NEMs für Oma, Opa & Co.

#1 von AxCYeR , 26.05.2017 21:21

Abend miteinander,

nachdem ich nun wieder mal daran erinnert wurde, was für ein wenig wertgeschätztes Potential in Vitamin K steckt, möchte ich endlich meiner Oma, die zwar fit und rüstig ist, seit geraumer Zeit aber an Bluthochdruck leidet, ein paar brauchbare Dinge "verschreiben". Bei meiner anderen funktioniert das zum Glück schon seit einer ganzen Weile. Bevor ich dieser 2015 über Vitamin D & Co. erzählte, nahm sie bereits seit Jahren täglich Spirulina ein. Mittlerweile neben dem D3 auch K2, C, B12, gelegentlich einen B-Komplex und Zink sowie täglich Kurkuma. Genauso mein Opa. Dank seines Ordnungssinns und ihres Gesundheitsbewusstseins wird auch keine Pille vergessen.

Dazu direkt eine Frage: da die zwei ja schon damit einverstanden sind, Supplements zu schlucken - wäre ein gutes Multivitaminpräparat vielleicht sinnvoller? Damit auch andere Mikros adäquat abgedeckt werden. Ich meine, hier im Forum schon des Öfteren über Stichworte wie "2 per day" gestolpert zu sein. Vielleicht handhaben das eure Eltern / Großeltern ja ähnlich und fahren damit gut?

Nun zurück zu meiner anderen Oma. Sie ernährt sich leider sehr westlich und ganz nach dem Motto "Ich ess was mir schmeckt". Sie ist in den letzten Jahrzehnten eigentlich nie krank gewesen, nahm noch nie Antibiotika ein (jaja, die alte Generation - einfach g'sund!). Dennoch beunruhigt mich der nun vorliegende Bluthochdruck doch ziemlich. Außerdem weiß ich, dass sie seit Dekaden an Osteoporose leidet. Sie hat für eine Dame kurz vor 80 sehr viel Bewegung (an fehlenden Reizen an Muskel und Knochen kann es also nicht liegen), daher denke ich, dass bei ihr eine fortgeschrittene Arteriosklerose vorliegt. Ein Blutbild bekam ich leider noch nicht zu sehen (ist beim Doc). Außerdem bekommt sie schnell blaue Flecken bei etwas stärkeren "Berührungen".

Ich bin mir sicher, dass meine Oma eigentlich locker ein "centenarian" werden könnte, wenn sie doch nur das Thema Ernährung nicht so unterschätzen würde (sie lässt sich auch nicht viel sagen diesbezüglich. Nach der Diagnose riet ich ihr gleich zu Hibiskustee, roter Bete & Co., aber is ja zu viel Aufwand, zu viel Ungewohntes ...). Ich denke, dass bei ihr seit Jahrzehnten ein teils gravierender Mangel an Mikronährstoffen vorliegt, allen voran Vitamin K, D3, C. Ich könnte mir vorstellen, dass sich durch eine Supplementierung einiges bessern könnte oder zumindest eine weitere Verschlimmerung der Osteoporose und Arterienverkalkung vermeiden ließe.

Was würdet ihr tun? Sind meine Gedankengänge auch für euch nachvollziehbar?
Wie macht ihr das mit all den brauchbaren Gesundheitstipps bei Familie und Freunden, vor allem den alten?

Ich würde meine Vorstellungen gerne in "Zusammenarbeit" mit ihrem Dorfdoktor (der kennt mich auch noch von "früher") realisieren, weil ich es nicht einsehe, dass meine Oma jetzt in ihren letzten Jahren weiterhin untätig bzgl. ihrer Gesundheit ist und vom Doc auch nix anderes kommt als Packung über Packung Ramilich.

Besten Dank schommal!


AxCYeR  
AxCYeR
Beiträge: 22
Registriert am: 20.11.2015


RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#2 von hans , 26.05.2017 21:48

Zitat von AxCYeR im Beitrag #1
Wie macht ihr das mit all den brauchbaren Gesundheitstipps bei Familie und Freunden, vor allem den alten?


Ich - für meinen Teil - halte mich inzwischen sehr zurück. Gerade bei Freunden und Familie. Jeder kann mich aus Eigeninteresse und Eigenverantwortung zu meiner (aktuellen) Meinung zu X, Y und Z fragen. Ob ich Tips habe, etc. pp - und bekommt eine Antwort mit der er (eigenverantwortlich) machen kann was er möchte. Jedoch vermeide ich es inzwischen sehr stark 'gutgemeinte' Tips und Empfehlungen ohne vorheriges explizites Nachfragen zu geben... auch wenn ich aus 'meiner Sicht' das 'Elend' sehe... und fahre damit deutlich besser.

Meiner Einschätzung nach sind es ja nicht mal die NEM's um die es vorrangig geht... oder an denen es hapert - sondern es fängt oft schon mit der Zusammenstellung der Lebenmittel (Kekse, Kuchen, Zusatzstoffe, sehr wenig Gemüse, unreifes Obst, zu viel Fett für den Lebenswandel...) an und geht dann über die Zubereitung (Todkochen..., zu viel Öl in der Pfanne & viel zu Heiß..., zu viel Salz, etc...). Jedoch greift das 'aufmerksam machen' in sehr lang erlernte Muster und Verhaltensweisen ein.... wenn, dann versuche ich das was ich für mich mache so zu machen das es z.B. ein bestimmter Freund oder Familienmitglied sieht. Versuche also zu Fragen einzuladen.

LG
Hans


 
hans
Beiträge: 765
Registriert am: 17.05.2017


RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#3 von Markus , 26.05.2017 22:13

Hallo,

gegen ein gutes Multivitam,wie 2PD, spricht nichts. Aber dafür vieles.Damit hast du auch Themen wie "C, B12, gelegentlich einen B-Komplex und Zink"abegdeckt. Fettlösliche Vitamine solltest du aber extra angehen . 5 von den D3/K2 Tropfen von Edubily etwa wären recht optimal, dazu eine 2PD am Tag ergeben bereits ein sehr gutes Programm.

Bei Bluthochdruck kannst du ihnen vielleicht ganz konventiell Olivenblatttee (1 EL pulverisierte Blätter morgens aufgiessen und über den Tag verteilt trinken) oder avantgardistisch 100 mg Oleuropein aus einer Kapsel Olivenblattextrakt schmackhaft machen. Und wenn sie selber kochen: vielleicht kannst du ihnen das Kochsalz durch Pansalz (mit Magnesium) ersetzen bzw. die Zuckerdose für den kaffe mit 1/3 Magnesiumcitrat "strecken"-das schmeckt man praktisch nicht heraus und hilft auch gegen Bluthochdruck.


Wenn du ihnen noch was schmackhaft machen kannst dann vielleicht Whey- füge 10% Kreatin hinzu und stelle es ihnen auf die Küchentheke. Quark geht auch, das dürften sie auch kennen. Protein wird im Alter noch wichtiger, Stichwort: Sarkopenie! Dafür würde sogar ich im Notfall ein Whey mit Süßstoff udn Aroma nehmen falls dies nötig wäre.

Ansonsten kannst du die Ärzte darum bitten, wenigstens einmal im jahr B12 (im Serum bitte auf mind. 400 pg/ml achten, nciht den niedrigernen Laborwert beachten! Oder miss glreich Holo-TC gegen Zuzahlung) und Vitamin D messen zu lassen, das sind zwei klassische Mängel, die mittelfristig schlimme Schäden anrichten können.

Eines noch:

"Außerdem bekommt sie schnell blaue Flecken bei etwas stärkeren "Berührungen"."

Nimmt Sie Blutverdünner wie Marcumar? Dann bitte den Arzt wegen des K2 um Rat fragen. Ansonsten den Leuten bitte eintrichtern dass die bei verabreichung von Blutverdünnern dies ihrem Arzt mitteilen müssen, denn die Doserung ist dann anders! Und wenn, dann bitte unbedingt eine der neueren Alternativen zu Marcumar...


«Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, dass ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte.« (Friedrich Hölderlin)


 
Markus
Beiträge: 2.718
Registriert am: 28.05.2014


RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#4 von vera8555 , 27.05.2017 18:00

Der Begriff "Oma" ist mir zu schwammig. Das umfasst eine Altersspanne von Mitte 30 bis 100 und mehr.
Es hat auch nichts mit dem Alter zu tun, ob man sich für ein optimales Leben mit Sport, NEMn u.a. interressiert.
Von meiner Tochter und Enkelin werde ich diesbezüglich nur belächelt. (Wie die meisten hier wissen, bin ich 78 Jahre alt)


vera8555  
vera8555
Beiträge: 328
Registriert am: 28.05.2014


RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#5 von AxCYeR , 01.06.2017 15:52

Hallo miteinander,

vielen Dank für eure Antworten.
Ich hatte die Tage eigentlich schon einmal geantwortet, hab beim Schreiben aber wieder irgendwas Falsches gedrückt und das Fenster war weg.
Jetzt fehlt mir die Lust und die Zeit auf alles wieder einzeln einzugehen. (ist nun doch passiert^^)

@ Hans: so wie du handhabe ich es eigentlich mittlerweile auch. Ich lasse die Leute lieber sehen und zuschauen, wie und was ich mache und bin gerne bereit, bei Fragen Antworten zu geben. Wo ich dir zudem voll zustimme, ist der Punkt, wie viel die meisten schon falsch machen bei der Zubereitung oder Kombination der "Nahrungsmittel". Das ist teils echt gruselig. 500 ml Öl mit in der Pfanne (aber hey, ist ja n3-Öl! lel), erhitzen bis alles raucht, Gemüse kochen bis man es mit der Zunge zerdrücken kann und so weiter. In Extremfällen kann und will ich mich aber nicht zurückhalten, so auch zuhause. Ich sehe es nicht ein, die dummen Angewohnheiten, die kognitive Dissonanz der Leute - meist Familie und Freunde, die einem was bedeuten - sich so unnötig die Gesundheit ruinieren zu lassen. Man muss halt wissen, wann man was sagen kann und sollte ...

@ Markus: Danke für die Tipps, aber wie gesagt war und ist es meiner Oma schon zu viel, einen einfachen Hibiskustee zu kaufen und regelmäßig zu trinken. Sie ist einfach irgendwo verwöhnt von 80 Jahren Gesundheit, dass sie denkt, sie braucht jetzt nix und dass der Bluthochdruck jetzt normal und schon nicht so schlimm ist. Das kotzt mich eh am meisten an: dass im Alter halt "immer alles so ist" und man nix machen kann. Ja, hier, bei euch im industriellen Westen vielleicht, bei Leuten die jahrzehntelang falsch essen und nicht ansatzweise offen für Neues sind ... jedenfalls habe ich mir deine Worte mal notiert bzgl. Whey & Co.

@ Vera: dann bist du genauso alt wie meine... Oma ;-) Es gibt halt immer wieder Ausnahmen, aber leider viel zu wenige. Schön, dass du mit über 70 noch den Weg ins Internet und hierher gefunden hast. Wenn ich von Oma und Opa spreche, meine ich meist alles ab 65 - auch wenn man sicherlich mit 30 schon Oma sein kann. Sorry an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen :-) Aber ich merke es in der Familie und im Bekanntenkreis, wie es oft ab 50 schon beginnt mit dem körperlichen Verfall. Zumindest bei denen, die untätig sind und weiterhin rauchen, saufen und so weiter. Diese 50 scheinen echt so ein Alter zu sein, in dem es langsam anfängt. Tragisch: meinen ehemaligen Fahrlehrer, kanpp über 50, hat es nun auch erwischt. Ich hoffe, er gesundet wieder. Anscheinend kam er vor zwei Wochen mit Husten ins Krankenhaus, woraufhin ein Aneurysma festgestellt wurde. So jedenfalls die Erzählungen. Die OPs liefen wohl nicht so gut, jetzt ist er erst einmal in ein künstliches Koma versetzt worden und hat anscheinend bereits ein Bein verloren. Und das als Fahrlehrer. Und das mit knapp über 50. Das ist krank und pervers und es tut mir für ihn und seine Familie unendlich leid. Aber auf diese Art von Schicksal steuern leider immer mehr Menschen zu und es fällt mir schwer, das mit anzusehen.

Wie dem auch sei... auf meine eigentliche Frage, wie ihr es denn an meiner Stelle bzgl. der Vitamin K Gabe bei meiner Oma machen würdet, kam leider noch keine Antwort. Wahrscheinlich habe ich das nicht offensichtlich genug formuliert.

Ich würde also nun gerne anfangen, meiner Oma Super K zu geben. Vielleicht erst mal einschleichen mit einer Pille pro Woche, dann zwei pro Woche bishin zu 5 pro oder gar 7 pro Woche. Auch wenn das wahrscheinlich übertrieben vorsichtig ist (als Pessimist hat man's nicht leicht). Sobald ein solider Spiegel aufgebaut ist und Osteocalcin & Co. wieder korrekt funktionieren würde ich auf Vit D3 + K2 Tropfen von edubily umschwenken, damit auch das Sonnenhormon endlich wieder einen Weg in ihren Körper findet. Im besten Fall noch Mg-Kapsel von edu damit dieses System wieder läuft und seine positiven Auswirkungen auf das vaskuläre System & Co. ausüben kann.

Klingt doch brauchbar, oder? Ich glaube, das hätte bei ihr (Osteoporose, leicht Blutungen/blaue Flecken am Start) die richtige Wirkung. Dann schauen, ob sie vielleicht noch andere Dinge, wie 2PD und auch natürliche Sachen zur Unterstützung schlucken würde.



AxCYeR  
AxCYeR
Beiträge: 22
Registriert am: 20.11.2015

zuletzt bearbeitet 01.06.2017 | Top

RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#6 von hans , 01.06.2017 16:56

Zitat von AxCYeR im Beitrag #5
500 ml Öl mit in der Pfanne (aber hey, ist ja n3-Öl! lel), erhitzen bis alles raucht, [.....] Man muss halt wissen, wann man was sagen kann und sollte ...


Haha, ja - wenn der Rauchmelder mal wieder an geht - dann kann ich mich auch nicht zurückhalten... weil alles arg Stinkt. Komisch ist jedoch das auch beim nächsten mal der Held mit Pfanne + Öl auf "9" gestellt wird - und wieder "schnell" Müll rausgebraucht wird, versucht wird nebenbei zu Putzen, etc. pp. Schade wenn gerade bei der Zubereitung so viel Potential vertan wird.... und dabei gehts ja nicht mal darum etwas wegzulassen oder zumindest mal 500g Gemüse am Tag zu essen.

Zitat von AxCYeR im Beitrag #5
Klingt doch brauchbar, oder? Ich glaube, das hätte bei ihr (Osteoporose, leicht Blutungen/blaue Flecken am Start) die richtige Wirkung. Dann schauen, ob sie vielleicht noch andere Dinge, wie 2PD und auch natürliche Sachen zur Unterstützung schlucken würde.


Ja, Mg-Citrat (ganzes Jahr), K2 und D3 (im Winter) ist auch das was ich meinen Eltern empfohlen habe. Meine Mutter hat insb. durch das Mg fast keine Krämpfe mehr. Könnte zwar noch mehr nehmen als die 200mg/Tag - aber ihr reicht die Besserung aus. Selen macht Sie über Paranuss. Bei Multis halte ich mich zurück... das schraubt mir an zu vielen Stellen. Für alles andere müssten Sie Dinge austesten... obs anschlägt, wegen der Dosierung & Co. So sind Sie jedoch nicht erzogen. Ist eben so - jeder ist seines Glückes eigener Schmied.



 
hans
Beiträge: 765
Registriert am: 17.05.2017

zuletzt bearbeitet 01.06.2017 | Top

RE: NEMs für Oma, Opa & Co.

#7 von JayJay ( gelöscht ) , 02.06.2017 15:41

Hi Hallo,
ich habe meiner Mutter auch mal versucht NEMs zu geben, hat nicht geklappt. Man muss sich schon selber mit dem Thema beschäftigen und sich beobachten. Ist auch etwas vermessen gegen ärztkichen Rat z.B. Blutdrucksenker abzusetzen. Selber hat man die Möglichkeit nachzumessenbund zu beobachten und nötigenfalls was zu ändern. Alte Menschen schaffen dies evtl. nicht mehr. Naja und wenn man schon alt ist, kann man in Sachen Ernährung nicht alles falsch gemacht haben. Ich persönlich habe nach anfänglicher LEF Euphorie für mich festgestellt, weniger ist mehr. Vertrage diverse NEMs nicht besonders und versuche mich ausgewogener zu ernähren. Und wenn ich merke ich vertrage was super gesundes nicht, lass ich es bleiben(z.B. Fischöl..Fisch geht).


JayJay

   

PCO - polyzystisches Ovarsyndrom
SF-Diät Erfahrungen

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 4
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen