RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#46 von kempi , 31.07.2017 21:59

Zitat von ChristineH im Beitrag #43
Gegen was ich mich wehrte, war diese Minimumempfehlung von 100 g pro Tag, Männlein wie Weiblein


Dann mach halt 200 g alle zwei Tage ;-)


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#47 von kempi , 31.07.2017 22:02

Zitat von Mic im Beitrag #44
Ein anderes Extrem - peinliche Ernährungsempfehlung eines ehemaligen Bodybuilders: Youtube - Markus bei einem ganz normalen Einkauf... wirklich ganz normal

Lieber Kinder, bitte nicht zu Hause nachmachen


Den nehme ich sowieso ernst :D Ich finde für diesen Typen keine Worte ...



 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#48 von jfi , 01.08.2017 10:17

Zitat von hans im Beitrag #45
Protein kann nicht gespeichert werden... die Zufuhr der einzelnen Aminos sollte sich meiner Einschätzung nach am Bedarf orientieren.


Bitte entschuldige hans, aber das ist ja wohl der größte Blödsinn den ich jemals gehört habe!!

Was ist denn zb Muskelmasse, wenn nicht gespeichertes Protein? Wieso steigen Aminosäuren im Blut an (Verbesserung des Aminogramms) und wieso erhöht sich das Gesamteiweiß im Blut, wenn man mal zeitweise mehr davon isst?
Einfach so weil deinen Blut-Zellen langweilig ist, oder vllt doch weil da was gespeichert wird?

Klar sollte sich der Zufuhr am Bedarf orientieren, aber der steigt eben durch verschieden Faktoren wie z.B. Krafttraining, Ausdauersport, generell Bewegung, Immunaktivität, Verletzungen etc. etc.

Das ist übrigens wahrscheinlich auch einer der Gründe, weshalb Christine mit "so wenig" Eiweiß (weiß ja nicht genau, wie viel sie isst) so gut klar kommt...sie macht zweifellos SEHR vieles richtig, vor allem hinsichtlich ihres Darms.
Aber nach eigenem Bekunden ist sie ja ein "Dauerhocker"...dann braucht der Körper natürlich auch nicht so viel Eiweiß, weil generell nicht so viel verbaucht wird...

LG Jens

EDIT: Übrigens hans in dem Link zu Dr. Jacobs Weg...also ganz ehrlich, da steht so viel Schwachsinn drin dass sich mir der Magen fast rumdreht.
Chris hat darüber schon zigmal geschrieben und ALLE "Studien" entkräftet die dieser tolle Doc da ins Feld führt...das sind nämlich diese Edpidemiologischen Studien, die er hier anspricht: Veganismus-Kritik

Zitat:

Zitat
Beispiele:
•Es reicht nicht, Tierfett mit der Sterblichkeit zu assoziieren
•Es reicht nicht, Fleischverzehr/Tierfett mit Krebs zu assoziieren
•Es reicht nicht, Fleischverzehr mit Insulinresistenz und Diabetes zu assoziieren
•Es reicht nicht, Fleischverzehr mit Herzkrankheiten zu assoziieren


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#49 von jfi , 01.08.2017 10:25

Und diese "Eiweißspeicherkrankheit" die der Doc da anspricht ist auch absoluter Blödsinn und existiert nicht!
Ist ein reiner Marketinggag eines Profs der Bücher verkaufen wollte.

Siehe hier: Die Eiweißspeicher-Krankheit

LG Jens


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#50 von hans , 01.08.2017 11:13

Zitat von jfi im Beitrag #48
Zitat von hans im Beitrag #45
Protein kann nicht gespeichert werden... die Zufuhr der einzelnen Aminos sollte sich meiner Einschätzung nach am Bedarf orientieren.

Bitte entschuldige hans, aber das ist ja wohl der größte Blödsinn den ich jemals gehört habe!!

Was ist denn zb Muskelmasse, wenn nicht gespeichertes Protein?



Meine Aussage bezog sich nicht auf die Verwendung oder den Einbau von Protein/Aminos in irgendwas, sondern auf die Speicherfähigkeit - was den späteren Abruf bei Bedarf beinhaltet. Also vergleichbar mit Fettgewebe. Selbst KH können vom Körper in diesem Kontext nur sehr kurzfristig 'gespeichert' werden (Glykogenspeicher/Leber).


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#51 von ChristineH , 01.08.2017 12:33

Ich will den Streit hier nicht weiter befeuern (sorry, dass ich da eine Kontroverse losgetreten habe),
möchte nur kurz bei jfi-Jens Abbitte leisten, weil er doch über Wertigkeit des Proteins geschrieben hatte - das hatte ich übersehen, als ich schrieb, dass ich mich wehre gegen pauschale Mindestmengen "Und dann noch nicht mal über die Wertigkeit zu sprechen (bspw. PDCAAS)."


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#52 von jfi , 01.08.2017 13:19

Zitat von hans im Beitrag #50
Meine Aussage bezog sich nicht auf die Verwendung oder den Einbau von Protein/Aminos in irgendwas, sondern auf die Speicherfähigkeit - was den späteren Abruf bei Bedarf beinhaltet. Also vergleichbar mit Fettgewebe. Selbst KH können vom Körper in diesem Kontext nur sehr kurzfristig 'gespeichert' werden (Glykogenspeicher/Leber).


Das macht sie trotzdem nicht richtiger. Denn Muskeln sind langfristig gespeicherte Aminos, die abgebaut und anderweitig verwendet werden, z.B. bei schweren Krankheiten (da verlieren die meisten ja massiv Muskelmasse). Diese Verluste resultieren aus weniger Bewegung aber auch aus der meist viel zu geringen Zufuhr (im KH gibts ja meist nur DGE-angepasstes "Essen" was zumindest in den KHs hier in der Umgebung eher als Fraß bezeichnet werden muss, das Zeug ist leider echt wiederlich bis ungenießbar...) Und wenn die Zufuhr zu gering ist, aber der Bedarf erhöht durch Immunaktivität, geht der Körper eben an die Speicher --> die Muskeln.

Und KH können sehr lange im Körper gespeichert werden, weil die Muskelglykogenspeicher keinerlei Möglichkeit haben, gespeichertes Glykogen ab zu geben.
Das kann nur verbrannt werden, und wenn man jetzt in kompletter Regungslosigkeit erstarrt nach dem KH-Laden, dann bleiben sie Speicher eben voll.

LG Jens


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#53 von jfi , 01.08.2017 13:21

Zitat von ChristineH im Beitrag #51
Ich will den Streit hier nicht weiter befeuern (sorry, dass ich da eine Kontroverse losgetreten habe), möchte nur kurz bei jfi-Jens Abbitte leisten, weil er doch über Wertigkeit des Proteins geschrieben hatte - das hatte ich übersehen, als ich schrieb, dass ich mich wehre gegen pauschale Mindestmengen "Und dann noch nicht mal über die Wertigkeit zu sprechen (bspw. PDCAAS)."


Um gotteswillen...absolut nicht nötig, ist doch alles gut :)

Wir sind ja schließlich zum Diskutieren hier ;-)

LG Jens


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#54 von hans , 01.08.2017 16:49

Zitat von jfi im Beitrag #52
Denn Muskeln sind langfristig gespeicherte Aminos, die abgebaut und anderweitig verwendet werden, z.B. bei schweren Krankheiten (da verlieren die meisten ja massiv Muskelmasse). Diese Verluste resultieren aus weniger Bewegung aber auch aus der meist viel zu geringen Zufuhr. Und wenn die Zufuhr zu gering ist, aber der Bedarf erhöht durch Immunaktivität, geht der Körper eben an die Speicher --> die Muskeln.


Mein Stand ist das Muskelmasse auf Basis der Optimierung (Energieeinsparung) des Körpers abgebaut wird (wozu versorgen was nicht gebraucht wird). Zur reines Aufrechterhaltung des Status-Quo langt ja auch 'wenig' Protein. Das Muskelmasse abgebaut wird um ein Proteindefizit zu beheben - so wie ich Dich verstehe - dafür möchte ich doch gerne einen Link auf einen Fachartikel haben

Zitat von jfi im Beitrag #52
(im KH gibts ja meist nur DGE-angepasstes "Essen" was zumindest in den KHs hier in der Umgebung eher als Fraß bezeichnet werden muss, das Zeug ist leider echt wiederlich bis ungenießbar...)


Wenn das alles mal DGE-Essen wäre..... dann wäre das schon Top! Ich habs letztens Live erlebt im KH. Standardmenü: Pro Woche: 7 mal Fleisch, 14 mal Wurst, 14 mal Käse + Jogurt + ggf. Käse-Überbacken, etc. pp. recht wenig Gemüse, nix vollwertig, ein bisschen Obst, Kuchen, nur Weizenbrot/Weizennudeln/Weizenbrötchen. Viel Fett - und definitiv nicht zu wenig Protein - aber faktisch nur tierisches (Fleisch, Käse, Wurst, Ei, Milchspeisen....) - Linsen, Kichererbsen, etc. pp. - Fehlanzeige. Das Essen was die Verteilen macht Krebs, Diabetis und Herzinfarkt.... Die DGE-Empfehlungen sehen komplett anders aus...

Ich hatte Wahlmenü... und es hatte 3 Tage gedauert bis die das auf den Schirm bekamen.... die nichts mehr vergessen hatten und die Portionsgrößen passten - denn von einer kleinen Tasse Reis (gekocht - nicht Trockenmasse!) zum Gemüse werde ich nicht satt.....

LG
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#55 von Chris (edubily) , 01.08.2017 17:15

Zitat
Das Muskelmasse abgebaut wird um ein Proteindefizit zu beheben - so wie ich Dich verstehe - dafür möchte ich doch gerne einen Link auf einen Fachartikel haben



Dafür brauchst du keinen Fachartikel, sondern deinen gesunden Verstand. Der Körper ist ein hochdynamisches System, speziell die Muskulatur ist extrem plastisch. Dort findet konstant ein "Wettrennen" zwischen Anabolismus und Katabolismus statt, zwischen Aufbau und Degradation. Der Muskel kann sich förmlich auflösen, die Aminosäuren werden frei oder zellintern für das Aufrechterhalten von normalen Stoffwechselprozessen genutzt. Auch kann dieser Mechanismus ganz einfach dazu verwendet werden, das Protein körperweit je nach Bedarf zu nutzen. Das ist ein Grund, warum bei schweren Krankheiten oder Verbrennungen oft das Gesamteiweiß im Blut (ein Eiweiß, das in der Leber gebaut wird) stark abfällt. Die Aminosäuren werden woanders genutzt. Ori Hofmekler hatte dazu auch schon "kreative" Ideen. Wenn einem bestimmte Muskelpartien zu groß sind, könnte man andere Muskelparteien trainieren (= anabole Signale angeschaltet) und proteinarm essen, so, dass die Aminos nur dort genutzt werden, wo man sie braucht. So hätte man ein Umverteilen.

Nichtsdestotrotz hat etwas mit gesundem Verstand zu tun: Woher sollen Aminosäuren denn sonst kommen, wenn man mal 1-2 Monate fastet? Alles im Körper ist Protein, jede chemische Reaktion läuft nur damit. Könnte der Körper die im Muskel gespeicherten Aminos nicht freisetzen, würde er innerhalb kürzester Zeit sterben. Dies gilt nicht nur für "reines" Fasten, sondern auch für "Proteinfasten", was einfach bedeuten kann, dass man über eine längere Zeit (zu) wenig Protein isst ...


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#56 von jfi , 01.08.2017 17:18

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #55
Dafür brauchst du keinen Fachartikel, sondern deinen gesunden Verstand. Der Körper ist ein hochdynamisches System, speziell die Muskulatur ist extrem plastisch. Dort findet konstant ein "Wettrennen" zwischen Anabolismus und Katabolismus statt, zwischen Aufbau und Degradation. Der Muskel kann sich förmlich auflösen, die Aminosäuren werden frei oder zellintern für das Aufrechterhalten von normalen Stoffwechselprozessen genutzt. Auch kann dieser Mechanismus ganz einfach dazu genutzt werden, um das Protein körperweit je nach Bedarf zu nutzen. Das ist ein Grund, warum bei schweren Krankheiten oder Verbrennungen oft das Gesamteiweiß im Blut (ein Eiweiß, das in der Leber gebaut wird) stark abfällt. Die Aminosäuren werden woanders genutzt. Ori Hofmekler hatte dazu auch schon "kreative" Ideen. Wenn einem bestimmte Muskelpartien zu groß sind, könnte man andere Muskelparteien trainieren (= anabole Signale angeschaltet) und proteinarm essen, so, dass die Aminos nur dort genutzt werden, wo man sie braucht. So hätte man ein Umverteilen.

Nichtsdestotrotz hat etwas mit gesundem Verstand zu tun: Woher sollen Aminosäuren denn sonst kommen, wenn man mal 1-2 Monate fastet? Alles im Körper ist Protein, jede chemische Reaktion läuft nur damit. Könnte der Körper die im Muskel gespeicherten Aminos nicht freisetzen, würde er innerhalb kürzester Zeit sterben.


Danke für diesen interessanten Kommentar Chris...so eloquent kann ich mich als Laie einfach nicht ausdrücken. :D

LG Jens


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#57 von ToBeasy , 01.08.2017 21:17

Ist eine interessante Diskussion hier.

Aber ursprünglich ging es ja um Ernährungstipps für "Nichtfreaks" und da möchte ich auch noch was beitragen.

Wenn man so schaut was ein Grossteil der Bevölkerung täglich so isst, dann wären sie mit den offiziellen Empfehlungen tatsächlich schon gut bedient.

Als Lehrer habe ich kürzlich das Thema Ernährung behandelt. Ich liess meine zehnjährigen Schülerinnen und Schüler mal aufschreiben was sie so essen am Tag. Das variiert natürlich stark und die Kids haben da auch nur bedingt Einfluss, weil vieles halt von den Eltern kommt.

Ein typisches Beispiel sah ungefähr so aus:

Frühstück: Kornflakes (gezuckert) mit Milch, Orangensaft

Pause: Farmerriegel (gezuckert)

Mittag: Pasta mit Schinkensosse, Salat (grün) mit Ranchdressing

Snack: Schokoriegel, Apfel

Abend: Honigbrot, Jogurt (gezuckert)

In diesem Beispiel hat es immerhin einen Apfel drin und etwas Salat (wenn auch nicht sehr Nährstoffreich/Bunt). Es gab auch Kinder die hatten kein einziges Gemüse und keine einzige Frucht am Beispieltag.

So kann sich doch gar kein Geschmack für natürliche, vollwertige Nahrungsmittel entwickeln.

Als ich zum ersten Mal erklärt hatte, dass süsser Joghurt und Kornflakes eigentlich zu den Süßigkeiten gehören, schauten die mich nur mit grossen Augen an.

Viele Leute scheinen auch zu glauben, dass gesunde Ernährung was mit Verzicht und Selbstkasteiung zu tun habe. Dabei ändert sich der Appetit der lassen, wenn sich der Körper mal dran gewöhnt hat.


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#58 von saian , 02.08.2017 08:05

Zitat von ToBeasy im Beitrag #57

Ein typisches Beispiel sah ungefähr so aus:

Frühstück: Kornflakes (gezuckert) mit Milch, Orangensaft

Pause: Farmerriegel (gezuckert)

Mittag: Pasta mit Schinkensosse, Salat (grün) mit Ranchdressing

Snack: Schokoriegel, Apfel

Abend: Honigbrot, Jogurt (gezuckert)

In diesem Beispiel hat es immerhin einen Apfel drin und etwas Salat (wenn auch nicht sehr Nährstoffreich/Bunt). Es gab auch Kinder die hatten kein einziges Gemüse und keine einzige Frucht am Beispieltag.

So kann sich doch gar kein Geschmack für natürliche, vollwertige Nahrungsmittel entwickeln.

Als ich zum ersten Mal erklärt hatte, dass süsser Joghurt und Kornflakes eigentlich zu den Süßigkeiten gehören, schauten die mich nur mit grossen Augen an.

Viele Leute scheinen auch zu glauben, dass gesunde Ernährung was mit Verzicht und Selbstkasteiung zu tun habe. Dabei ändert sich der Appetit der lassen, wenn sich der Körper mal dran gewöhnt hat.


Natürlich ist gesunde Ernährung Verzicht - Verzicht auf ungesunde Ernährung. Und auf Krankheit.

Die Ernährung oben finde ich, bis auf das fehlende Eiweiß, nicht sonderlich schlecht.
Ordentlich Bewegung dazu,
halbes Kilo Gemüse dazu,
Eiweiß (200g Fleisch oder 300g Magerquark)


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#59 von H_D , 02.08.2017 09:37

Zitat von saian im Beitrag #58
Zitat von ToBeasy im Beitrag #57

Ein typisches Beispiel sah ungefähr so aus:

Frühstück: Kornflakes (gezuckert) mit Milch, Orangensaft

Pause: Farmerriegel (gezuckert)

Mittag: Pasta mit Schinkensosse, Salat (grün) mit Ranchdressing

Snack: Schokoriegel, Apfel

Abend: Honigbrot, Jogurt (gezuckert)

In diesem Beispiel hat es immerhin einen Apfel drin und etwas Salat (wenn auch nicht sehr Nährstoffreich/Bunt). Es gab auch Kinder die hatten kein einziges Gemüse und keine einzige Frucht am Beispieltag.

So kann sich doch gar kein Geschmack für natürliche, vollwertige Nahrungsmittel entwickeln.

Als ich zum ersten Mal erklärt hatte, dass süsser Joghurt und Kornflakes eigentlich zu den Süßigkeiten gehören, schauten die mich nur mit grossen Augen an.

Viele Leute scheinen auch zu glauben, dass gesunde Ernährung was mit Verzicht und Selbstkasteiung zu tun habe. Dabei ändert sich der Appetit der lassen, wenn sich der Körper mal dran gewöhnt hat.


Natürlich ist gesunde Ernährung Verzicht - Verzicht auf ungesunde Ernährung. Und auf Krankheit.

Die Ernährung oben finde ich, bis auf das fehlende Eiweiß, nicht sonderlich schlecht.
Ordentlich Bewegung dazu,
halbes Kilo Gemüse dazu,
Eiweiß (200g Fleisch oder 300g Magerquark)



Das Problem ist, dass Kinder ordentlich Bewegung noch haben, aber das oben ist ja fast die Standardernährung der meisten - und da fehlt dann eben die Bewegung


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#60 von naklar! , 02.08.2017 11:36

Ok, ich nutze mal den günstigen Augenblick, um dem die jüngste Version entgegenzusetzen:

Kohlenhydrate:

- Kartoffeln, Süßkartoffeln

- seltener auch aus Reis

- viel Gemüse ( wenn mögl. 5 verschiedene Farben pro Tag, saisonal ) ( Salat = Gemüse )

- gerne Obst ( aber aufpassen bei Bananen, Trauben, getrockneten Früchten - hohe Kaloriendichte )

- viele & verschiedenste Beeren

- wenn auf Brot nicht verzichtet werden kann, dann Sauerteigbrot

- wenn auf Nudeln nicht verzichtet werden kann, dann aus Reis/Mais/Buchweizenmehl

Fette:

- Fleisch ( unverarbeitet, 1-2x pro Woche. 1x davon Leber )

- Fisch ( 1-2x pro Woche, gerne fett )

- zum Braten natives Kokosöl / an "Feiertagen" auch mal Butter.

- Olivenöl für kaltes

- Nüsse

- Schokolade ( ab 85 % aufwärts )

- Kokosmilch

- Eier

Eiweis:

- Fleisch ( unverarbeitet, 1-2x pro Woche. 1x davon Leber )

- Fisch ( 1-2x pro Woche, gerne fett )

- Hülsenfrüchte ( durch einlegen, keimen, quellen etc. vorbereitet )

- Quark

- Käse

- Eier

Allgemein:

Koche möglichst viel selbst.

Halte wenigstens 5 Stunden Abstand zwischen deinen Mahlzeiten. Nim in den Pausen nur Wasser zu dir, keine süßen Getränke, kein Naschwerk. Einfach nichts.
Allgemein sollte Wasser im besten Fall dein einziges, ansonsten dein "Hauptgetränk" sein.

Das Thema "Süßen" ist recht heikel. Trainiere am Besten deinen Geschmack richtung "wenig süß". Früchte eignen sich hervorragend für zurückhaltende Süße!
Wenn du nicht auf süßes verzichten willst/kannst, solltest du ab und zu Honig nutzen. Darüber hinaus eher Dextrose ( Traubenzucker ) anstatt Haushaltszucker.

Besonders heikel: Süßstoffe.Es gibt sowohl Sorglose, als auch Befürworter. Gerade weil die Sachlage ( noch? ) unklar ist, sollte die Tendenz richtung Vermeidung gehen.
Am ehesten vertretbar sind: Xylit, Erythrit und Stevia. Durch kombinieren kannst du deren Geschmack verbessern. Außerdem nimmst du so nicht zu viel von Einem auf einmal zu sich.

Lagere angebrochene Öle / Fette immer im Kühlschrank.

Nicht nur im Sinne der Darmgesundheit lohnt es sich, die Themen "Fermentieren" und "Keimen" etwas näher zu betrachten.Widme dich außerdem Kräutern und Gewürzen - hier gibt es viel zu entdecken!
Gewöhne dir außerdem an, einen Teil deiner zubereiteten Kartoffeln über Nacht ( Kühlschrank ) abkühlen zu lassen und erst am nächsten Tag zu verzehren.

Allgemein gilt zum Thema Gesundheit:

Werde dein eigener Experte - jeder ist anders. Und keiner kennt dich so gut wie...du.

Falls Makroangaben erwünscht werden:

1g Fett pro kg Körpergewicht
+/- 100g Eiweiß pro Tag
Der Rest: Kohlenhydrate.


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
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