kg pro Monat bei 65 kg Körpergewicht auf 173 cm Körpergröße.
Fett: 30% meiner Kalorienzufuhr (der Großteil davon von Eiern, esse täglich 7 ganze Hühnereier)
Cholesterin: 139 mg/dl
HDL: 56,5 mg/dl
LDL: 76 mg/dl
Triglyceride: 34,2 mg/dl
Magnesium im Vollblut: 33,5 mg/l
Selen im Serum: 107,8 µg/l (Vollblutmessung noch nicht gemacht)
Zink im Vollblut: 6,24 mg/l (supplementiere schon 30 mg Zink täglich)
25-OH-D3: 51,8 µg/l
CRP: < 0,5 mg/dl
Bor: Nie gemessen.
Salz: Täglich 9 Gramm, ein Teil von Milchprodukten, ein Teil von jodiertem Meersalz.


Wie sieht dein Training genau aus? Dein Schlafverhalten?

Training: 5/3/1 Boring But Big von November 2017 bis März 2018, seitdem 5/3/1 for Hardgainers

Schlafverhalten: Jede Nacht 8,5 - 10,0 h


Hast du dir mal das Testosteron-Protokoll von Chris mal durchgelesen und evtl. gemacht?

Gelesen ja, gemacht nein. Werde ggf. beim nächsten Blutbild im Sommer noch mal die angesprochenen Blutwerte messen lassen und schauen, wo ich da stehe. Dann ggf. auffüllen, um im Referenzbereich noch höher zu kommen; auch wenn ich jetzt schon überall in der Norm bin. Bei manchen Werten werde ich allerdings nicht noch höher suppen, weil es da keine Evidenz für gibt. Beispiel Vitamin D3: Mehr als 50 mcg/l wird mir nichts bringen.

=> Bin übrigens auch Kreatin-Nonresponder. https://fitness-experts.de/forum/index.p...non-respondern/

Inzwischen habe ich bestimmt schon 4-5 Langzeitversuche gemacht. Alle natürlich mit Kreatinmonohydrat, sogar teilweise mit (i.d.R. unnötigen) Details wie Post-Workout-Timing + Carbs (wie Examine.com bei Non-Respondern empfiehlt) usw.

Hat bei mir keinerlei Effekt. Selbst wenn ich auf Erhaltungskalorien bin und mein Körpergewicht über 2-3 Wochen halte verändert sich bei Kreatingabe gar nichts, nicht mal ein paar hundert Gramm auf der Waage (im Wochendurschnitt), nicht einmal bei Nutzung der Ladephase, wo der Körper i.d.R. intrazellulär recht schnell Wasser zieht, zumindest bei Respondern -> denn die haben durch Kreatin schnell mal 0,5 - 2,0 kg mehr auf der Waage, je nach Größe und Gewicht.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#65 von jfi , 17.04.2018 13:47

Zitat von Dominik im Beitrag #64
Weil mir in DE noch kein (Labor-)Mediziner untergekommen ist, der gesagt hätte, dass der Jodsättigungstest im 24h-Urin ein valides Verfahren wäre.


Das ist ja kein Wunder, denn in DE ist die Medizin bei fast allem mindestens 5-10 Jahre hinterher und daher wird das noch ne Weile dauern bis hier ein (Labor-)Mediziner der sich auch an seine Leitlinien halten muss so ein Statement abgibt.

Zitat von Dominik im Beitrag #64
Cholesterin: 139 mg/dl


Das könnte ein Problem sein dass der so niedrig ist, da dein Körper ja aus Cholesterin Testosteron baut. Aber mit den 7 Eiern pro Tag hast du das wahrsche ausgeglichen.

Zitat von Dominik im Beitrag #64
Training: 5/3/1 Boring But Big von November 2017 bis März 2018, seitdem 5/3/1 for Hardgainers

Schlafverhalten: Jede Nacht 8,5 - 10,0 h



Das hört sich auf jedenfall schon mal sehr gut an!

Zitat von Dominik im Beitrag #64
Gelesen ja, gemacht nein. Werde ggf. beim nächsten Blutbild im Sommer noch mal die angesprochenen Blutwerte messen lassen und schauen, wo ich da stehe. Dann ggf. auffüllen, um im Referenzbereich noch höher zu kommen; auch wenn ich jetzt schon überall in der Norm bin. Bei manchen Werten werde ich allerdings nicht noch höher suppen, weil es da keine Evidenz für gibt. Beispiel Vitamin D3: Mehr als 50 mcg/l wird mir nichts bringen.


Woher weißt du das?
Es gibt Menschen die brauchen wqegen einem faulen Vitamin-D-Rezeptor (VDR) deutlich höhere Spiegel. Also wenn du dein Genom nicht darauf hast testen lassen würde ich die Supplementierung beibehalten und dafür jetzt in der Sommersonne noch möglichst viel eigenes Vitamin D bilden und schauen ob sich was tut!

Zitat von Dominik im Beitrag #64
=> Bin übrigens auch Kreatin-Nonresponder. https://fitness-experts.de/forum/index.p...non-respondern/

Inzwischen habe ich bestimmt schon 4-5 Langzeitversuche gemacht. Alle natürlich mit Kreatinmonohydrat, sogar teilweise mit (i.d.R. unnötigen) Details wie Post-Workout-Timing + Carbs (wie Examine.com bei Non-Respondern empfiehlt) usw.


Und das ist völliger Mumpitz. Es gibt keine Non-Responder! (also nicht im gesundheitlichen Sinn)
Denn nur weil du durch Kreatin nicht die übliche Reaktion hast wie fast alle anderen (Gewicht und Kraft hoch), so ist Kreatin tdm essentiell für u.a. eine gute Magenfunktion, eine gute Hörleistun, schöne Haut, etc. Kannst du alles Nachhören bei Chris Masterjohn in seiner Podcast-Folge über Kreatin.

Also das Testo-Protokoll könntest du testen, v.a. in Hinsicht auf L-Carnitin und Granatapfelsaft.
Darüberhinaus kannst du mal Kurkuma und Ingwerpulver abend trinken mit ner Prise schwarzen Pfeffer. Das hat ja auch gute Effekte auf Testo.

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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#66 von Dominik , 17.04.2018 14:54

Chris Masterjohn in allen Ehren, aber ich glaube gegen die kombinierte Kompetenz aller Experten von Examine.com kann er als Einzelperson dann doch nicht anstinken...

Und: Die Kollegen von Examine.com beschreiben in ihrem "Muscle Gain & Exercise Performance" Stack Guide ganz detailliert, welche verschiedenen Ausprägungen es bei Kreatin gibt.

Aufgrund der immensen Datenlagen ist Creatine dort ganz klar als "Core Supplement" gelistet. Die Evidenz dahinter ist einfach unglaublich riesig und wird nur noch von Fish Oil getoppt.

Zitat:

"Creatine monohydrate is backed by strong evidence for both its safety and its ability to increase power output and anaerobic endurance."

Und jetzt zu dem Abschnitt zum Thema Response versus Non-Response:

"Some people are creatine nonresponders: The creatine they ingest largely fails
to reach their muscles. Alternate forms of creatine (such as creatine ethyl-ester)
have been marketed as addressing this issue, but they lack scientific support.
Currently, the best way to lessen creatine nonresponse is still to take creatine
with a meal high in both protein and carbohydrate, preferably close to a time of
muscle contraction (i.e., before or after your workout, if you work out).

Note that even if supplemental creatine fails to enter your muscles it can still benefit
you in other ways, such as by improving your body’s methylation status.

If you are not a creatine nonresponder, you need not worry about timing
supplementation, though you should remember that taking your dose with a meal
lowers the risk of an upset stomach. Creatine can be added to any liquid (even hot
coffee or tea), but it must be drunk within the day, as creatine in liquids degrades
into creatinine over time (the higher the temperature and the lower the pH, the
faster the degradation). Do not buy liquid creatine products."


Quelle: Muscle Gain & Exercise Performance Stack Guide von Examine.com

Aber um noch mal auf den Artikel zum Testosteron-Protokoll einzugehen:

• Zink: Meint ihr, da sollte ich noch höhere Vollblutspiegel anstreben? Oder passt das so mit den gemessenen 6,24 mg/l?

• Selen: Meint ihr, da sollte ich noch höhere Vollblutspiegel anstreben? Oder passt das so mit den gemessenen 107,8 µg/l?

• Jod: Laut meines durchgeführten Jodsättigungstests (per 24h-Sammelurin nach Gabe von Iodoral) habe ich einen Jodmangel. Die ungeöffnete und bei Life Extension bestellte Dose "Iodoral" steht noch im Schrank. Allerdings haben mir sowohl die Labormediziner als auch die Ärzte in der Radiologie (wo ich auch den SD-Ultraschall habe machen lassen) strikt von der hochdosierten Zufuhr von Jod abgeraten, weil ich damit (auch aufgrund der erblichen Vorbelastung: Mutter = diagnostizierte Hypothyreose) ganz schnell eine jodinduzierte Hyperthyreose provozieren kann. Das will ich keinesfalls, deshalb liegt die Dose "Iodoral" ungeöffnet bei mir im Schrank herum.

• T3: Direkte Hormongabe kommt bei mir (= gesund) natürlich nicht in Frage, daher erstmal die anderen Faktoren angehen.

• Vitamin D: Hier liegt mein Spiegel mit 51,8 µg/l ja schon recht weit oben, zumindest weit von einem Mangel entfernt. Soll (oder kann) ich da trotzdem noch höher supplementieren (aktuell alle 2 Tage 10.000 IU sowie täglich 2.000 IU durch die 2PD, also im Durchschnitt 7.000 IU pro Tag) oder soll ich bei der aktuellen Dosierung bleiben?

• Vitamin A: Habe da einen Wert vorliegen, müsste ich mal rausschreiben. Der war definitiv ziemlich weit oben im Referenzbereich (oder gar leicht drüber)... liefere ich nach!

• Eisen: Ferritin war zuletzt ziemlich niedrig mit 117 ng/ml, denn der Referenzbereich geht ja von rund 30-300 ng/ml. Sicherlich kein "Mangel", aber sicherlich mit Luft nach oben. Ich glaube auch, dass ich die Ursache kenne: Ich esse kein Fleisch (sondern nur pflanzliche Eisen-Lieferanten wie Spinat, grüne Erbsen, Haferflocken), weil processed meat (mit Nitritpökelsalz etc.) nachweislich das Krebsrisiko erhöht; und noch schlimmer ist processed red meat. Bei unprocessed red meat ist das Risiko wohl noch nicht belegt und bei unprocessed white meat gibt's wohl kein Risiko, zumindest laut aktuellen Erkenntnissen. Aber Eisen ist ja am meisten in Schweinefleisch und Rindfleisch (beides = red meat) vorhanden. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich müsste also idealerweise unverarbeitetes Schweine- oder Rindfleisch in meine (tägliche) Ernährung integrieren, denn gerade Rind und Schwein sind laut Vitalstoff-Lexikon die besten tierischen Eisen-Lieferanten. (Oder kennt ihr da noch andere gute Quellen?) Aber: Das würde dann ziemlich teuer werden. Deshalb bin ich aktuell immer so verfahren, dass ich zur Deckung des Eisenbedarfs auf TK-Blattspinat, TK-Erbsen und Haferflocken zurückgegriffen habe. Und Eier haben ja auch etwas Eisen. Milchprodukte wie Magerquark leider nur sehr wenig. Kann es also sein, dass ich hier seitens meiner Ernährung noch Optimierungspotenzial habe, weil ich z.B. gar kein Hämeisen (= nur in Fleisch) reinbekomme? Hämeisen wird, je nach Quelle, mal hoch gelobt und mal kritisch betrachtet.

• L-Carnitin: Werde mich dazu mal auf Examine.com einlesen und ggf. täglich supplementieren, wenn es Evidenz für gesundheitliche Benefits gibt.

• Kreatin: Siehe mein Kommentar oben. Aber ich glaube selbst Examine.com schrieb, dass Kreatin auch bei Non-Respondern einen gesundheitlichen Benefit haben kann. Weil wohl herausgefunden wurde, dass selbst bei Non-Respondern (nur zur Klarstellung: mit Non-Responder ist die Rede von intrazellulären Effekte in den Muskelzellen) unter anderem kognitive Verbesserungen (cognitive decline) festgestellt wurden. Lese mich also auch dort noch einmal ein, ob eine Supplementierung für die Gesundheit einen Sinn ergeben könnte. Die Benefits auf intrazellulärer Ebene (Wassereinlagerung -> höheres Körpergewicht und/oder gesteigerte Kraft) habe ich dann zwar weiterhin nicht, aber egal.

• Arginin: Sorry, aber wenn ich täglich ohnehin 2,3-3,1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht esse, dann brauche ich sicherlich nicht extra Arginin (oder Citrullin) supplementieren. Kann mir keiner sagen, dass bei dem spitzenmäßigen Aminosäureprofil der von mir konsumierten tierischen Produkte (Whey, Magerquark, Eier) zu wenig Arginin im Körper ankommt.

• Granatapfel: Lese mich auch dazu mal auf Examine.com ein und supplementiere dann ggf. mit Granatapfelextrakt.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#67 von Zopiclon , 17.04.2018 15:01

Natürlich können höhere Nährstoffmengen im Körper noch einen Vorteil bringen.
Du beziehst dich auf Studien. Das sind “nur“ Statistiken. Das sollte immer nur ein Hinweis sein.
Das muss nicht für dich passen, denn du bist ein Individuum. Thema: Normalverteilung.
Hier zählt nur die unmittelbare Erfahrung : also probier es aus.

Gruss


"You need great passion, because everything you do with great pleasure, you do well." -Juan Manuel Fangio


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#68 von jfi , 17.04.2018 16:52

Zitat von Dominik im Beitrag #66
Note that even if supplemental creatine fails to enter your muscles it can still benefit
you in other ways, such as by improving your body’s methylation status.


Eben genau das meine ich ja.

Zitat von Dominik im Beitrag #66
• Selen: Meint ihr, da sollte ich noch höhere Vollblutspiegel anstreben? Oder passt das so mit den gemessenen 107,8 µg/l?

Ja ich denke schon. Ich meine Markus hatte mal irgendwo geschrieben dass in Südamerika (da kommt ja die Paranuss her) der Normwert erst bei 150 mcg/l losgeht und er eher 200 mcg/l anpeilen würde.

• Jod: Laut meines durchgeführten Jodsättigungstests (per 24h-Sammelurin nach Gabe von Iodoral) habe ich einen Jodmangel. Die ungeöffnete und bei Life Extension bestellte Dose "Iodoral" steht noch im Schrank. Allerdings haben mir sowohl die Labormediziner als auch die Ärzte in der Radiologie (wo ich auch den SD-Ultraschall habe machen lassen) strikt von der hochdosierten Zufuhr von Jod abgeraten, weil ich damit (auch aufgrund der erblichen Vorbelastung: Mutter = diagnostizierte Hypothyreose) ganz schnell eine jodinduzierte Hyperthyreose provozieren kann. Das will ich keinesfalls, deshalb liegt die Dose "Iodoral" ungeöffnet bei mir im Schrank herum.

Wieso bist du denn deutschen Ärzten so hörig? Mach dir doch lieber ein eigenes Bild von der Evidenz indem du bspw das Buch Jod - Schlüssel zur Gesundheit von Kyrta Hoffmann liest. Denn Jod brauchen auch deine Hoden um ordentlich Testo zu produzieren.

• T3: Direkte Hormongabe kommt bei mir (= gesund) natürlich nicht in Frage, daher erstmal die anderen Faktoren angehen.

Sehe ich auch so, Hormongabe sollte immer der letzte Ausweg sein wenn gar nix mehr funktioniert.

• Vitamin D: Hier liegt mein Spiegel mit 51,8 µg/l ja schon recht weit oben, zumindest weit von einem Mangel entfernt. Soll (oder kann) ich da trotzdem noch höher supplementieren (aktuell alle 2 Tage 10.000 IU sowie täglich 2.000 IU durch die 2PD, also im Durchschnitt 7.000 IU pro Tag) oder soll ich bei der aktuellen Dosierung bleiben?

Wie gesagt: Bei der Dosierung bleiben und so viel wie möglich ohne Sonnenschutz und ohne zu verbrennen in die Sonne und Vit D selbermachen!

• Vitamin A: Habe da einen Wert vorliegen, müsste ich mal rausschreiben. Der war definitiv ziemlich weit oben im Referenzbereich (oder gar leicht drüber)... liefere ich nach!

• Eisen: Ferritin war zuletzt ziemlich niedrig mit 117 ng/ml, denn der Referenzbereich geht ja von rund 30-300 ng/ml. Sicherlich kein "Mangel", aber sicherlich mit Luft nach oben. Ich glaube auch, dass ich die Ursache kenne: Ich esse kein Fleisch (sondern nur pflanzliche Eisen-Lieferanten wie Spinat, grüne Erbsen, Haferflocken), weil processed meat (mit Nitritpökelsalz etc.) nachweislich das Krebsrisiko erhöht; und noch schlimmer ist processed red meat. Bei unprocessed red meat ist das Risiko wohl noch nicht belegt und bei unprocessed white meat gibt's wohl kein Risiko, zumindest laut aktuellen Erkenntnissen. Aber Eisen ist ja am meisten in Schweinefleisch und Rindfleisch (beides = red meat) vorhanden. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich müsste also idealerweise unverarbeitetes Schweine- oder Rindfleisch in meine (tägliche) Ernährung integrieren, denn gerade Rind und Schwein sind laut Vitalstoff-Lexikon die besten tierischen Eisen-Lieferanten. (Oder kennt ihr da noch andere gute Quellen?) Aber: Das würde dann ziemlich teuer werden. Deshalb bin ich aktuell immer so verfahren, dass ich zur Deckung des Eisenbedarfs auf TK-Blattspinat, TK-Erbsen und Haferflocken zurückgegriffen habe. Und Eier haben ja auch etwas Eisen. Milchprodukte wie Magerquark leider nur sehr wenig. Kann es also sein, dass ich hier seitens meiner Ernährung noch Optimierungspotenzial habe, weil ich z.B. gar kein Hämeisen (= nur in Fleisch) reinbekomme? Hämeisen wird, je nach Quelle, mal hoch gelobt und mal kritisch betrachtet.

Also 117 ist schon ziemlich optimal. Höher würde ich aufgrund der Nachteile die das im Carb-Stoffwechsel bringt auf keinen Fall gehen!
Spinat ist ein beschissener Eisenlieferant und eugentlich nur eine Werbelüge von früher dass der viel Eisen enthält.
Und Eisen ist in Pflanzen immer gebunden, daher kann man das nicht so gut aufnehmen.

Zu Hämeisen und Fleisch gibt es zig Artikel auf edubily: Fleisch bzw Häm-Eisen ist die beste Eisenquelle. Am meisten Häm-Eisen entält allerdings Leber, DEUTLICH mehr als rotes Fleisch.

Aber generell ist glaube ich ein Verzehr von hochwertigem (rotem) Fleisch nur mit gesundheitlichen Vorteilen wie besserem Muskelwachstum und höherem Testosteron assoziiert, weil eben Fleisch mitochondriale Medizin ist (wie Chris so gerne schreibt).


• L-Carnitin: Werde mich dazu mal auf Examine.com einlesen und ggf. täglich supplementieren, wenn es Evidenz für gesundheitliche Benefits gibt.

Da kannst du dich auch auf edubily.de dazu einlesen. Die Evidenz hierfür ist m.E. sogar sehr gut und von Chris auch fleißig verlinkt.

• Kreatin: Siehe mein Kommentar oben. Aber ich glaube selbst Examine.com schrieb, dass Kreatin auch bei Non-Respondern einen gesundheitlichen Benefit haben kann. Weil wohl herausgefunden wurde, dass selbst bei Non-Respondern (nur zur Klarstellung: mit Non-Responder ist die Rede von intrazellulären Effekte in den Muskelzellen) unter anderem kognitive Verbesserungen (cognitive decline) festgestellt wurden. Lese mich also auch dort noch einmal ein, ob eine Supplementierung für die Gesundheit einen Sinn ergeben könnte. Die Benefits auf intrazellulärer Ebene (Wassereinlagerung -&gt; höheres Körpergewicht und/oder gesteigerte Kraft) habe ich dann zwar weiterhin nicht, aber egal.

Das ist genau das was ich meinte :-)

• Arginin: Sorry, aber wenn ich täglich ohnehin 2,3-3,1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht esse, dann brauche ich sicherlich nicht extra Arginin (oder Citrullin) supplementieren. Kann mir keiner sagen, dass bei dem spitzenmäßigen Aminosäureprofil der von mir konsumierten tierischen Produkte (Whey, Magerquark, Eier) zu wenig Arginin im Körper ankommt.

Sorry aber doch, das kann ich. Denn Arginin ist nur in Hülsenfrüchten und Nüssen (und ich glaube auch Kollagen, also Bindegewebe) nennenswert enthalten und in Milchprodukten oder Whey eher nicht so dolle.
Ich habe auch lange gedacht wie du, da ich auch gerne mal Rote Beete esse oder deren Saft trinke und Nitrat ja auch das NO erhöhen kann, aber mein Kauf des Citrullin Plus-Produktes von edubily hat mich da eines Besseren belehrt.
Nehme das jetzt seit 4 oder 5 Tagen und habe merklich mehr Ausdauer, Kraft, Wachheit, besserer Pump, bin klarer im Kopf, also im Edneffekt alles das was Citrullin verspricht.


• Granatapfel: Lese mich auch dazu mal auf Examine.com ein und supplementiere dann ggf. mit Granatapfelextrakt.

Alles klar, dann viel Spaß beim ausprobieren! Hier gibt es auch bei edubily einige gute Artikel.
Und Geheimtipp: Granatapfelsaft gibt es bei ALDI und der ist mega gut!




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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#69 von marcolino , 18.04.2018 09:43

Hi Dominik,

lass doch bitte das DHEA-S für 23,46 € bestimmen.
Sollte der Wert niedrig sein, würde das einiges erklären...siehe:

https://www.hormonzentrum-an-der-oper.de...rmone/dhea.html

LG marcolino


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#70 von Dominik , 18.04.2018 11:18

Danke @ marcolino!

Habt ihr noch weitere Vorschläge für Blutwerte, die ich bestimmten lassen sollte?

Da gibt es neben Testosteron ja noch einen Haufen weiterer Steroidhormone, wie z.B. Androstendion, Pregnenolon und eben auch DHEA-S.

Zu Hause hatte ich schon mal eine Exceltabelle mit allen möglichen Blutwerten angefertigt.

Siehe dazu auch noch einmal Beitrag #9 dieses Threads.

Diese Auflistung ist inzwischen zwar etwas veraltet, aber die meisten der Werte sind schon enthalten. Ein paar fehlen allerdings, z.B. taucht Androstendion da noch nicht auf.

Vielleicht könntet ihr ja mal einen Blick darauf werfen und mir ein paar Ratschläge geben, welche Werte ich zukünftig mal überprüfen lassen sollte, um ggf. die Ursache für das niedrige Gesamttestosteron zu klären.

Hier noch mal die Grafik:



Liebe Dank für eure Unterstützung!


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#71 von Dominik , 18.04.2018 12:23

Ach und Dihydrotestosteron ist ja auch noch eines der (vielleicht interessanten?) Steroidhormone, die man ggf. auch noch messen lassen könnte.

Spannend für mich zu wissen wäre jetzt, welche Werte ich bei meiner nächsten Blutuntersuchung (im Sommer) prüfen lassen sollte.

Hier mal ein Vorschlag. Fehlendes könnt ihr bitte gern ergänzen und Überflüssiges (für die Ursachenforschung meines niedrigen Gesamttestosterons) gerne streichen.

- Testosteron (gesamt)
- Testosteron (frei) -> laut Aussage der Labormedizinern könnte ich das freie T auch ruhig mal direkt im Blut bestimmen und nicht (wie bisher) immer nur berechnen lassen.
- SHBG
- Albumin
- FSH
- LH
- Östradiol
- Progesteron
- Prolaktin
- Cortisol
- Androstendion
- Pregnenolon
- DHEA-S
- Dihydrotestosteron
- IGF-1
- STH
- TSH
- fT3
- fT4
- Selen im Vollblut -> hatte ich bislang nur im Serum messen lassen.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#72 von Dominik , 18.04.2018 19:14

Hier noch die versprochene Nachlieferung für meinen Vitamin A1 (Retinol) Wert im Blut.

16.11.2016 = 586 µg/l
12.07.2017 = 404 µg/l
(Referenzbereich des Labors: 300-600 µg/l)


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#73 von marcolino , 19.04.2018 07:58

Hi Dominik,

du könntest noch Niacin und Coenzym Q10 mit auf deine Liste packen.

Schau mal hier nach:

http://www.labor-bayer.de/einsendeservice.html
dann unter Einsendeschein

LG marcolino


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#74 von Dominik , 19.04.2018 09:26

Hi marcolino,

okay danke. Und mit welcher Begründung? Gibt es Zusammenhänge zwischen Niacin (Vitamin B3) sowie Coenym Q10 und dem (Gesamt-)Testosteron?

Würde mich mal interessieren.

Nach erster Recherche sind sowohl Niacin als auch Coenzym C10 an der Testosteronproduktion (bzw. allgemeiner: an der Produktion div. Sexualhormone) beteiligt.

Stimmt das so? Falls ja, würde es sicherlich Sinn machen, das auch einmal zu prüfen.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#75 von marcolino , 19.04.2018 12:39

Hi Dominik,

Niacin und Q10 deshalb, weil es auf deiner Liste fehlt.
Ich würde das jetzt nicht in erster Linie mit deinem niedrigen Testosteron in Verbindung bringen.

Für mich ist der DHEA-S Wert wichtig!

Testosteron niedrig = DHEA-S niedrig (wahrscheinlich).
Bei mir war es so.

LG marcolino



marcolino  
marcolino
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zuletzt bearbeitet 19.04.2018 | Top

   

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