Blasenkarzinom?

#1 von Tommy , 11.05.2017 08:47

Bräuchte mal eure Meinung/Tips: Bei meinem Schwiegervater wurde nach Blut im Urin eine Blasenspiegelung gemacht, wobei ein Tumor entdeckt wurde. Ob gut oder bösartig ist noch nicht bekannt da anscheinend nicht biopsiert wurde. In 2 Wochen ist ein OP Termin bei dem der Tumor dann nach Möglichkeit minimalinvasiv entfernt werden soll. Aufgrund seines Lebensstils befürchte ich leider eine bösartige Variante. Er und auch meine Schwiegermutter haben null Ahnung was gesund ist und was nicht und vertrauen den Götter in weis blind. Darüber hinaus interessierte sie in der Vergangenheit meine Meinung in solchen Sachen auch reichlich wenig. Schließlich bin ich ja kein Arzt! Das gab in der Vergangenheit oft Reibereien weil ich nicht alles gegessen habe was dort so auf den Tisch kam. Komplett alte Schule eben. Wenn ich es nicht schaffe hier ein komplettes Umdenken zu erwirken gibt es die klassische Chemo und es wird weiterhin normal gegessen und die üblichen 2-3 Liter Rotwein pro Woche getrunken. Was ich so lese macht Chemo bei den wenigsten Krebsarten mit Ausnahme von Hodenkrebs und non Hodgkin Sinn. Bei Blasenkarzinom hingegen null. Was kann ich tun? Gibt es fundierte gute deutsche Studien und Literatur die begleitende sinnvolle Maßnahmen beschreiben? Ich werde ihn nicht überzeugen können keine Chemo zu machen oder mit Grounding, Licht oder Kälte kommen. Das ist hoffnungslos... genauso wie die Bestimmung zick Blutwerte auf eigene Kasse. naja aber irgendwie muss und ich will ich natürlich schon helfen, wenn auch nur begleitend zur Schulmedizin. Ich wäre ja schon froh ihn überzeugen zu können seine Ernährung radikal zu ändern und den Alkohol zu streichen. Habt ihr sonst noch Tips? Das ein oder andere NEM würde er vielleicht auch nehmen


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RE: Blasenkarzinom?

#2 von wmuees , 11.05.2017 10:02

http://www.lifeextension.com/Protocols

Dort mal alles über Krebs lesen. Vor allem, wie man sich auf Operationen vorbereitet!

Aber wahrscheinlich bleibt Dir am Schluss nur, anzuerkennen, dass jeder seinen Schicksalsweg selbst bestimmt, inklusive der Art und Weise, sein Leben zu beenden.

LG
Wolfgang


 
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RE: Blasenkarzinom?

#3 von Stockinger , 11.05.2017 11:50

Hoch-Dosis-Vitamin C. Entweder oral bis an die Durchfallgrenze oder als Infusion.
Das verbessert Studien zufolge die Wirkung und Verträglich von einer Chemo drastisch.
Zusätzlich wird überschüssiges Vitamin C schnell über die Niere / Blase / Urin wieder ausgeschieden. Dadurch sollte man gerade in der Blase ein hohe Konzentration von Vitamin C erreichen können, was dem Tumor schon mal zusetzten sollte.

Bleibt das Problem, die Eltern von einer solchen Maßnahme zu überzeugen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig das ist.
Ich drücke dir und deinem Dad die Daumen, dass alles ganz schnell wieder gut wird.

LG,
Thorsten


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RE: Blasenkarzinom?

#4 von Tommy , 11.05.2017 15:24

Danke euch


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RE: Blasenkarzinom?

#5 von Sven , 11.05.2017 15:45

Im Sommer/Herbst kommt sehr wahrscheinlich die Zulassung für Immuntherapie bei Blasenkrebs - damit besteht eine Alternative für schwierige Fälle und zur Chemo. Ein Hoffnungsschimmer...

http://www.pharmacytimes.com/product-new...-bladder-cancer


"Free your mind and your ass will follow!"


 
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RE: Blasenkarzinom?

#6 von Luna , 12.05.2017 07:51

Hallo
Schau mal hier:
http://www.ralf-kollinger.de/wp/
Dort wird über eine Therapie mit DMSO berichtet, die zum einen eine Chemo unterstützen kann und auch selbständig wirkt. Auf der Seite lassen sich auch noch andere naturheilkundliche Ansätze finden.
Ich kenne einen (ehemaligen) Patienten mit Blasenkarzinom, der seinen Krebs mit Blasenspülungen mit Chemo und Hyperthermie in Verbindung mit Vit. C und einigen anderen komplementären Maßnahmen in den Griff bekommen hat. Dadurch hatte er ein nur sehr geringe systemische Belastung des Körpers. Sein Onkologe hatte ihn für verrückt erklärt und ihm angekündigt, dass er das nächste halbe Jahr nicht überleben würde. Der Patient war damals um 70 Jahre alt.
Selbst als er nach ein paar Jahren ein Rezidiv hatte, ist es ihm nochmals gelungen. Er war damals in der Klinik in Bad Bergzabern.

Drücke die Daumen
Luna


 
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RE: Blasenkarzinom?

#7 von Brynhildr , 12.05.2017 10:31

Hallo Tommy,
er muss selber entscheiden, welche Therapie er und sein Arzt auswählen.
(In der Harnblasen-Krebs-Leitlinie ist Chemo unter anderem mit drin)

Als bei mir vor 5 Jahren eine andere dann nicht mehr operable Krebssorte gefunden wurde,
wurde dieser Tumor in nur 3 Zyklen Chemo um mehr als 90% verkleinert, und dann per Bestrahlung ganz entfernt.
Ernährungs-Experimente vorher beeindruckten ihn gar nicht :( , trotz all meiner Überzeugungen.

Manchmal ist es nicht verkehrt, den Ärzten zu vertrauen.
Alle Ärzte, die ich zu der Zeit fragte, sagten, Ernährung hätte nahezu keinen Einfluss. (Lebensweise schon ;) )

alles Gute für Deinen Schwiegervater
Bruni



 
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RE: Blasenkarzinom?

#8 von Luna , 12.05.2017 16:45

Hallo nochmal,
in den von Bruni erwähnten Zusammenhang, nämlich dass ein Tumor nicht auf Ernährungsmaßnahmen reagiert, könnte die Kategorisierung des Tumors weitere Infos liefern. Im Link dazu ein Vortrag von Florian Schilling, den ich in Schweinfurt selbst erlebt habe und recht beeindruckend fand. Fl. Schilling arbeitet bei der Dr. Reinwaldakademie mit, die in internationaler Zusammenarbeit ergänzende Methoden der Krebsbekämpfung erarbeiten.

https://vimeo.com/114653506

Evtl muss man den Link direkt eingeben. Bei mir lief das Video bei google chrome problemlos.

LG Luna



 
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RE: Blasenkarzinom?

#9 von MariKa , 12.05.2017 19:13

Zitat von Tommy im Beitrag #1
Was ich so lese macht Chemo bei den wenigsten Krebsarten mit Ausnahme von Hodenkrebs und non Hodgkin Sinn.


Die Aussage beweist eigentlich schon, dass Du keine einzige Studie in die Richtung gelesen hast. Dass Ernährung und Lebensstilumstellung immer gut sind, würde hier jeder unterschreiben, aber glaub mir, du würdest einem Angehörigen keinen Gefallen tun bei einer ernsten Tumordiagnose nicht auf die Schulmedizin zurückzugreifen.
Im Frühstadium wird schulmedizinisch eigtl eine Transurethrale Resektion empfohlen und eine Chemoinstillation lokal IN die Blase gemacht. Dies senkt zumindest die Rückfallrate.
Hier kannst Du die Leitlinien angucken und dann kannst Du dir ein Bild von den Studien machen:

http://uroweb.org/guideline/non-muscle-i...bladder-cancer/


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RE: Blasenkarzinom?

#10 von Tommy , 12.05.2017 19:14

Marika,stimmt habe ich nicht. Aber ja auch nicht behauptet. Ich bin lediglich oft auf diesen Zusammenhang gestoßen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15630849

Und irgendwo hatte ich auch eines Tabelle dazu gesehen wie die 5-Jahres-Überlebensrate bei den einzelnen Krebsarten war. Und das war meist gegen 0% bzw. minimal drüber. Wenn dem wirklich so ist kann man wohl kaum von erfolgreichen Chemos sprechen.

Kennst Du konkrete Studien? Lese mich gerne dann ein.

Aber schon mal allen Danke f die Tipps


Tommy  
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RE: Blasenkarzinom?

#11 von Brynhildr , 12.05.2017 19:54

Schau mal nach den Berichten des krebsinformations dienstes, da ist die überlebensrate für blasenkrebs für die ersten 5 Jahre knapp unter 50% .....
Ich kann grad nicht verlinken... , sorry


 
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RE: Blasenkarzinom?

#12 von Brynhildr , 13.05.2017 07:26

Hallo,
also, aktuelle Zahlen zu vielem hier in dem Monster-pdf des Krebsinformationsdienstes:

Die Broschüre "Krebs in Deutschland 2011/2012" ist eine gemeinsame Veröffentlichung des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut (RKI) und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID). Im Internet steht sie unter
http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Conten...hland_node.html zur Verfügung

insgesamt gibt es ganz viele statistische Infos dort

Statistik ist aber nicht alles ;)

Gruß


 
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RE: Blasenkarzinom?

#13 von MariKa , 14.05.2017 22:06

Hey Tommy,

Ja, da hast Du auch Recht!
Ich bin nur immer bestürzt, wie voreilig Menschen die Schulmedizin ablehnen. gerade in den Bereichen, in denen sie was "kann". Ohne eine aggressive Therapie, ist -meiner Meinung nach- bei vielen bösartigen Tumoren nicht viel zu erreichen -bisher. Klar, gibt's viele Supportive und natürlich auch wirksame Geschichten und meist ist eine radikale Entfernung -chirurgisch- natürlich erstmal die Hauptsache. Und die 5 Jahresüberlebensraten sind nicht besonders hoch- oft.
Hmm, ich weiß nicht, was es bringt konkrete Beispiele zu bringen: beispielsweise beim Morbus Hodgkin, ein Lymphom, liegen die 5JÜR bei 80-90 Prozent durch Strahlentherapie und Chemo..
und in den letzten Jahren ist durch viele neue "molekulare Erkenntnisse" viel geschehen, was zB mögliche Antikörpertherapien bei Tumoren angeht.
Ich versteh Dich aber total gut. Ich behandle mein PCOS ja inzwischen auch nicht mehr so, wies die Schulmedizin erstmal empfiehlt.
Ich würde die Schulmedizin Schiene mitmachen, wenn ich einen Tumor hätte und dann gucken, was "nebenher" supportiv geht bzw. was man zur Rückfallprophylaxe vllt machen kann!!- und da gibt's ja einiges.

Liebe Grüße!


MariKa  
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RE: Blasenkarzinom?

#14 von jfi , 15.05.2017 09:10

Nach dem was ich bisher gelesen habe, würde ich mich deutlich für eine gemeinsame Therapie aussprechen (informiere mich gerade intensiv, da mein Vater ein Prostatakarzinom mit Gleason-Score 8 hat und demnächst seine OP bevorsteht).

Tommy, du hast absolut recht wenn du nichts von Chemos hälst!!!

Paar Fakten dazu:
- Das Chemotherapeutikum Nr 1 bei Brustkrebs in den USA (Tomaxifil) wurde von der WHA als "Class A Carcinogen" klassifiziert
- langfristige Überlebensrate bei Chemo unter 5 Jahre im Durchschnitt über alle Krebsarten
- das NIH (größte Forschungseinrichtung der Welt mit >200 Mrd. Dollar Forschungsetat pro JAHR und ca 110 Nobelpreisträgern die dort forschen/geforscht haben) hat bereits vor 40 Jahren(!!!!!) berichtet, dass eine Vit-C-Hochdosis-Infusion besser wirkt als alle bekannten Chemotherapeutika.
- Der Gund dafür ist, dass es noch keine Chemo gibt die Krebsstammzellen töten kann, was Vit C aber kann.
- Vit-C-Hochdosis-Infusionen begleitend bei einer Chemo lassen ALLE negativen Begleiterscheinungen verschwinden und erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit sehr deutlich.
- und was viele vergessen: ne ordentliche Portion Vit B17 täglich wenn man Krebs hat oder auch zur Vorsorge kann buchstäblich Wunder bewirken.

Kann grade keine Links raussuchen. Wenn ich später dazukomme mach ich sie rein, wenn nicht bitte selbst googeln und ihr werdet sehen, dass ich Recht habe :-)

LG Jens


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RE: Blasenkarzinom?

#15 von Stockinger , 15.05.2017 09:23

Hochdosis-Vitamin C: d'accord
B17 / Amygdalin: Woher stammen die diesbezüglichen Erkenntnisse? Eine entsprechende Therapie ist nicht unumstritten, evtl sogar gefährlich (https://de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin#...ternativmedizin)

LG,
Thorsten


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