RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#91 von naklar! , 12.03.2015 20:34

BP bricht das Fasten auch - was HD meint, ist der Umstand daß im Gegensatz zu Protein aber wenigstens Insulin unten bleibt.



 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#92 von Thomas , 12.03.2015 20:40

Zitat von naklar! im Beitrag #91
BP bricht das Fasten auch - was HD meint, ist der Umstand daß im Gegensatz zu Protein aber wenigstens Insulin unten bleibt.



Ok, danke
dann also auch kein BP wenn man Fasten "richtig" machen will


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#93 von Axel , 17.03.2015 12:48

Moin!

Mal'n kleiner Erfahrungsbericht... Ich mache seit 5 Tagen "23/1", nach vorher ziemlich durchgehend sowas wie ein loses 16/8 über mehrere Jahre. Ich hatte einfach noch nie wirklich Lust auf Frühstück.

Mein Vorhaben ist, dauerhaft auf eine Mahlzeit am Tag umzustellen, vor allem inspiriert durch http://www.cogitoergoedo.com, aber auch Edubily hat mich darin bestärkt. Und, klar, dogmatisch will ich's auf keinen Fall angehen, sondern nach Gefühl. 1x Futtern am Tag soll die Norm sein, von der ich je nach Situation und Gefühl auch mal bedenkenlos abweiche.

Ausgangssituation: Nach etwas Bulking und Faulheit bin ich auf 20 % Körperfett (188 cm/86 kg/42) - durchaus sauber angefressen, mit Paläo und eher LC-Futter. Entsprechend störrisch ist das Fett. Dazu habe ich mein Krafttraining seit Februar wieder hochgefahren. Ich setze derzeit auf eher kürzere, dafür tägliche Einheiten und streue wieder kurze Trailläufe ein. Ein paar Bedenken, ob ich wirklich genug Futter in einer Mahlzeit verdrücken kann, habe ich also, weshalb ich auch durchaus mal über den Hunger esse am Abend.

Ein typischer Wochentag wäre: Büro von 9 bis 5 (am Stehpult), um 6 ans Eisen und, je nach Stimmung und Gefühl, danach noch für 30-40 Minuten in den Wald (Laufen derzeit nicht öfter als 2-4x/Woche). Irgendwo zwischen 7 und 8 fange ich dann das Kochen an und schlage mir den Wanst voll, bis nichts mehr reingeht. Den Abschluss nach einem EW/KH-betonten Essen (Fleisch/Fisch plus Salat/Wurzelgemüse) bildet ein Shake mit Rohmilch, 3-6 rohen Eiern, Whey und Obst.

Am Wochenende normal wäre sowas wie Heben am späten Vormittag und Laufen am Nachmittag, wenn die Sonne scheint. Bald auch wieder Radrunden statt Laufen. Das Abendessen kommt zur gleichen Zeit, so dass ich also nüchtern trainiere und das auch danach noch länger bleibe. Am Samstag sprang dabei eine völlig ungewollte persönliche Bestzeit auf meiner Hausrunde (5 km) raus, obwohl ich's langsam angehen wollte.

Wie fühlt sich das Ganze jetzt an? Das tagsüber Nicht-Essen geht ohne Schwierigkeiten. Ich merke, wie stark Vieles ritualisiert ist, zum Beispiel das Mittagessen mit den Kollegen. Die Mittagsunterbrechung muss ich jetzt wohl irgendwie anders füllen, damit sie nicht hintenrunter fällt. Ich kann mich aber auch einfach dazusetzen, ohne dabei das Zittern anzufangen.

Ich hatte Phasen, vor allem am Wochenende, in denen ich geglaubt habe, Hunger zu spüren, bei näherer Betrachtung war das aber mehr Lust auf was zu Beißen. Richtigen Hunger hatte ich bisher keinen, das Fasten geht sehr locker. Auch im Training merke ich keine Beeinträchtigung. Die Kraftwerte sind stabil, und wenn ich hier bald stagniere, würde ich eher auf zu viel Trainingsehrgeiz und zu kurze Ruhephasen tippen, als auf zu wenig kcal-Input. Apropos Ruhe: Ich schlafe mindestens 8 h pro Nacht, teils auch mal gut über 9.

Mir fällt schon auf, dass ich weniger Futter einkaufe als vorher. Da ich alles frisch besorge, sinkt damit auch der Aufwand. Meine Energiezufuhr hat sich also schon verringert, ich schätze mal ganz grob von deutlich über 3000 kcal/Tag auf immer noch über 2000. "Snacks" und ähnlichen Unfug hatte ich mir schon vorher abgewöhnt, außerhalb meiner großen Hauptmahlzeit gibt's also wirklich nichts außer Kaffee (max. 2 Becher/Tag) und/oder Tee mit etwas Rohmilch.

Meine (4-Punkt-) Körperfettwaage behauptet einen Ruheumsatz um 1750 kcal, so dass ich davon ausgehe, dass ich mich in einem brauchbaren Bereich für KF-Abbau ohne Krafteinbußen befinde. Ich werd's beaobachten und nötigenfalls - sollte das gehobene Gewicht stagnieren - wohl weitere Mahlzeiten unregelmäßig einführen, um mich hier nicht zu limitieren.


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#94 von naklar! , 17.03.2015 13:07

Hey Axel, würde an deiner Stelle überlegen, ob du nicht nach 16h wenigstens ein wenig snackst - mal ein Wheyshake, 2 Std später eine rohe Möhre o.ä.
Zum Einen wäre die fastenzeit dadurch nicht sooo lange - was ich auf Dauer für eher kontraproduktiv halte - zum Anderen würdest du doch mehr gelegenheiten zur ( Muskel ) Proteinsynthese wahrnehmen.
Und: Quasi als Sahnehäubschen Magen und Darm auf das abendliche Gelage vorbereiten.

Gruß, Eric


 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#95 von Marcel , 18.03.2015 07:48

Hallo?

Welche Vorteile/Nachteile gibt es eigentlich im Vergleich zum snacken in der undereating Phase wie bei hofmekeler und lediglich zwei Mahlzeiten am Anfang und Ende des Essensfensters?

Vg Marcel


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#96 von naklar! , 18.03.2015 10:00

Nichts gegen die 2 Mahlzeiten - finde einfach nur über 16 h auf Dauer zu viel.



 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#97 von Marcel , 18.03.2015 11:06

Ja da Stimme ich dir zu. Mit zwei Mahlzeiten meinte ich auch:

Beginn essensfenster 12:00 Uhr eine große Mahlzeit (TT 40%, NTT 60% der Makros)
Zweite Mahlzeit 19:00 Uhr. Rat der Makros und dann Ende essensfenster.

Hofmekeler empfiehlt ja mehrere kleine Snacks im Rahmen 2-300 kcal zwischen 12 und 16 und dann eine große Mahlzeit mach dem Training. Mich interessiert ob es da irgendwelche Vorteile geben soll, da ich es unpraktisch finde.

Vg Marcel


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#98 von Simu , 18.03.2015 11:22

Wieso braucht man immer ein klares System für temporäre Kcal-Restriktion? Wenn man begriffen hat, was das alles im Körper bewirkt, dann kann man auch ganz spielerisch damit umgehen. Fühle ich mich an einem Tag sehr satt, dann kann ich mal 20-24h fasten, fühle ich mich durchschnittlich, dann sinds wohl eher 15-16h und wenn ich schon hungrig aufwache und total leere Speicher habe, dann kann ich doch auch mal schon am morgen mit essen beginnen.

Im Schnitt sieht meine Woche meist auch ungefähr so aus, 1 x 20-24h fasten, 2-4 mal 15-16h und 1-3 mal esse ich schon um 10h morgens...nur die ersten 1-2h nach dem aufstehen esse ich nie, weil ich zu der Zeit schlicht nie Appetit habe und mir Mahlzeiten direkt nach dem aufstehen den Blutzucker viel zu hoch hauen!


Jeder Mensch isst anders!


 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#99 von Marcel , 18.03.2015 12:26

Hallo Simu,

Ich denke an im besonderen an den circumdianen Rhythmus. Demnach spricht meines Erachtens viel für eine Regelmäßigkeit.

Vg Marcel


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#100 von Axel , 18.03.2015 13:35

Moin, Eric!

Zitat von naklar! im Beitrag #94
Hey Axel, würde an deiner Stelle überlegen, ob du nicht nach 16h wenigstens ein wenig snackst - mal ein Wheyshake, 2 Std später eine rohe Möhre o.ä.
Zum Einen wäre die fastenzeit dadurch nicht sooo lange - was ich auf Dauer für eher kontraproduktiv halte - zum Anderen würdest du doch mehr gelegenheiten zur ( Muskel ) Proteinsynthese wahrnehmen.
Und: Quasi als Sahnehäubschen Magen und Darm auf das abendliche Gelage vorbereiten.



Wieso sollte ich meinen Magen und Darm vorbereiten? Bisher kommen die mit den abendlichen Völlereien gut klar. Meist starte ich sowieso mit einem Salat und/oder ein paar Nüssen, gestern erstmals mit einem körnigen Frischkäse mit Zimt drauf und etwas Honig zum Süßen. Erst dann werfe ich den Herd an, so dass sich das gesamte Gelage auch mal über zwei Stunden hinziehen kann.

Was ich aus den Artikeln auf Cogito Ergo Edo mitgenommen habe, geht vor allem in die Richtung, dass ich die Vorteile des Nüchternseins (Insulin niedrig, Wachstumshormone hoch) maximal ausschöpfe, indem ich das Nüchternfenster so lang mache, wie es geht.

Ganz pragmatisch aufgezogen: Wir haben die beiden Zustände "nüchtern" und "gefüttert". Bis man nach einer ordentlichen Mahlzeit von letzterer zu ersterer gelangt, sollen so grob 3 bis 5 Stunden vergehen. Gemeint ist hier die hormonelle Lage, nicht, wie viel man im Magen hat.
Vor diesem Hintergrund fällt auf, dass unsere kulturell etablierten Fütterungszeiten über den Tag ziemlich genau diesen Abstand einhalten: Alle 4, längstens 5 Stunden wird hinterhergeschoben. Anscheinend ist Homo Bequemus ungern nüchtern. Nach dem Rhythmus nur in den frühen Morgenstunden bis zum Aufstehen.

Desweiteren habe ich noch praktische Gründe: Ein Snack im Büro um 15:00 geht zwar, ist aber schon nah an meinem Training, das ich nach Feierabend angehe, i.d.R. so um 6. Mit vollem Magen mag ich das nicht, also entfällt eine richtige Mahlzeit. Einen kleinen, "leichten" Snack, der mir die Nüchternphase unterbricht, aber sonst nicht nennenswert kcal zuführt, kann ich mir andererseits aber auch sparen. Was sollte der bringen?

Ich probiere jetzt einfach mal die langen Nüchternphasen, schaue, wie ich mich damit fühle und ob ich das zur neuen Gewohnheit machen will. Wenn das für mich normal geworden ist, werde ich weiter nach Lust und Laune von dem Grundschema abweichen, wie ich das vorher auch getan habe. Aber zum Probieren bin ich die ersten 2, 3 Wochen mal konsequent.


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#101 von naklar! , 18.03.2015 13:59

Ja, schau einfach mal - das späte Training ist ein Argument, das ich gut verstehe.
Ich denke einfach, daß regelmäßig zu langes deinen Stoffwechsel ausbremsen könnte - habe schon einige solche Fälle mitgelesen.


 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#102 von Axel , 18.03.2015 14:11

Hm, das wäre natürlich sehr unangenehm.

Woran kann ich das merken, dass ich so eine Verlangsamung provoziere?


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#103 von naklar! , 18.03.2015 14:43

Das kann ich dir leider nicht sagen - kenne nur die Anzeichen dafür, daß es so weit ist:
Ständiges frieren, kalte Hände/Füße. Oft gar kein Hungergefühl mehr, Grundumsatz fällt.


 
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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#104 von H_D , 18.03.2015 20:35

Tim hat auf TA mal davon abgeraten die erste Mahlzeit nach einer langen Fastenphase zu groß zu gestalten.

Dürfte er irgendwo hier belegt haben
http://www.team-andro.com/phpBB3/taimes-...dy-t280496.html


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RE: Temporäre Kalorienrestriktion

#105 von Don90 , 19.03.2015 11:47

Bei Kraft-, aber auch Ausdauerintensivem Training würde also folgendes Sinn machen, wenn ich den Thread hier richtig verstanden habe:

6:00 aufstehen
7:00 Kein Frühstück (NEM, kein Whey, evtl Kaffee)
12:00 Gegen Mittag die erste richtige Mahlzeit (fett- und eiweisslastig, wenig bis keine Carbs, Gemüse) Wieviel Carbs sind hier erlaubt?
17:00 Nachmittag kurz vor dem Training (Banane & Kaffee??)
18:00-21:00 Training (Kampfsport oder Kraft)
Nach dem Training Whey, NEM, Carb- und Eiweisslastig, Wie sieht es hier mit Fett aus?

Generell habe ich aber stark das Gefühl, dass ich viel zu wenig esse bei einer so geringen Nahrungsmittelfrequenz...


 
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