Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#1 von Markus , 17.06.2017 16:18

Kalorien- und Aktivitätsbereinigt sind Amerikaner heute 2,3 BMI-Punkte schwerer als in den 1980ern.

Mehr Endokrine Disruptoren, geänderte Darmbiome, mehr Streß durch soziale medien/ständige Erreichbarkeit, weniger Schlaf,mehr Fertigfrass oder lag es doch an den relativ mehr Carbs? Es darf sich jedes Tierchen gerne sein Plaisierchen gönnen

Aber eines ist klar, die Formel

Gewichtsunterschied= Kalorien Rein -Kalorien Raus

geht so nicht auf.


Zitat
Summary
Background

To determine whether the relationship between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity has changed over time.
Methods

Dietary data from 36,377 U.S. adults from the National Health and Nutrition Survey (NHANES) between 1971 and 2008 was used. Physical activity frequency data was only available in 14,419 adults between 1988 and 2006. Generalised linear models were used to examine if the association between total caloric intake, percent dietary macronutrient intake and physical activity with body mass index (BMI) was different over time.
Results

Between 1971 and 2008, BMI, total caloric intake and carbohydrate intake increased 10–14%, and fat and protein intake decreased 5–9%. Between 1988 and 2006, frequency of leisure time physical activity increased 47–120%. However, for a given amount of caloric intake, macronutrient intake or leisure time physical activity, the predicted BMI was up to 2.3 kg/m2 higher in 2006 that in 1988 in the mutually adjusted model (P < 0.05).
Conclusions

Factors other than diet and physical activity may be contributing to the increase in BMI over time. Further research is necessary to identify these factors and to determine the mechanisms through which they affect body weight.
Keywords



http://www.sciencedirect.com/science/art...871403X15001210


«I also think it’s safe to suggest that since our ancestors were undoubtedly active on a regular basis, their robust bone densities indicate a pretty decent physique – unless they somehow found a steady source of fructose-rich honey, continuously gorged on root strips fried in a hollowed-out buffalo skull filled with boiling tallow, and developed an insulin-resistant belly to cover up those muscles.« (Mark Sisson)


 
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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#2 von Stockinger , 17.06.2017 19:44

Zitat
Gewichtsunterschied= Kalorien Rein -Kalorien Raus



Es kann nur so auf gehen. Unterm Strich ist der Mensch auch nur ein thermodynamisches System.

Die Gretchenfrage ist nur, wie wirken / was bewirken die zugeführten Kalorien?
Wenn die Art der nominell zugeführten Kalorien dafür sorgt, dass der Verbrauch runter reguliert wird, wird es tricky. Aber es bleibt unterm Strich bei:
Zufuhr größer als Verbrauch+Ausscheidung => Gewichtszunahme
Zufuhr kleiner als Verbrauch+Ausscheidung => Gewichtsabnahme

"A Calorie is not a Calorie" [Dr. Robert Lustig]
Aber die thermodynamischen Hauptsätze bleiben natürlich intakt.


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Der Kranke traut nur widerwillig
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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#3 von sfast , 18.06.2017 11:02

Nur, wenn Energie ausschließlich in Form von Masse vorliegen darf.


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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#4 von Markus , 21.06.2017 21:28

"Aber die thermodynamischen Hauptsätze bleiben natürlich intakt."

Unter der Randbedingung eines geschlossenen Systems. Wenn du das sein solltest...

"Es kann nur so auf gehen"

Ansonsten ist das ist wie die Antwort auf die Frage wieso Bill Gates der reichste Mann der Welt werden konnte: "weil er mehr einnahm als er ausgab". Ganz ganz analog. Nur ist das halt eine Beschreibung. Eine richtige dazu. Aber keine Erklärung bzw. eine, die am Kern der Sache vorbeigeht.


«I also think it’s safe to suggest that since our ancestors were undoubtedly active on a regular basis, their robust bone densities indicate a pretty decent physique – unless they somehow found a steady source of fructose-rich honey, continuously gorged on root strips fried in a hollowed-out buffalo skull filled with boiling tallow, and developed an insulin-resistant belly to cover up those muscles.« (Mark Sisson)


 
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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#5 von Stockinger , 22.06.2017 10:29

Zitat von Markus im Beitrag #4
"Aber die thermodynamischen Hauptsätze bleiben natürlich intakt."

Unter der Randbedingung eines geschlossenen Systems. Wenn du das sein solltest...


Wieso das denn? Natürlich gelten die auch bei offenen Systemen wie dem Menschen.Man muss halt berücksichtigen, was über die Systemgrenzen ausgetauscht wird.

Und ja, natürlich wird man nur Reich (finanziell), wenn man mehr einnimmt, als man ausgibt. Wird der Unterschied größer, wird mal halt reicher.
Menschen legen ja in unterschiedlichem Maße Gewicht zu oder bauen es ab. Allen Gemeinsam ist aber, dass man für seinen "Ertrag" auf jeden Fall auch "Aufwendungen" hat. Sonst bricht das System nämlich zusammen.


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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#6 von Markus , 22.06.2017 11:13

Weisst du, du gehst einfach davon aus, dass eine Kalorie eine Kalorie ist. Egal wie und wo, sie hat nur einen thermischen Effekt.

Aber alleine bei der Verarbeitung unterscheiden sich doch die Makros gewaltig: von 100 Proteinkalorien etwa gehen 23% für die Verarbeitung drauf, bei Fett dagegen nur 3%. Eine Kalorie ist alleine von daher schon keine Kalorie!

Auch ja nach Makro- und vor allem je nach enthaltenen Mikromährstoffen wie Jod und Retionol oder Phytonährstoffen wie Fuxoxanthin- ändert sich dein ganzes endokrines System, von den Sexualhormonen bis hin zu den SD-Hormonen sowie deine mitochondriale Dichte wie auch deine UCP-Expression usw usf...alleine dadurch ändert sich der Verbrauch deutlichst. Bei dem einen (an Mikros) Unterernährten erhöht sich bei einem Mehr an Kalorien nur die Fettmasse, bei dem anderen Wohlgenährten dagegen die Ausgaben in Proteinsynthese und in Wärme. Von was handelt denn das Blog von Chris die ganzen Jahre über? Eine Kalorie ist alleine von daher keine Kalorie! Und nur zu behaupten, die Bilanz entscheidet über Zunahme/Abnahme ist viel zu kurz gegriffen, demjenigen scheint den Begriff der Bilanzverlängerung unbekannt zu sein.

Also die Art der zugeführten Kalorien entscheidet somit über die Höhe der verbrauchten Kalorien. Du siehst den Körper bei deiner Betrachtung nur als dumme Blackbox, deren Ausgaben quasi feststehen. Dummerweise sind diese aber gekoppelt an die Menge und an die Art der Kalorien, die reinkommen. Und dies sind wahrhaftig mächtige Feedbackloops!

Die anfangs verlinkte Studie kannst du auch nur so erklären.


«I also think it’s safe to suggest that since our ancestors were undoubtedly active on a regular basis, their robust bone densities indicate a pretty decent physique – unless they somehow found a steady source of fructose-rich honey, continuously gorged on root strips fried in a hollowed-out buffalo skull filled with boiling tallow, and developed an insulin-resistant belly to cover up those muscles.« (Mark Sisson)


 
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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#7 von naklar! , 22.06.2017 14:16

Nährwerte und Näh erungs werte :-)


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RE: Secular differences in the association between caloric intake, macronutrient intake, and physical activity with obesity

#8 von Chris (edubily) , 22.06.2017 18:04

Finde, beide habt ihr recht.

Würde man alle Faktoren, die durch die von dir genannten Punkte, Markus, den Energieverbrauch hoch- oder runterregulieren oder modulieren, festmachen können mit Blick auf die tatsächliche thermodynamische Auswirkung, würde die Kalorienrechnung bzw. Energiebilanz perfekt aufgehen.

Wir streiten uns aber oft über Näherungen, weshalb das "c i = c o"-Modell so heftig diskutiert wird. Das liegt einfach daran, dass wir keine konkreten Zahlen haben, wir kennen die zugrunde liegende Gleichung ja nicht in der Gänze.

Insofern würde ich verbleiben: Kalorien geben eine gute Richtung vor, vor allem, wenn man die unterschiedliche Verstoffwechselung von Eiweiß, KH und Fett beachtet, aber "c i = c o" gilt unter unseren nicht-perfekten Bedingungen nur bedingt.


Chris Michalk


 
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