Kupferspeicherkrankheit?

#1 von Sven , 17.02.2017 14:44

Hallo ihr Lieben,

habe die Box der Parandora geöffnet und mir beim Routinecheck ein paar Blutwerte geben lassen.
Dabei kam heraus:

>Kupfer im Serum: sehr niedrig
da Verdacht auf MW, dann nachbestimmt:
>Ceruloplasmin: leicht unter Referenz
> Zink: im oberen Drittel
> Leberwerte: gut
>Einen 24h Urintest könnte ich noch machen...

Das ist recht erstaunlich, da ich seit ca. einem halben Jahr keine Supps mehr nehme, dafür aber 200g Leber die Woche esse.
Jetzt frage ich mich, ob die (immernoch) niedrigen Kupferwerte noch eine Altlast durch die Zink, Vitamin C, Taurin Eskapaden sein könnten? (All das wird empfohlen um den Kupferwert zu senken)
...oder tatsächlich so ein blöder Morbus Wilson?
So wie ich das lese ist ein Kupfermangel bei normaler Ernährung sehr schwer zu bekommen, schon garnicht wenn man Innerereien, Kakao, Meerestiere ect. isst.
Müsste also doch schon längst aufgefüllt sein?

Je nachdem müsste ich mich wohl von u.a. von Innereien und Kakao trennen.


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#2 von Tommy , 18.02.2017 20:25

Mein Kupfer ist in Keller gerauscht bei 30mg Zink in den 2perday ohne zusätzliche Kupfereinnahme. Wirkt sich bei mir wohl krass aus


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#3 von Chris (edubily) , 18.02.2017 20:36

Zitat
So wie ich das lese ist ein Kupfermangel bei normaler Ernährung sehr schwer zu bekommen, schon garnicht wenn man Innerereien, Kakao, Meerestiere ect. isst.



Genau umgekehrt ...

Ich weiß nicht, ob du mal nachgerechnet hast. Aber um den Tagesbedarf an Kupfer zu decken, müsstest du jeden Tag 100 g Leber essen (es sei denn, du isst amerikanische Leber, die scheinen höhere Kupfergehälter aufzuweisen). Kakao: mehrere hundert Gramm täglich? Und Meerestiere? Isst du jeden Tag Muscheln? Ansonsten hast du zu viel Ray Peat gelesen, die Shrimps enthalten nämlich fast gar nix.

Kupfer-Mangel ist real. Deshalb haben wir darüber gesprochen im Blog.

Klar, wenn es MW ist, wäre das doof. Aber glaube ich erst mal nicht. Iss lieber mal bewusst kupferreich oder besorg dir ein Kupfer-NEM und teste dann wie CP reagiert.

PS: Täglich 200 bis 500 g Bohnen bzw. Linsen und das Thema ist erledigt.


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#4 von Sven , 19.02.2017 13:34

@Tommy - besten Dank für deine Erfahrungswerte!

@Chris - ebenfalls ein dickes Merci!

Bin der Meinung schon sehr kupferbetont zu essen. Interessanterweise ist mein Zinkwert auf einem Allzeithoch - und das obwohl der ja so "sensibel" ist. Wie steht es dann erst um die Kupferwerte bei Otto Normalo? Frage mich auch, ob der damalige (unbedachte) Zink-Hype in Kombination mit der Kupfer-Toxity Panik nicht einen gewaltigen Flurschaden angerichtet hat?

Werde mal schauen, was ich noch so als Nahrung einbauen kann. Danke für den Tipp mit den Bohnen (Bud Spencer lässt grüßen ;) ) . 100g Sprirulina haben auch knapp 2mg ...


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#5 von takko456 , 19.02.2017 14:00

Ich dachte immer, die Kupferspeicherkrankheit besteht, wenn ZU VIEL Kupfer im Körper ist.


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#6 von Sven , 19.02.2017 14:14

Stimmt auch. Zuviel (freies) Kupfer bleibt an den falschen Stellen hängen (Hirn, Leber ...) . Die Blutests geben meist sehr niedrige Werte wieder. Daher ist es recht kniffelig herauszufinden, ob man man einfach nur zuwenig Kupfer zu sich nimmt oder durch eine genetische Komponente Kupfer sehr schlecht verwenden kann.


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#7 von simple , 20.02.2017 09:45

Wer viel Biogemüse/Obst ist könnte ungewollt genug Kupfer aufnehmen.
Pestizide sind weitestgehend im Bioanbau verboten, dafür wird viel mit Kupfersulfat gearbeitet.


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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#8 von Luna , 20.02.2017 14:24

Hallo
Da ich bei mir im Haus Kupferleitungen habe und auch schon mal Kupferwerte habe bestimmen lassen,frage ich mich, ob evtl die Kupferleitungen bei der Kupferaufnahme mit eine Rolle spielen.
Bei mir war damals der Kupferwert zumindest in der oberen Hälfte des Referenzbereichs. Eigentlich verwunderlich, wenn man weiß, dass ich fast ständig hochdosiert Zink substituiere, um den Wert im Referenzbereich zu halten. Die 30mg aus den Two-per-day reichen bei mir bei weitem nicht aus. Es sind zeitweise auch mal bis zu 100mg/Tag. Und trotzdem war der Kupferwert recht gut. Fragt sich, was hier was bewirkt.
Aber vielleicht eine Überlegung, die bei der Frage nach Kupfer auch mal überdacht werden sollte.
LG
Luna


 
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RE: Kupferspeicherkrankheit?

#9 von Zopiclon , 21.02.2017 08:42

Zitat :
Wichtig ist bei dieser Empfehlung die Unterscheidung zwischen weichen, salzarmen Wässern und Wässern im Härtebereich 4. Bei ersteren ist es möglich, einen hohen pH-Wert, beispielsweise 7,8 und höher, einzustellen. Das wird auch von der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vorgeschrieben und führt zu einer sehr geringen Kupferbelastung. Dagegen kann bei Wässern im Härtebereich 4 aus technischen Gründen der pH-Wert nicht beliebig angehoben werden, was die Vorschriften der TrinkwV berücksichtigen. Das technische Regelwerk schränkt deshalb für alle Härtebereiche die Verwendung von Kupferrohren auf Wässer mit pH-Werten über 7,0 ein. Nach neueren Erkenntnissen des Umweltbundesamtes, Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, sind Kupferrohre für den Härtebereich 4 auch im pH-Bereich zwischen 7,0 und 7,3 nicht in allen Fällen geeignet. Es wird empfohlen, sich in Zweifelsfällen vor der Neuinstallation von Kupferleitungen beim Gesundheitsamt zu erkundigen.

http://mobil.bfr.bund.de/de/presse/press...nstallationen_g

Gruss


"You need great passion, because everything you do with great pleasure, you do well." -Juan Manuel Fangio


 
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