RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#16 von Hr_Rossi , 15.02.2017 08:03

Zitat von phil (edubily) im Beitrag #7
Alles eine Frage des Standpunktes und der Zielsetzung.


@Phil: Was meinst du mit eine Frage des Standpunktes?

Ich denke was du mit Zielsetzung meinst ist klar. Entweder KF-Reduktion oder Mukelaufbau, richtig?


Das Cardio führe ich generell nach dem Krafttraining aus, weil ich keine Lust habe jeden Tag ins Studio zu gehen und die Einheiten zu trennen. 4 Trainingstage in der Woche sind mein absolutes zeitliches Maximum und mehr Lust habe ich eigentlich auch nicht.

Ich denke mal 30 min Cardio bei mittlerer Intensität werden den Muskelaufbau wohl nicht soooooooooo sehr ausbremsen, dass nichts passiert.

Falls der Artikel von Frank Holger Acker Hand und Fuß hat, wovon ich ausgehe wenn der Artikel hier veröffentlicht wird, reicht es nach dem Training aus nur EW aufzunehmen oder eine geringe Menge schnelle KH und EW aufzunehmen um die Regeneration einzuleiten und Glykogenspeicher zu füllen. Die Menge an KH, die aufgenommen werden muss/soll reduziert sich mit der Zeitspanne nach dem Sport, da der Cortisolspiegel sich nach der Belastung auch zunehmend reduziert. Wenn dann das Hungergefühl eintritt muss mMn der Cortisolspiegel so gering sein, dass EW only reicht und vielleicht 10g schnelle KH für die Glykogenspeicher.

Das Isolat wollte ich nehmen, da Fett- und Lactosegehlat unter 1% liegt, wobei ich keine Laktoseunverträglichkeit habe.

VG


 
Hr_Rossi
Beiträge: 19
Registriert am: 05.05.2015


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#17 von kurtextrem , 15.02.2017 09:06

Ich bin mir nicht sicher, ob es Frank Holger Acker, aber ich glaube schon - er hat z.B. Studien gezeigt, die nach Casein + Whey eine höhere MPS sehen. Da ist halt dann wiederum zu bedenken, dass hier Casein als nicht so toll angesehen wird, wegen den Casomorphin. Wäre aber interessant was mit A2 Casein ist (bzw. ob es sowas in Deutschland überhaupt gibt?).


 
kurtextrem
Beiträge: 171
Registriert am: 28.02.2016


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#18 von Axel , 15.02.2017 09:34

Ich hake auch noch mal beim "Cardio" ein: Was ist Dein Ziel hierbei? Ist das "Training" (also programmiert, mit Steigerung und Ziel), oder ist das "Exercise", also einfach mal was machen?

Nicht falsch verstehen, ich mache das gar nicht so viel anders als Du, aber bei mir läuft "das Cardio" für den Spaß, das mache ich, weil ich Lust drauf habe. Und ich mach's nicht eine halbe Stunde in mittlerer Intensität, sondern entweder kurz und hart oder mittel und ziemlich lang.

Dass Du aus Spaß in der miefigen Halle auf einem Simulator sitzt oder läufst, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn Du also gezielt Deine Ausdauer trainieren willst, dann wirst Du nicht darum herumkommen, die Intensität oder die Belastungsdauer langsam, aber dauerhaft zu erhöhen. Genauso, wie Du beim Krafttraining das Gewicht erhöhst, um Kraft aufzubauen, musst Du beim Ausdauertraining den Reiz erhöhen.


Axel  
Axel
Beiträge: 277
Registriert am: 09.03.2015


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#19 von Bernd , 15.02.2017 10:24

Zitat von H_D im Beitrag #15
Zitat von Bernd im Beitrag #11
Und die Muckis sind bei den Jungs trotzdem gewachsen. Oder gerade deshalb...!?

Gruß Bernd



Das Ziel war damals aber auch nicht das gleiche wie heute.
Die Speicher, die eh nicht komplett leer sind, müssen auch nicht gefüllt werden um mit der Regeneration zu beginnen.

Man muss halt wie schon gesagt etwas unterscheiden:
das anabole Fenster ist ja eher ein anaboles Scheunentor und je nach Trainingsstatus lange offen. Dazu gibt es dann eben Eikelmeiers Ansichten hinsichtlich Leaky Gut und erhöhtes Cortisol aber auch die Senkung des Infektrisikos bei einer Carbzufuhr nach dem Training


Hallo H_D,

Du hast den Steinzeitmenschen, also "damals" ins Gespräch gebracht, ich habe nur darauf nur meine Meinung dazu gesagt. Na klar war das Ziel damals nicht der Muskelaufbau, aber ein möglichst kompakter und leistungsfähiger Körper war nun mal die Grundvoraussetzung zum Überleben. Und das hat deren Nahrungsaufnahme ja bekanntlich bestens erfüllt, auch ohne jede Wissenschaft.

Und mit Verlaub, das Thema "Anaboles Fenster" ist mittlerweile selbst in BB-Kreisen ein durchaus umstrittenes und diskutiertes Thema. Nicht, daß der Körper nach einem Training besonders sensibel für verschiedene Nahrungsstoffe ist, sondern dessen sklavische Einhaltung und angebliche Wirkung. Aber das weißt Du ja als "altes" Andro-Member selbst. Auch dort ist man ja in der Masse durchaus schon längst auf olle Rühls-& Co-Schiene "Macht nicht alles so kompliziert!" Hat man zu Zeiten von Arnold and Friends auch nicht gemacht, weil die einfach nichts von Fits Your Marcos und dem ganzen Geschwurbel wußten. Und trotzdem gewachsen sind. Und überhaupt, selbst wenn, wovon reden wir bei dieser ewigen Diskussion in allen erdenklichen Foren, die auch nur am Rande mit Kraftsport zu tun haben eigentlich? Bei ein paar wenigen kilo Muskelmasse pro Jahr natural von ein paar mg mehr oder weniger pro Trainingseinheit?

Und bei allem Respekt, Eikelmeier hin oder her, Du meinst doch nicht im ernst, daß es irgendwie schädlich oder nachteilig für Körper und Muskelaufbau sein soll, wenn Du in Deinen Postworkoutshake eine kleine Handvoll Beeren oder Haferflocken tust?

Zum Thema Cardio, ich habe mich früher auch nur kurz auf dem Ergometer aufgewärmt,max. 5-10 min. Seit einiger Zeit fahre ich mit dem Rad zum Studio, bei Wind, Kälte und jedem Wetter. Zügig, aber locker ohne Stress ca. 20-25 min. hin und wieder zurück. Ich habe keinerlei Nachteile feststellen können, im Gegenteil!

Gruß Bernd



Bernd  
Bernd
Beiträge: 691
Registriert am: 28.05.2014

zuletzt bearbeitet 15.02.2017 | Top

RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#20 von Hr_Rossi , 15.02.2017 11:04

Zitat von Axel im Beitrag #18
Ich hake auch noch mal beim "Cardio" ein: Was ist Dein Ziel hierbei? Ist das "Training" (also programmiert, mit Steigerung und Ziel), oder ist das "Exercise", also einfach mal was machen?

Nicht falsch verstehen, ich mache das gar nicht so viel anders als Du, aber bei mir läuft "das Cardio" für den Spaß, das mache ich, weil ich Lust drauf habe. Und ich mach's nicht eine halbe Stunde in mittlerer Intensität, sondern entweder kurz und hart oder mittel und ziemlich lang.

Dass Du aus Spaß in der miefigen Halle auf einem Simulator sitzt oder läufst, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn Du also gezielt Deine Ausdauer trainieren willst, dann wirst Du nicht darum herumkommen, die Intensität oder die Belastungsdauer langsam, aber dauerhaft zu erhöhen. Genauso, wie Du beim Krafttraining das Gewicht erhöhst, um Kraft aufzubauen, musst Du beim Ausdauertraining den Reiz erhöhen.


Hallo Axel,
ich mache Cardio "nur so" und ich mache es nicht gerne. Einerseits um eine gewisse Grundlagenausdauer zu halten und mein HK-System etwas zu belasten, andererseits um ein paar zusätzliche Kalorien zu verbrennen.


 
Hr_Rossi
Beiträge: 19
Registriert am: 05.05.2015


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#21 von Hr_Rossi , 15.02.2017 11:20

Mir ist es eigentlich egal, ob ich jetzt im Jahr X kg an Muskelmasse oder (X +0,1) kg an Muskelmasse durch die 10 bis 30g schnelle KH im Shake zulege.

Generell geht es mir darum das bestmögliche und vorallem für meinen Körper das gesündeste Ergebnis zu erzielen, ohne das ich auf dem Holzweg bin und Zeit verschwende weil ich irgendein wichtigen Punkt in unserer komplexen Biochemie vergessen habe und dann gar kein Erfolg eintritt. Mir ist es auch lieber wenig schnelle KH PWO einzunehmen und nur auf die insulgene Wirkung des Ew zu vertrauen. Hier stellt sich dann aber die Frage, reicht nur EW aus um X kg Magermasse pro Jahr aufzubauen?

VG


 
Hr_Rossi
Beiträge: 19
Registriert am: 05.05.2015


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#22 von kurtextrem , 15.02.2017 11:21

Cardio kann bei einer "Massephase" auch gut sein. Hier mal Zitate von Lyle McDonald (aus dem FAQ zu seinem Plan):



 
kurtextrem
Beiträge: 171
Registriert am: 28.02.2016

zuletzt bearbeitet 15.02.2017 | Top

RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#23 von donmarten , 15.02.2017 12:13

Zitat von Hr_Rossi im Beitrag #21
Mir ist es eigentlich egal, ob ich jetzt im Jahr X kg an Muskelmasse oder (X +0,1) kg an Muskelmasse durch die 10 bis 30g schnelle KH im Shake zulege.

Generell geht es mir darum das bestmögliche (...) Ergebnis zu erzielen...



Dies widerspricht sich für mich. Bestmögliches Ergebnis ist doch Muskelmasse + X durch Optimierung.


 
donmarten
Beiträge: 63
Registriert am: 24.02.2016


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#24 von wmuees , 15.02.2017 14:42

Cardio nach dem Krafttraining ist suboptimal. Studien haben gezeigt, dass die Erhöhung von Testosteron und Wachstumshormon, die das Krafttraining hervorruft, durch Cardio sehr schnell wieder zunichte gemacht wird.

Anders herum ist besser.


 
wmuees
Beiträge: 734
Registriert am: 17.08.2014


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#25 von Thomas , 15.02.2017 16:16

Hallo wmuess,

hast du zufällig eine Studie dazu zur Hand
gehört habe ich das auch schon öfters, wäre auch mal daran interessiert dazu was zu lesen

Danke vorab


Thomas  
Thomas
Beiträge: 495
Registriert am: 31.05.2014


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#26 von H_D , 15.02.2017 18:22

Zitat von Bernd im Beitrag #19


Und bei allem Respekt, Eikelmeier hin oder her, Du meinst doch nicht im ernst, daß es irgendwie schädlich oder nachteilig für Körper und Muskelaufbau sein soll, wenn Du in Deinen Postworkoutshake eine kleine Handvoll Beeren oder Haferflocken tust?

Gruß Bernd

nichts gegen dich ,aber so neunmalkluge Sprüche kommen immer von denen, die keine probleme haben. Ansonsten bitte nochmal Eikelmeier lesen - ich wollte es nur erwähnt haben.


H_D  
H_D
Beiträge: 1.334
Registriert am: 26.09.2014


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#27 von Hr_Rossi , 16.02.2017 07:44

Guten Morgen,

ich zitiere dann mal aus dem Buch Stoffwechsel beschleunigen:

Der Stimulus ist es - nicht dein Zucker-Wasser, das den Muskel dicker macht. Zugegeben, das stimmt nicht ganz. In der Tat hat das Zellvolumen, hervorgerufen durch das an Glykogen gebundene Wasser, auch einen anabolen Stimulus auf die Muskulatur. Aber du musst die Verhältnisse sehen: Krafttraining plus Eiweiß 95% - die restlichen Spielereien 5% (Faktoren, die Protein-Synthese/Degradation beeinflussen). Zumindest bezogen auf Individuen, die keine Hormonmängel etc. haben. Eiweiß an sich ist insulinogen und reicht vollkommen aus, um die Protein-Synthese nach dem Training ausreichend zu fördern. Zudem: Weniger KH-Zufuhr nach dem Training... meint nicht zwangsläufig "mehr Fettverbrennung" - aber weniger glykogenlastige Ernährung allgemein, kann eine mitochondriale Biogenese (Vermehrung) induzieren, was auch dafür sorgt, dass der Muskel vermehrt Fettsäuren als Energie-Substrat nutzen kann - so können Muskelaufbauprozesse (mittelfristig) vermehrt gespeist werden durch Fettsäuren, sowohl vor, während und nach dem Training

So sehen Chris und/oder Phil die Sache.

Falls man nun KH PWO einsetzen will, sollten diese sich nach dem Verbrauch des Muskelglykogens richten. Ich erinnere mich beim HBN Konzept von Holger Gugg eine Formel gesehen zu haben, mit der man den ungefähren Verbrauch berechnen kann. Just my 2 cents.
Ich glaube ich werde es so mal versuchen...


 
Hr_Rossi
Beiträge: 19
Registriert am: 05.05.2015


RE: Optimierung der Nahrungsaufnahme nach dem Sport

#28 von Axel , 16.02.2017 10:25

Zitat von Hr_Rossi im Beitrag #20

Hallo Axel,
ich mache Cardio "nur so" und ich mache es nicht gerne. Einerseits um eine gewisse Grundlagenausdauer zu halten und mein HK-System etwas zu belasten, andererseits um ein paar zusätzliche Kalorien zu verbrennen.



Nach meinem Wissensstand sind die paar zusätzlichen Kalorien den Aufwand nicht wert. Die Strandfigur wird in der Küche gemacht, nicht auf dem Laufband. Ich vermute, die Zeit ist in der Küche und beim Einkaufen sinnvoller angelegt, wenn's um Fettreduktion geht. Und Dein HK-System belastest Du schon beim Krafttraining.

Außerdem: Höhere Intensität = höherer Energieverbrauch. Auch das spricht für Ausdauertraining mit höherer Last oder Intervallen. Was sich natürlich, da schließe ich mich den anderen hier an, nicht gut mit dem Krafttraining verträgt, weil es die Regeneration vom Heben beeinträchtigt. Die Mythen bzgl. "Fettverbrennungszone" und ähnlicher Unsinn sind schon länger widerlegt.

Nach meiner eigenen Erfahrung bringt es für die Ausdauer mehr, an Deinem Fettstoffwechsel zu arbeiten. Zum Beispiel durch lange Wanderungen, gerne nüchtern. Hier ist mMn die mittlere Intensität sinnvoll - und vor allem kann man das so gestalten, dass es Spaß macht. Mit Freunden an der frischen Luft, in der Sonne...

Zusammengefasst:

Für mehr Kalorienverbrauch - bring Deine Muskelmasse nach oben. Das erhöht den Verbrauch permanent. Die paar kcal bei moderater Ausdauerlast sind dagegen vernachlässigbar.

Für mehr Ausdauer - regelmäßig 30 min "mittleres Cardio" ausführen macht Dich gut in - 30 min mittlerem Cardio. Ziemlich sicher ist das schon keine Herausforderung für Deinen Körper mehr. Ich kenne Deine Ansprüche nicht, aber für mich als Radfahrer heißt Ausdauer entweder mal ne schnelle Runde mit der Rennradgruppe (2+ h Vollgas) oder ne Halbtagestour auf dem MTB (4-6 h Grundlage mit Intervallen). Das sind Umfänge, die mittels Training, also regelmäßiger Wiederholung, aufgebaut und gehalten werden wollen. Aber eine halbe Stunde locker rollen...? Dafür ziehe ich die Radklamotten gar nicht erst an. ;-)


Axel  
Axel
Beiträge: 277
Registriert am: 09.03.2015


   

PSMF ?
Puszta-Salat vom REWE

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 1
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen