RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#16 von Stockinger , 20.05.2017 14:01

Die Ablagerungen versuchen wieder abzubauen ist eine Maßnahme, die Bildung neuer Blutgefäße/Herzkranzgefäße zu stimulieren eine andere.
Kurz bis Mittelfristig wäre auch eine erhöhte Aufnahme von Omega 3 hilfreich. Das wird u.A. in die Zellmembranen der roten Blutkörperchen eingebaut und macht diese dadurch weicher, verformbarer. Sie können sich dann leichter an Engstellen vorbei quetschen. Die Lebensdauer von roten Blutkörperchen beträgt ca. 120 Tage.

LG,
Thorsten


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Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
(Eugen Roth)


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#17 von hans , 20.05.2017 14:01

Zitat von Sven im Beitrag #15
@Hans, danke für die PM - Essestyn ist schon eine krasse Umstellung. Ob ich das vermitteln kann ?


Gerne geschehen & Schenke Ihm einfach das Buch - er muss selber entscheiden - es ist sein Leben.

Ich war in jedem Falle sehr positiv überrascht von dem Buch. Es hat mich angesprochen & mitgenommen - die Patientengeschichten rücken das was abgeht aus der ansonsten vorherrschenden beschreibenden Anonymität der Grundlagen - und die Bilder und die Einfachheit mit der Plaques, Bluthochdruck und Perforation der Adern durch sich kristalisierendes Cholesterin beschrieben und aufgezeigt werden sind schon recht überzeugend .

Das Buch macht meiner Ansicht nach auf jeden Fall Mut & Hoffnung! Endlich kann jeder (also Ich/Er/Sie) was selber machen - Sofort. Und das was 'man' machen kann hat faktisch nur positive Nebenwirkungen - ganz anders als die Medikamente



 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#18 von Sven , 20.05.2017 14:11

@Hans

Bin bei so radikalen Ansätzen mittlerweile verhalten diese so weiterzugeben.
In den letzten Jahren wurden immer die gleichen Wunder berichtet, allerdings seinerzeit und auch heute noch mit High FAT etc...


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#19 von hans , 20.05.2017 15:01

Zitat von Sven im Beitrag #18
@Hans

Bin bei so radikalen Ansätzen mittlerweile verhalten diese so weiterzugeben.
In den letzten Jahren wurden immer die gleichen Wunder berichtet, allerdings seinerzeit und auch heute noch mit High FAT etc...




Hallo Sven,

das kann ich sehr gut verstehen. Jedoch ist die High-Fat (ich sage immer: Atkins) Thematik Biochemisch und von den Studien seit vielen Jahrzehnten durch. Steht alles in den Journals & Co.

Das was Essestyn empfiehlt ist auch seit ca. 40 Jahren bekannt und auch klinisch durch. Das sind reale Ärzte, mit realen Patienten. Nur populär würde das ganze bisher nicht - weil es ja auf den ersten Blick nicht die Essgewohnheiten und Präferenzen der meisten Menschen in den USA und Europa integriert. Sowas verkauft sich eben schlecht.. und braucht ja auch Ärzte die das in etwa auch (vor-)leben würden - und da schliesst sich eben der Kreis. Die sind ja normale Menschen... die zudem noch heftig unter Stress stehen... und damit greifen Sie, wie viele andere, mehrheitlich zum Comfort-Food & Co. Kenne ich - hab ich selber gemacht, kann ich alles nachvollziehen!

Mein Tip: Kauf das Buch, liess es, recherchiere und gibt es dann weiter - denn ich möchte hier nicht in die Thematik des Fettanteils in der Nahrung einsteigen - da gibts genug Studien und historische Daten zu und ich hab jetzt schon mehr Zeit in diesem Thread verbracht als ich ursprünglich wollte


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#20 von Sven , 20.05.2017 15:10

Hallo Hans,

Besten Dank für deine Zeit und das Engagement.
Der aktuelle Blogeintrag von Chris ist auch wieder Richtung low Fat.
Denke das ist schon der richtige Weg.


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#21 von Chris (edubily) , 20.05.2017 15:22

Hey Sven, ne, eher nicht "low fat", sondern "good insulin sensitivity" :-) aber das beißt sich halt mit "high fat". wer gesunde arterien will, der braucht eine gute insulin-wirkung, insulin sprengt indirekt die arterien auf via eNOS, sofern insulin wirken darf.


Chris Michalk


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#22 von ChristineH , 20.05.2017 17:20

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #21
wer gesunde arterien will, der braucht eine gute insulin-wirkung, insulin sprengt indirekt die arterien auf via eNOS, sofern insulin wirken darf.


Hierzu dann nochmal Chris Masterjohn:
(https://chrismasterjohnphd.com/2016/12/0...in-k2-resource/)

"Vitamin K2 has a wide range of underappreciated health benefits:

It prevents calcium from going into all the wrong places and makes sure it gets into all the right places. For example, it keeps it out of your kidneys, where it would cause kidney stones, and keeps it out of your blood vessels, where it would cause heart disease, but helps it to get into your bones and teeth, making your bones strong and your teeth resistant to cavities.
It helps you make insulin and remain very sensitive to insulin. This means it helps stabilize your blood sugar, protects against diabetes, and prevents the metabolic problems that often arise as a consequence of obesity."


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#23 von Django , 20.05.2017 20:18

Sollte man das Vitamin K2 täglich nehmen oder kann man da auch eine Wochendosis einnehmen?


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#24 von hans , 20.05.2017 20:27

Nach http://www.vitamind.net/vitamin-k/ haben Vitamin K1, K2 MK4 und MK7 verschiedene Halbwertszeiten:

Form Halbwertszeit/Stunden
Vitamin K1: 1,5h
Vitamin K2 MK4: 1h
Vitamin K2 MK7: 72h

Dann steht da noch: Vitamin K2 MK7 kann vom Körper in MK4 umgewandelt werden. Vitamin K2 MK7 ist dabei aufgrund der besseren Verfügbarkeit ein weit besserer und nachhaltigerer Lieferant von MK4 als das MK4 selbst. - Quellenangaben auf der Originalseite.

Hoffe das hilft.


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#25 von Django , 20.05.2017 20:57

Okay, ja, doch, danke. Alle drei Tage ein höher dosiertes K2-Produkt wäre doch dann ein Option.


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#26 von ChristineH , 20.05.2017 21:26

Zitat von Django im Beitrag #23
Sollte man das Vitamin K2 täglich nehmen oder kann man da auch eine Wochendosis einnehmen?


Eine Mischung ist besser, sagt Chris Masterjohn ("While MK-4 hasn’t been studied as carefully as MK-7, it may be less effective than MK-7 at reaching liver and bone but more effective at reaching most other tissues. This would make it better at protecting those tissues from calcium deposits and cancer development and supporting sex hormone production through its direct actions within our sex organs. [...] MK-4 regulates gene expression in specific ways that no other form of vitamin K does. While we tend to think of our genes as the destiny we inherited from our parents, it’s actually how they are expressed — meaning, what our cells do with the information carried by those genes — that determines our health. MK-4 turns on some genes and turns others off.")

Da MK4 sehr schnell vom Gewebe aufgenommen wird, vermute ich, eine tägliche Einnahme ist besser.

Haltbarkeit:
"Vitamin K is only slightly sensitive to heat, but is extremely sensitive to light. So much so that when we measure vitamin K in a laboratory we work under yellow lamps. In food oils exposed to daylight, 80 percent of the vitamin K disappears within two days."

Aufnahmezeitpunkt:
"it makes sense to eat your K2-rich foods or take your K2 supplements with the meal that contains the most fat. The optimal amount of fat to maximize absorption of K2 from a single meal is probably about 35 grams."


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#27 von Django , 20.05.2017 21:39

Okay, danke. Ich hatte irgendwie gehofft, nicht schon wieder ein NEM täglich einnehmen zu müssen.


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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#28 von hans , 20.05.2017 22:14

Zitat von Django im Beitrag #27
Okay, danke. Ich hatte irgendwie gehofft, nicht schon wieder ein NEM täglich einnehmen zu müssen.


Ggf. hilft ja auch der tägliche Salat bzw. Brokkoli (K1) :-)

K1 soll in K2 gewandelt werden können: https://www.vitamindcouncil.org/dr-cannell-on-vitamin-k2/ - bei PubMed findet sich auch einiges dazu. Habs mir aber nicht im Detail durchgelesen. Würde mich freuen wenn Du da mal genauer liesst und dann es hier im Thread zusammenfasst. Ist immer noch ein spannendes Thema für mich und eigenes Natto zu machen ist echt aufwändig.


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#29 von Markus , 20.05.2017 23:39

Zitat
Ggf. hilft ja auch der tägliche Salat bzw. Brokkoli (K1) :-)


NEIN!


Zitat
K1 soll in K2 gewandelt werden können: https://www.vitamindcouncil.org/dr-cannell-on-vitamin-k2/ -



Wir reden in diesem Thread von der Größenordnung von 50mg K2- Pharmazeutische Mengen also, selbst bei einer fiktiven (!) 100% (!) Umwandlung sind das um die 10 kg Schnittlauch oder Broccoli für das nötige K1. Am Tag! Come on!


«Immerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, dass ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte.« (Friedrich Hölderlin)


 
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RE: Gefäßverengung / Plaque - was tun?

#30 von wmuees , 21.05.2017 17:09

Oh Mann, da kommen ja eine Menge Ratschläge. Sie helfen nur nicht jedem...

Jetzt mal der Reihe nach. NO-Produktion nach oben drehen durch diverse Maßnahmen ist sicherlich hilfreich, wenn es schon gesundheitliche Probleme durch die Verengung gibt.
Zu den hilfreichen Produkten gehört hier übrigens auch Sildenafil.
Allerdings hindert diese Maßnahme die Plaques und die Verkalkung nicht am Wachsen! Es macht nur das Leben damit einfacher.

Ich empfehle ein Vorgehen bestehend aus 3 Einzelmaßnahmen:
1) Die Entzündung in der Arterienwand beruhigen durch Antioxydantien:
- CoEnzym Q10 (200mg/Tag)
- Astaxanthien (12mg/Tag)
- SOD-Produktion maximieren durch Kupfer (2mg/Tag)

2) Fettablagerung in den Arterien (die weichen Plaques) stoppen durch
Chondroitin-Sulfat (anfänglich 6g/Tag, nach 9 Monaten 1,5g/Tag)
Achtung! Beim Kauf aufpassen, dass einem kein minderwertiges Zeug angedreht wird!
Ich bestelle bei www.glucosamine.com.

3) Verkalkung stoppen durch Vitamin K2.
Dazu sind mindestens 2 x 15mg K2-MK4/Tag (morgens und abends jeweils 15mg) nötig.
Bei MK7 (all-trans-Form) so um die 1000ug/Tag. Allerdings habe ich die Wirkung von MK7 noch nicht
persönlich ausprobiert.
Achtung: Patient darf keine Vitamin-K-Antagonisten nehmen. Wenn doch, dann mit dem Arzt
eine andere Medikation besprechen!

Und ja, das kostet Geld. Und ja, man muss die NEMs täglich nehmen.

Nach allem, was ich bisher weiß, ist ein Abbau der Verkalkung nur sehr langsam möglich (1-2%/Jahr).
Bei den Plaques bin ich mir nicht sicher, ob und wie das geht. Es gibt Berichte, nach denen man mit
niedrigem LDL einiges bewirken kann. Da die meisten Plaques aber kalzifiziert sind, sind sie auch sehr stabil.
(Das ist kein Nachteil! Unstabile Plaques können sich losreißen und eine Blockade verursachen. Viel Spaß damit!).

Was man damit bestenfalls erreichen kann, ist den Status Quo unendlich lange zu halten, und damit die Lebenszeit von der Verkalkung zu entkoppeln.

LG
Wolfgang


 
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