Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#1 von naklar! , 18.11.2014 14:41

Hallo zusammen!


Immer wieder lese ich im Zusammenhang mit Muskelaufbau, daß der hierfür benötigte Kalorienüberschuß vor allem das ominöse " hormonelle Umfeld " für den Aufbau schaffe.

Nun ist es aber doch so:

Eigentlich braucht man doch gar keinen Überschuß - vielmehr ist diese Empfehlung darauf zurückzuführen, daß man zur Sicherheit erwas mehr ißt - um eben auf keinen Fall im Defizit zu landen. Will sagen:

Würde jemand rein theoretisch ganz genau so viel zu sich nehmen, wie er inklusive Training verbraucht, würde er aufbauen.

Ist dann das Gerede vom durch Überschuß generierte hormonelle Umfeld also typischer Bro - Science - Quatsch? Immerhin gibt es so komische Aussagen wie:

Im aufbau nicht mehr als 1en Tag pro Woche im Defizit wg. der Wachstumshormone!

Was sagt Ihr?

Gruß, Eric


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#2 von phil (edubily) , 18.11.2014 15:05

kalorien berechnen ist sowieso quatsch.
um ein gefühl zu bekommen ok aber zuverlässig sind die zahlen nicht. weil:

a) werte der nahrungsmittel schwanken
b) dein bedarf schwankt
c) passiert viel mehr im körper als nur rein-verbrennen-raus
d) menschen unterscheiden sich

mit guten nahrungsmitteln und körpergefühl (hunger/satt) bist du schonmal gut dabei. wenn du dann rechnen willst, hast du auch eine tendenz. mehr nicht.
kann aber auch nach hinen los gehen. zb: berechnen+ dein nicht erkanntes hormon problem = zuverlässige verfettung da du zu viele kcal zu dir nimmst.

hartes training und adäquate kcal+ew zufuhr sind grundvoraussetzung für muskelaufbau. einen "fastentag" einzubauen ist aber bestimmt keine schlechte idee.


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#3 von naklar! , 18.11.2014 15:10

Hey Philus,

ja, naklar! Du hast sicher recht - ich sehe das genauso wie du.
Meine Frage zielte vielmehr darauf ab, ob ein durchgehender Überschuß überhaupt ein spezifisches Muskelaufbau - Umfeld erschafft. Oder ob dies ins Reich der BB - Mythen gehört.


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#4 von phil (edubily) , 18.11.2014 15:17

deine frage scheitert aber schon beim wort "überschuss".
damit meinst du, rechnerisch mehr zu dir zu nehmen, als du am pc ausgerechnet hast. das ist reine therorie. das schafft kein hormonelles milieu, sondern ein gutes gewissen.

ob man grundsätzlich mit mehr kcal auch mehr muskeln aufbauen kann, weiß ich garnicht. denke schon, da allein insulin schon ein wachstumsfaktor sein könnte. ist aber auch wieder theorie. praxis sollte anders aussehen.


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#5 von naklar! , 18.11.2014 16:17

:-) kann auch ein schlechtes Gewissen schaffen - je nach dem. Mit Überschuß meine ich:

Mehr als der Körper am selben Tag verbraucht hat.


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#6 von Bernd , 18.11.2014 16:27

Zitat von naklar! im Beitrag #5
:-) kann auch ein schlechtes Gewissen schaffen - je nach dem. Mit Überschuß meine ich:

Mehr als der Körper am selben Tag verbraucht hat.


Hallo,

es ist doch ganz einfach, wenn Du mehr zu Dir nimmst als Dein Körper verbraucht, dann baust Du sicher Muskeln auf und wenn Du noch mehr zu Dir nimmst, dann baust Du Muskeln auf und wirst auch noch fett.

Das hat weniger mit hormonellen Aspekten zu tun, aber auch, Thema katabol/anabol, sondern vor allem auch mit Physik. Dein Körper hat einen gewissen Grundumsatz/Bedarf an kcal, wo der auch immer in Abhängigkeit Deines Tagesablaufes im allg. auch individuell liegen mag und wenn die zugeführte kcal-Menge diesen Bedarf erfüllt und auch noch idealerweise gering drüber liegt, kann und wird er diesen Überschuß zum Muskelaufbau nehmen. Liegt er deutlich drüber wird er die Restmenge in den Fettdepots ablegen. Bestes Beispiel viele traditionelle BB in der sog. Aufbau-/Massephase.

Am besten Du nimmst mal ein gutes Buch zur Hand und beliest Dich da umfassend und in Ruhe. Z. B. dieses hervorragende Werk:

Ernährungsstrategien in Kraftsport und Bodybuilding: Optimaler Muskelaufbau, beschleunigter Fettabbau, gesteigerte Kraftleistung

http://www.amazon.de/Ern%C3%A4hrungsstra...ng+bodybuilding

Gruß Bernd



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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#7 von naklar! , 18.11.2014 20:57

Hey, danke für die Antworten. Ok, ich versuche meine Frage noch einmal anders zu formulieren:

Glaubt ihr, daß ein längerer Zeitraum isokalorischer bis hyperkalorischer Kost die Voraussetzung für die Erschaffung eines anabolen hormonellen Umfeldes ist?

Oder kann man ( übertrieben formuliert ) in der einen Woche noch diäten und in der nächsten schon aufbauen, einfach indem man die Energiezufuhr hochschraubt...



 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#8 von naklar! , 18.11.2014 21:19

Puh, mußte ein wenig suchen, bis ich mal eine solche typische Aussage gefunden habe:

" Manche Hormone, wie z.B. IGF usw. benötigen ein langanhaltendes kal-plus, um sich auf einen hohen Pegel zu steigern "

Auf solche Aussagen bin ich vor 2 Jahren immer wieder gestoßen als ich begonnen habe, mich mit Krafttraining und Ernährung auseinanderzusetzen - mit dem Effekt, daß ich mir selbst an Cardiotagen noch extra was reingezwungen habe aus Angst, der Pfeil könnte sich sonst wieder nach unten neigen...


 
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RE: Hormonelles Umfeld für Muskelaufbau...?!

#9 von Koep ( Gast ) , 18.11.2014 21:51

Hm … das kann di nur dein Körper beantworten …

Für deine Gesundheit ist ein Auf und Ab gut - für den Aufbau kann es anders aussehen.

Du musst es ausprobieren und keine Angst, du kannst immer etwas ändern!


Koep

   

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