Schilddrüse T4 - Selen?

#1 von Brynhildr , 10.03.2017 12:41

Hi ,
im neuen Artikel steht drin, Selen wäre gut....

In Paranüssen ist genial viel Selen, angeblich 55 Mikrogramm pro Nuss.
Und die Empfehlung (DGE) , was gesund wäre ist bei : 55 Mikrogramm pro Tag. Also Eine?!

Verkauft wird meist die 200g Tüte - aber soviel Paranüsse auf einmal sind möglicherweise keine brillante Idee.
(Es bringt mich nicht um, wenn ich das mal mache, hmhm ; aber lieber nicht jeden Tag, oder?

Daher mache ich meist bei 5 - 10 Nüssen am Tag dieser Sorte Schluss -
mein Arzt meinte damals, man könne sich an zuviel Selen vergiften :(

Wieviel meint ihr ist gut und gesund?
Grüßle!
Bruni


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#2 von Chris (edubily) , 10.03.2017 13:17

200 mcg dauerhaft ist OK. Paranüsse sind mir zu ungenau diesbzgl.

Selenmethionin, wie sie in Lebensmitteln vorkommt, ist gut. Natrium-Selenit hat den Vorteil, dass es gegen Krebs wirkt. Aber den Nachteil, dass es kaum Auswirkungen auf den Blutwert zeigt.


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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#3 von Yeti , 10.03.2017 13:35

Ich habe mal eine Frage zu Selen, jenseits der Schilddrüsen-Thematik. Und zwar geht es um die Zusammenhänge zwischen Selen und Schwermetallen, speziell Quecksilber. Konkret: Was ist hiervon zu halten? http://www.homeopathy.at/selen-und-quecksilber

Zitat
Selen verbindet sich mit Quecksilber in einem 1:1 Verhältnis als „Quecksilber-Selenid“. Dieser Komplex ist schwerlöslich und wird in Form kleiner „Körnchen“ im Gewebe abgeschieden. Dies ist der Grund, wieso Fische nicht an QS-Vergiftung akut sterben, dort liegt das Quecksilber als Selenid neutralisiert im Gewebe herum.

Dadurch wird das Quecksilber zwar als toxisches Enzymgift relativ wirksam entfernt und es zeigen sich keine Vergiftungs-Symptome selbst bei höherer Quecksilber-Exposition.

Ja, Selen „entgiftet“ selbst noch das hoch neurotoxische Methyl-Quecksilber, auch dieses wird mit Selen im Gewebe weg-komplexiert.

Allerdings wird der Selen-Quecksilber-Komplex schwerst löslich und kann nicht mehr „ausgeschieden werden“.

Empirisch – ohne dass ich dafür Studien bis jetzt gefunden habe – zeigt die Erfahrung von Prof. Daunderer – dass dieser Quecksilber-Selen-Komplex längerfristig bevorzugt im Hirn abgelagert wird und dort auf längere Zeit betrachtet neurodegenerative Störungen auslöst, daher hat Daunderer letztlich Selengaben bei Quecksilberbelastung als Kunstfehler betrachtet.



Leider hat der Autor der Seite sein Versprechen noch nicht eingelöst, seine Aussagen durch detaillierte Recherche und ordentliches Referenzieren von Studien zu untermauern. Vordenker oder Paranoia?



 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#4 von Markus , 10.03.2017 13:40

Quecksilber entfaltet einen Großteil seiner schädlichen Wirkung doch genau deswegen weil es dem Körper da Selen "raubt" und somit zu einem Mangel führt, u.a. an Glutathionperoxidase, dem Recycler für das wichtigste Antioxidanz des Körpers.

-->
https://chriskresser.com/5-reasons-why-c...-are-misguided/


»Jeder weiß, was gemeint ist, aber niemand darf es laut sagen. Erinnert mich sehr an die letzten Jahre der DDR."


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#5 von Yeti , 10.03.2017 14:05

Hallo Markus,

danke für den Link. Was mich jedoch verunsichert, ist vor allem die Aussage, dass sich auch die Quecksilber-Selen-Verbindungen im Gehirn ablagern und dort angeblich neurodegenerative Schäden auslösen können.


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#6 von Chris (edubily) , 10.03.2017 17:29

Ich gucke am Wochenende mal nach Belegen dafür.

Klingt mir ein bisschen zu Reagenzglas-chemisch. Oft von Leuten mit wenig Ahnung von Biochemie.


Chris Michalk


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#7 von Tommy , 12.03.2017 13:19

Das mag daran liegen, dass Daunderer vor 2-3 Jahren verstorben ist. Er mag Radikale Ansätze verfolgt haben in Sachen Kiefersanierung bei Zahnherden, hat aber dadurch und durch die Anweisungen wie Amalgam richtig entfernt werden sollte vielen Hunderten vergifteten Menschen zu deutlicher Linderung geholfen. Durch ihn wurde m.w auch die ganze Chelattherapie zur Ausleitung erst so populär. Und diese Therapie hilft nachweislich! Ich kann die Selen Quecksilber Thematik nicht beurteilen aber weiß dass sich Daunderer hiermit Jahrzehnte beschäftigt hat.


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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#8 von H_D , 12.03.2017 21:50

Ich hab auch mal eine Fragen, die aber eher sekundär mit dem Artikel zu tun haben:

Mein T4 liegt nur knapp über Refbereich und mein T3 noch um einiges darunter
T3 1,21 Ref: 2,7-4,3
T4: 1,09 Ref: 0,9-2
Werte von Februar

Mein Selen war im Sommer letzten Jahres bei
102 Ref: 50-120

Jod wurde leider noch nie gemessen. Macht man das im Blut oder doch als Sättigungstest? Ich merke auf jeden Fall, dass ich mich nach Algen besser fühle (von purem Jod merke ich eigentlich nichts).

Leider reagieren meine Ärzte immer nur mit Erhöhung von LT, was aber gar nichts bringt:


Ich würde gerne mal T3 direkt nehmen um zu sehen ob sich dann etwas ändert, aber leider wird das immer abgeblockt.

Nebenbei: was ist denn mit T1 und T2? Davon liest man eigentlich nie etwas
https://autoimmunhilfe.de/t2-die-13-fee-...druesenhormone/


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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#9 von Gelöschtes Mitglied , 16.03.2017 12:24

https://autoimmunhilfe.de/t2-die-13-fee-...druesenhormone/

Interessanter Artikel, jedoch kratze ich, im Gegensatz zu den meisten anderen hier, nur an der Oberfläche.
Was meint sie mit "Schilddrüsenextrakt"?
VG Ed



zuletzt bearbeitet 16.03.2017 12:25 | Top

RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#10 von Markus , 16.03.2017 13:04

Schilddrüsenextrakt= tierisches SD-Gewebe, meist getrocknet. Etwa dieses hier:
https://www.ergomaxshop.de/garmonia-thyr...de-bioregulator


„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten."(Karl Kraus)


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#11 von Gelöschtes Mitglied , 16.03.2017 13:57

Hallo Markus, du wirst ja noch zu meinem persönlichen Berater :-)

Also ist das sowas wie Thyreoidea siccata / aus gefriergetrocknetem Schilddrüsenextrakt vom Schwein?
Das gleiche was auch zwei Apotheken hier in Deutschland auf Privatrezept anbieten?!

Danke & VG Ed



RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#12 von H_D , 17.03.2017 06:26

Hast du persönliche Erfahrungen damit gemacht Markus?


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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#13 von Markus , 17.03.2017 06:35

@Ed

-ja
-kein Plan

@H_D
-nein- als Schildkröte verfügt man auch über eine pumperlgesunde Schilddrüse


„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten."(Karl Kraus)


 
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RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#14 von Gelöschtes Mitglied , 17.03.2017 07:04

@Markus

Wahrscheinlich "Meeresschildkröte"



RE: Schilddrüse T4 - Selen?

#15 von nextlevel , 29.07.2017 13:10

Hallo allerseits,

ich (= kleine 1,62 m kurze "Hashimoto-Frau" mit gerade mal noch 3 ml Restschilddrüsen-Volumen) und ziemlich schlechter T3 Konversion teile gern meinen Selen-Test mit euch (war ein eher vorsichtiges, langfristiges Experiment und unter ärztlicher Aufsicht).

Medikation seit x Jahren (15 Jahren oder so) 75 Mikrogramm L-Thyroxin, TSH war damit Ende in 2015 bei 0,06 wobei T3 und T4 dabei aber nicht wesentlich höher waren als bei den aktuellen Werten, T3 ca. bei maximal 1,8. Jedoch gabs Haarausfall, diverse Beschwerden... und lt. dem Schilddrüsenarzt davor der nur auf den TSH schaute "Schilddrüsenüberfunktion", daher Reduktion L-Thyroxin auf 50 - und zugleich mein Wechsel zu neuer kompetenter Ärztin die Selen gut findet und auch T3 und T4 misst.

Medikation ab Januar 2016 bis April 2016 also tägl. 50 Mikrogramm L-Thyroxin (Henning) +200 Mikrogramm Cefasel (Natriumselenit).



Ab April 2016 L-Thyroxin 3 Tage die Woche (Sa + So + Mi) 75 Mikrogramm, 4 Tage (Mo + Di + Do + Fr) 50 Mikrogramm, dazu täglich weiter 200 Mikrogramm Cefasel, ab Juni 2016 weiterhin täglich Selen 200, wobei ich dann Cefasel und Selenhefe (Produkt: Puritans Pride, High Potency Selenium 200) abwechselnd genommen habe.

Mein T3 ist zwar noch immer nicht "das blühende Leben" aber doch erkennbar (und vor allem fühlbar!) angestiegen. Mit knapp 2 ng/l T3 ist das Lebensgefühl bei mir bereits deutlich besser als mit 1,70. Zusätzlich sind die Antikörper gesunken, TSH bewegt sich um ca. 1 - seitdem habe ich auch einen Zyklus (Pille abgesetzt, danach fast 1 Jahr keine Regel - jetzt zwar Zykluslänge von ca 42 - 48 Tagen, aber immerhin - hat von Natur aus noch nie funktioniert, stattdessen Diagnose PCO usw... die Diagnose hat der Gyn inzwischen "zurückgenommen", keinerlei Anhaltspunkte mehr dafür - "lag wohl an der Schilddrüse".

Ärztin ist nun leider nicht mehr in der Praxis, neue Ärztin hat die neuesten T3 Werte letztens nicht gemessen, obwohl ich es verlangt habe und gesagt dass ich selber zahle... Hat gemeint ich soll Selen reduzieren da ich im oberen Normbereich bin. Hab ich dann getan - und seit März bis Juni nur noch halbe Dosierung / sporadisch Selen genommen, was keine gute Idee war. Hätte nach den Erstsemesterprüfungen dringend Selen weiternehmen sollen, mir einen (bestimmt stressbedingten) Hashimoto Schub eingehandelt mit dem ich jetzt noch zu kämpfen habe. Selen gibt's nun wieder täglich.

Plane künftig Natriumselenit im Wechsel mit Selenmethionin zu nehmen - gute Idee? Wie hoch sollte ich den Spiegel halten, dachte an 200 oder was meint ihr?

Lieben Gruß,

nextlevel


 
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