RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#46 von Dominik , 07.09.2017 17:52

Ich erinnere mich noch an die Beiträge zum Thema Jod, ab hier: Eure Top 10 Supplemente (2)

Aber als ich nachgefragt habe, weshalb Jodsalz nichts zur Jodversorgung taugt, wurde nur gesagt:

"Der Grund ist das der Körper einen viiiiiiel höheren Bedarf an Jod hat als die üblich empfohlenen 200mcg pro Tag."

Aber das spielt doch keine Rolle, wenn ich durch meine bisherige Ernährung sowieso auf 200 mcg komme und dazu noch 2 Two-Per-Day am Tag nehme, welche ebenfalls nochmal 150 mcg liefern.

Also bin ich alleine mit Ernährung + Two-Per-Day schon bei 350 mcg jeden Tag.

Warum kann ich das mit Jodsalz nicht weiter ausbauen?

Als "Upper Limit" werden 600 mg Jod pro Tag angegeben, ist das etwa auch veraltet?

Ansonsten sehe ich bislang keine Gründe, warum ich nicht 5-10 g Jodsalz täglich hinzufügen kann, um damit auf weitere 100-200 mcg Jod zu kommen.

Dann wäre ich bei 450-550 mcg pro Tag (Rechnung: 350 mcg plus weitere 100/200 mcg = 450-550 mcg)

Insofern bitte ich noch einmal um handfeste Argumente, was an Jodsalz so unbrauchbar sein soll.

Der Körper wird das Kaliumjodat aus Jodsalz doch sicher genauso gut aufnehmen können, wie Jod aus meinem Spinat, Matjeshering, etc. oder etwa nicht?


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#47 von Tommy , 07.09.2017 18:07

Ich hatte Dir doch die FB Gruppe von Kyra Hoffmann plus Literatur gegeben. Fundierter als dort wirst Du es nicht bekommen. Kyra macht seit Jahren "nix anderes" als sich mit Jod zu beschäftigen. Mehr geht nicht. Fundierter geht nicht. Glaube kaum dass es im deutschsprachigen Raum viele Menschen gibt die mehr bzw genauso viel Ahnung von dem Thema haben wie Kyra. Lies dich ein in die Literatur gerne auch vorab in Chris Jodprotokoll.


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#48 von Dominik , 07.09.2017 18:13

Bin nicht bei Facebook, kann daher dort nichts lesen.

Bzgl. des Artikels zum "Schilddrüsen-Protokoll": http://edubily.de/2014/06/schilddrusenhormone-selbst-machen/

Wo kann ich denn nachlesen, inwieweit mir so ein Protokoll zur Erhöhung des Schilddrüsenvolumens helfen soll?

Lese weder in dem Artikel was zum Volumen noch im Grundlagenartikel: http://edubily.de/2015/03/grundlagen-zur-schilddruese/


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#49 von hans , 07.09.2017 19:44

Zitat von Dominik im Beitrag #48
Bin nicht bei Facebook, kann daher dort nichts lesen.


Me, too. Im Buch stand jedoch, das sich das Kaliumjodat im Kochsalz beim Kochen verlustigt. Also wenn überhaupt hinterher - also nach dem Kochen - drüberkippen.

Was spricht gegen lugolsche Lösung (exakt dosierbar) oder Wakame bzw. Kelp?

Zitat von Dominik im Beitrag #48
Wo kann ich denn nachlesen, inwieweit mir so ein Protokoll zur Erhöhung des Schilddrüsenvolumens helfen soll?


Die Jod-Protokolle die ich kenne behandeln eine Unterversorgung des Körpers mit Jod bei sonst intakter Schilddrüse. Wenn die SD zu klein ist oder nicht mehr richtig funktioniert, dann ist das wohl eher nichts, was Du mit 'einfach mal' mehr Jod, Selen, etc. richten können wirst. Das war Dir der Arzt als Diagnose mitgegeben hat hört sich nach Deiner Schilderung für mich so an, als das Du Dir sicher einen neuen Arzt suchen wirst, der auf Deine Fragen und Sorgen besser eingehen wird.

In wie weit deine SD noch ausreicht - das kann Dir sicher nur ein Spezialist mit Erfahrung sagen. Mit 400-600ug Jod (Welches überhaupt? Jodit, Jodat und/oder Elementar? Einmaldosis, verteilt über den Tag?) wirst Du bei einem großen Mangel ggf. nicht so viel bewirken - je nach Ernährung, Stressoren und anderen Co-Faktoren.

... und von den Ärzten kann ich ein liedchen singen... Habe auch gerade erst ein Blutbild machen lassen, inkl. Mineralien, Spurenelemente, Steroid-Hormonsystem, etc. pp. Als ich die vielen Extras bei der Sprechstundenhilfe / Anmeldung in Auftrag gegeben hatte ich schon den Eindruck gewonnen das solche Werte faktisch nie gemessen werden. Für mich waren Sie hingegen sehr aufschlussreich - da mein 'neues' B12 Supplement das ich seit einem halben Jahr verwende nicht zu funktionieren scheint . Dabei war nicht nur der Homocysteinwert mit >14 aus dem Rahmen oder an den jeweiligen Grenzen... sondern das ganze Programm das mit B12 & Leber assoziiert wird. Für meinen Arzt war alles o.k..... ggf. sieht der so viel Leid und Elend am Tag, das er gar nicht mehr drumherum kommt die Referenzwerte recht 'breit' aufzufassen, wenn der Patient Fit & Gesund aussieht (ähnlich deiner Fotos).

LG
Hans


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#50 von Marie , 07.09.2017 22:12

Hi Dominik!

Kannst Du nochmal die SD-Werte posten?
Ich finde sie grad nicht.
Also fT3. fT4 und TSH

Das SD-Volumen wird aus beiden Lappen errechnet, also re + li = Gesamtvolumen

Tg-Ak erhöht heißt, dass da irgend was am arbeiten ist.
Theoretisch könnte es Hashimoto sein.

Wenn das der Fall ist, was man nicht genau weiß, wird Dich Jod auch nicht elementar weiter bringen.
Jod braucht man übrigens nicht nur für die SD

Jodiertes Speisesalz ist unterste Qualität, sozusagen Müll, der so verwertet wird und nicht entsorgt werden muss.deshalb würde ich das nicht nehmen!

Warum nicht erst mal einen Jod-Belastungstest machen lassen?
Dann weißt Du, ob Dir überhaupt Jod fehlt.

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#51 von Dominik , 07.09.2017 22:51

Okay, das Jodsalz vergesse ich also erstmal, wenn das eh nichts für die Jodversorgung bringt. Wundert mich nur, weil ich 2016-2017 merkwürdigerweise mein TSH so drastisch senken konnte, nur durch die Einführung von 10 g Jodsalz pro Tag (morgens und abends je 5 g zu den Mahlzeiten).

Mit Blutdruck hatte ich nie Probleme, daher sind die 15-20 g Salz pro Tag (soviel kommt bei mir zusammen durch TK-Rahmspinat, Matjesfilets, Milchprodukte) bei mir kein Problem:

Am 08.09.2016
• 107 mmHg sytolisch
• 59 mmHg diastolisch
• Ruhepuls: 57

Am 16.11.2016
• 101 mmHg sytolisch
• 60 mmHg diastolisch
• Ruhepuls: 69

Ich denke, Marie hat Recht, wenn ich erstmal einen Jodsättigungstest machen lasse.

Aber im Umkreis Celle/Hannover finde ich per Google keine Labore/Therapeuten, die sowas anbieten?!

Hier nochmal meine SD-Werte:

TSH: 0,94 mU/l (2016) und 0,45 mU/l (2017) bei einem Referenzbereich von 0,4-4,0 mU/l
fT3: 2,4 pg/ml (2016) und 2,0 pg/ml (2017) bei einem Referenzbereich von 1,7-3,7 pg/ml
fT4: 0,9 ng/dl (2016) und 1,0 ng/dl (2017) bei einem Referenzbereich von 0,7-1,5 ng/dl
Anti-TPO: < 1,0 IU/ml (2016) und < 1,0 IU/ml (2017) bei einem Referenzbereich von < 5,6 IU/ml
TRAK: < 1,0 IU/l (2016) und < 1,0 IU/l (2017) bei einem Referenzbereich von < 1,8 IU/l
Anti-Tg: 3,3 IU/ml (2016) und 6,0 IU/ml (2017) bei einem Referenzbereich von < 4,1 IU/ml

Der einzige Wert, der aus der Norm herausfällt (rot markiert), ist der Anti-Tg-Wert aus Juli 2017...

Und ist 6,6 IU/ml echt schon so "auffällig"? Andere Betroffene z.B. im Hashimoto-Forum berichten von Anti-Tg-Werten im dreistelligen (!!) Bereich.

Siehe: http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php...-hashimoto-sein

Da würde ich dann natürlich auch sofort aufspringen; aber bei 6,6 IU/ml?

// edit: Mit einem Gesamtvolumen (li. + re.) von 16,6 ml bin ich ja trotzdem unter den "empfohlenen" 18-25 ml. Hat das was zu bedeuten?



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#52 von Marie , 08.09.2017 07:24

Moin!

Tg-Ak erhöht muss nicht zwingend heißen, dass Du Hashimoto hast!
Aber es kann trotzdem auf eine autoimmune Tätigkeit im Körper hinweisen.

Man weiß viel zu wenig über diese Antikörper, deshalb bin ich da lieber auf Hab-Acht-Stellung als dass ichs unter den Tisch fallen lasse.

Deine SD-Hormone sind bei der 2. Messung auch gefallen, bzw. minimalst gestiegen!
Dazu aber TSH stärker gefallen. Das hätte eigentlich steigen müssen.
Könnte mit dem nicht grad üppigen Cortisol zusammenhängen.

Vielleicht will der Körper aus irgend einem Grund da was runter regeln.
Deshalb sage ich, da ist irgendwas im System, was so nicht stimmig ist!

Außerdem fehlen bei Dir auch die anderen Hormone, damit man sehen kann, wohin Du verstoffwechselst.
Allein am SHBG und Testo kann man nix festmachen.

Cortisol
DHEA-S
Östradiol
Progesteron
Testo ( + Albumin) Der FAI sagt nicht wirklich was aus!
SHBG

gehören immer zusammen gemessen, da sie eng gekoppelt sind!

Cholesterin ist auch sehr niedrig.
Da das Ausgangssubstanz für die Steroidhormone ist, kann es etwas eng werden, alles in guter Menge zu bilden.

Übrigens, nicht in den Denkfehler verfallen, Normwerte als Gesundheitswerte zu betrachten!!!!
Das sind Durchschnittswerte aus den Laboren, oft sehr unterschiedlich.
Dort landet aber hauptsächlich Blut von Leuten, die Probleme haben.
Gesunde lassen selten Blutwerte checken

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#53 von Tommy , 08.09.2017 07:51

Wer kein FB hat der öffnet halt einen Account. Wo ist das Problem? Wer Angst vor Spam oder Datenklau hat der nimmt halt ne zusätzliche E-Mail Adresse etc. alleine die Infos aus der Jodgruppe sind Gold wert. Und es gibt darüber hinaus noch viel andere sehr gute Truppen. Also lohnt auf jeden Fall :-)


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#54 von Marie , 08.09.2017 10:51

Aus meiner Sicht sind Deine freien Werte richtig niedrig! Dein Stoffwechsel läuft so, wie wenn Du ein Auto mit angezogener Handbremse fahren würdest.
Warum, kann ich Dir leider nicht sagen.

Es passt nicht alles richtig zusammen:

1. Größe der SD und Gewebebeschaffenheit lassen diese schlechten Werte nicht zwingend zu
2. Das TSH passt überhaupt nicht zu den freien Werten
3. Das Cholesterin ist extrem niedrig, was wiederum auch mit an den niedrigen SD Werten liegen kann (Leberstoffwechsel wird verlangsamt)
4. Cortisol als Morgenwert für einen jungen Mann ziemlich mau
5. Dein Testo/FAI passt auch nicht zum Alter!

Einzig das erhöhte SHBG passt dazu, weil es auch ein Regulationsmechanismus ist, den Stoffwechsel nicht zu pushen.
Es bindet viele Hormone, sodass die frei verfügbaren sinken.

Allergien, die man nicht sieht, Darmflora, Entgiftungsstörung (HPU), Schwermetalle im Körper (Tatoos, Kontrastmitteluntersuchungen, Impfungen, Nahrungsqualität, Arbeitsplatz, Körperpflegeprodukte, Umwelt,...), Stressfaktoren, Lebensstil könnten da mit rein spielen.

Man sollte noch gucken, ob direkte Zubringerstoffe fehlen:
Eisen
Thyrosin
Selen (Vollblutmessung!)

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#55 von Dominik , 08.09.2017 11:04

Ich war vor Jaaahren mal bei Facebook und habe mich bewusst wieder dort abgemeldet.


@ Marie

Wie schon per PN besprochen: Das ist eine ziemlich lange Liste an Faktoren, die Einfluss nehmen können.

Wo setzt man denn da am besten an, um eine vollumfängliche Anamnese zu erhalten?

Das Ganze sollte ja schon ein durchdachter und strukturierter Prozess sein, denn so wie bisher "von Arzt zu Arzt" zu rennen (Labore, Radiologen, etc.) nur um irgendwelche Einzeluntersuchungen machen zu lassen (Blutuntersuchungen, SD-Sonographie) kann ja nicht zielführend sein?

Vertrauliche Details auch gern weiter per PN bzw. E-Mail. Alles andere gerne weiter öffentlich in diesem Thread, damit auch andere Mitleser mit ähnlichen Blutwerten von den Beiträgen hier profitieren können.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#56 von Marie , 08.09.2017 11:56

Ja, bin da etwas vorsichtig mit diversen Infos.
Aber wenn es für Dich ok ist, dann passt das!

Eine gute Anamnese beinhaltet aus meiner Sicht:

umfassende, sinnvolle Blutwerte
Körperliche Untersuchungen
Auflistung von Krankheiten, Lebensstil, Umweltfaktoren, Ernährung, Beschwerden, etc.
den Patienten persönlich vor Augen haben (Haut, Augen, Körperbau, Haltung, Zunge, Sprache, ...)

Aus diesem Grund sehe ich Forenhilfe immer etwas eingeschränkt, weil man die Leute nicht kennt.
Es gehört alles zusammen, abgespaltene Maßnahmen auf Grund von Details sind oft nicht hilfreich.
Ist jedenfalls meine Erfahrung.

Toll wäre es natürlich, das ein Therapeut das machen könnte.
Zumindest die Fäden in der Hand hat.

Alles kann man ja auch nicht immer allein machen und braucht einen Arzt dafür.

Wenn ich es richtig verstehe, geht es Dir ja trotzdem nicht schlecht und Du hast im Moment nur das Problem des Muskelzuwachses.
Das wiederum ist auch sehr individuell in der Wahrnehmung.
Andere finden dich vielleicht völlig ok?!
Nur Du bist unzufrieden damit.

Falls Du Medikamente nimmst:
Gucke Dir die Zusatzstoffe und den Wirkstoff genau an.
Ist es Leber belastend? Enthält es Zucker in irgend einer Form?
Täglich eingenommen hat das Auswirkungen auf das System.

Du siehst, nicht so einfach, da jetzt einen Weg zu finden.
Ich würde folgendes noch messen lassen:

Östradiol
Progesteron
DHT
DHEA-S
Homocystein
CRP
Minerale im Vollblut

Was hat eigentlich der Doc zu Deinen niedrigen Leukozyten und Neutrophilen gesagt?
Und zu den erhöhten Lymphozyten und Monozyten?
Da könnte was mit dem Immunsystem schräg laufen.
Würde auch zur SD passen.

Also, fixiere Dich da mal nicht zu sehr auf Deine Muskeln, gucke lieber das System an

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#57 von Dominik , 08.09.2017 11:56

@ Marie
Auf deinen "frischen" Beitrag von vor einer Minute gehe ich später ein. Habe den nämlich noch nicht gesehen, weil ich meinen Beitrag zur gleichen Minute rausgejagt habe.


Zitat von Marie im Beitrag #52
Außerdem fehlen bei Dir auch die anderen Hormone, damit man sehen kann, wohin Du verstoffwechselst.
Allein am SHBG und Testo kann man nix festmachen.

Cortisol
DHEA-S
Östradiol
Progesteron
Testo ( + Albumin) Der FAI sagt nicht wirklich was aus!
SHBG

gehören immer zusammen gemessen, da sie eng gekoppelt sind!


Zu deiner Frage nach den anderen Hormonwerten: Die hatte ich hier in Beitrag #5 schon gepostet. Aber ich poste sie gerne nochmal:

Zitat von Dominik
Rot markiert sind die Werte außerhalb des Referenzbereiches.

Cortisol: 9,4 ng/dl (2016) und 15,0 ng/dl (2017) bei einem Referenzbereich von 3,7-19,4 ng/dl
FSH: 6,69 mIE/ml (Referenz: 1,5-12,4 mIE/ml)
LH: 6,64 mIE/ml (Referenz: 1,7-8,6 mIE/ml)
Östradiol: < 5,00 ng/l (Referenz: 27,1-52,2 ng/l)
Prolaktin: 230,8 mIU/l (Referenz: 86-324 mIU/l)
SHBG: 61,53 (Referenz: 18,3-54,1 nmol/l)
Testosteron: 3,71 ng/ml (Referenz: 2,49-8,36 ng/ml)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 3,963 nmol/l (Referenz: 4,36-14,3 nmol/l)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 30,8% (Referenz: 35,0-66,3%)
freies Testosteron (berechnet): 0,169 nmol/l (Referenz: 0,198-0,619 nmol/l)
freies Testosteron (berechnet): 1,31% (Referenz: 1,53-2,88%)
freier Androgenindex: 20,90 (Referenz: 35-93)

Progesteron und DHEA-S wollte die Labormedizinerin nicht untersuchen lassen, weil das in meinem Fall nicht nötig sei.


Werde für die nächste Blutuntersuchung aber berücksichtigen, ALLE Werte gemeinsam messen zu lassen. Und dann auch inklusive der bislang fehlenden Werte, also Albumin, DHEA-S und Progesteron.

Und bzgl. meines niedrigen Cholesterinwertes: Das kann auch mit meiner Ernährung zusammenhängen bzw. mit den Lebensmitteln, die ich esse. Habe ich eingangs in diesem Thread ja auch schon Stellung bezogen, siehe HIER. D.h. ich habe sehr lange Zeit nur pflanzliche Produkte plus Milchprodukte verzehrt. Kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier.

Nicht aus ethischen Gründen, sondern...:
1.) weil ich aufgrund eines Kaloriendefizites zur KFA-Reduktion schon etwas mit meinen Kalorien haushalten muss und ich deshalb für Volleier keine Kalorien mehr frei hatte.
(Mein Tagesenergiebedarf = 1850 kcal = Gewicht halten)
2.) weil ich Fischölkapseln statt Fisch genommen habe (weitere Kalorien gespart)
3.) weil ich übermäßigen/regelmäßigen Konsum von "red meat" und "processed meat" für gesundheitlich suboptimal halte.
(Deshalb gab und gibt es Fleisch nur 1-2x/Monat im Restaurant, auf Geburtstagen oder zu anderen besonderen Anlässen)

=> Das alles führte dazu, dass ich insgesamt eher "high protein, medium carb, low fat" unterwegs war:
1.) High Protein zum Muskelerhalt während der KFA-Reduktion (s. Eric Helms 2,3 -3,1 g / kg Körpergewicht) - viele low fat Milchprodukte wie Magerquark, körniger Frischkäse light etc.
2.) Medium carb, um die Performance im Gym zu halten - hauptsächlich Gemüse wie (Rahm-)Spinat, Erbsen, etc.
3.) Low fat mit hauptsächlicher Abdeckung der essential fatty acids durch die Fischölkapseln. Plus das bisschen Sahne aus dem Rahmspinat.

Dementsprechend war die Makroverteilung so, dass Fett bei etwa 0,7 g / kg Körpergewicht lag (bei mir mit 65 kg also nur 45 g Fett pro Tag), Eiweiß bei 2,3-3,1 / kg Körpergewicht und der Rest wurde mit Carbs aufgefüllt.

Dass solch ein niedriger Fat-Intake sowie der Verzicht auf Eier und Fleisch natürlich meine Triglycerid-Werte sowie mein Cholesterin sehr weit nach unten treibt, das ist für meine Sicht der Dinge absolut nicht verwunderlich.

Nach der Beratung hier im Forum habe ich die 10 Fischölkapseln pro Tag (= 3g EPA/DHA combined) durch 90 g Matjeshering ersetzt. 1 Ei pro Tag werde ich auch wieder integrieren, sobald ich mein Zielgewicht von 62 kg und den damit verbundenen KFA von ca. 11% wieder erreicht habe. Ich will halt wieder so aussehen wie auf den Fotos, die ich in diesem Beitrag ganz unten gepostet hatte. Wir reden hier auch nicht von einer radikalen Diät, sondern von einem absolut geringen täglichen Kaloriendefizit von etwa 100-200 kcal. Und außerdem geht es ja um nichts Weltbewegendes, sondern um schlappe 3 kg Fett, die ich abspecken will. Startgewicht = 65 kg und Zielgewicht = 62 kg. Mehr nicht.

Ich hoffe, ich habe an alles gedacht... wenn es zu einem meiner Punkte von eurer Seite aus Fragen gibt, immer her damit.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#58 von Marie , 08.09.2017 12:02

Cholesterin stellt hauptsächlich die Leber selbst her.
Sie passt ihre Produktion an den Input von außen an.

Da Cholesterin ein wichtiger Baustein für Steroidhormone ist, sollte der nicht so niedrig sein.

Deshalb die Idee, dass es eine Systemregelung sein könnte. Muss nicht so sein, kann aber.


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#59 von Dominik , 08.09.2017 12:03

Stimmt, mein Fehler. Bei gesunden Menschen wirkt sich das Nahrungscholesterin in 99% der Fälle ja überhaupt nicht auf das Blutcholesterin aus. Mein Fehler, sorry.


// edit:

Zu den Werten aus dem kleinen/großen Blutbild (Leukozyten, Lymphozyten, Monozyten, Neutrophilen) hat bislang niemand etwas gesagt bei mir.

Und zu deinem anderen Beitrag hier die Kurzform meiner Antwort, die detaillierte Version hast du per E-Mail bekommen.

Zitat von Dominik
Im nächsten Schritt würde ich mir [...] eine "Roadmap" für die weiteren Untersuchungen überlegen. [...]

Wie stelle ich mir nun eine solche Roadmap vor?

1.) Ermittlung eines Arztes/Ansprechpartners, der vollständig in den Prozess eingeweiht ist und quasi "koordinierend" über dem ganzen Untersuchungsspektrum steht. [...]

2.) Durchführung einer umfangreichen Blutuntersuchung. [...]

3.) Durchführung weitergehender Schilddrüsenuntersuchungen. [...]

4.) Joah und hier bin ich dann ratlos. Was macht man dann noch? [...]
- Stoffwechselfunktionstest oder mitochondriales Systemprofil
- Immunstatus
- HPU/KPU Abklärung
- Aminosäuren (ist eigentlich zum Basispaket dazugehörig)
- 24-Stunden Urintest der Steroidhormone
- Schwermetall-Test (Urin)



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#60 von Dominik , 16.04.2018 13:10

Da ein Leser per PM nach einem Update gefragt hatte, folgt dieses hier.


Update zu meinen Blutwerten

Ich lasse ja halbjährlich ein paar Blutwerte checken, darunter das große Blutbild, Glucose, Cholesterin (gesamt, HDL, LDL), Triglyceride, Nierenwerte, Leberwerte... also die Basics, wenn man so will.

Darüber hinaus auch noch die Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), da meine Mutter eine diagnostizierte Schilddrüsenunterfunktion hat, weshalb ich meine Werte gerne beobachten möchte.

Und als kleines Add-on habe ich noch das Gesamttestosteron mit drin. Hier aber weniger aus gesundheitlichen Gründen (habe keine Depressionen, Libido ist da, also alles gut), sondern mehr so aus reiner Neugierde, wohin die Reise geht; denn mein Testosteron war schon immer beschissen und meine Muskelaufbauergebnisse auch, siehe Fotos in Beitrag #5 (ganz unten).

Die letzte Blutentnahme fand am 10.01.2018 statt. Alle Werte sind in der Norm, auch Schilddrüse und Testosteron:

Zitat
TSH: 2,12 mU/l (Norm: 0,27-4,2 mU/l / Obergrenze ist aber eher 2,5 mU/l)
fT3: 2,60 pg/ml (Norm: 2,0-4,4 pg/ml)
fT4: 1,19 ng/dl (Norm: 0,93-1,7 ng/dl)
Testosteron: 3,67 (Norm: 3,5-9,0 ng/ml)



Das Testosteron wird bei mir von Jahr zu Jahr niedriger. Die Historie meines Testosteron sieht wie folgt aus:

Zitat
[12.12.2014] Testosteron: 5,86 ng/ml
[16.11.2016] Testosteron: 5,26 ng/ml
[12.07.2017] Testosteron: 4,90 ng/ml
[31.07.2017] Testosteron: 3,75 ng/ml
[17.08.2017] Testosteron: 3,71 ng/ml
[10.01.2018] Testosteron: 3,67 ng/ml



Das ist somit (mal wieder...) ein neuer Tiefstwert bei mir.

Da es mir gesundheitlich aber topfit geht, kommt eine Testosteronersatztheraphie und die damit verbundene lebenslange Abhängigkeit für den Moment noch nicht in Betracht.

Auch wenn die Ergebnisse im Hinblick auf den Muskelaufbau ganz reizend wären.

Wen das interessiert, der möge sich dieses Video mal ansehen.

Kernaussage:

Wenn jemand einen Testosteronwert hat, der ganz unten im Referenzbereich (oder gar darunter) liegt, dann kann es im Hinblick auf Muskelaufbau einen deutlichen Unterschied machen, wenn dieselbe Person durch die Gabe von Testosteron ins obere Mittelfeld des Referenzbereiches gebracht wird.

Demnach kann bereits eine physiologische Dosierung von Testosteron einen Effekt zeigen, und nicht, wie bislang angenommen, nur supraphysiologische Dosen!

Im Hinblick auf oben geschilderte Problematik (niedriges Testosteron) könnte es also durchaus sein, dass ich Vorteile beim Muskelaufbau hätte, wenn ich mein zuletzt sehr niedriges Gesamttestosteron von 3,67 ng/ml (Norm: 3,5-9,0 ng/ml) auf höhere Spiegel (und Richtung 7,0-9,0 ng/ml) bringen lassen würde; etwa durch eine Testosteronersatztheraphie. Aber das kommt, wie bereits erwähnt, zumindest aktuell nicht in Frage. Die Familienplanung ist zwar schon abgeschlossen (1 Sohn von 3,5 Jahren und bald auch verheiratet) aber in die Abhängigkeit einer TRT will ich mich in diesen jungen Jahren (bin 27) noch nicht bringen.


takko456 hat sich bedankt!
 
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