Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#1 von Kirby , 04.05.2017 11:26

Hallo liebe Gemeinde,

Angefangen hat alles vor ~4 Jahren mit einem Meniskuseinriss - ohne Unfall oder sonstigen Ereignissen - den ich dann bestimmt 2 Jahre übergangen/ignoriert habe. Durch das Krafttraining und ganz gute Beinmuskulatur hat mich das im Alltag nicht weiter gestört, bis ich dann endlich wissen wollte was los ist. Mittlerweile bin ich 2 mal Operiert worden, seit der ersten OP ist über ein Jahr vergangen und ich habe immernoch Probleme.
Ich werde schauen, dass ich die wichtigsten Infos kurz und knackig zusammenfasse:

02.02.2016 - 1. Arthroskopie:
Diagnose: Meniskuseinriss, Chondropathie
Operation: Meniskusteilentfernung + Mensikusnaht, Knorpelglättung

Die Ersten 2 Monate ist alles laut Plan verlaufen mit Physiotherapie und Schonung. Plötzlich war der Schmerz wieder da.
Diagnose laut MRT: Der Meniskus ist nicht verheilt, sondern wurde nur von der Naht zusammengehalten und ist wieder offen + Knochenmarködem, welches mittlerweile wieder Vollständig zurückgegangen ist.

18.12.2016 - 2. Arthroskopie:
Diagnose: Meniskuseinriss (wie gesagt)
Operation: Teilentfernung des Meniskus, Knorpelglättung

Physiotherapie ist wieder gut verlaufen, bis vor ca 2 Monaten keine Besserung der immernoch vorhandenen Schmerzen festzustellen war --> Abbruch der Physiotherapie und Arzttermin ausgemacht --> MRT machen lassen, von welchem ich heute den Befund erhalten habe und unten anhänge.

Mein Physiotherapeut hat sich den Befund schon angesehen und meint, dass er nur die Chrondropathie als auffällig empfindet. Hat vielleicht noch jemand Ahnung von dem Fachhchinesisch und kann drüberschauen? Die Schlagwörter kann ich schon entziffern, aber vl entgeht mir und meinem Therapeuten ja etwas. Oder was es mit dem neuen Ödem auf sich hat, würde mich auch interessieren und wie man dagegen vorgehen kann.
Termin beim Örthopäden ist am 11.Mai ausgemacht.

Meine Ernährung ist zur Zeit stark angelehnt an die Empfehlungen von Sarah Ballantyne - AIP

Meine NEM:
2pD
Chlorophyll - 5ml/d
Borax
Astaxanthin - 12mg/d
Fischöl

Täglicher Shake:
Gelatine - 20g
BCAA - 7g
Kreatin - 5g
Glutamin -20g
Glycin - 10g
Citrullin - 3g
Carnitin - 3g
Kurkumapulver (demnächst)

Ich würde mich über Anregungen und Tipps sehr freuen, weil mir die Kniegeschichte mittlerweile ganz schön zusetzt und meinen Alltag ziemlich einschränkt.


Angefügte Bilder:
MRT Befund.jpeg  

 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#2 von nick , 12.05.2017 08:14

Hallo Kirby,

kannst du die Schmerzen genauer definieren? Dauerhaft, belastungsabhängig (welche Art Belastung?), "Startschwierigkeiten" ...? Der Bericht liest sich nicht so dramatisch. Die Bakerzyste ist klein, die solltest du aber im Blick behalten. Vielleicht lasert deine Physiopraxis?

MSM ist einen Versuch wert.

Gruß,
nick


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#3 von Kirby , 14.05.2017 10:19

Danke für die Rückmeldung.
Was meinst du mit Lasern?

Der Schmerz ist auf jeden Fall Belastungsabhängig. Ein stechender Schmerz, der über den Tag hinweg eigentlich kommt und geht, je nachdem wieviel ich mich bewege.
Abwinkeln kann ich das Knie fast komplett, erst innerhalb der letzten 5-10% wird der Schmerzpunkt getriggert. Ganz durchstrecken geht auch nicht komplett. Also Knie durchgestreckt, sodass der Oberschenkel angespannt ist, dann Sticht es auch. Stehen länger als 2 Minuten und ich spür das Stechen langsam kommen.
In der Früh nach dem Aufstehen ist meistens alles in Ordnung, keine Schmerzen. Gegen Abend hin wird das Alles aber immer empfindlicher.

Der Orthopäde hat mir Einlagen verschrieben, um den beleidigten Knorpelteil zu entlasten und so Heilungschancen zu geben.

MSM hab ich schon im Programm, genauso wie Serrapeptase wegen dem Narbengewebe am Hoffa'schen Fettkörper. Habe sonst auch genug Narbengewebe am restlichen Körper und wer weiß, was dadurch noch alles aufgeräumt wird :)

Aktuelles NEM Programm:

NEM:
2pD
Chlorophyll - 5ml/d
Borax
Astaxanthin - 12mg/d
Fischöl
Serrapeptase - 60 000IE (im Steigern)

Täglicher Shake:
Gelatine - 20g
BCAA - 7g
Kreatin - 5g
Glutamin -20g
Glycin - 10g
Citrullin - 3g
Carnitin - 3g
Kurkumapulver - 1TL
Schwarzer Pfeffer - 1/4TL
Ingwerpulver - 1TL
MSM - 10g


Und natürlich lese ich auch hier mit: Weiterhin bestehender Erguss über dem Knie nach Arthoskopie


 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#4 von nick , 16.05.2017 07:55

Hallo Kirby,

eine Bakerzyste ist eine Folge vom gereizten, lädierten Knie. Klein stört sie nicht, wenn sie wächst kann sie die Beweglichkeit aber zusätzlich einschränken. Mit Laser meine ich eine LowLevel-LaserBehandlung. Soll/kann Schmerzen und Entzündungsgeschehen im Knie mindern.

Von Einlagen halte ich persönlich nicht viel. Letztlich änderst du damit deine Beinachsen und ob dein Körper damit umgehen kann oder ob du dir das Problem damit nur ein paar Etagen nach oben verlagerst ist fraglich. Hast du einen guten Osteopathen in der Nähe? Das würde ich auf jeden Fall versuchen.

Außerdem ist es gut, das Gewebe rund ums Knie weich zu bekommen und die Kniescheibe beweglich zu halten. Kniekehle massieren - mit den Händen, Tennisball geht je nach eigenem Empfinden auch. Wenn du eine Faszienrolle hast, probier es auch mit der. Vergiss das andere Knie nicht, dass hat immerhin Mehrbelastung durch deine Schonhaltung. Bewusstes Gehen, damit du dir keine Gangfehler angewöhnst (bzw. sie wieder wegbekommst).

Mit der eingeschränkten Beweglichkeit würde ich mich erst mal abfinden. Auf Biegen und Brechen die letzten Grad erreichen zu wollen bringt in dem Stadium nichts (außer Frustration und evtl. noch mehr Verletzung). 5-10 Grad fallen im Alltag übrigens nicht auf.

Eine Orthese wäre auch noch eine zeitweise Option, wenn es trotz allem nicht besser wird. Sie stabilisiert und entlastet das Knie. Man muss nur den Inhalt des Kleiderschranks ein wenig anpassen, weil einfach nicht jede Hose über so ein Teil passt. Aber ohne Schmerzen laufen können ist es wert.

Gruß,
nick


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#5 von Kirby , 16.05.2017 17:56

Hallo,

Mit Osteopathen hab ich gar keine Erfahrung, bin aber schon im Internet unterwegs und schaue, was es in meiner Nähe so gibt.

Von den Einlagen verspreche ich mir auch nicht wirklich einen Erfolg. Ich denke da eher an eine Fehlstellung des Knies - Verkürzungen im Oberschenkel- und vorallem im Wadenbereich sind mir aufgefallen. Das Sprunggelenk dürfte auch "verschoben" sein, weil mein Fuß dazu neigt, nach Innen zu knicken. Rechts (Seite des Problemknies) übrigens mehr als links. Und das ist nur mal das, was mir selbst auffällt. Foam Roll und Ball sind schon im Einsatz.

Geht die Osteopathie in die Richtung Fehlstellungen auszumachen und zu Beheben? In diese Richtung würde ich zuindest gerne gehen, um die Ursache zu finden.

Danke dir, Nick!


 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#6 von jfi , 17.05.2017 08:50

Zitat von Kirby im Beitrag #5
Geht die Osteopathie in die Richtung Fehlstellungen auszumachen und zu Beheben? In diese Richtung würde ich zuindest gerne gehen, um die Ursache zu finden.



Das müsste sie eigentlich ja.
Bis dahin: laufe so viel wie möglich barfuß! In der Wohnung mit Socken rumlaufen ist auch ok, aber Einlagen und Schuhe sind generell gesehen der Tod für unsere Füße, die eigentlich ein biomechanisches Wunderwerk der Natur sind!

Dann würde ich noch bei den Leuten von myodetox auf instagram (da muss man au ned angemeldet sein für)vorbeischauen, die haben da viele nützliche Clips und Erklärungen, wie man das Fußgewölbe aufrichtet und richtig läuft und auch Verkürzungen und Gelenkseinschränkungen beseitigt. Z.B. @vinnierehab @dr.jaborb.harden und @drkev_hybrid sind 3 von denen.
In dem Youtube-Channel von Benni Heinzmann oder Stong and Flex TV solltest da evtl. auch was dazu finden.

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#7 von Kirby , 18.05.2017 13:40

Zitat von jfi im Beitrag #6
...aber Einlagen und Schuhe sind generell gesehen der Tod für unsere Füße...

Sehe ich auch so, nur hab ich mir bei Einlagen gedacht, dass sie in meinem Fall evtl Sinn machen könnten.

In der Wohnung bin ich sowieso Barfuß unterwegs, und allgemein wenn ich keine Schuhe anhabe, fliegen die Socken auch, die stören mich dann irgendwie. Ich trage privat nur Converse, auch wegen ihrer flachen Sohle. In der Arbeit bin ich mit schweren Arbeitsschuhen + Stahlkappe und erhöhter Ferse unterwegs, aber dagegen kann ich nichts tun.

Danke auch dir, Jens



 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#8 von jfi , 18.05.2017 14:03

Zitat
Sehe ich auch so, nur hab ich mir bei Einlagen gedacht, dass sie in meinem Fall evtl Sinn machen könnten.



Kurfristig ja, aber das sind eben auch nur Krücken die das Problem nicht beheben sondern nur überspielen.

Also so wie du es machst hört sich das ja schonmal ned schlecht an, aber hast du dir mal überlegt Barfußschuhe für die Freizeit zu holen?
Da gibts auch welche die richtig gut aussehe von vivobarefoot.de oder auch eine low-cost-Variante die Ido Portal und alle seine Anhänger anhaben sind die wushu/Kung-Fu-Schuhe von feiyue: Klick
Die sind zwar anfangs auch recht hart werden aber nach 1-2 Tagen ultra beweglich und bequem...eben richtig günstige Barfußschuhe.
Musst sie nur ca 1 Woche auslüften wenn du sie kriegst, die riechen recht stark nach Chemie am Anfang wegen der Sohle.
Und als kleiner Tip: die weißen werden sehr schnell sehr dreckig auch wenn sie am Anfang ganz cool aussehen...würde gleich die schwarzen nehmen wenn solche Schuhe die nicht ganz so cool aussehen und nicht ganz so toll verarbeitet sind für dich in Frage kommen für die Freizeit.

Sehr gerne!

LG Jens


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#9 von Kirby , 19.05.2017 04:20

Zitat von jfi im Beitrag #6
Dann würde ich noch bei den Leuten von myodetox auf instagram (da muss man au ned angemeldet sein für)vorbeischauen...

Hab mich mal ein bisschen bei denen umgesehen. Genau bei solchen Leuten würde ich gern vorbeischauen á la Myodetox, Kelly Starrett, ...
Da kennt ihr nicht zufällig eine Anlaufstelle in Österreich? Oder sind Leute, die sich wirklich auskennen, immer nur in Amerika daheim?


Die Barfußschuhe find ich wirklich interessant. Hochpreisig, aber interessant. Da werd ich mir bestimmt mal ein Paar holen. Sogar Wanderschuhe haben die :)


 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#10 von jfi , 19.05.2017 09:39

Zitat von Kirby im Beitrag #9
Da kennt ihr nicht zufällig eine Anlaufstelle in Österreich? Oder sind Leute, die sich wirklich auskennen, immer nur in Amerika daheim?


Die Barfußschuhe find ich wirklich interessant. Hochpreisig, aber interessant. Da werd ich mir bestimmt mal ein Paar holen. Sogar Wanderschuhe haben die :)


Ich "kenne" da jemanden in Deutschland, der heißt Chis Eikelmeier. Der Kerl kennt sich glaube ich mindestens so gut aus wie ein Kelly Starret oder Myodetox-Leute. Ist zwar nicht Österreich, aber Näher dran als Amerika :D

Und ja, die haben wirklich alles! Auch Winterstiefel (nur im Winter) und so Lederschnürer fürs Büro.

LG Jens


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#11 von nick , 23.05.2017 08:10

Hallo Kirby!

Zitat von Kirby im Beitrag #7
In der Arbeit bin ich mit schweren Arbeitsschuhen + Stahlkappe und erhöhter Ferse unterwegs, aber dagegen kann ich nichts tun.


Klar kann man da was tun. Was bringen dir die tollen Barfußschuhe, wenn du den größten Teil des Tages mit so schweren "Botten" rumläufst? Es gibt heute wirklich vernünftige Arbeitsschuhe - und wenn dein Chef aus Kostengründen oder Unwissenheit nur die günstigsten Modelle anschafft, musst du dir selbst welche holen.

Welche Anforderungen (Sicherheitsklasse 1/2/3, ölfest, desinfizierbar, ESD...) habt ihr denn? Ich persönlich habe mittlerweile S3-Schuhe mit durchtrittsicherer Sohle aus Textil und Kunststoffkappe. Die sind nämlich deutlich leichter sind als meine alten S1 mit Stahlkappe. Das macht über die 8-9h viel aus.

Gruß,
nick


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#12 von Kirby , 25.05.2017 07:53

Zitat von jfi im Beitrag #10
Ich "kenne" da jemanden in Deutschland, der heißt Chis Eikelmeier

Ja, an den Eikelmeier hab ich auch schon gedacht, aber ich hab nicht gewusst, ob er auch Fehlstellungen und dergleichen behebt, oder sich nur aufs Training spezialisiert hat.
Zitat von nick im Beitrag #11
Es gibt heute wirklich vernünftige Arbeitsschuhe

Mit dem Thema muss ich mich anscheinend auch noch beschäftigen. Kann halt passieren, dass ich einige Paar Schuhe im Monat verheize, wenn was los ist in der Firma. Ich werde dem Mal nachgehen. Dankeschön :)


 
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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#13 von baubi , 25.05.2017 13:27

Hallo!
Dr.Stefan Hainzl in Ottensheim in Oberösterreich. Ist der Manschaftsarzt der nordischen Kombinierer soviel ich weiß.
Hat schon vielen meiner Klienten geholfen bei Knieproblemen, vor allem mit Ozontherapie durch Injektion ins Gelenk.
Ich weiß ja nicht woher du bist, aber das wär ein Arzt in Österreich.
LG baubi


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ändert das Leben die Fragen! "


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RE: Chondropathie nach Meniskusteilentfernung

#14 von jfi , 29.05.2017 09:20

Zitat von Kirby im Beitrag #12
Ja, an den Eikelmeier hab ich auch schon gedacht, aber ich hab nicht gewusst, ob er auch Fehlstellungen und dergleichen behebt, oder sich nur aufs Training spezialisiert hat.


Ja genau, also der hat auch eine Physiotherapiepraxis in seiner Box mit drin. Zu dem würde ich in so einem Fall glaub wirklich pilgern, weil mit sonst keiner einfällt dem ich das zutraue in Deutschland.

Bzgl der Ozon-Therapie hört man viel Gutes, aber IMHO ist das nur eine Behandlung eines Symptoms, nämlich der Entzündung. Es wird dir Linderung verschaffen, ist aber sicherlich keine langfristige Lösung.

LG Jens


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Weiterhin bestehender Erguss über dem Knie nach Arthoskopie
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