edubily FAQ

#1 von Chris (edubily) , 13.11.2014 10:52

Hier sollen Fragen aller Art beantwortet werden. Es handelt sich hierbei um einen Thread, der sich nur um die Antworten kümmert. Fragen bitte hier rein.

BITTE NICHT HIER REIN SCHREIBEN!

Brauchen Leber-Supps oder Multivitamin-Produkte, Fette, um ordentlich aufgenommen zu werden?
1. In entfetteter Leber findest du sowieso keine fettlöslichen Vitamine mehr, deshalb kann man sie behandeln wie eine normale Proteinquelle auch. Auch 2pD braucht man nicht unbedingt mit großen Mengen zu sich zu nehmen. Man nimmt sich zur Mahlzeit oder einfach mit kleinen Mengen Fett. Da reicht sogar schon ein halber Teelöffel oder noch weniger.

Sollten Ergänzungsmittel, aufgrund ihrer abgestimmten Kompositionen, immer einzeln eingenommen werden oder kann man sie auch kombinieren mit anderen Präparaten?
2. Ja und Nein. Insgesamt bin ich immer sehr dafür, dass man pro Portion Zufuhr, immer nur eine gewisse Menge des jeweiligen Spurenelements/Minerals zuführt. Heißt beispielsweise: Nicht mehr als 15mg auf einmal. Nicht mehr als 250mg Magnesium auf einmal. Dadurch erreicht man auch, dass man diverse Mikronährstoffe ohne Probleme kombinieren kann, denn die hemmen sich i.d.R. erst ab größeren Mengen und gleichzeitig wird die Darm-Aufnahme nicht verringert durch hohe Gaben.

Kann man Cholin, Taurin, Citrullin und Kreatin zusammen nehmen und auf einmal?
3. Cholin, Taurin, Kreatin und Citrullin kann man zusammen und auf einmal nehmen, wenn gleich man aufpassen muss: Bei Cholin und Taurin wirken Dosen >3g auch abführend. Bei Citrullin und Kreatin ist dies nicht der Fall. Carnitin immer unbedingt über den Tag verteilt, maximal 1g aufeinmal und immer mit Eiweiß (=> Insulin!).

Hat die Zufuhr von psychoaktiven Aminosäuren, Auswirkungen auf andere Neurotransmitter bzw. die Aufnahme von Vorstufen?
4. Phenylalanin und Tyrosin werden grundsätzlich präferiert bezogen auf den Gehirnstoffwechsel. Das heißt, dass ein Anstieg von Eiweiß immer dafür sorgt, dass auch Dopamin etc. vermehrt entsteht. Tryptophan ist die kleine Ente. Man erzielt bei dieser Aminosäure die besten Ergebnisse, wenn man sie separat und höher dosiert (>2g) nimmt. BCAA spielen eine untergeordnete Rolle, über die ich mir an dieser Stelle keine Gedanken machen würde.

Kann man T3 nicht einfach suppen? Hab so viel positives davon gelesen (z.B. der Mitochondrienartikel auf aesir), warum also nicht einfach t3 suppen?
5. Die einfache Lösung - das hätte jeder immer gerne. "Ich habe so viel über Testosteron gelesen..." Den Witz haben wir jetzt verstanden, gell?! :-) Nein - T3 sollte niemals exogen zugeführt werden. Nicht nur, weil man ein hormonelles Chaos damit erzeugt, sondern auch, weil die Schilddrüse sehr empfindlich reagiert: Die klassische Zufuhr von exogenen SD-Hormonen erfolgt via Zufuhr von T4, nicht T3. Eine Zufuhr von T4 sorgt auf lange Sicht allerdings dafür, dass die Schilddrüse schrumpft - keine gute Sache.
T3 sollte immer optimiert werden mit Hilfe von life style Interventionen, die man hier zur Genüge finden kann.

Muss ich nach dem Training Zucker-Wasser trinken, damit meine Muskeln wachsen?
6. Ich weiß, wir leben nicht in der Steinzeit... also kann man sich heutige "Technologien" zunutze machen, um gewisse Prozesse zu beschleunigen, dass stimmt schon. Aber der erste rationale Einwurf ist, dass Menschen der Steinzeit mit Sicherheit auch ohne Probleme Muskulatur aufgebaut haben. Der Stimulus ist es - nicht dein Zucker-Wasser, das den Muskel dicker macht. Zugegeben, das stimmt nicht ganz. In der Tat hat das Zellvolumen, hervorgerrufen durch das an Glykogen gebundene Wasser, auch einen anabolen Stimulus auf die Muskulatur. Aber du musst die Verhältnisse sehen: Krafttraining plus Eiweiß 95% - die restlichen Spielereien 5% (Faktoren, die Protein-Synthese/Degradation beeinflussen). Zumindest bezogen auf Individuen, die keine Hormonemängel etc. haben. Eiweiß an sich ist insulinogen und reicht vollkommen aus, um die Protein-Synthese nach dem Training ausreichend zu fördern. Zudem: Weniger KH-Zufuhr nach dem Training... meint nicht zwangsläufig "mehr Fettverbrennung" - aber weniger glykogenlastige Ernährung allgemein, kann eine mitochondriale Biogenese (Vermehrung) induzieren, was auch dafür sorgt, dass der Muskel vermehrt Fettsäuren als Energie-Substrat nutzen kann - so können Muskelaufbauprozesse (mittelfristig) vermehrt gespeist werden durch Fettsäuren, sowohl vor, während und nach dem Training. Wer es darauf anlegt, der kann gerne Dinge wie "GOMAD" oder "6PfuQAT" (6 Pfund Quark am Tag) ausprobieren - ich denke, dass Zucker eine untergeordnete Rolle spielt bezogen auf das muskuläre Wachstum, so lange ausreichend Eiweiß und ein ordentliches hormonelles Umfeld gegeben ist. Beispiel: T3 > Zucker.
Man sollte insgesamt daran denken, dass Mitochondrien und mitochondriale Signalwege auch dafür sorgen, dass die gesamte Gesundheit davon profitiert. Stichwort Myokine (z.B. Irisin). Mehr dazu im ebook.

Zitat
Ich dachte an high carb Tagen (400-500g) maximal Körpergewicht in Gramm an fett
An Low(er) carb Tagen 1.25 g fett pro kg Körpergewicht und den Rest der kcal mit carbs (würden so 200g)


7. Ich persönliche zähle Kalorien nicht, sondern stelle mir Mahlzeiten zusammen, wie im Buch beschrieben. Mageres Steak plus Kartoffeln und Magerquark ist für mich low fat, high carb. Wer es unbedingt "ausrechnen" will anhand von Fett-Kalorien ... Je weniger, umso besser. Es ist keine Seltenheit, dass an High-Carb-Tagen nur 30 g Fett oxidiert werden, zumindest, wenn man "High-Carb-Tage" länger als nur einen Tag praktiziert. Mir persönlich wäre 1 g/kg KG zu viel. 1/2 g/kg KG halte ich in diesem Fall für angemessen(er).

Zitat
Macht es mehr sind diese nur nach dem Training zu nehmen? Bleibt der Effekt trotzdem "erhalten"? Man hat ja trotzdem gefastet..wirken die Carbs "anti-katabol"?

8. Hier auf die Gesamt-Kalorien achten. Eine "kleine" Kohlenhydrat-Mahlzeit nach 16-Stunden-Fasten sollte überhaupt nichts ändern, gerade auch weil du danach ja sowieso nochmal trainierst, was im Prinzip additiv wirkt (Fasten plus Sport) bzgl. zellulärer Effekte. Aber ich würde aufpassen, dass ich den Bogen nicht zu stark überspanne. Daher ist eine Mahlzeit vor dem Training sicherlich eine gute Idee.


 
Chris (edubily)
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