RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#16 von ToddyKra , 14.02.2017 18:06

Übrigens zum Eingangsthema:
Ist für mich mit dieser Grafik zufriedenstellend beantwortet


 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#17 von alternativ , 15.02.2017 12:50

hier wären ähnliche Darstellungen drinnen
Link

es stellt sich dann halt die Frage, welchen Effekt haben höhere Vitamin D Werte als z.B. 50ng/ml überhaupt, wenn PTH bereits bei 40-50 ng/ml OH25 im Keller ist ?
dass es positive Effekte bei Hochdosierungen gibt, ist für mich Fakt (praktiziere ich auch selbst mit kurzfristigen Hochdosierungen zum Immunabwehr puschen)
auch extreme Therapien (nach Coimbra) scheinen gut zu funktionieren , aber was dazwischen drinnen liegt ist für mich noch nicht so plausibel, vor allem weil es in der Natur auch nicht vor kommt !

es gibt zwar Darstellungen die das in Bezug Krebs so anzeigen , aber wie kann man zu solchen Ergebnissen kommen ? (normale gesunde Mensche haben nicht über 60ng/ml)


 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#18 von ToddyKra , 16.02.2017 07:04

Guter Beitrag! Danke.

Normal Gesunde dürften mit der 50 gut klar kommen nach dem Vorbild der Natur. Sieht so aus.

Nutzen von Hochdosierung ist die Frage, und ab wann es therapeutisch wirken kann.

Bedenken muss man, dass stets die renalen Werte herangezogen werden. Interessant wäre das Vorkommen von Enzymen in den Zielorganen in Abhängigkeit von Calcidiol oder auch nicht-hydroxiliertem D3.


 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#19 von alternativ , 17.02.2017 22:35

in meinem Buch "Krebszellen mögen keine Sonne" wird auch ein Vitamin D Wert von 40-60ng/ml als optimal angesehen, um durch die lokale Biosythese
von 1,25 OH Vit.D die Zellverbindungen, Kommunikation zwischen den Zellen, normale Zellteilung und normale Steuerung der Apoptose zu erreichen,
es steht auch viel zur Wirkung auf das Immunsystems drinnen (hemmt Überrektionen und regt die Produktion von körpereigene Antibiotika an , z.B. Defensine und
antimikrobille Proteine), dabei erfolgt die Wirkung auf verschiedene Immunzellarten über Anregung bestimmter Botenstoffe, durch diese optimale Kommunikation wird jede
Invasion (z.B. Grippe) innerhalb kürzester Zeit erfolgreich im Keim erstickt

soweit die Theorie

ich denke dass hier weniger der Speicherwert zuständig ist , sondern alles mehr über das freie Vit.D (Autokriner/Parakriner Wirkpfad) abläuft, ich bin da aber selbst noch beim Testen, mit welchen Dosierungen dieser sofortiger Immunboost optimal funktioniert

Quelle



 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#20 von ToddyKra , 18.02.2017 08:17

Dazu geht es wohl langsam über: Der Speicherwert ist kein Maß. Vielmehr ist es ein Maß, wann das Fließgleichgewicht ein Optimum hat. Denn nach diesem Optimum steigt der 25OH-Wert nur noch sinnlos in die Höhe bzw richtet dann Schaden an.
Es schließt sich die Frage an, ob Mensch seinen individuellen Fließgleichgewichtswert jemals noch erreichen kann oder Mensch eben darin eine Fehlfunktion hat, die dann in x verschiedenen Krankheiten "blüht".



Fließgleichgewicht habe ich vormals mit "aufgefülltem Fettspeicher" assoziiert, geleitet vom Schaubild von Holick aus der Veröffentlichung 2007

Dabei ist Fließgleichgewicht ja viel weiter zu fassen, auch schon aus der eigenen Definition eines Fließgleichgewichtes heraus.

Darum mag ich diese "Angstsätze" nicht, Calcidiol erhöhe Calcitriol. Vielleicht "will ja der Körper ein höheres Normal fahren beim Calcitriol. Wer sagt denn, was bei Frau Müller das richtige Normal ist?

Die Zeitansätze für das erreichen dieses Zustands und bei welchem Wert ein Ideal ist, muss man für sich erarbeiten, mit allen Kofaktoren.



 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#21 von Zopiclon , 18.02.2017 09:33

beeindruckend


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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#22 von alternativ , 18.02.2017 14:21

es gibt für mich noch viele Punkte, die noch nicht ganz klar sind

eine schädliche Überhöhung von aktiven Vit.D erscheint mir eher unwarscheinlich (Ausnahmen nur bei extremen Therapien oder Störungen in der inneren Regulation)

eher gibt es unerwünschte Reaktionen bei zu schnellen Auffüllungen, was normalerweise an fehlende Kofaktoren liegen dürfte, der Stoffwechsel dürfte mit einer Serie von hoch dosierten Einnahmen nicht mehr zurecht kommen (z.B. es wird plötzlich sehr viel Mg gebraucht) wenn man sich die Serumwerte bei hoch dosierten einzelnen Vit.D Einnahmen ansieht, kann man erahnen wie hoch der Serumspiegel gehen kann, bis Vit.D in den Speicher gelangt, dabei ist die Erhöhung über Ergänzungen agressiver als es die natürliche Sonne bewirkt (siehe Peaks im Bild unten) ich bin deshalb kein Fan von sehr schnellen Auffüllungen

diese Peaks könnten aber eine Rolle bei meinen Immunboostversuchen spielen (z.B. gegen Grippe) Dr. Coimbra erzeugt sie halt täglich (mit Zusatzmassnahmen)

Quelle linkes Bild Holick , Quelle rechtes Bild



 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#23 von Chris (edubily) , 18.02.2017 15:08

Ich hab neulich ne Arbeit gelesen, dort stand, dass nicht die Calcitriol-Erhöhung per se eine Intoxikation hervorrufen, sondern eher die Tatsache, dass Calcitriol zunehmend nicht mehr Bindeprotein hängen bleibt und es dann -- trotz "normaler Spiegel" -- zu negativen Auswirkungen kommt.


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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#24 von Salamander , 18.02.2017 15:35

@alternativ, das mit dem Magnesium kann ich bestätigen, der Körper schreit auch aktuell förmlich danach. Ich hatte auch nach meiner Hochdosierung Fettstoffwechselprobleme. Hatte dann die Vit D Zufuhr 3 Monste auf null reduziert und viel Sports gemacht. Ich hatte aber auch vor meiner Hochdosierung schon Magnesiumoel getankt die wohl einiges abgefangen hat.


 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#25 von alternativ , 18.02.2017 23:13

ich kenne einige Berichte, bei denen eine echte toxische Reaktion durch Überdosierung erst bei sehr hohen Vit. D Spiegel eingetreten ist (bei über 300ng/ml)

Nebenwirkungen dagegen, kenne ich aus vielen Berichten (auch schon bei niedrigen Dosierungen) wenn ein Vitamin D Mangel besteht, ist auch meist die Versorgung in anderen Bereichen nicht optimal, und dann kommt es halt zu Probleme wenn die Kofaktoren nicht ausreichend vorhanden sind, bzw. wenn zu schnell aufgefüllt wird

meist liegt es an zuwenig Magnesium, ich kenne aber auch Hinweise die auf einen Calciummangel hinweisen, bzw. gibt es auch Empfehlungen zu zusätzlich Calcium bei der Auffüllung, bei meiner Frau war es aber ein Magnesiummangel der Probleme gemacht hat (verstärkt Krämpfe und Muskelprobleme)

denoch sind oft auch Berichte von Herzrasen oder Herzrythmusstörungen dabei, das könnte auch auf Calciummangel hinweisen (aber eben auch auf Magnesiummangel)

auf den ersten Blick ist es zwar nicht plausibel, da Vitamin D ja eigentlich die Calciumversorgung über eine bessere Nahrungsverwertung verbessert , aber bei einem Vit.D Mangel kommt das Calcium ja eigentlich verstärkt von den Knochen, wenn aber bei der hoch dosierten Vit.D Auffüllung die Calciumregulation (über PTH) bereits überreagiert, und weniger Calcium über die Knochen abgebaut wird, und zugleich die bessere Nahrungsverwertung erst später greift, dann würde es dann ev. auch einen verstärkten Calciummangel mit Nebenwirkungen ergeben

aber das ist nur eine Vermutung von mir, da bei manchen Nebenwirkungen Magnesium keine Besserung gebracht hat

wenn mal alles aufgefüllt ist, und die Kofaktoren OK sind, dann bringt bei mir (bzw. auch bei der ganzen Fam.) selbst extreme Vit.D Dosierungen keine Nebenwirkungen , dabei habe ich Einzeldosierungen bis 200.000IE getestet, und auch 7 Tage hintereinander mit hohen Dosierungen waren problemlos (gesamt um 400.000 IE)

als Erstauffüllung würde ich so etwas aber nie machen, es bringt nichts wenn ich den Speicher sehr schnell auffülle, besser ist es wenn ich 365 Tage die Sonnen scheinen lasse
(also eine dauerhafte gleichmässige Vit.D Versorgung habe) dann habe ich auch weniger Probleme mit Nebenwirkungen

wenn man mal oben ist und alles passt, kann man natürlich auch mal den Turbo für das Immunsystem versuchen (kurzfristige Hochdosierung)



 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#26 von alternativ , 19.02.2017 10:32

@ Chris

wenn Vitamin D selbst bei moderaten Dosierungen nicht vertragen wird, liegt das soweit ich weiss an einer möglichen Schwermetallbelastung (wenn sonst alle Kofaktoren OK sind)
Link

anderseits bin ich mir auch nicht sicher, ob es wirklich alle Kofaktoren zum Zeitpunkt einer Auffüllung braucht
was passiert wenn die Calciumversorgung sowieso schon stark über die Knochen erfolgt (PTH hoch) und dann plötzlich viel K2 verwendet wird ?
(ist zwar langfristig gut für die Knochen, aber es könnte auch kurzfristig eine Calciumunterversorgung entstehen)

weiteres könnten auch viele Probleme hausgemacht sein, wenn man sich anschaut wie lange es dauert bis sich der Serumwert nach einer hoch dosierten Einnahme wieder stabilisiert, es dauert z.B. ca. 7 Tage bei Einmaldosis 100.000 IE bis ein Gleichgewicht zum Speicherwert hergestellt ist, es werden dabei kurzfristig 500 nmol/l erreicht ! und nach ca. 3 Tagen sind aber immer noch 200 nmol/l im Serum ! , und jetzt macht man oft eine Folge von hoch dosierten Einnahmen (Aufsättigungstherapien)

Holick macht nach hoch dosierten Einnahmen (50.000 IE wöchendlich) 7 Tage Pause, der Serumwert hat sich normalisiert bevor die nächste Einnahme erfolgt !
es dauert halt die Auffüllung statt z.B. 7 Tage dann halt ca. 8 Wochen !

weiteres halte ich es für einen Fehler dass man die Auffüllung anhand von Tagen definiert , da bedeutet z.B. das eine zierliche Frau 50.000 IE tägliche Auffüllung hat , und großer muskulöser Sportler hat 100.000 IE tägl. und ein stark übergewichtiger Mensch hat dann sogar 150.000 IE tägl. (Beispiel bei 10 Tage Auffüllung nach Melz Rechner)

aber kommt der Körper mit den höheren Dosierungen (nur wegen höheren Gewicht z.B. durch mehr Muskel oder Fettmasse) auch zurecht ?

in meinem Exceltool gebe ich z.B. nicht mehr die Tage vor, man wählt das vorhandene Präparat und dann kommt bei höherem Gewicht eine längere Einnahmezeit heraus
(also keine massive Änderung an der Tagesdosierung) das halte ich für besser verträglich , da die Kofaktoren ja auch mit zunehmenden Gewicht nicht unbedingt mehr vorhanden sind.


 
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RE: Frage zu Aussage in Edubily-Artikel; Calcidiol erhöhe Calcitriol

#27 von Salamander , 23.02.2017 10:22

Ich finde die Empfehlung (bzw. Verschreibung!) von 50.000 IE bei Krebskranken (im Zuge einer "modernen" Chemotherapie ) schon fast Menschenrechtsverachtend.


 
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