RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#16 von Zopiclon , 04.06.2017 19:02

Warum wird der Leistungsgedanke nur auf den Sport angewand?
Auch im Büro / Uni etc wird gedopt, Nootropika Stacks sind da noch das kleinste!

Ich bin allerdings der Meinung, das egal was man sich reinhaut, auch ärztlich verschriebenes aufgrund von Krankheit, um seine Leistungsfähigkeit, egal welcher Art, mit dem Gedanken konsumiert, dass man sich gezielt für eine Aufgabe rüstet, kann man getrost Doping nennen. Allerdings sollte man Doping nicht generell negativ bewerten. Saian hat die Abwägung schön beschrieben.

Gruss


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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#17 von kempi , 14.06.2017 17:41

Zitat von saian im Beitrag #15
1g Koffein und 1g Aspirin vor Spielen ist da keine Seltenheit.


Das ist aber schon 'ne Hausnummer. Da läuft der ein oder andere bereits im Dreieck.


 
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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#18 von saian , 20.06.2017 08:54

Absolut.
Das stellt lediglich dar, dass nicht nur bei Vollblutprofis leistungssteigernde Substanzen konsumiert werden.

Es ist eben ein fließender Übergang.
Ich kenne Spieler, die komplett routiniert vorm Spiel zwei große Kaffee (~400mg Koffein) trinken und militante Anti-Doping-Befürworter sind.
Ist eben dann doch immer eine Doppelmoral.


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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#19 von Mikki- , 20.06.2017 11:43

Wo ist denn da die Doppelmoral...?


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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#20 von saian , 21.06.2017 15:22

Selbst die Leistung mit Substanzen steigern und es dann mit einer ziemlich willkürlichen, rechtlichen Grenze schönreden.
Nur weil bestimmte Grenzen nicht überschritten werden, heißt das nicht, dass es moralisch legitim ist.

Beispiel: (simpel und fiktiv fürs Verständnis)
Die Grenze einer Substanz sind 100 Einheiten/L Blut.
Ich habe einen Wert von 99 Einheiten/L und bin damit ein natural Athlet und ein ehrenvoller Sportsmann.
Du hast einen Wert von 101 Einheiten/L und bist damit ein gemeiner Doper und solltest ins Gefängnis.
Du bist ein ziemlich mieser Betrüger, weil du massiv von deinen Substanzen profitierst
und ich bin ein armes Opfer.

Mir ist Doping mittlerweile total schnuppe.
Allein schon weil per Nature und Nurture eine Selektion stattfindet, die "unfair" ist.
Ob dann die Apotheke nachhilft, ist mir egal.


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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#21 von jfi , 21.06.2017 15:45

Zitat von saian im Beitrag #20
Mir ist Doping mittlerweile total schnuppe.
Allein schon weil per Nature und Nurture eine Selektion stattfindet, die "unfair" ist.
Ob dann die Apotheke nachhilft, ist mir egal.


So sehe ich das auch.
Ist eh alles lächerlich was Doping angeht.

Z.B. bei Testo...in vielen Sportarten wie z.B. bei manchen "Natrual"-Bodybuilding- oder "Natural"-Powerlifting-Verbänden, aber auch in sehr vielen anderen international bekannten und auch olympischen Sportarten gilt ein 7fach (!!!) erhöhter Wert im Vergleich zur "Norm" bzw einem "Mittelwert" noch nicht als Doping...sorry, aber das is einfach verdammter Bullshit weil eine 7fache Erhöhung kriegst du auch mit 15 h Schlaf/Tag, ner ganzen Kiste voll NEM/Tag und sämtlichen anderen Biohacks dieser Welt kombiniert NIEMALS hin!

Meine Meinung ist: Legalisiert den Mist!

Ist doch eh allgemein bekannt, dass es keinen Profisportler geben KANN, der nicht hart an der Grenze "supplementiert" oder plötzlich eine Testosteron-Ersatz-Therapie auf ärztlichen Attest "braucht", nur weil der Wert MINIMAL unterhalb der Norm ist. Alleine schon deswegen, weil die Menschheit vor allem beim Profisport immer alles geiler, schneller und spektakulärer machen bzw. sehen will und die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit so langsam erreicht werden bzw. sind.

Oder was denkt ihr wie ein NBA-Spieler wie LeBron James seine extreme Muskemasse erhält?!?
Bei annähernd 100 Spielen pro Saison, tausenden Flugkilometern jedes Jahr durch multiple Zeitzonen und dazu muss der Kerl seiner Mannschaft auch noch in jedem 2. Spiel fast im Alleingang dan Arsch retten, weil die Kollegen wieder nur Backsteine werfen.
Das könnte man selbst mit seiner ohne Zweifel vorhandenen Mutantengenetik, perfekter Ernährung etc. etc. nicht mehr erklären.

Wenn z.B. bei der Tour de France oder sonstwo mal wieder ein paar geistesgestörte Hardcore-Doper tot vom Rad kippen wird so ein (mit Ausnahme des Schlussprints) stink-langweiliger Sport wenigstens wieder halbwegs "interessant" anzuschauen.
Das regelt sich dann schon irgendwann von alleine, dass die alle nicht mehr jeden Scheiß einwerfen nur weil sie denken, dass sie das 10 Sek schneller macht.
Weil irgendwann wird auch der am meisten Sieg-bessesene Profisportler merken dass der Zweck und der Sieg nicht jedes Mittel und jeden Gesundheitsschaden heiligt.

LG Jens


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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#22 von Sven , 21.06.2017 19:13

Video: Was acht Jahre anabole Steroide mit einem Bodybuilder machen

https://sports.vice.com/de/article/video...ybuilder-machen


"Free your mind and your ass will follow!"


 
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RE: Testosteron, Wachstumshormone, Doping etc.

#23 von Axel , 22.06.2017 16:43

Zitat von Don90 im Beitrag #3
Für mich kommt es nicht in Frage meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen, meine Frage bezog sich eher auf eine Art "gesundes Mittelmaß".

Kann es nicht auch von Vorteil sein z.B. einen niedrigen Testosteronspiegel mit exogener Testosteronzufuhr etwas aufzupeppeln was etwas über Androgel hnausgeht? Sodass der Wert am oberen physiologischen Grenzbereich liegt?



"Gesundes Mittelmaß"? Gibt's nicht.

Der Organismus hat Soll-Werte für die Spiegel seiner Hormone. Wird der Soll-Wert überschritten, fährt der Körper die Produktion des betreffenden Hormons herunter.

Externe Zufuhr von T wird also immer dafür sorgen, dass Deine Klöten die Produktion reduzieren oder einstellen. Deswegen haben Bodybuilder so gerne Schrumpf-Hoden (durch langfristigen T-Missbrauch), deswegen ist PCT so wichtig. PCT = Post Cycle Therapy, also das "Wiederanfahren" der körpereigenen T-Produktion. Erreicht werden soll das durch Einnahme von Medikamenten, die eigentlich für schwangere Frauen wntwickelt wurden.

Zum Doping allgemein:

Überlegt Euch mal, Euer Lebensunterhalt hängt von sportlichen Erfolgen ab. Eure wirtschaftliche Existenz. Wenn Ihr nicht schon dopt, um überhaupt in den Bereich vorzustoßen, ab dem es relevante Preis- und Sponsorengelder gibt, werdet Ihr spätestens dann darüber nachdenken, wenn die Lesitungen mal nachlassen.

Im Hobbybereich wird mehr fürs Ego gedopt, nach meinen Informationen aber kaum weniger als bei den Profis. Umfragen ergeben schon mal, dass 75 % der regelmäßigen Studiobesucher verbotene Substanzen zuführen - je nach Studio natürlich. Ich betreibe Radsport, da wird glaubhaft versichert, dass auch die vorderen Plätze der größeren Hobbyrennen unter den "Eiligen Arzneimitteln" ausgemacht werden. Alles natürlich unbelegt, aber wenn Hobbyfahrer nach einer guten Platzierung bei Straßenrennen Dopingproben verweigern (und dafür das Ergebnis aberkannt wird) oder positiv getestet werden, gibt einem das schon zu denken.


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