Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#1 von Sven , 03.04.2017 14:34

Hallo zusammen,

ich weiß, das Thema klingt erstmal banal und ich frage mich, ob die unbändigen Energiebündel wirklich "nur" von ihrem (noch gutem) Stoffwechsel profitieren? Oder andersherum, wann und warum versiegt diese Energie - oft ja schon mit Anfang 20?

Gedanken und Thesen dazu:
- Kinder haben kaum sichtbare Muskeln, aber trotzdem Power ohne Ende (Das "spielende Workout" hält kaum ein Crossfitter durch)
- Kinder (Jungs) haben kaum Androgene und trotzdem einen heiden Spass + Energie (Braucht es viel Teststeron für ein zufriedenes Leben?)
- Trotz evtl. Autoimmunerkrankungen toben diese den ganzen Tag herum, haben im Verhältnis (zu Erwachsenen) trotzdem extrem viel Lebensfreude
- Kinder ernähren sich völlig unbedacht, essen auch mal nix weil es gerade so lustig ist und wachsen trotzdem, obwohl diese sich in DER "Massephase" schlechthin befinden (Warum machen wir dann so ein "Geeier" um "Muskelwachspläne")

>Wo liegt bei uns Erwachsenen der Hund begraben, dass wir soviele Maßnahmen (Ernährung, NEM, Mentaltrainigs) machen "müssen", um (wieder) halbwegs in Balance zu kommen? Und was wären die eigentlichen Kernelemente, wie von Kindern "angewendet"? -> Fokus Lebensfreude "vor Kniebeugen-Meister" der zentrale Schlüssel??
>Was können wir tun, damit unsere eigenen Kids möglichst lange in Balance bleiben?


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#2 von Salamander , 03.04.2017 16:01

Kinder haben jederzeit "Allmachtsphantasien" - der eine noch mehr als der andere. Sie denken eben nicht im voraus was passieren könnte und deshalb passiert ihnen auch so gut wie nichts. Und wenn man nie eins auf die Mütze bekommt, dann wächst man eben ins Unermessliche:)

Was man tun kann als Lesson learned? Unbeirrbar sein Ding drehen ^•^


 
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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#3 von Tommy , 03.04.2017 16:38

Schwierig. Wie ein Kind zu sein, zu handeln, fühlen etc ist als erwachsener unmachbar. Man weiß dass jedes handeln eine Konsequenz hat und wägt daher immer ab. Das prägt einen das ganze Leben lang. Gehe wieder auf Anfang halte ich (leider) für unmöglich. Auch wenn ich es mir oft wünschen würde :-)


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#4 von Luna , 03.04.2017 16:55

Hallo
Das was Sven beschreibt, kenn ich nur von KLEINEN Kindern. Damit meine ich die vor der Pubertät. Ich habe beruflich mit der nächsten Altersgruppe zu tun und erlebe da etwas anderes: Fast die Mehrheit ist müde, schlapp und verweigert sich ("will ich nicht, kann ich nicht") oder entzieht sich ("ich muss auf's Klo, kann ich was trinken" usw), sobald es darum geht sich anzustrengen. Beim Spiel geht es noch am ehesten. Aber auch stehen einige nur rum und lassen die anderen machen.
Sobald dann noch etwas wärmeres Wetter oder Wetterwechsel dazu kommen, kommen dann Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit dazu. Die Kraft reicht meist nicht aus, den eigenen Körper zu beherrschen. Beim Schubkarrenfahren z.B. brechen die meisten nach 3-4 Metern zusammen.
Klar, bei den meisten Erwachsenen sähe es wohl noch schlechter aus. Aber von fitten Kindern kann man heute nur noch bei einer kleinen Zahl sprechen. Da gibt es wirklich unkaputtbare Quirlies, die so schnell nichts umwirft. Aber leider sind sie inzischen deutlich in der Minderheit.
Ursachen sehe ich zum einen in überfürsorglichen Eltern, die ihr Kind jederzeit unter Aufsicht haben wollen, es überall hinfahren, nicht nur wenn es regnet, sondern ständig. Zum anderen ist die Ablenkung durch die Medien zweifelsohne sehr groß. Vielfach ist auch das außerschulische Programm mit diversen Nebentätigkeiten wie Musizieren, Kursen für dieses und jenes usw recht voll. Neben der Schule (G 8 mit viel Nachmittagsunterricht) bleibt dann tatsächlich nicht mehr viel Zeit für Bewegung im Freien, v.a. im Winter.
Dass auch die Erährung besonders der Teenies sich geändert hat, darüber brauchen wir wohl auch nicht zu diskutieren. Ein Faktor, der sicherlich auch nicht außer Acht gelassen werden darf, ist ein schnelleres Wachstum. 14-16jährige Mädels wachsen oft innerhalb weniger Monate 10cm und mehr. Mängel, v.a. beim Eisen sind an der Tagesordnung. Sich bewegen und was leisten ist "uncool" oder die, die es können, sind einfach nicht normal oder eben Ausnahmetalente.
Bei den Jungs passiert das 1-2 Jahre später. Während dieser Zeit fehlen dann oft Kraft und Stabilität, von der Koordination ganz zu schweigen. Der Umgang mit den langen Hebeln muss erst mal trainiert werden, was anstrengend und häufig mit Muskelkater verbunden ist. Aber genau das muss eben erst mal passieren. Dann haben sie ein enormes Potential in dem Sinne, wie Sven es beschrieben hat.
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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#5 von Sven , 03.04.2017 16:57

Mir fällt dazu gerade eine Kollegin auf. An die 60 Jahre, topfit nie krank. Aus praktischen Gründen gibt es nur Abends was warmes, selbstgemachtes zu Essen, Mittags ne Butterbrezel + Kaffee. Zudem ist Sie wann immer es geht beim Outdoorsport. Süßigkeiten mag Sie nicht. (Wie meine Kids, bis auf die Süssigkeiten :) )

Ein lebender Beweiss für Autophagie + Frischluftbewegung als Masterkey? ;)


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#6 von saian , 03.04.2017 17:23

Zitat von Luna im Beitrag #4
Ich habe beruflich mit der nächsten Altersgruppe zu tun und erlebe da etwas anderes: Fast die Mehrheit ist müde, schlapp und verweigert sich ("will ich nicht, kann ich nicht") oder entzieht sich ("ich muss auf's Klo, kann ich was trinken" usw), sobald es darum geht sich anzustrengen. Beim Spiel geht es noch am ehesten. Aber auch stehen einige nur rum und lassen die anderen machen.
Sobald dann noch etwas wärmeres Wetter oder Wetterwechsel dazu kommen, kommen dann Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit dazu. Die Kraft reicht meist nicht aus, den eigenen Körper zu beherrschen. Beim Schubkarrenfahren z.B. brechen die meisten nach 3-4 Metern zusammen.

Ursachen sehe ich zum einen in überfürsorglichen Eltern, die ihr Kind jederzeit unter Aufsicht haben wollen, es überall hinfahren, nicht nur wenn es regnet, sondern ständig. Zum anderen ist die Ablenkung durch die Medien zweifelsohne sehr groß. Vielfach ist auch das außerschulische Programm mit diversen Nebentätigkeiten wie Musizieren, Kursen für dieses und jenes usw recht voll. Neben der Schule (G 8 mit viel Nachmittagsunterricht) bleibt dann tatsächlich nicht mehr viel Zeit für Bewegung im Freien, v.a. im Winter.



Ich habe in meiner Freizeit 6-10h pro Woche mit Jugendlichen von 14-16 Jahren zu tun.
Der Großteil davon ist richtig geil drauf.
Das kann natürlich an der Selektion liegen (Sport, die schlechten Kids hören auf).

Ansonsten stimme ich dir zu.
Kaum Vorbilder zuhause (falls die Eltern überhaupt mal Zeit haben), mediale Scheinwelt durch Instagram und Snapchat, schlechte Ernährung, Bewegung ist uncool und für Arme.

Die kleinen Kids von 3-6 sind natürlich die geilsten. Quirrlen 2h durch die Gegend und sind richtig ansteckend.


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#7 von Bernd , 03.04.2017 17:27

Hallo,

ich denke, wenn die gesamte Genetik und der gesamte Körper rein auf Wachstum und Entwicklung justiert sind, wie im Frühkindesalter, dann wird auch dieses hohe Energielevel bereitgestellt. Ab einem gewissen Alter dreht sich die innere Altersuhr eben nicht mehr " vorwärts" und der Erwachsene muß alle Energie aufwenden, dies zu verlangsamen. Dazu kommt der normale körperliche und organische Verschleiß und sicher auch die psychische Komponente, daß man beginnt sich mit dem unausweichlichen Ende auseinanderzusetzen, was ja auch nicht unbedingt motivierend ist! Dazu vielleicht noch das eine oder andere beginnend chronische Zipperlein (Rückenprobleme, Athrose etc.), daß man bislang gar nicht kannte und so schwer wieder loswird, wenn überhaupt usw. Also auch alles Faktoren, die sich auf die Energie und auch die Motivation niederschlagen und zumindest mit physischen und psychischen Anstrengungen einhergehen, die Kinder und Jugendliche in dieser Art überhaupt noch gar nicht kennen(können). Der bekannte geflügelte Spruch vom "Schwung und der Leichtigkeit der Jugend und der Last des Alters", da ist bei allem Anti-Aging & Co. nun mal definitiv etwas dran und der Lauf der Dinge. Irgendwann wird auch das stärkste und schnellste Lebewesen zahnlos und hüftlahm!

Gruß Bernd


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#8 von Sven , 03.04.2017 17:41

Luna und Saian

Was genau denkt ihr ist es was den "schlechten Kids" (durch die Lebenumstände) verloren geht?
Dopaminleere?
Oder Best-Case:
Was treibt Kinder instinktiv zu diesem Höchstleitungen so locker an? Kinder lesen keine Selbsthilfebücher und brauchen auch keinen Sinn - was ist der Faktor X ? :)

Umso länger ich darüber nachdenke, glaube ich Sport (Bewegungsdrang) und z.B. Fasten (anderes ist gerade schöner) sind nur ein logisches Resultat und nicht der Grund für ein zufriedenes Leben. Darum klappt ein selbst auferlegtes Bewegungs- + Ernährungsprogramm als Erwachsener meist nur mäßig. Man zäumt das Pferd von der falschen Seite auf...?


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#9 von sfast , 03.04.2017 18:01

Use it or lose it. Kinder glauben eben nicht daran, dass glücklich sein mit einem Wohlgefühl verbunden ist. Das erlernen wir kulturell und verlernen damit glücklich sein.

Aber zu glauben, dass Kinder automatisch alles richtig machen, ist falsch. Die Trägheit des Erwachsenseins kann ein Resultat des kindlichen Verhaltens sein.

Jedenfalls hat man in jeder Lebensphase unterschiedliche Aufgaben und meiner Beobachtung nach, kümmert sich kaum jemand um diese Lebensaufgaben.


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#10 von Sven , 03.04.2017 18:10

@Sascha

Stimmt Kids machen was gefällt - vermeintlich Gutes wie auch Schlechtes. Könnte dann eine Ableitung für das Älter werden sein zu erkennen was einem (tiefgründig) guttut?
PS: Magst Du bei Gelegenheit - hier oder auf deinem Blog - was zu deinem Gedanken bzgl. Lebensabschnittaufgabem schreiben?


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#11 von carpi_flexor_radialis , 03.04.2017 19:24

Zitat von Sven im Beitrag #1
h weiß, das Thema klingt erstmal banal und ich frage mich, ob die unbändigen Energiebündel wirklich "nur" von ihrem (noch gutem) Stoffwechsel profitieren? Oder andersherum, wann und warum versiegt diese Energie - oft ja schon mit Anfang 20?


Vielleicht liegt es daran, dass Kinder noch keine Routine haben. Im Spiel vergessen sie sich selbst und geben sich ganz ihrer Tätigkeit hin.
Oder vielleicht liegts auch an der Fantasie ...


 
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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#12 von Luna , 03.04.2017 19:45

@ saian
Ich habe die, die bei dir aufhören eben auch. Ich stimme dir zu, wenn du sagst, dass die, die aktiv sind, ein enormes Potential haben. Umgekehrt gilt das aber auch. Mittlerweile bin ich seit über 30 Jahren im Beruf und mir fällt nicht nur auf, dass Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme bei Teenies massiv zunehmen (führt meist dazu, dass kein Sport mehr gemacht wird), sondern auch z.B. vielfach ein Muskelkater oder auch nur Anstrengung oder Schwitzen (Mädels!) bereits als Grund für ein weitgehendes Meiden von Sport/Bewegung angesehen wird.

@ Sven
Ich gehe auch davon aus, dass Kleinkinder von Natur aus so gut ausgestattet sind, dass sie enorm powern, sofern man sie lässt.
Bei den Teenies spielen sicherlich Nährstoffmängel eine wichtige Rolle. Vereinfacht gesagt ist dann Mamas Essen peinlich und man geht lieber mit der Gruppe der Gleichaltrigen zum Burgerking oder macht sich selbst eine 5-Minutenterrine (kein Witz!). Dazu chips, Süßigkeiten, ständig eine Menge an gesüßten Getränken. Wenn das mit Wachstumsschüben zusammenkommt, so sieht man das besonders den Mädels deutlich an.

Ganz anders sieht es aus, wenn diese Parameter stimmen und dann auch der Bewegungsdrang da ist. Jedoch muss auch gesehen werden, dass auch Teenies ganz schön in die Pflicht genommen und damit belastet werden mit dem Einstieg ins Berufsleben. Da scheint mir der Druck auch deutlich höher zu sein als früher. Vieles wird manchmal einfach zu sehr "verkopft", gesteuert und kontrolliert. Damit geht viel an Unbeschwertheit und Leichtigkeit verloren, was dann häufig auch zu Lasten des körperlichen Trainings geht.

LG
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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#13 von Chris (edubily) , 03.04.2017 21:53

Ich befürchte, dass eine solche Beobachtung (und oft Idealisierung) keine Erkenntnisse bringen wird. So eine ähnliche Diskussion gibt es gerade in der Facebook-Gruppe. Nach dem Motto: Wieso ist Tante Hildegard mit 60 noch so "fit", obwohl sie dieses und jenes (nicht) macht. Dann gibt es etliche Hypothesen und Ideen, die irgendwie in das Bild passen.

Wenn ich meinen Vater sehe ... Der geht regelmäßig Blut spenden und hat sicher keine "optimierten Eisen-Werte". Seine einzige Calcium-Quelle ist der Quark, den er sich jeden Abend auf sein Brot schmiert. Seine Bewegung ist der Hund. Und so weiter. Weit weg von "Optimal".

Aber: Der hat kaum graue Haare, ist einigermaßen fit, gedanklich/geistig absolut auf der Höhe, Nachbarn müssen denken, der steht voll im Saft - so oft wie er draußen im Garten steht oder wandern geht.

Ich habe schon so oft versucht, das "System Vater" zu verstehen und komme immer wieder zu der Erkenntnis, dass er sich sein eigenes "Optimum-System" gebaut hat - ganz ohne NEM und schlaue Ratgeber. Er hat es geschafft, sich einen starren Ablauf zu bauen, den er jeden Tag immer wieder genau so lebt. Abweichungen darf es keine geben, denn genau dann sieht man seine (körperlichen etc.) Schwächen. Auch braucht er enorm viel Schlaf, was auch so ein Punkt ist - er legt sich abends sehr früh hin und kann entsprechend ausruhen.

Sein Geheimnis ist dieses riesige Gleichgewicht, das er sich über die Jahre aufgebaut hat und täglich lebt. Sein Körper muss sich genau an diesen Ablauf angepasst haben und genau das ist seine Stärke. Aus dem Grund ist es meines Erachtens auch problematisch, älteren Herrschaft das wegzunehmen, das sie ihr ganzes Leben lang gemacht haben. Zum Beispiel das abendliche Gläschen Wein. Damit ist nämlich häufig sehr, sehr viel mehr verbunden als nur "der Wein". Da geht es um Abläufe, Gewohnheiten, auch Geselligkeit, Lebensfreude und, das wichtigste, Rhythmus.

Es scheint für den Körper nichts Wichtigeres zu geben.

Zu Kindern: Die sind auch nicht perfekt. Aber selbst unfitte und müde Sportler werden "wach", wenn sie spielen dürfen. Früher beim Sport viel zu oft erlebt :-)


Chris Michalk


 
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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#14 von saian , 04.04.2017 07:19

Zitat von Luna im Beitrag #12
@ saian
Ich habe die, die bei dir aufhören eben auch. Ich stimme dir zu, wenn du sagst, dass die, die aktiv sind, ein enormes Potential haben. Umgekehrt gilt das aber auch. Mittlerweile bin ich seit über 30 Jahren im Beruf und mir fällt nicht nur auf, dass Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme bei Teenies massiv zunehmen (führt meist dazu, dass kein Sport mehr gemacht wird), sondern auch z.B. vielfach ein Muskelkater oder auch nur Anstrengung oder Schwitzen (Mädels!) bereits als Grund für ein weitgehendes Meiden von Sport/Bewegung angesehen wird.



Ja, das kenne ich. Sobald es unkomfortabel ist, wird aufgehört.
Mit dem Alter musste ich mir das selbst beibringen.
Die unkomfortablen Sachen bringen die größten Belohnungen.


Zitat von Sven im Beitrag #8
Luna und Saian
Was genau denkt ihr ist es was den "schlechten Kids" (durch die Lebenumstände) verloren geht?
Dopaminleere?
Oder Best-Case:
Was treibt Kinder instinktiv zu diesem Höchstleitungen so locker an? Kinder lesen keine Selbsthilfebücher und brauchen auch keinen Sinn - was ist der Faktor X ? :)



Ich meinte mit "schlecht" den Umstand, dass sie für meine Tätigkeit (Fußball) nicht "gemacht" sind.
Ob das nun körperlich (übergewichtig) oder mental (keine Disziplin fürs Training) ist, sei mal dahingestellt.

Bei meinen Jugendlichen stelle ich vor allem fest, dass die Highperformer unglaublich prozess-orientiert sind.
Mein Kapitän spielt Fußball und Tennis im hohen Jugendbereich und schreibt nur 1er.
Dabei "leidet" er aber nicht. Er will immer der Beste sein, ist aber emotional auch schon sehr reflektierend.
Seine Eltern sind großartig, sie machen ihm auch immer sehr deutlich klar, dass seine persönliche Leistung nur von ihm selbst abhängt,
so "Bist du dir der Sache bewusst, was passiert, wenn du jetzt x machst und welche Konsequenzen das hat?".

Zitat von Sven im Beitrag #8

Umso länger ich darüber nachdenke, glaube ich Sport (Bewegungsdrang) und z.B. Fasten (anderes ist gerade schöner) sind nur ein logisches Resultat und nicht der Grund für ein zufriedenes Leben. Darum klappt ein selbst auferlegtes Bewegungs- + Ernährungsprogramm als Erwachsener meist nur mäßig. Man zäumt das Pferd von der falschen Seite auf...?



Für mich klappt ein selbst auferlegtes Programm sehr gut.
Weil ich nicht alles mit Spaß, muss sich gut anfühlen etc. verbinde.


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RE: Warum sind Kinder so fit? Was können wir lernen

#15 von sfast , 04.04.2017 11:53

Zitat von Sven im Beitrag #10
@Sascha

Stimmt Kids machen was gefällt - vermeintlich Gutes wie auch Schlechtes. Könnte dann eine Ableitung für das Älter werden sein zu erkennen was einem (tiefgründig) guttut?
PS: Magst Du bei Gelegenheit - hier oder auf deinem Blog - was zu deinem Gedanken bzgl. Lebensabschnittaufgabem schreiben?


"Kinder glauben eben nicht daran, dass glücklich sein mit einem Wohlgefühl verbunden ist. Das erlernen wir kulturell und verlernen damit glücklich sein."

Was dieses Glück überhaupt sein soll, muss man genau erforschen, und sollte den Wunsch nach Glück nicht mit dem Wunsch verwechseln, dass es einem gut geht.

@Lebensabschnittsaufgaben: Ich bin noch unentschieden, ob ich über dieses Thema online kommuniziere oder weiterhin nur privat spreche. Auffällig ist jedenfalls das in allen modernen Gesellschaften Unglücklichsein immer stärker zum Problem wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Ikigai


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