Testo-Booster :-)

#1 von H_D , 08.11.2014 14:47

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir Tipps und Ratschläge geben.

Ich war im Juli beim Hausarzt, weil ich mich sehr schlapp gefühlt habe (Masterstudent, nebenbei Arbeiten, viele Prüfungen, Wetter, zuviel Kraftsport, zu wenig KCAL, zu wenig Schlaf etc etc.).

Rein Interessehalber wollte ich zudem mal meinen Testosteronwert wissen. Zumal ja der Testospiegel auch großen Einfluß auf die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden hat. Der Arzt wollte mein Testo partout nicht messen ("So wie Sie aussehen, haben Sie sicher keinen niedrigen Testosteronspiegel!"). Ähnliche Aussagen kamen leider permanent. :lame:

Ich konnte ihn dann zumindest überzeugen, dass ich den Testotest selbst zahle. Ergebnis war ein sehr niedriger Wert und eine Überweisung zum Urologen und Hämatologen.

Der Urologe hat dann nochmal Testo gemessen. Da die Werte nicht so recht zueinander passen und es die Möglichkeit eines Hirntumors gab, welcher auf die Hirnanhangdrüse drückt und somit weniger Testo ausgeschüttet wird, wurde ich zum MRT geschickt.

Der Arzt konnte den Verdacht weder bekräftigen noch bestätigen. Ich sollte nochmal in 6 Wochen die Werte messen lassen.

Habe ich gemacht. Aussage vom Urologen: "Ich habe in der Woche 2-3 Männer mit niedrigen Werten, aber nur alle 5-6 Jahre einen mit so katastrophalen Werten." :x

Seit Längerem lasse ich eigentlich einmal im Jahr einen Bluttest machen. Zum Einen weil es mich interessiert, zum Anderen weil in meiner Familie Diabetis sehr häufig vorkommt (mütterlicherseits) und ich scheinbar aus der Linie auch den niedrigen Eisenwert habe (meinte zumindest meine Mutter - in ihrer Familie kommt auch das scheinbar gehäuft vor).

Die Ergebnisse aller Bluttests habe ich mal als PDF angehängt. Die Werte im Referenzbereich habe ich mal grün hinterlegt - liegen häufig allerdings bereits im unteren Bereich - und die außhalb des Referenzbereichs rot. Wie ihr seht, ist alles was mit Testo zusammenhängt rot, ähnlich beim Stoffwechsel.

Beim Endo wollte ich jetzt mal alle Werte prüfen lassen, auf die Chris immer hinweist. Das wurde von der Ärztin leider abgelehnt, da "im Internet die Leute mit sowas nur unnötig Geld machen wollen". Cortisol wurde auch getestet. Allerdings ebenfalls mit dem Bluttest als einmaliger Wert.

Im Befundbericht der Endokrinologin steht:
"Mehrfach gemessen findet sich ein niedriges Testosteorn, bei auch niedrigen LH und FSH Werten war im NMR kein hypophysärer Prozess nachweisbar gewesen.
Auch kein Hinweis auf eine Hyperprolaktinämie oder andere Ursache, so daß durchaus ein therapieversuch mit Testosteron unternommen werden könnte."

Heißt wohl, dass ich am Donnerstag (zweiter Termin bei der Endokrinologin) Testo verschrieben bekomme. Damit dürften wohl die Symptome eine Zeitlang verschwinden, aber ja nicht die Ursachen.

Nachdem was Sven hier gepostet hat:
Cortisol & Nebennierenschwäche

würde ich bei mir ebenfalls auf eine Nebennierenschwäche tippen. Zumindest würden sehr viele der Symptome passen.

Chris meinte ich sollte Dr. Strunz besuchen, aber als Student ist das leider nicht drin. Habt ihr Tipps für mich wie ich die Endokrinologin zu einer richtigen Medikation/Therapie bringen kann? Beim Hämatologen habe ich wohl wenig Chancen oder?

Was ich für Supps nehme:
Zink, Vit D3, Taurin, Whey, ZMA, Kaliumchlorid, Magnesium, Kreatin, Fischöl, Q10, Reservatrol, Zimt; ab und zu Grüntee-Kapseln, HMB, L-Carnitin; 1x pro Woche VitB

Herzlichen Dank für jeden Tip!!

Dateianlage:
Übersicht.pdf
Angefügte Bilder:
Befundbericht_Endokrinologe_27102014.JPG  

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RE: Testo-Booster :-)

#2 von Chris (edubily) , 08.11.2014 16:21

Hallo H_D,

erstaunlich ist vor allem das hohe TSH in Relation zu niedrigen LH/FSH-Werten. Das gibt mir nach wie vor zu denken.
Ich glaube hier nicht an eine Nebennieren Dysfunktion... Daher auch der Tipp mit Dr. Strunz - der könnte eine Mikronährstoff-Defizienz ausschließen, wobei wir vor allem herausfinden müssen, warum deine Hypophyse so "rumspinnt".

Hast du da einen Zusammenhang zwischen den Symptomen und Lebensumständen?

LG, Chris


 
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RE: Testo-Booster :-)

#3 von H_D , 08.11.2014 18:52

Zitat von edubily im Beitrag #2


Hast du da einen Zusammenhang zwischen den Symptomen und Lebensumständen?

LG, Chris


Naja, so konkret nicht.

Wie gesagt, im Juli hab ich mich sehr schlapp gefühlt. Lag für mich aber daran, dass ich viele Prüfungen gleichzeitig hatte und Studienarbeiten fertigstellen musste. Dazu warens ja oft >35° und mein Bett steht direkt unterm Dach - daher war der Schlaf meist 3-4h pro Nacht. Zusätzlich reagiere ich bei Streß immer damit mehr Sport zu machen. Eigentlich um den Kopf frei zu bekommen. Weiteres Problem waren dann die KCAL, da die bei der Hitze wohl weiter unter dem Bedarf waren.

Das Alles war jetzt aber nicht sooo außergewöhnlich, war ja schließlich in jedem Sommersemester so. Was mir dann zu denken gegeben hat war meine Morgentemperatur, die oft bei 34-36° lag. In einem anderen Forum wurde mir dann EINDRINGLICH zu einem Arztbesuch geraten. Der hat dann den Stein ins rollen gebracht.

Was mich an eine NN-Schwäche hat denken lassen waren die Symptome, die auf der Seite (http://www.adrenal-fatigue.de/=) erwähnt werden:
chronische Müdigkeit / Energiemangel
niedrige Körpertemperatur / Frieren
Gehirnnebel / schlechte Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis
geringe Energie / Müdigkeit
Depressionen / Ängstlichkeit
Immunstörungen / Allergien / wiederkehrende Infektionen
nicht Zunehmen oder nicht Abnehmen können
Chronisches Erschöpfungssyndrom / Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome)
Schwindel bei schnellem Aufstehen
benötigt Kaffee oder Stimulantien um Morgens in Gang zu kommen
Energiemangel am Morgen und Nachmittags (15-17 Uhr)
kurzzeitige Besserung nach Mahlzeiten

Wobei das natürlich Symptome sind, die sich wirklich mit den Lebensumständen erklären lassen und natürlich auf Vieles hinweisen können.

Das MRT hat sich die Ärztin auch angesehen. Sie meinte nur es wären schlechte Bilder, aber sie kann nichts Ungewöhnliches erkennen.

Macht es Sinn die Mineralien und Vitamine "nur" in einem Labor messen zu lassen? Dann wäre meine Frage wie findet man ein Labor in seiner Nähe? Über Google habe ich bisher nichts finden können


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RE: Testo-Booster :-)

#4 von Gelöschtes Mitglied , 08.11.2014 21:19

Hallo H_D,

lass bloß die Finger vom einer Testosteron-Ersatz-Therapie auch wenn es erstmal verlockend ist - spätestens in 3-6 Monaten hast wieder die gleichen Probleme bzw. gleich eines mehr.

Die Lösung für dein Problem hast Du dir ja schon fast selbst gegeben:
Schlaf, Stressabbau (-Techniken / mal nicht durch exzessiven Sport) und genügend gutes Futter.

Auch wenn es recht uncool klingt und ein Quickfix in Form von (weiteren) Pillen und Pulvern so schön klingt - glaub mir damit ist mir nur der halbe Weg beschritten ;-).
Du bist nicht nur eine Maschine die es zu befüllen gilt damit sie Hochleistung bringt :-) .

PS: Labore gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt - wo wohnst Du denn? Manchmal sind die etwas scheu, wenn es um "Direktkunden" geht.

LG, Sven



zuletzt bearbeitet 08.11.2014 21:20 | Top

RE: Testo-Booster :-)

#5 von Chris (edubily) , 08.11.2014 21:31

Zitat
Du bist nicht nur eine Maschine die es zu befüllen gilt damit sie Hochleistung bringt :-) .



Absolut korrekt. Das wird in unserer heutigen Leistungsgesellschaft aber nicht sehr berücksichtigt - leider.


 
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RE: Testo-Booster :-)

#6 von justizia , 09.11.2014 07:09

Hallo,
mach doch einfacn mal ein cortisoltagesprofil. Dann siehst Du doch was sache ist bzgl. Nebennieren bzw. hast zumindest einen Anhaltspunkt.
Gruß


 
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RE: Testo-Booster :-)

#7 von justizia , 09.11.2014 07:12



 
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zuletzt bearbeitet 09.11.2014 | Top

RE: Testo-Booster :-)

#8 von H_D , 09.11.2014 14:35

Hallo justizia,

ja das hab ich auch schon überlegt. Frage mich allerdings warum die Ärztin das nicht schon angestoßen hat. Ich werde beim nächsten Termin nochmal explizit danach fragen. Andernfalls bleibt mir wohl keine Wahl den Test selbst zu machen..


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RE: Testo-Booster :-)

#9 von justizia , 09.11.2014 16:59

Die Ärzte kennen sowas oft gar nicht. Und der Speicheltest wird von den Krankenkassen eh nicht übernommen, ausser Du bist privat versichert.


 
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RE: Testo-Booster :-)

#10 von Animus , 09.11.2014 19:06

Naja. Die Werte TSH hoch, T4 sehr niedrig legen eine Schilddrüsenunterfunktion nahe.
Der Rest kann ein Begleitsymptomatik sein!

Lass Dir alle drei Schilddrüsen-Antikörper (MAK, TAK, TRAK) bestimmen. Ich würde spontan auf eine autoimmune Schilddrüsenentzündung tippen.
Ich will ja nicht sagen, aber bei den Endokrinologen würde ich nicht wieder hingehen, wenn er nicht selbst spontan daran denkt.

Wenn gleichzeitig noch in der Familie noch Diabetes Typ 1 bekannt ist, lass dir mal die ebenso die relevanten Antikörper (GAD-AK, IA-2-AK) bestimmen.
Autoimmune Schilddrüsenentzündung und Diabtes Typ 1 tritt oft gemeinsam auf.


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RE: Testo-Booster :-)

#11 von Chris (edubily) , 09.11.2014 19:13

Zitat
Naja. Die Werte TSH hoch, T4 sehr niedrig legen eine Schilddrüsenunterfunktion nahe.
Der Rest kann ein Begleitsymptomatik sein!

Lass Dir alle drei Schilddrüsen-Antikörper (MAK, TAK, TRAK) bestimmen. Ich würde spontan auf eine autoimmune Schilddrüsenentzündung tippen.
Ich will ja nicht sagen, aber bei den Endokrinologen würde ich nicht wieder hingehen, wenn er nicht selbst spontan daran denkt.

Wenn gleichzeitig noch in der Familie noch Diabetes Typ 1 bekannt ist, lass dir mal die ebenso die relevanten Antikörper (GAD-AK, IA-2-AK) bestimmen.
Autoimmune Schilddrüsenentzündung und Diabtes Typ 1 tritt oft gemeinsam auf.



FSH, LH als Resultat von Unterfunktion ist denkbar und könnte man ausschließen, wenn man T4 geben würde.


 
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RE: Testo-Booster :-)

#12 von Animus , 09.11.2014 19:31

Zitat von edubily im Beitrag #11
FSH, LH als Resultat von Unterfunktion ist denkbar und könnte man ausschließen, wenn man T4 geben würde.

Unter Unterfunktion können alle weiteren Drüsen betroffen sein. Insbesondere funktioniert dann gewöhnlich die Nebenniere nicht mehr richtig.
Dann kann es auch mit dem Testosteron nicht klappen. ;-)


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RE: Testo-Booster :-)

#13 von Chris (edubily) , 09.11.2014 19:50

Das habe ich ihm geschrieben, deshalb auch die Idee mit dem Anheben der T3/T4-Werte - nach meinem "Plan" :-)


 
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RE: Testo-Booster :-)

#14 von H_D , 09.11.2014 21:06

Vielen Dank für eure Antworten!

Zitat von Animus im Beitrag #10
Naja. Die Werte TSH hoch, T4 sehr niedrig legen eine Schilddrüsenunterfunktion nahe.
Der Rest kann ein Begleitsymptomatik sein!

Lass Dir alle drei Schilddrüsen-Antikörper (MAK, TAK, TRAK) bestimmen. Ich würde spontan auf eine autoimmune Schilddrüsenentzündung tippen.
Ich will ja nicht sagen, aber bei den Endokrinologen würde ich nicht wieder hingehen, wenn er nicht selbst spontan daran denkt.

Wenn gleichzeitig noch in der Familie noch Diabetes Typ 1 bekannt ist, lass dir mal die ebenso die relevanten Antikörper (GAD-AK, IA-2-AK) bestimmen.
Autoimmune Schilddrüsenentzündung und Diabtes Typ 1 tritt oft gemeinsam auf.





Ganz ehrlich: von den Werten habe ich noch NIE etwas gehört. Ich werde es auf alle Fälle ansprechen, aber ihr habt ja schon gemerkt die Endokrinologin ist da nicht besonders aufgeschlossen. Ich bin aus der Region Bamberg und sie ist aus Erlangen, daher hatte ich keine Erfahrungswerte.
Ich habe jetzt Stunden damit verbracht herauszufinden wer ein großes Blutbild mit Vitamin- und Mineralanalyse macht. Scheinbar ist das ja eher Sache der Internisten bzw. habe ich das Naturheilzentrum Nürnberg gefunden: http://www.naturheilzentrum-nuernberg.de...ine-profil.html
Sieht zumindest erfolgversprechen aus..

Chris du hast eine Spurenelement-Haaranalyse angesprochen. Du meinst sowas hier oder http://www.medivere.de/shop/Mann/Mikrona...ralanalyse.html ?


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RE: Testo-Booster :-)

#15 von Animus , 09.11.2014 21:32

Zitat von edubily im Beitrag #13
Das habe ich ihm geschrieben, deshalb auch die Idee mit dem Anheben der T3/T4-Werte - nach meinem "Plan" :-)

Ich halte das für eine schlechte Idee. Ich würde erst die Autoimmun-Problematik abklären und nicht das Risko eingehen, dass man mit dem "Plan" das ganze noch verschlimmert.


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