RE: Resistente Stärke

#16 von Herr Glücklich , 12.01.2015 20:29

Zitat
Der Solaningehalt von älteren Kartoffelsorten war wesentlich höher als heute. Zeitgenössische Kartoffelsorten weisen einen Solaningehalt von 3 bis 7 mg/100 g auf, hauptsächlich aber in der Schale. Die Dosis von 200 mg Solanin, bei der erste Vergiftungserscheinungen bei erwachsenen Menschen auftreten können, entsprechen einem Genuss von 3 bis 7 Kilogramm ungeschälter roher Kartoffeln. Durch Lagerung im Dunkeln, Schälung und Zubereitung wird der Gehalt an Solanin reduziert bzw. abgebaut. Die erhältlichen Kartoffelsorten haben unter den üblichen Bedingungen keinen gesundheitlich bedenklichen Glycoalkaloid-Gehalt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffel#A...e_in_Kartoffeln



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RE: Resistente Stärke

#17 von Gyges , 13.01.2015 11:25

Gibt es hier die Möglichkeit, eine angesprochene Person so zu markieren, dass diese einen Hinweis auf dieses Thema/Thread bekommt?


 
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RE: Resistente Stärke

#18 von phil (edubily) , 13.01.2015 13:03

Nicht dass ich wüsste. PM geht aber ähnlich schnell und stört nicht den Lesefluss im Thema :P


 
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RE: Resistente Stärke

#19 von Markus , 13.01.2015 13:21

Hallo Gysges,

ich habe deinen Eintrag erst jetzt gesehen

Also bei SIBO/hoher Candidalast würde ich folgendes vorschlagen:

-Low FODMAP-Diät:
http://www.gastropraxis-mainz.de/fileadm...ienten-Info.pdf
Kohl passt da nicht wirklich dazu, ich würde andere Gemüsearten den Vorzug geben.
-Glutamin
-Grapefruchtkernextrakt oder Oreganoöl
- Kokosnussöl (wegen der enthaltenen Laurinsäure)
- Candida Support von NOW Foods
- selbstgemachte Knochenbrühe
- viel fermentiertes Gemüse und Kefir (natürliche Probiotika)

Als Probiotikum: viele Leute habem mit Primal Defense Ultra von Garden Of Life gute Erfahrungen gemacht. Prescript Assist ditto. FIndest du als erste Anlaufstelle bei Amazon.co.uk (günstig) bzw. ergomax.nl Als einmalige Kur kannst du auch noch die ersten zwei Wochen mit Saccharomyces boulardii ergänzen.

Nimm zeitlich dazu RS, aber bei deinen geschilderten Reaktionen fängst du bitte mit 1 Teelöffel an und steigerst dich bei Bekömmlichkeit langsam um 1 weiteren TL pro Woche. Also nicht zu ehrgeizig, vorsichtig!. Trenne die Einnahme unbedingt zeitlich: Die pflanzlichen Antibiotika (NOW, Oreganoöl, GKE) nimmst du zB morgens und die Probiotika und RS abends. Nach zwei Monaten oder so würde ich dann andere Ballaststoffe wie Konjakwurzel, Xanthan Gum, Inulin und auch Laktose und Oligosachharide versuchweise(!), in größer werdenden(!) Dosen und einzeln(!) hinzunehmen. Also kontrolliert. Die Probiotika weiternehmen und die Antiobiotika kannst du dafür runterfahren bis zum kompletten Ausschleichen.

Fazit: Deine Ernährung passt ansonsten, die ist schon mal sehr gut. Pass nur auf die Gemüsearten auf (wegen der FODMAP) und achte auf Kokosöl, Knochenbrühe und Kefir (letzerer am Besten selbstgemacht, geht auch aus Kokosmilch zu gewinnen). Achte auf die Mengen bei RS und versuche je zwei oder drei Probiotika und pflanzliche Antiobiotika, du kannst diese auch zeitlich abwechslen, also etwa 1 Woche Prescript A. und die nächst Woche Primal Defense Ultra und immeer begleitet von boulardii. Danach wieder von vorne nur ohne boulardii. Dieses Programm sollte dann sowohl gegen SIBO wie auch bei hoher Candidalast funktionieren, die genaue Ursache ist somit nur noch vom akademischem Interesse.

Bei meiner Freundin ist mit genau diesem Protokoll die Fruktoseunverträglichkeit verschwunden. Sogar gemessen nach Fruktose-Toleranztest vorher (positiv) und nachher(negativ). Sie nimmt aber weiterhin die Probiotika ein, wie es nach Absetzen dieser aussähe, wissen wir nicht. Also ob die Darmflora sich soweit stabbilsiieren konnte dass sie auch ohne Zufuhr sich selbständig erhalten kann.



Die Seiten von Dr Animal Pharm und Chris Kresser, kennst du die schon? Dort findest du sehr viele weitere hilfreiche Informationen zu diesem Themengebiet.


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RE: Resistente Stärke

#20 von Michael , 13.01.2015 13:48

Bei Patric Heinzmann gefunden:
RESISTENTE STÄRKE! Kartoffeln sind gesund. So heißt es immer wieder. Auch wenn sie ordentlich Kalium und Magnesium liefert, was sie zu einem basischen Nahrungsmittel macht. Eiweiß enthält sie nur in Spuren. Und frisch gekocht lässt sie den Insulinspiegel ansteigen wie eine Silvesterrakete zu Neujahr. Doch jetzt kommt`s: wenn die tolle Knolle nach dem Kochen oder Braten wieder erkaltet, bildet sich „resistente Stärke“ (oder noch genauer: retrogradierte Stärke). Die Kartoffelstärke bildet eine kristalline Struktur. Und an der beißen sich die Verdauungsenzyme die Zähnchen aus. Dadurch schnellt der Blutzuckerspiegel nicht durch die (Bauch)decke und macht somit länger satt. Wer also Beilagen braucht, profitiert von coolen Erdäpfeln, wenn sie schon mal heiß waren. Ich probiere das mal mit Pommes und lutsche die tiefgekühlt. Nein, quatsch: Auch wenn die Knolle und deren Derivate dann wieder erhitzt werden, bleibt dieser Verzögerungseffekt bestehen. Dein Patric Heizmann.


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RE: Resistente Stärke

#21 von van Gent , 13.01.2015 13:58

Hoi Markus,

Gibt es einen Vorteil von Haferstärke gegenüber Kartoffelstärke oder umgekehrt? Kannst du uns noch wissen lassen wie man die RS praktikabel einsetzten kann, auch wenn keine Probleme mit Unverträglichkeiten vorliegen ? Ich lese hier und da mal von 3 x 1 EL am Tag vor den Mahlzeiten in einem Glas Wasser.....das wäre ja machbar !


 
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RE: Resistente Stärke

#22 von Markus , 13.01.2015 14:11

Hallo,

in Hafer (oder Süßkartoffeln) sind keine mir bekannten Mengen an RS vorhanden, egal, wie zubereitet. Nimm dir unverarbeitete (unerhitzte) Kartoffelstärke und schau, wie es dir damit geht. Bei 1 EL am Tag solltest du es u.a. an heftiger werdenden Träumen merken, ansonsten wechsel mal die Sorte. Wenn die Verdauung damit Probleme haben sollte gehst du mit der Menge zurück ansonsten kannst du dich auf bis zu 3 EL am Tag steigern. Darüber hinaus hat es keine weiteren Nutzen mehr.


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RE: Resistente Stärke

#23 von van Gent , 13.01.2015 14:21

Prima! Danke schön!


 
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RE: Resistente Stärke

#24 von H_D , 13.01.2015 20:38

Zitat von Markus im Beitrag #19
Kefir (letzerer am Besten selbstgemacht, geht auch aus Kokosmilch zu gewinnen).

Machst du denn dann wie normalen Kefir?


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RE: Resistente Stärke

#25 von Markus , 13.01.2015 22:22

Die Kokos-Kefir-Eigenproduktion habe ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen. Funzt bei Kokosmilch aber angeblich wie mit Rohmilch: Starterkultur in einem Gefäß mit zimmerwarmer Milch aufgiessen und 24 Stunden stehen lassen, danach kühlen.


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RE: Resistente Stärke

#26 von Gyges , 16.01.2015 19:21

Hi Markus,
vielen Dank für Deine Tipps. Die Seiten von Kresser und Animal Farm kannte ich nicht.
Ich werde mich jetzt mal dort einlesen und die Probiotika bestellen.
Welches Gemüse (als Prebiotika und/oder RS) kannst Du mir empfehlen?
Soll ich zusätzlich Inulin o.ä. bestellen?
Nochmals herzlichen Dank und beste Grüsse
Gyges


 
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RE: Resistente Stärke

#27 von Gyges , 18.01.2015 00:25

Hi Markus
Noch eine Frage von meiner Seite.
Milchprodukte vertrage ich aktuell nicht.
Wo kann ich so eine Starterkultur für Kokosmilchjoghurt bestellen?
Viele Grüße
Gyges


 
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RE: Resistente Stärke

#28 von Markus , 18.01.2015 10:04

Hallo, du nimmst einen ganz normalen Kefirpilz wie fùr Kuhmilch auch. Gibt es etwa auf ebay oder frag mal im Reformhaus nach.


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RE: Resistente Stärke

#29 von MaXopA , 18.01.2015 12:43

Kann mir jemand von euch eine Reissorte empfehlen, die für resistente Stärke besonders geeignet ist?

Die verschiedenen Reisarten unterscheiden sich ja deutlich in der Abgabe von Stärke während der Zubereitung bzw. beim Kochen.


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RE: Resistente Stärke

#30 von Markus , 18.01.2015 18:56

Hallo,

mir ist beim Reis kein besonderer Unterschied bekannt. Das heisst aber nicht, dass es nicht evt. einen gäbe. Ich nehme selber gerne Parboiled Rice, weil hier die Antinährstoffe größtenteils entfernt sind, im Gegensatz zu weißem Reis aber noch einige Nährstoffe enthalten sind.

Eine weitere bequeme RS-Quelle sind übrigens Plantains, Kochbananen. Gibt es etwa im Edeka oder als unbehandeltes Mehl hier online:
http://www.eichenhain.com/product_info.php?products_id=198


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Eier - Oxidiertes Cholesterin
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