RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#31 von hans , 28.07.2017 21:26

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #29
Und wieso überhaupt pflanzlich?


Neben anderen Aspekten ist für mich in der Essenz Stressfreier - u.a. wenn ich auf Radtour bin und Campe. Fleisch habe ich damals primär wegen der Angst gegessen, was mir sonst was fehlen würde - also als ich mit den ganzen Makro/Mikros überhaupt noch nicht beschäftigt hatte. Fleisch empfinde ich als logistisches 'Nightmare' - muss schnell verbraucht werden, in Bio fast unbezahlbar, etc. pp. Linsen, Bohnen & Co. kann ich trocken lagern... - denn ich habe nur ein klitzekleines Eisfach in einem einfachen Kühlschrank. Und da habe ich meist eigene Beeren und Bananenchips für Eis drin.

Fisch ist ja noch o.k. - nur ist das mit dem frischen Fisch - der dann am besten auch am gleichen Tag verzehrt werden möchte wieder das logistische Ding.... Aufwand es zu besorgen, Kühlkette, möglichst Verzehr am gleichen Tag. Mache ich nur ab und zu - verlangen danach habe ich jedoch nicht.

Milchprodukte sind bei mir komplett raus - seit dem deutlich bessere Haut, nicht mehr Krank, keine Erkältung / Nebenhölen-Problematik, Schnupfen, etc. pp. Das ist eine Baustelle bei der Ich L. Cordain wirklich zustimme. Mag individueller 'Tolleranz'-Level sein - jedoch spricht hier auch die Studienlage für mich Bände. Wers mag und glücklich damit ist solls essen - kein Problem damit....

Gruß,
Hans



 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#32 von Chris (edubily) , 28.07.2017 21:42

Danke für die Erklärung. Das klingt durchaus nachvollziehbar.

Zitat
jedoch spricht hier auch die Studienlage für mich Bände.



Hier würde ich mich jedoch freuen, wenn du die Studien, über die du stolperst, notierst und mir schickst.


Chris Michalk


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#33 von MadRichie , 29.07.2017 09:02

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #29
Noch mal die Frage: Braucht man für alles ein Template bzw. eine konkrete Empfehlung? Wieso kann man das nicht mal konzeptlos intuitiv steuern? Du hast mit deinem "Konzept" schon wieder so viel eingeschränkt ... Hauptsächlich pflanzlich ... am besten nicht zu viel ... am besten immer so und so viel ... Das geht so oft in die völlig falsche Richtung.


Ich denke vielen Menschen fehlt einfach die Intuition und so macht man einen Schritt wieder dahin zu gehen. Hat bei mir auch ganz gut funktioniert. Erstmal etwas einschränken und die "guten Dinge" schätzen lernen bzw lernen mit Gemüse und Co zu kochen und dann die Ketten sprengen und die neu aufgebaute Intuition walten lassen...


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#34 von Maggie , 30.07.2017 10:19

@ChristineH: Warum nicht zu und bis 1 Stunde nach den Mahlzeiten trinken?


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#35 von ChristineH , 30.07.2017 10:51

Die meisten Menschen haben zu wenig Magensäure, die sollte man nicht auch noch verdünnen.

Abgesehen davon hilft es, das Essen gut zu kauen und einzuspeicheln, statt es runterzuspülen.



 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#36 von vera8555 , 30.07.2017 18:06

Absolut richtig, sehr viele Urlauber würden sich "Montezumas Rache" ersparen, wenn sie zu den Mahlzeiten nichts trinken.
Denn falls es mit der Hygiene hapert, vernichtet unsere Magensäure viele Keime.
Also nichts verdünnen und unwirksam machen!


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#37 von carpi_flexor_radialis , 31.07.2017 10:34

Meine Empfehlung ist, sich erst mal mit den Kalorien etwas vertraut zu machen. Den meisten Menschen fehlt da jegliches Gespür für die Energiedichte in den Lebensmitteln.
Bei einem chronischen Kalorien-plus und den daraus resultierenden Entzündungen ist es dem Organismus egal, ob die Bananen braun oder grün sind.
Genau so unvorteilhaft sind Dauerdiäten, die den Stoffwechsel lahm legen. Ob man den Wagen mit 50 oder 180 an die Wand fährt - beides ist ungesund.

Sekundäres wurde hier schon mehrfach erwähnt:
- Abwechslungsreiche Kost, möglichst unverarbeitet und was die Natur so hergibt: Gemüse, Wurzeln, Obst, Beeren, Fisch, Seafood, Fleisch, Innereien, Nüsse, Eier, Milchprodukte (wer mag), Getreide (wer mag). Kokosfett, dunkle Schocki, usw. Hab ich was vergessen? Es gibt da ja so viel!

- Zyklen einbauen, z.B.: Überschuss/ Defizit, LC-Tage mit viel Fett, wenig Carbs und moderat Protein, HC-Tage mit viel Kohlenhydraten, wenig Fett und wenig Protein und gelegentlich Eiweisstage.

- Blutchecks und Mikronährstoffe auffüllen, falls Bedarf.

Meiner Meinung nach sollte zu jeder Ernährungsempfehlung auch ein Plädoyer für Bewegung mit raus, denn Bewegung ist der Stoffwechselmodulator schlechthin!



 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#38 von jfi , 31.07.2017 10:49

Zitat von ChristineH im Beitrag #25
0,8 g je Kilogramm lean body mass (wie heißt das eigentlich auf Deutsch?) sind in meinen Augen ausreichend. Die Qualität und Wertigkeit muss stimmen, das ist korrekt.


Also wenn du schon mit dieser Standard-Empfehlung aus den USA kommst, dann bitte richtig. die lautet 0,8 g/Pound of lean body mass (mittlerweile glaube ich sogar laut FDA), das wären dann wieder ca 1,6 g/kg Magermasse an Protein/Tag.

Aber die ganze pauschalen Empfehlungen sind hier eh komplett für die Katz. Tatsache ist aber, wie Chirs angedeutet hat, dass die meisten Otto-Normal-Bürger (teilweise JAHRELANG) deutlich zu wenig Protein gegessen haben. Daher würden die meisten SEHR profitieren von 100g/Tag für einige Wochen oder Monate.
(Man denke nur an das Immunsystem und die vielen Menschen die dauernd krank sind, die vielen dicken Knöchel die man jetzt im Sommer v.a. bei Frauen sieht, die gering entwickelkte Muskelmasse der meistén Otto-Normal-Bürger, das viele Viszeralfett v.a. bei Männern >50, Osteoporose, etc. etc.)

Außerdem kommt es wie auch schon gesagt IMMER auf den Kontext an.

Und bei Menschen, die viel (Kraft)Sport machen und wollen, dass sich Ergebnisse manifestieren, sind 0,8 gr/KG Magermasse definitiv VIEL zu wenig.

Daher meine Pauschal-Empfehlung von 100 gr/Tag, da das auf jeden Fall keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen wird (Protein ist ja safe bis 4 gr/kg/Tag) aber m.E. bei 95% der Bevölkerung MASSIVE Benefits bringen würde.

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#39 von naklar! , 31.07.2017 11:57

Da gehe ich voll mit, gebe aber zu bedenken, daß auch hier nicht unbedingt pauschal empfohlen werden sollte:

Ein zierliches Mädel, kein Kraftsport und einem Gesammtbedarf von +/- 1600 Kal möchte bestimmt nicht schonmal 400 davon alleine in Eiweiß investieren.
BTW : Ich erschrecke regelmäßig, wenn ich sehe, wie wenig Frauen oftmals essen dürfen!?!


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#40 von Berglöwe , 31.07.2017 12:44

Hier zierliches Mädel, Bedarf um die 1600, kein Kraftsport im Sinne von "Fitnessstudio", esse so um die 100g Eiweiß am Tag und fühle mich pudelwohl damit :)

(Ich weiß, es ging um Pauschalaussagen, aber das nur als Erfahrungsbericht. Mit mehr Eiweiß geht es mir deutlich besser als mit weniger. Und ja, Frauen sind da arm dran ;) )


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#41 von jfi , 31.07.2017 13:35

Zitat von naklar! im Beitrag #39
Ein zierliches Mädel, kein Kraftsport und einem Gesammtbedarf von +/- 1600 Kal möchte bestimmt nicht schonmal 400 davon alleine in Eiweiß investieren.


Wieso denn nicht?
1.600 / 400 = 4 --> also sind 400 kcal einn Viertel von den 1.600...wieso sollte man denn so viel Fett oder Carbs essen, dass man bei 1.600 Bedarf mit diesen beiden Makros >1.200 kommt?
Das macht ernähungsphysiologisch betrachtet überhaupt keinen Sinn! Beschleunigt nicht die Wundheilung, ist nicht gut fürs Immunsystem, zieht nicht das Wasser aus den Knöcheln etc. etc.

Kleiner Denkasntoß: durch die thermogene Aktivität von Protein könnten die 100 gr bei zierlichen Frauen dafür sorgen, dass es ihnen wieder wärmer ist, ihr Stoffwechsel besser läuft, sie vllt sogar ein paar Muskeln aufbauen (Kurven ("Knackpo") sind doch schön, oder?) und sie EVENTUELL damit sogar ihren Grundumsatz erhöhen.

Ich denke dass man langfristig gesehen sogardas eventuell streichen könnte und mit sicher ersetzen, entsprechendes Krafttraining (egal ob mit Gewichten oder mit dem Körpergewicht, geht nur um Wiederstandstrainng) natürlich voraus gesetzt.

LG Jens


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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#42 von kempi , 31.07.2017 17:54

Zitat von naklar! im Beitrag #39
Da gehe ich voll mit, gebe aber zu bedenken, daß auch hier nicht unbedingt pauschal empfohlen werden sollte:

Ein zierliches Mädel, kein Kraftsport und einem Gesammtbedarf von +/- 1600 Kal möchte bestimmt nicht schonmal 400 davon alleine in Eiweiß investieren.
BTW : Ich erschrecke regelmäßig, wenn ich sehe, wie wenig Frauen oftmals essen dürfen!?!


Chris hatte mal geschrieben: "Ohne Eiweiß kein Leben". Das hat sich wortwörtlich in meinem Kopf "eingebrannt" :-)


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#43 von ChristineH , 31.07.2017 21:12

Meinem Immunsystem geht's zehnmal besser als dem der Kolleginnen, obwohl ich wenig Protein esse. Wenn ich mal bewusst mehr Protein esse (Fisch, Eier, Hackfleisch, Kefir, Käse), bemerke ich keinerlei verbessertes Befinden. Aber mir ist schon klar, dass ich in diesem Forum damit ziemlich alleine bin. Ist mir wurschd ;-)

Gegen was ich mich wehrte, war diese Minimumempfehlung von 100 g pro Tag, Männlein wie Weiblein, Dauerhocker (wie ich) genauso wie Kraftsportler, alle über einen Kamm geschoren. Und dann noch nicht mal über die Wertigkeit zu sprechen (bspw. PDCAAS).

PS: Ich lese in der amerikanischen wissenschaftlichen Literatur immer über Kilogramm, nicht pound. (Bspw. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27529275)


 
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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#44 von Mic , 31.07.2017 21:15

Ein anderes Extrem - peinliche Ernährungsempfehlung eines ehemaligen Bodybuilders: Youtube - Markus bei einem ganz normalen Einkauf... wirklich ganz normal

Lieber Kinder, bitte nicht zu Hause nachmachen

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Damit ich nicht nur Quatsch poste, hier noch meine Meinung zu diesem Thread: Chris hat eigentlich ja schon alles in seinen Büchern abgedeckt, viele Empfehlungen sind im Prinzip nur eine Wiederholung ;-).
Meines Erachtens ist zudem auch wichtig, dass das Essen auf Dauer hervorragend schmeckt. D.h. wer sich sinnvoll ernähren will, muss sich meines Erachtens auch zwangsläufig mit richtig gut Kochen beschäftigen, inkl. den vielfältigen Kräutern, natürlichen Geschmacksgebern, Garstufen, usw. Alles andere ist sonst bei vielen zum Scheitern verurteilt, weil es dann eben nicht auf Dauer toll schmeckt. Das dauert allerdings Monate bis hin zu Jahre, um hierfür ein Gefühl zu entwickeln und stets aus dem Stegreif aus gegebenen Zutaten tolle Gerichte zubereiten zu können. Aber die Mühe wird definitiv belohnt.



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RE: Ernährungsempfehlung für Nicht - Freaks :-)

#45 von hans , 31.07.2017 21:58

Zitat von ChristineH im Beitrag #43
Aber mir ist schon klar, dass ich in diesem Forum damit ziemlich alleine bin. Ist mir wurschd ;-)


Ziemlich ggf. ja, aber nun wirklich nicht alleine!

Zu viel ist ja auch nicht ohne Folgen: http://www.drjacobsweg.eu/zu-viel-protei...lischer-abfall/ - Protein kann nicht gespeichert werden... die Zufuhr der einzelnen Aminos sollte sich meiner Einschätzung nach am Bedarf orientieren. Und: Ich bin der Meinung das die ganzen Menschen die viel (Fastfood-) Käse und Fleisch essen definitiv genug Proteine bekommen... jedoch zu wenig Mikronährstoffe um diese entsprechend zu nutzen und so ggf. doppelt unter dem metabolischen Abfall leiden. Fastfood mit Linsen, Kichererbsen & Co. ist ja eher weniger verbreitet... so fehlen den meisten dann auch noch die Ballaststoffe...



 
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