RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#16 von Dominik , 21.08.2017 09:18

@ hans und Markus
Danke für das Fortsetzen eurer Diskussion per PM. Dann bleibt mein Thread übersichtlich.

Zitat von takko456 im Beitrag #12
@Dominik: So wie du es schreibst, kann ich es mir vorstellen. Mir geht es nicht anders. Aber bei mir erkläre ich es durch meine Körpergröße, denn meine Muskelmasse verteilt sich auf eine Körperlänge von 1,93 m. Immerhin werde ich inzwischen öfter mal auf meine Brust und meine Oberarme angesprochen. Aber auch die kamen erst nach langem, geduldigen Training^^

Vielleicht kann sich mal ein Insider äußern, ob man bei gleicher Leistung an der Hantel mit höherem Hormonspiegel größere Muskeln hat.

Gut, mit 193 cm bist du mal eben satte 20 cm größer als ich. Da ist es klar, dass man verhältnismäßig mehr Muskelmasse auf die größere Körperfläche verteilen muss.

Wie lange trainierst du schon?

Bei mir ist es so, dass ich 2010 mit dem Krafttraining angefangen habe, aber die ersten zwei Jahre habe ich ohne intelligentes System trainiert und nicht auf die Ernährung geachtet, d.h. es wurde gegessen, was die Eltern gekocht haben. Erst seit 2012 habe ich mit Sinn und Verstand trainiert und alle anderen Faktoren (Ernährung, Schlaf, Supplements) beachtet. Ging bei mir 2012 damit los, dass ich Mic Weigl aka nutritionification auf YouTube verfolgt habe (er hat den evidenzbasierten Ansatz ja in die deutsche Fitness-Szene gebracht) und in diesem Zuge dann auch auf die Experten wie Alan Aragon, Brad Schoenfeld, Lyle McDonald und Co. gestoßen bin.

Nichtsdestotrotz werden meine körperlichen Veränderungen von Jahr zu Jahr geringer und ich habe das Gefühl, dass sich in den letzten zwei Jahren fast gar nichts mehr tut. Und wenn man dort stagniert, wo ich derzeit stehe (siehe meine geposteten Fotos), dann ist man halt schon etwas unzufrieden, weil man gern einen Ticken mehr Muskelmasse hätte. Und meine Erwartungshaltung ist da gar nicht so unrealistisch, denke ich. Denn auf den Fotos wiege ich 61,7 kg und mein Ziel war es über die letzten 2 Jahre, irgendwann etwa 65 kg bei gleichem KFA zu wiegen. Aber die letzten Versuche, dies zu erreichen, sind allesamt gescheitert. Entweder wiege ich 61,7 kg wie auf den Fotos und habe dafür einen schönen niedrigen KFA von rund 11%, oder aber ich wiege 65 kg und habe dafür einen KFA von eher 14%, was mir persönlich schon wieder zu viel ist, weil die Bauchmuskeln bei mir dann wieder unsichtbar werden.


Zitat von Marie im Beitrag #11
Stärkere Körperbehaarung ist auch oft ein Zeichen für recht viel DHT!
Also spricht es eher dafür.

Also bezüglich Körperbehaarung bin ich wohl im Durchschnitt, würde ich sagen. Ich bin kein "Nacktmull", aber auch kein "Bär." Soll heißen: Ich habe normalen Haarwuchs bei der Kopfbehaarung (alle 4 Wochen fast exakt 1 cm), habe normalen Bartwuchs (kein vollflächiger Bart, aber 1x/Woche muss ich trotzdem rasieren, sonst sieht es ungepflegt aus, wie Fischgräten), habe normale Arm, Brust und Beinbehaarung. Und sogar vereinzelt ein paar einzelne Haare am Rücken.

Zitat von Marie im Beitrag #11
Bei Deiner Werteaufstellung könntest Du aus meiner Sicht einiges weg lassen:

FSH
LH
Folsäure (Mangel sieht man indirekt am Homocystein)
TRAK (unwahrscheinlich, dass Du Basedow hast)
Tg-AK und TPO-Ak nur, wenn die Sono was in Richtung Hashimoto ergibt
Die Vitamine außer Vit.D3, was ja eigentlich ein Hormon ist
Eisen (ist ne Momentaufnahme) da reicht Ferritin als Speicherwert

Okay ich frage mal ganz konkret, in Bezug auf die von mir gepostete Aufstellung.

Wenn ich wirklich 1x/Jahr ein umfangreiches Blutbild (400-900€) machen möchte, um sicherzustellen, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist:

Sind die gerade von dir genannten Werte diejenigen, die ich grundsätzlich bei jährlichen Untersuchungen weglassen kann?
Oder gibt es noch weitere Werte, die ich weglassen kann/soll?


Zitat von Marie im Beitrag #11
Sono kannst Du unabhängig von der Wertmessern machen!

Okay, dann nehme ich das zeitnah in Angriff! Werde mal bei den Radiologie-Praxen nach einem Termin fragen. Begründung: Überprüfung der SD-Größe und des SD-Gewebes, weil einige SD-Werte auffällig sind.

Zitat von Marie im Beitrag #11
Die Nicht - Vollblutmessungen erkenne ich an den Normwerten und dass keine Relation zu Hämatokrit ausgerechnet wurde.

Ah, okay. Dann direkt eine Rückfrage: Ist es ausreichend, wenn ich das in Zukunft für die Labore so aufschreibe?:

• Magnesium (Vollblut) und Magnesium (Hämatokrit-korreliert)
• Selen (Vollblut) und Selen (Hämatokrit-korreliert)
• Magnesium (Vollblut) und Magnesium (Hämatokrit-korreliert)

Kann ich irgendwo in Erfahrung bringen, ob die Kosten einer Vollblut-Untersuchung von den Kosten einer Serum-Untersuchung abweichen? Die Hämatokrit-Korrelationen sind ja keine gesonderten Blutwerte, sondern einfach ins Verhältnis gesetzte Werte zum Hämatokrit; dürften also nichts extra kosten (wie auch beim FAI). Korrekt?

Dann noch eine Frage: Welche Blutwerte sollte man grundsätzlich im Vollblut messen und nicht im Serum?

Auf meinen Blutergebnissen steht oben nur immer so etwas wie: EDTA-, Citrat-, NaF-Blut.

Zitat von Marie im Beitrag #11
Bei wiederholten Messungen brauchst Du nicht immer alles zu messen.
Ich bezog mich da auf die SD und noch die fehlenden Hormone nachholen.
Sorry, war doof ausgedrückt.

Quatsch, ich bin für jede kompetente Hilfe sehr dankbar. Brauchst dich für deine Ausdrucksweise also nicht entschuldigen. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du die Zeit investierst und mir Tipps für zukünftige (Blut-)Untersuchungen gibst!

Aber du kannst es gerne noch einmal klarstellen, in Bezug auf meine o.g. Frage. D.h. ob ich bei den jährlichen Blutuntersuchungen dann die Werte FSH, LH, Folsäure, TRAK, Tg-AK, TPO-Ak, alle Vitamine außer D3, Eisen weglassen kann, sofern die SD-Sonographie unauffällig ist. Und ob ich darüber hinaus noch weitere Werte weglassen kann/soll, weil sie überflüssig sind.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#17 von Dominik , 21.08.2017 11:17

Habe übrigens gerade einen Termin für die Schilddrüsensonographie bekommen, am Mo. 28.07. ist es soweit. Ich berichte dann.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#18 von takko456 , 21.08.2017 14:41

Einigermaßen vernünftig trainiere ich seit Ende 2013. Die Zeit davor fällt jedenfalls nicht unter "sinnvolles Training", sondern eher Rumspielen mit Kurzhanteln^^

Wenn man Probleme mit Aufbau von Muskelmasse hat, sollte man einen niedrigen KFA vermeiden. Man sagt so ab 10 % beginnt der Bereich, in dem Muskelaufbau gut möglich ist. Mit 11 % bist du also eher an der unteren Grenze. Vielleicht ist es für deinen individuellen Fall auch schon zu niedrig. Wie lief denn das Training als du bei 14 % KFA warst, in Bezug auf Fortschritte? Denn abgesehen von der Untersuchung der hormonellen Aspekte würde ich an deiner Stelle erstmal mindestens ein Jahr lang mit dem KFA höhergehen, dabei versuchen so viel Muskelmasse wie möglich aufzubauen und dann den KFA wieder auf den gewünschten Wert senken. So ist es (zumindest für mich) einfacher, Muskelmasse aufzubauen. Ich wiege z.b. gerade wieder genau so viel wie vor exakt einem Jahr, habe aber 2,5 cm Oberarmumfang mehr. Geduld zahlt sich aus.

Um von 61,7 kg auf 65 kg bei 11 % Körperfett zuzulegen, musst du ca. 2,9 kg Muskelmasse zunehmen. 2,9 kg Muskelmasse mehr sollte dein Hauptziel beim Training sein, egal ob auch Fett dazu kommt. Den KFA kannst du danach wieder senken.


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#19 von Dominik , 21.08.2017 15:06

Verzeih mir, wenn ich hier im Forum nicht noch einmal meine gesamte Trainingshistorie auseinanderklamüsere.

Habe im Forum von Fitness-Experts zwei Logs, in denen du alles nachlesen kannst.

Log #1: http://fitness-experts.de/forum/index.ph...k-time-to-burn/
Log #2: http://fitness-experts.de/forum/index.ph...ad-to-advanced/

In Log #1 findest du auch meine bebilderte Trainingshistorie von 2010 bis 2015.

Habe in den Jahren schon mehrere Aufbauphasen hinter mir. Das wirst du auch an den Fotos sehen.

Alles ohne Erfolg.

Dieser eine Beitrag fasst alles am besten zusammen: http://fitness-experts.de/forum/index.ph...e-35#entry68156


//edit:

Aber um kurz auf deine Frage einzugehen:

Habe in den 7 Jahren insgesamt 3 lang angelegte Aufbauphasen durchgezogen.

#1 von 70 kg auf 90 kg in 12 Monaten (das war Januar 2010 bis Januar 2011)
#2 von 70 kg auf 85 kg in 10 Monaten (das war März 2014 bis Dezember 2014)
#3 von 62 kg auf 69 kg in ca. 7 Monaten (das war zuletzt, ca. von Oktober 2016 bis April 2017)

Daneben dann noch diverse kürzere (3-6 Mon.) "lean bulk" Phasen.



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#20 von takko456 , 21.08.2017 16:12

Ok ich habe die Threads nur etwas überflogen, aber anscheinend hast du trainingstechnisch schon einiges probiert über die letzten Jahre. Da wirst du dich wohl wirklich erstmal auf die Hormone konzentrieren wollen.


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#21 von Dominik , 21.08.2017 17:14

Genau.

Und ich sage es mal so:

Mit der Form auf den geposteten Fotos (siehe Beitrag #5) bin ich zumindest vom KFA her schon zufrieden.

Etwas mehr Muskelmasse wäre schön, ist aber kein Muss.

Insofern arbeite ich aktuell daran, meinen KFA von ca. 15% wieder dorthin zu bringen, wo er auf den o.g. Fotos war. Das wird so bei etwa 62,0 kg der Fall sein, aktuell wiege ich 66,0 kg.

Wenn ich dann wieder die Form wie auf den Fotos habe, versuche ich einfach, diese Form dann "all year round" zu halten. Das reicht mir, schätze ich.


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#22 von Marie , 21.08.2017 21:42

Hi Dominik!

Zitat
Wenn ich wirklich 1x/Jahr ein umfangreiches Blutbild (400-900€) machen möchte, um sicherzustellen, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist:



Ich würde das ganze nicht so pauschal angehen.
Es kommt darauf an, wie Du drauf bist, was gerade anliegt.

Angenommen, es stellt sich ein SD-Problem heraus, dann müssen einige Werte regelmäßig gemessen werden.
Dazu gehört
THS
fT3
fT4

Falls Du mit SD-Hormon anfängst, ist er Messrhythmus anfangs 4-6 Wochen, später 3 Monate oder auch mal ein halbes Jahr.
Hängt von Deinem Befinden ab!


Zitat
Ah, okay. Dann direkt eine Rückfrage: Ist es ausreichend, wenn ich das in Zukunft für die Labore so aufschreibe?:

• Magnesium (Vollblut) und Magnesium (Hämatokrit-korreliert)
• Selen (Vollblut) und Selen (Hämatokrit-korreliert)
• Magnesium (Vollblut) und Magnesium (Hämatokrit-korreliert)



Eigentlich reicht es, wenn Du angibst "im Vollblut"
Machen aber nicht alle Labore!
Die Korrelation wird normalerweise automatisch errechnet, zumindest ist das bei unserem Labor so.


Zitat
Dann noch eine Frage: Welche Blutwerte sollte man grundsätzlich im Vollblut messen und nicht im Serum?



Aus meiner Sicht vor allem die genannten.

Dazu die Sonderformen:
Eisen als Speicherwert (Ferritin) und immer + CRP!!!
DHEA als Speicherwert (Sulfatform, also DHEA-S)
Holo TC statt B12 (wenn man es unbedingt messen möchte)

Sind die, die mir grad einfallen


Zitat
Aber du kannst es gerne noch einmal klarstellen, in Bezug auf meine o.g. Frage. D.h. ob ich bei den jährlichen Blutuntersuchungen dann die Werte FSH, LH, Folsäure, TRAK, Tg-AK, TPO-Ak, alle Vitamine außer D3, Eisen weglassen kann, sofern die SD-Sonographie unauffällig ist. Und ob ich darüber hinaus noch weitere Werte weglassen kann/soll, weil sie überflüssig sind.


FSH und LH würde ich nur messen, wenn Verdacht auf Hypophysenprobleme im Raum stehen.
Ansonsten reichen die direkten Hormone.

LH => Progesteron
FSH => Östradiol

Für Folsäure, B6 und B12 nimmst Du Homocystein (ca. 17€)

Antikörper der SD nur, wenn sich was ergibt.
Und dann ist es auch nicht nötig, die dauernd zu messen.
Höchstens, falls Du neugierig bist

TRAK wahrscheinlich gar nicht , wird die Sono zeigen.



Zitat
Kann ich irgendwo in Erfahrung bringen, ob die Kosten einer Vollblut-Untersuchung von den Kosten einer Serum-Untersuchung abweichen? Die Hämatokrit-Korrelationen sind ja keine gesonderten Blutwerte, sondern einfach ins Verhältnis gesetzte Werte zum Hämatokrit; dürften also nichts extra kosten (wie auch beim FAI). Korrekt?


Zink kostet um die 7€
Selen ca. 23€
Magnesium ca.3€

Bei dem Labor "Ganzimmun sind es fast die gleichen Preise, egal ob Vollblut oder Serum.


Insgesamt lerne, auf Deinen Körper zu hören.
Nicht immer geben die Werte verlässliche Auskunft.
Man muss nicht immer alles genau messen, wenn man sich ordentlich und menschengerecht ernährt, auf seine Psyche Acht gibt, sich gut und sinnvoll bewegt und sozial verträglich lebt.

Bei Krankheiten (wie z.B. Hashimoto) dann genauer hinschauen und sich um das Immunsystem kümmern sowie die o.g. Dinge beachten.
Aber insgesamt gelassen und vernünftig das Leben angehen.

LG Marie


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#23 von Dominik , 21.08.2017 22:06

Zitat von Marie im Beitrag #22
Ich würde das ganze nicht so pauschal angehen.
Es kommt darauf an, wie Du drauf bist, was gerade anliegt.

Das ist mir klar. Kam vielleicht falsch rüber, aber was ich damit in Erfahrung bringen wollte, ist einfach eine Aufstellung aller Blutwerte, bei denen es Sinn macht, dass ein gesunder (!) Mensch diese Werte 1x/Jahr checken lässt.

Einfach um sicherzustellen, dass die Werte auch alle im Lot sind.

Angenommen, die SD-Sonographie ergibt, dass keine Auffälligkeiten bei meiner SD vorliegen.

Dann ist die Aufstellung, die ich hier in Beitrag #9 gepostet habe, sicherlich "oversized".

Aber gibt es hier auf Edubily denn keine Empfehlung, welche Blutwerte ein gesunder Mensch 1x pro Jahr checken lassen sollte?

// edit - Ergänzung:
Da du es angesprochen hattest bzgl. Ernährung, Psyche, Bewegung, Sozialleben, etc.

Ernährung: Ich bilde mir ein, meine Ernährung super im Griff zu haben. Wie meine Ernährung aussieht, kann in diesem Beitrag nachgelesen werden. Hier als Screenshot:



Psyche: Mir geht es gut. Habe ein schönes Privatleben mit meiner Verlobten und meinem Sohn und auch beruflich habe ich super nette Kollegen und einen tollen Chef. Gibt also keine Lebensbereiche, die mich psychisch belasten.

Bewegung: Ist bei mir stark verbesserungswürdig. Außer intensivem Krafttraining 2-3x pro Woche mache ich keinerlei Sport, also auch keinen Ausdauersport. Dazu sitze ich rund 40h pro Woche im Büro, wie es in der IT üblich ist. Kein Wunder, dass mein NEAT so niedrig ist und damit auch meine Erhaltungskalorien: Mit 1850 kcal halte ich ein Körpergewicht von 62,0 kg @ 173 cm @ ca. 11% KFA. wie auf den Fotos gezeigt.

Sozialleben: Alles super, siehe Psyche.

Schlaf: Auch alles super. Schlafe jede Nacht 8 h und bin den ganzen Tag über leistungsfähig. Schlafe auch jede Nacht fast durch, muss lediglich 1-2x pro Nacht pinkeln gehen. Schlafe aber zügig wieder ein.

Gesamteindruck: Insgesamt fühle ich mich kerngesund. Wie gesagt, haben mich lediglich SHBG, FAI, freies Testo etc. sehr stutzig gemacht.

-> Gibt es sonst noch etwas, das wichtig ist?



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#24 von edge , 22.08.2017 20:51

Hi Dominik,

ich werf auch noch mal ein paar Gedanken dazu.

1) Bist du Vegetarier? Da der Screenshot deines Ernaehrungsplans eine Woche beschreibt und diese ovo-lacto-vegetarisch ist gehe ich mal davon aus.

Vegetarier scheinen deutlich hoeheres SHBG und niedrigeren FAI zu haben. Vielleicht aber nicht zwingend weniger freies Testo. Da findet man ein paar Hinweise. Kannst du vielleicht selber nochmal weiter suchen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2526906
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2400756

2) Generell finde ich den Ernaehrungsplan schon echt hardcore. Rahmspinat/Magerquark/1 Ei als Fruehstueck und dann auch wieder als Abendessen? Eine ganze Woche? Mittags ein Haufen Gemuese mit ner Flasche Zigeunersauce? Wirkt fuer mich grad echt far beyond.

In dieser Woche kommt dein Fett zum groessten Teil aus dem Rahmspinat. Das sollte dann vermutlich aus Sahne sein? Ist dir bewusst dass Milchfett oestrogene Wirkung hat? Wenn Rahmspinat der Dauerbrenner bei dir ist wuerde ich da optimieren. ;)

http://edubily.de/2015/03/neu5gc-und-oes...e-in-der-milch/

Generell fehlt mir hier Abwechslung was Fette angeht. Was aber daran liegt dass in dem Plan irgendwie nicht wirklich gekocht oder zubereitet wird. Mal nen Salat mit Olivenoel. Zwiebeln/Knoblauch fuer das Gemuese zum Mittagessen in Kokosfett anbraten....irgendwie sowas.

Obst/Beeren gibts garnicht bei dir?

Der Plan ist einfach so weit von dem Weg was ich unter Essen/Kochen verstehe. Ich mein klar. Mein Fruehstueck vereinfache ich auch. 4 Eier plus ein bischen Gemuese oder meinen Quark (Magerquark,Haferflocken,Kartoffelmehl/Kollagenhydrolysat/beeren oder banane). Aber Mittags/Abends brauch ich einfach Abwechlung und was "richtiges". Krass dass du damit klar kommst. Hut ab.

3) Dein HDL ist wie schon genannt niedrig. HDL und Testo haengen halt zusammen. Mein HDL war immer so zwischen 70 und 80.
Da hast du schon noch Luft nach oben. Vielleicht bekommst du ja noch ein paar Eier mehr in der Woche unter? ;)


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#25 von Dominik , 23.08.2017 08:59

Hi edge,

vorab schon mal ein großes Dankeschön für deinen hilfreichen Beitrag.

Ich erlaube mir mal, deinen Beitrag in kleinere Teile zu zerlegen und direkt Stellung zu deinen Anmerkungen und Fragen zu beziehen.

Es wäre schön, wenn ich es dadurch schaffe, dass die Beweggründe für meine Entscheidungen hinsichtlich der Ernährung nachvollziehbar und transparent werden.

Und vielleicht ergibt sich dadurch dann ja die ein oder andere Optimierungsmöglichkeit in Bezug auf meine ganz persönliche Situation.

Zitat von edge im Beitrag #24
1) Bist du Vegetarier? Da der Screenshot deines Ernaehrungsplans eine Woche beschreibt und diese ovo-lacto-vegetarisch ist gehe ich mal davon aus.

Ich würde mich nicht als Vegetarier bezeichnen, da ich durchaus Fleisch esse. Allerdings hat Fleisch in meiner täglichen Ernährung keinen festen Platz, was zwei Gründe hat.

1.) Sowohl "processed meat" als auch "red meat" stehen im Verdacht, krebserregend zu sein:
https://examine.com/nutrition/is-processed-meat-bad-for-me/
https://examine.com/nutrition/scientists...r--or-did-they/

Sicherlich geht es auch dabei um eine Dosis-Wirkungsbeziehung. D.h. eine gewisse geringe Menge von diesem Fleisch wird nicht direkt Krebs erzeugen. Dem bin ich mir bewusst. Ebenfalls bewusst ist mir, dass ich mit "white meat" (also z.B. fish und chicken) ja noch eine risikoärmere Alternative hätte. Nichtsdestotrotz habe ich für mich persönlich die Entscheidung getroffen: Auf dem täglichen Speiseplan steht Fleisch zwar nicht, aber ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, alle paar Wochen mal in ein gutes Steakhouse zu gehen oder auch gerne mal zu einem China-Restaurant mit All-you-can-eat-Buffet. Da wird dann auch am Fleisch nicht gespart.

2.) Fleisch allgemein hat natürlich seinen Preis. Gerade dann, wenn man Abstand von processed meat halten will und möglichst unverarbeitetes Fleisch (oder Fisch) haben möchte. Regelmäßiger Fisch- oder Fleischgenuss würde meinen Geldbeutel schon etwas strapazieren. Da bin ich mit Gemüse, Eiern und Milchprodukten einfach viel günstiger unterwegs. Und aufgrund der unter 1.) genannten Argumente kommt es für mich nicht in Frage, das günstige Fleisch aus dem Supermarkt zu kaufen.

Fazit: Für einen regelmäßigen (täglichen?) Konsum käme aus gesundheitlicher Sicht für mich also nur unverarbeitetes (!) weißes Fleisch in Frage, sprich Geflügel oder Fisch. Und je nachdem, welche Mengen man da essen möchte, zahlt man selbst für die billigste Discounter-Hähnchenbrust knapp 3,00€ für 500 Gramm. Im Vergleich zu Milchprodukten, Eiern und Gemüse ist das natürlich deutlich teurer.

Zitat von edge im Beitrag #24
Vegetarier scheinen deutlich hoeheres SHBG und niedrigeren FAI zu haben. Vielleicht aber nicht zwingend weniger freies Testo. Da findet man ein paar Hinweise. Kannst du vielleicht selber nochmal weiter suchen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2526906
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2400756

Danke, ich recherchiere in der Hinsicht mal weiter und schaue, was Google, pubmed und Co. mir so ausspucken.

Zitat von edge im Beitrag #24
2) Generell finde ich den Ernaehrungsplan schon echt hardcore. Rahmspinat/Magerquark/1 Ei als Fruehstueck und dann auch wieder als Abendessen? Eine ganze Woche? Mittags ein Haufen Gemuese mit ner Flasche Zigeunersauce? Wirkt fuer mich grad echt far beyond.

Ja, es ist für die meisten Personen wohl wirklich "hardcore", dass bei mir täglich die gleichen Nahrungsmittel auf dem Speiseplan stehen.

Aber mir persönlich hilft diese fehlende Variation ungemein, aus mehreren Gründen:

1.) Ich habe ein absolut winziges "Budget" von gerade mal 1850 kcal pro Tag. Damit halte ich mein Körpergewicht. Ist ja auch kein Wunder, wenn man von Mo. bis Fr. überwiegend auf dem Bürostuhl vor dem Computer sitzt, wie es in der IT üblich ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich mich abends nach der Arbeit nicht mehr dazu aufraffen kann, noch irgendeine sportliche Aktivität unterzubringen. Also zum Beispiel Joggen, Radfahren oder Ähnliches. Auf Ausdauersport (so nenne ich es einfach mal) habe ich grundsätzlich keinen Bock, auch wenn ich mir natürlich der Tatsache bewusst bin, dass für einen gesunden Lebensstil die Kombination aus Krafttraining und Ausdauertraining wesentlich besser ist, als die alleinige Beschränkung auf eine dieser beiden Komponenten. Also in meinem Falle das Krafttraining. Aber es ist, wie es ist: Mit dem Krafttraining habe ich irgendwann mal angefangen, um meinen Körper zu formen und zu verändern. Gesundheitliche Aspekte waren für mich nicht der Grund, warum ich mit dem Sport angefangen habe. Und das erklärt auch meine nicht vorhandene Motivation für andere Sportarten: Denn da ist nicht wirklich viel los in Sachen Muskelaufbau. Aber um zur Kernbotschaft zurückzukommen: Variation wäre bei meinem Budget von 1850 kcal pro Tag absolut tödlich, weil ich dann nicht vernünftig satt werden würde. Gibt dazu (also zum Thema "food variation") unheimlich spannende Podcasts auf YouTube, z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=Dy_3oRrt9YU Es gibt noch diverse weitere Maßnahmen, die ich ergriffen habe, um ohne Magenknurren und mit einem "satt"-Gefühl durch den Tag zu kommen: Beispielsweise habe ich über die Jahre sehr viel ausprobiert, auch solche Dinge wie Intermittent Fasting nach dem 16/8 Schema von Martin Berkhan (leangains). Es hat sich jedoch herauskristallisiert, dass ich persönlich am allerbesten ohne Magenknurren durch den Tag komme, wenn ich a.) morgens eine Mahlzeit esse (also vor der Arbeit), b.) mittags im Büro gar nichts esse und c.) abends eine Mahlzeit esse (also nach der Arbeit). D.h. morgens gegen 06:00 Uhr gibt es das Frühstück und abends gegen 18:00 Uhr das Abendessen. Die vielen Stunden dazwischen wollte ich dann immer mit kalorienfreien Getränken überbrücken, da habe ich auch schon viel ausprobiert: Wasser (sättigt mich gar nicht), Zero-Getränke (sättigen mich nur geringfügig), grüner Tee (sättigt mich, schmeckt mir aber nicht) und schließlich Kaffee (sättigt mich und schmeckt mir auch). Das führt dazu, dass ich nun schon seit 1-2 Jahren jeden Tag im Büro (also Mo.-Fr.) meine 3 Liter Kaffee trinke. Achtung: Natürlich kein "normaler" Kaffee mit Koffein, sondern entkoffeinierter Instant-Kaffee, wie man es z.B. von Nescafé kennt. Von dem entkoffeinierten Kaffee mache ich mir jeden Morgen 3 Thermoskannen fertig: Pro Kanne 1 Liter Wasser und 10 g Instantkaffee-Pulver, dazu dann noch 3 Süßstofftabletten pro Kanne und 10 Tropfen FlavDrops. Das schmeckt gut und bringt mich ohne Magenknurren durch den Tag, sodass ich mir dank des Kaffees das tägliche Mittagessen sparen kann.

2.) Es ist so enorm einfach und zeitsparend, jeden Tag die gleichen Produkte zuzubereiten. Es erleichtert den Einkauf, es erleichtert die Zubereitung, man braucht nicht mehr überlegen, was man essen will etc. -> Das ist gerade für mich als berufstätiger Familienvater begrüßenswert, weil ich weder morgens vor der Arbeit noch abends nach der Arbeit die Lust und die Zeit aufbringen möchte, jeden Tag etwas neues, frisches zu kochen.

3.) Das führt mich zum nächsten Punkt: Ich bin ein riesiger Freund von unverarbeiteten Tiefkühlprodukten. Man weiß insbesondere bei Obst und Gemüse nicht, wie viele Stunden das schon im Supermarkt liegt. Bei TK-Obst und TK-Gemüse kann ich (solange ich die Kühlkette nicht lange unterbreche) davon ausgehen, dass da noch der Großteil der Mikronährstoffe enthalten ist. Bei Obst und Gemüse welches offen im Supermarkt liegt, können gerade die empfindlichen Vitamine leiden, aufgrund von Licht, Sauerstoff und Wärme. Deshalb greife ich nicht auf frisches Obst und Gemüse von der Theke zurück, sondern bediene mich aus der Tiefkühl-Abteilung.

4.) Vielleicht hast du es schon gesehen, aber ich stelle das gerne einfach noch mal zur Diskussion. Und zwar versuche ich bei meiner Lebensmittelauswahl im Supermarkt immer darauf zu achten, dass der Großteil der Lebensmittel die eigens von mir aufgestellten Anforderungen erfüllt:
1.) Genuss: Sie müssen mir schmecken.
2.) Gesundheit: Sie müssen eine hohe Mikronährstoffdichte haben (nutrient-dense foods).
3.) Sättigung: Sie müssen mich satt machen.
4.) Komfort: Sie müssen einfach und schnell zuzubereiten sein.


Und weil der beigefügte Ernährungsplan im Fitness-Experts-Forum schon ein klein wenig veraltet ist (aber nicht dramatisch), poste ich hier noch einmal, was ich täglich esse:

Morgens:
450 g TK-Rahmspinat
200 g TK-Erbsen
250 g Magerquark

Mittags:
Nichts (siehe o.g. Erklärung mit dem Kaffee)
Ausnahme: Wochenende (denn Sa./So. gibt es 3 Konserven Champignons mit 100 g kalorienarme Zigeunersauce. Hier geht es nicht um Mikronährstoffe, sondern nur darum, mit wenigen Kalorien möglichst viel Sättigung zu erzeugen; und gleichzeitig gut zu schmecken.)

Abends:
450 g TK-Rahmspinat
200 g TK-Erbsen
200 g Körniger Frischkäse light
76 g reines Roggenvollkornbrot (2 kl. Scheiben)
50 g Haferflocken
100 ml Entrahmte H-Milch 0,3%

Zitat von edge im Beitrag #24
In dieser Woche kommt dein Fett zum groessten Teil aus dem Rahmspinat. Das sollte dann vermutlich aus Sahne sein? Ist dir bewusst dass Milchfett oestrogene Wirkung hat? Wenn Rahmspinat der Dauerbrenner bei dir ist wuerde ich da optimieren. ;)

http://edubily.de/2015/03/neu5gc-und-oes...e-in-der-milch/

Ist mir nicht bewusst, werde den verlinkten Artikel aber lesen. Und ja, TK-Rahmspinat steht bei mir täglich auf dem Speiseplan. Früher war es immer TK-Grünkohl, weil Grünkohl was "nutrient density" betrifft ja an der Spitze der Nahrungsmittel steht. Oder ist Dr. Fuhrman's Aggregate Nutrient Density Index (ANDI) absolut nichtssagend und total Quark? Ich habe mich für die Auswahl meiner Gemüsesorten immer daran orientiert. Und sowas wie Grünkohl, Spinat und auch Brokkoli sind da ja recht weit oben im Ranking. Darüber hinaus habe ich Zugang zu dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), daher beziehe ich die Angaben, welches Nahrungsmittel welche Vitamine und Mineralstoffe in welcher Menge beinhaltet. Und auch da sind die "hochrangigen" Foods aus dem ANDI-Score immer sehr reich an div. Vitaminen und Mineralstoffen. Mit der Überprüfung der Lebensmittel im BLS checke ich dann auch meine o.g. Anforderung #2 (nutrient-dense foods). TK-Rahmspinat hat sich dabei für mich als die leckerste und günstigste Variante herausgestellt, weshalb der Grünkohl wieder rausgeflogen ist.

Zitat von edge im Beitrag #24
Generell fehlt mir hier Abwechslung was Fette angeht. Was aber daran liegt dass in dem Plan irgendwie nicht wirklich gekocht oder zubereitet wird. Mal nen Salat mit Olivenoel. Zwiebeln/Knoblauch fuer das Gemuese zum Mittagessen in Kokosfett anbraten....irgendwie sowas.

Ja, mit dem Plan wird in der Tat nicht gekocht. Sämtliches TK-Gemüse (also Rahmspinat und Erbsen) wird in der Mikrowelle in solch einem Mikrowellen-Dampfgarbehälter zubereitet, weil ich da bei 900 Watt nur 7 Minuten benötige, bis der Spinat verzehrt werden kann. (Bei Erbsen sogar nur 2 Minuten). Wenn ich den Spinat oder die Erbsen im Kochtopf erhitzen würde, dann würden mir dabei voraussichtlich viel mehr Vitamine flöten gehen. Und für viele Gourmets ist das unvorstellbar, aber ich esse den Rahmspinat und die Erbsen dann tatsächlich pur, ohne großartig zu würzen. An den Rahmspinat kommt lediglich etwas schwarzer Pfeffer ran. (Und aktuell auch noch Jodsalz, weil das Jod sonst bei mir zu kurz kommt. Das hat sich aber auch erledigt, wenn meine bestellten Two-Per-Day da sind. Dann brauche ich von dem Jodsalz kaum noch was.)

Zitat von edge im Beitrag #24
Obst/Beeren gibts garnicht bei dir?

Aktuell nicht, nein. Hatte aber schon mal Tiefkühlbeeren mit im Ernährungsplan. Also z.B. TK-Heidelbeeren, TK-Erdbeeren oder eine gemischte Tüte mit Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, etc. Ich würde liebend gerne wieder mehr Beeren mit in den täglichen Ernährungsplan aufnehmen, bei den 1850 kcal ist da kaum noch Platz für.

Zitat von edge im Beitrag #24
Der Plan ist einfach so weit von dem Weg was ich unter Essen/Kochen verstehe. Ich mein klar. Mein Fruehstueck vereinfache ich auch. 4 Eier plus ein bischen Gemuese oder meinen Quark (Magerquark,Haferflocken,Kartoffelmehl/Kollagenhydrolysat/beeren oder banane). Aber Mittags/Abends brauch ich einfach Abwechlung und was "richtiges". Krass dass du damit klar kommst. Hut ab.

Also mein Körper und meine Psyche ist glücklich, wenn ich täglich meine warmen Mahlzeiten bekommen, d.h. in meinem Fall das warme Gemüse. Warum ich keine Abwechslung brauche und diese mir psychisch sogar eher schaden würde, habe ich oben versucht anzudeuten mit dem Thema "food variety" und welche Konsequenzen dies für mein Hungergefühl und meinen Appetit hat. Mehr food variety würde bei mir zu mehr Appetit und somit zu gesteigerter Kalorienaufnahme führen, was suboptimal für jemanden ist, der sein Körpergewicht halten möchte. Ich sehe ja, welche enormen Mengen ich beim All-you-can-eat vernichten kann. Wen es interessiert, hier ein paar Fotos: http://fitness-experts.de/forum/index.ph...e-14#entry36419 Sicherlich gibt es Leute, die noch weitaus mehr essen können. Aber das ist trotzdem nicht zu verachten, denke ich. Auch beim Flammkuchen-All-you-can-eat im Flammkuchen-Restaurant unserer Stadt gehe ich nie unter 5 Flammkuchen nach Hause. Meist werden es 5-8 Stück.

Zitat von edge im Beitrag #24
3) Dein HDL ist wie schon genannt niedrig. HDL und Testo haengen halt zusammen. Mein HDL war immer so zwischen 70 und 80.
Da hast du schon noch Luft nach oben. Vielleicht bekommst du ja noch ein paar Eier mehr in der Woche unter? ;)

Eier werden definitiv wieder mit in den täglichen Ernährungsplan aufgenommen!
Bin bloß derzeit auf Diät, weil ich von 66,0 kg wieder auf 62,0 kg runter will, damit ich wieder aussehe, wie auf den geposteten Fotos und dem Profilbild.
Sobald ich die 62,0 kg erreicht habe, kommt zum Frühstück und zum Abendessen jeweils 1 hartgekochtes Hühnerei dazu. Also 2 Eier pro Tag, denn ich liebe Eier.


 
Dominik
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#26 von Dominik , 23.08.2017 09:57

Da ich meinen vorigen Beitrag nicht mehr editieren kann (Zeit abgelaufen):

[Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

Dort hatte ich ja noch ein paar weitere Blutwerte gepostet.

Und Östradiol sieht gut aus, also könnte man doch ausschließen, dass der Konsum von Milchprodukten bei mir für "Probleme" sorgt; oder etwa nicht?

Zitat
FSH: 6,69 mIE/ml (Referenz: 1,5-12,4 mIE/ml)
LH: 6,64 mIE/ml (Referenz: 1,7-8,6 mIE/ml)
Östradiol: < 5,00 ng/l (Referenz: 27,1-52,2 ng/l)
Prolaktin: 230,8 mIU/l (Referenz: 86-324 mIU/l)
SHBG: 61,53 (Referenz: 18,3-54,1 nmol/l)
Testosteron: 3,71 ng/ml (Referenz: 2,49-8,36 ng/ml)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 3,963 nmol/l (Referenz: 4,36-14,3 nmol/l)
bioverfügbares Testosteron (berechnet): 30,8% (Referenz: 35,0-66,3%)
freies Testosteron (berechnet): 0,169 nmol/l (Referenz: 0,198-0,619 nmol/l)
freies Testosteron (berechnet): 1,31% (Referenz: 1,53-2,88%)
freier Androgenindex: 20,90 (Referenz: 35-93)




// edit:

Um noch einmal auf das Thema "Lebensmittelauswahl" einzugehen:

Ich versuche bei der Erstellung meines Ernährungsplanes immer, bei allen Vitaminen/Mineralstoffen auf mind. 100% der RDA/DGE-Werte zu kommen.

Die folgende Grafik zeigt, wie meine Exceltabelle aussieht und was ich täglich esse:



Vitamin D wird natürlich supplementiert.

Zum Selengehalt der Nahrungsmittel hat der Bundeslebensmittelschlüssel leider keine Angaben. Wird wohl nicht gemessen.

Der Rahmspinat hat deshalb so "krumme" 756 Gramm als Menge, weil ein Tiefkühl-Klotz 450 Gramm hat, aber davon "nur" 84% Spinat, der Rest ist Sahne, Salz, etc.

Also auf 450 Gramm sind es dann 378 Gramm reiner Spinat. Das dann *2 gerechnet (morgens und abends jew. 1 Klotz) sind die 756 Gramm.

Das ist das Produkt: https://www.edeka.de/de/produkte/gut-gue...rahmspinat-450g


// edit:

Noch ein Gedanke, kam mir gerade urplötzlich in den Sinn:

Da ich im Büro nichts esse und mittags auch nicht in die Kantine gehe, könnte ich die 0,50 h Mittagspause ja nutzen, um im Büro etwas "Sport" zu machen.

D.h. ich schnappe mir meine Liegestütz-Griffe von zu Hause, mein Ab Wheel, vielleicht zwei kleine Kurzhanteln... mal schauen, muss ich mal mit meinem Kollegen absprechen. Aber der hätte sicherlich nichts dagegen.

Wäre dann natürlich alles mit leichten Gewichten in der Richtung < 60% vom 1RM und damit verbunden hohen Wiederholungszahlen.

Und dann ein kleines Zirkeltraining, 20 Minuten lang im Wechsel: bodyweight squats, bodyweight push-ups, bent-over rows, ab wheel rollouts, etc.

Geht dann ja schon ein bisschen in Richtung "Ausdauer" und wäre für die Gesundheit und den Kalorienverbrauch sicher nicht verkehrt?!

Was meint ihr?



 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#27 von Tommy , 23.08.2017 11:11

Für mich klingt deine Ernährungsplanung nach purem Stress. Glaube kaum dass das auf Dauer das richtige ist. Es spielt keine Rolle wenn du an einem Tag nur 80% am nächsten Tag aber 120% zu dir nimmst. Klar gibt es gewisse Grundregeln aber es soll doch trotzdem Spaß machen und Genuss sein und nicht nur aus Protokollen, Listen und Tracking bestehen :-)

20 Minuten Mittagspause. Als dort noch ne zusätzliche Sporteinheit reinzuprügeln macht es m.E mehr Sinn sich mal auf das ganz wesentliche zu konzentrieren. Das wären zB Atemübungen, Meditation, power naps, entspannungsmusik etc.
Ich dachte früher auch immer es gibt nur Sport und essen. Weit gefehlt es gibt deutlich mehr Puzzleteile die ein erheblichen Einfluss auf fit oder müde, krank oder gesund etc sind. Und das Thema Mikrowelle würde ich mir ganz genau überlegen. Auch wenn ich Dir ad hoch keine Studien zeigen kann bin ich überzeugt dass Mikrowellen alles, nur nicht gesundheitsfördernd sind. Das hat mit natürlichem Essen:Zubereitung nichts mehr zu tun. Ich weiß ist oft schwierig, aber wer wirklich aber über frisches Kochen kommt man nicht rum.die Zeit muss man sich einfach nehmen. Klar da ist es eben dann mit 3 Minuten nicht getan :-)


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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#28 von Dominik , 23.08.2017 11:44

Zitat von Tommy im Beitrag #27
Für mich klingt deine Ernährungsplanung nach purem Stress. Glaube kaum dass das auf Dauer das richtige ist. Es spielt keine Rolle wenn du an einem Tag nur 80% am nächsten Tag aber 120% zu dir nimmst. Klar gibt es gewisse Grundregeln aber es soll doch trotzdem Spaß machen und Genuss sein und nicht nur aus Protokollen, Listen und Tracking bestehen :-)

Da geht es dir wie vielen anderen auch: Viele kriegen einen Schock, wenn sie erfahren, dass ich "nach Plan" esse. Und dazu auch noch jeden Tag das Gleiche.

Für mich ist es die pure Erleichterung, weil ich noch nie ein Freund von "If it fits your macros (and micros)" und dem Tracken von Lebensmitteln war.

Ebenfalls war ich nie ein Freund von intuitivem Essen, weil ich damit noch nie mein Körpergewicht gehalten habe. Entweder habe ich zugenommen (weil ich Essen liebe) oder ich habe abgenommen, wenn ich meine Portionsgrößen bewusst (also nicht intuitiv!) verändert habe.

Deshalb ist ein Ernährungsplan für mich persönlich die angenehmste Variante.

Und wie ich zuvor auch schon schrieb, kasteie ich mich nicht, indem ich NUR das Essen darf, was im Plan steht.

Nein, alle paar Wochen geht es selbstverständlich auch mal in Restaurants (Steakhouse, Subway, chinesisches All-you-can-eat, Flammkuchen All-you-can-eat, etc.) oder auf besondere Anlässe wie Geburtstage oder Ähnliches.


Zitat von Tommy im Beitrag #27
20 Minuten Mittagspause. Als dort noch ne zusätzliche Sporteinheit reinzuprügeln macht es m.E mehr Sinn sich mal auf das ganz wesentliche zu konzentrieren. Das wären zB Atemübungen, Meditation, power naps, entspannungsmusik etc.

Laut Arbeitszeitgesetz muss man nach 6 Stunden Arbeit eine Ruhepause von 0,5 Stunden einhalten. Das ist bei meinem Arbeitgeber nicht anders.

Und während einige der Kollegen in die Betriebskantine gehen, hätte ich 30 Minuten Zeit, um ein kleines Workout zu machen.

Wir reden hier nicht von hochintensivem Krafttraining, sondern von einem kleinen bodyweight-Zirkeltraining ggf. mit Zuhilfenahme von etwas Zubehör (Liegestützgriffe, kleine Kurzhanteln, whatever).

Deshalb verstehe ich gerade nicht, warum das so abwegig sein sollte? Ich, als absoluter Sportmuffel, bin froh über diesen Gedankenblitz, den ich eben hatte. Früher bin ich nie auf die Idee gekommen, dass ich in der Mittagspause im Büro ein kleines Workout machen könnte.

Ob mein Stresspegel wirklich so hoch ist, dass ich mit Atem- oder Meditationsübungen anfangen sollte... ich weiß ja nicht. Laut Blutbild gibt es keinerlei Indizien für einen erhöhten Stresspegel bei mir (Cortisol in Norm) und auch psychisch fühle ich mich wohl. Wozu also div. Entspannungsübungen durchführen?


Zitat von Tommy im Beitrag #27
Ich dachte früher auch immer es gibt nur Sport und essen. Weit gefehlt es gibt deutlich mehr Puzzleteile die ein erheblichen Einfluss auf fit oder müde, krank oder gesund etc sind.

Aber zumindest sind dies doch wohl die Kernfaktoren? Also Bewegung und Ernährung.

Natürlich gibt es weitere Puzzleteile, die man aber nicht immer selbst steuern kann.

Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich sowohl privat als auch beruflich mehr als zufrieden bin.

Ich habe eine tolle Verlobte, einen wunderbaren Sohn, einen super Arbeitgeber mit netten Kollegen und Chef, ein finanzielles Polster und somit keine finanziellen Sorgen, keine gesundheitlichen Beschwerden... was gibt es noch?

Oder wolltest du auf etwas ganz anderes hinaus, als du das Stichwort "Puzzleteile" in den Raum geworfen hast?

Finde das Thema spannend, deshalb gerne mehr davon.


Zitat von Tommy im Beitrag #27
Und das Thema Mikrowelle würde ich mir ganz genau überlegen. Auch wenn ich Dir ad hoch keine Studien zeigen kann bin ich überzeugt dass Mikrowellen alles, nur nicht gesundheitsfördernd sind. Das hat mit natürlichem Essen:Zubereitung nichts mehr zu tun. Ich weiß ist oft schwierig, aber wer wirklich aber über frisches Kochen kommt man nicht rum.die Zeit muss man sich einfach nehmen. Klar da ist es eben dann mit 3 Minuten nicht getan :-)

Ich möchte dich nicht angreifen, aber ist es nicht ein absoluter Mythos, dass die Mikrowelle gesundheitsschädlich sei oder die Mikronährstoffe unserer Nahrung beeinflusse/zerstöre? Alleine eine Google-Suche nach "microwave myths" oder "microwave health science" bietet mir zahlreiche Treffer. Im Forum finde ich leider nur diesen einen Thread zu dem Thema: Mikrowelle schädlich?


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#29 von Dominik , 23.08.2017 12:50

Kann den vorherigen Beitrag aufgrund des Zeitlimits nicht editieren.

Deshalb jetzt als gesonderter Beitrag, grgänzend zum Thema "Puzzleteile":

Zitat von Chris Michalk
Wenn wir unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder whatever verbessern wollen, dann führt kein Weg an Ernährung und Sport vorbei. Es gibt einfach nur (sehr!) wenige Stellschrauben, die für uns relevant sein können.

[...]

Sport und Ernährung sind zweifelsohne die wichtigsten Stellschrauben, auch wenn es „softere“ Einflussfaktoren wie soziales Umfeld, Sonne, zirkadiane Rhythmen etc. gibt, die ebenfalls profunde Auswirkungen haben können


Quelle: http://edubily.de/2017/06/ernaehrung-ist...der-schluessel/

Wie stehst du dazu, Tommy?


 
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RE: [Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt

#30 von Tommy , 23.08.2017 13:47

Wenn in der Mittagspause dein einziger Sport ist dann klar mach das. Dachte das Du sowieso regelmäßig sportelst.

Nie behauptet dass Bewegung und Ernährung nicht essentiell wichtig sind. Aber das alleine wird trotzdem auf Dauer nicht vermutlich nicht reichen. Was ist zB mit Sonne? Ohne Sonnenlicht stirbst Du genauso irgendwann wie ohne Nahrung. Und nein Sonne ist soviel mehr als nur Vitamin D. Was ist mit dem negativen Einfluss durch eine chronische Blaulichtbestrahlung heutzutage? Was mit nnEMF?, Hitze/Kälte? All das setzt Reize die wir brauchen. Wenn Du mal alle Artikel von edubily durch hast dann merkst Du das zu einem "artgerechten Lebensstil" mehr dazu gehört als nur gut essen und sich bewegen. Das sind alles zusätzliche Puzzleteile. Wenn Du meinst Meditation oder Achtsamkeitsübungen sind sinnlos nur weil dein Cortisol normal ist und dein berufliches und soziales Umfeld passt.. so einfach ist das sicherlich nicht. Nur weil du dich nicht gestresst fühlst heißt das noch lange nicht das auch nicht dein Körper gestresst ist. Einen mentalen Ausgleich zu finden ist immer gut und sinnvoll. Ob akut oder präventiv.
Ich werde mal schauen ob ich was fundiertes zum Thema Mikrowellen finde.


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