Fasten und Krebs?

#1 von Don90 , 17.01.2017 15:30

Weiß jemand ob es Studien zu intermittierendem Fasten und Krebs gibt?
Beugt intermittierendes Fasten solchen Erkrankungen vor oder gibt es dazu keine relevanten Berichte?


 
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RE: Fasten und Krebs?

#2 von Bernd , 17.01.2017 15:52

Hallo,

gegen Krebs gibt es kein 100%-iges Mittel oder Ernährungsweise und keine 100%-ige Vorsorge etc. und keine absolute Sicherheit. Ich denke, jeder kennt absolut sportlich und gesund lebende Menschen, die jede Vorsorgeuntersuchug machen usw. und trotzdem an Krebs erkranken und daran auch sterben. Natürlich kann man gewisse Risikofaktoren ausschließen oder minimieren, aber da ist dennoch das Problem der allein mit dem Alter zunehmenden Problemen der Zellteilung, insbesondere der Stammzellen, mal davon abgesehen, daß Zellmutationen jeden Tag im Körper stattfinden und bei deren und der Beseitigung anderer Faktoren das Immunsystem hoffentlich möglichst lange und effektiv arbeitet.

Im Leben ist nur eines sicher...

Passend dazu:

Warum manche Krebsarten einfach Pech sind

Darm-, Brust- und Lungenkrebs sind häufige Erkrankungen bei Menschen. Forscher präsentieren nun erstmals eine Erklärung dafür, warum das so ist. Wer keinen Krebs bekommt, sagen sie, habe Glück.

Warum bekommen Menschen, die ihr Leben lang gesund gelebt haben, Krebs? Warum werden andere verschont, die sich um ihre Gesundheit nicht groß geschert haben? Zusammen mit Cristian Tomasetti, einem Mathematiker, hat Vogelstein nun auf der Grundlage ein mathematisches Modell entwickelt, dass die Wahrscheinlichkeit für die Krebsentstehung mit den bekannten Krebsauslösern (Rauchen, Alkohol, hoher Fleischkonsum) in Beziehung setzt. Sie stellen ihre Studie im Fachmagazin "Science" vor. Die überraschende Erkenntnis: Krebs ist biologisches Pech.

https://www.welt.de/gesundheit/article13...-Pech-sind.html

Gruß Bernd



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RE: Fasten und Krebs?

#3 von Tommy , 17.01.2017 19:32

Stimmt Bernd 100% gibt es nie.
Aber Prophylaxe zur Genüge. Und rein aus der Logik raus sollte fasten dort auch dazu gehören. Letztendlich geht es um Wahrscheinlichkeiten. Und um diese zu denken gibt es Möglichkeiten. Klar gegen Pech gehabt gibt es kein Patent. Wenn man sich aber die letzten Jahre und Jahrzehnte ansieht und die Entwicklung der Krebserkrankungen gerade auch bei jungen Menschen stellt man sich schon die Frage was da schief läuft. Schlechte Ernährung, mangelnde Bewegung, mangelnder UVEinfluss in Verbindung mit extremer Blaulichtbelastung, Luft und Umweltverschmutzung, Dauerstress, unzureichend Schlaf, soziale Verarmung etc. da kommt schon einiges als mögliche Auslöser zusammen was vielleicht vor 50 Jahren noch nicht so ausgeprägt war. Aber gegen einiges kannst eben selbst was machen. Und das sollte jeder auch tun. Ich möchte mich nicht blind darauf verlassen dass ich zu den 50% gehöre die nicht irgendwann an Krebs erkranken.


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RE: Fasten und Krebs?

#4 von marcolino , 17.01.2017 20:11

Interessantes Thema, hoffe Chris, Mr. Xu, Markus und... äußern sich zu diesem Artikel.

https://www.welt.de/gesundheit/article13...-Pech-sind.html


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RE: Fasten und Krebs?

#5 von Bernd , 17.01.2017 21:15

Zitat von Tommy im Beitrag #3
Stimmt Bernd 100% gibt es nie.
Aber Prophylaxe zur Genüge. Und rein aus der Logik raus sollte fasten dort auch dazu gehören. Letztendlich geht es um Wahrscheinlichkeiten. Und um diese zu denken gibt es Möglichkeiten. Klar gegen Pech gehabt gibt es kein Patent. Wenn man sich aber die letzten Jahre und Jahrzehnte ansieht und die Entwicklung der Krebserkrankungen gerade auch bei jungen Menschen stellt man sich schon die Frage was da schief läuft. Schlechte Ernährung, mangelnde Bewegung, mangelnder UVEinfluss in Verbindung mit extremer Blaulichtbelastung, Luft und Umweltverschmutzung, Dauerstress, unzureichend Schlaf, soziale Verarmung etc. da kommt schon einiges als mögliche Auslöser zusammen was vielleicht vor 50 Jahren noch nicht so ausgeprägt war. Aber gegen einiges kannst eben selbst was machen. Und das sollte jeder auch tun. Ich möchte mich nicht blind darauf verlassen dass ich zu den 50% gehöre die nicht irgendwann an Krebs erkranken.


Keine Frage, Tommy, da bin ich völlig Deiner Meinung. Das Risiko zu minimieren ist immer möglich, auch Fasten ist da sicher ein probates Mittel. All das habe ich auch nicht verneint. Aber Krebs ist eben keine "normale" Krankheit und viele Faktoren, auf die wir keinerlei Einfluß haben spielen dabei eine Rolle. Genetik mal außen vor. Und dann sind wir eben bei den von mir oben angesprochenen vielen Bsp. von sehr gesundheitsbewußten Menschen, die dennoch erkranken. Ich denke, gerade bei Krebs, oder besser gesagt, bei den meisten Krebsarten haben wir wenig oder gar keinen Einfluß, bei einigen wenigen ist das eigene Verhalten durchaus maßgeblicher. Der Artikel gibt das ja sehr gut wieder.

Bei neun Krebsarten konnten die Forscher zeigen, dass der Lebenswandel tatsächlich die Wahrscheinlichkeit ihrer Entstehung beeinflusst. „Das sind genau die Krebsarten, von denen man dies erwartet, Hautkrebs und Lungenkrebs beispielsweise“, sagt Vogelstein.

Für immerhin 22 von 31 Krebsarten ist dieser Zusammenhang mit den Daten von Tomasetti und Vogelstein nachgewiesen. Wer an ihnen erkrankt, hat nach Meinung der Forscher biologisches Pech gehabt.


Gruß Bernd



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RE: Fasten und Krebs?

#6 von Don90 , 19.01.2017 21:40

Ich weiß, keine tolle Quelle aber passt zum Thema:


http://www.businessinsider.de/diese-erna...bszellen-2017-1

Die Meinung von Chris würde mich interessieren!


 
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RE: Fasten und Krebs?

#7 von Sven , 20.01.2017 09:27

Für Krebs gibt es einen Hoffungsschimmer am Horizont:

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-in...m-immunsys.html

Das ist der Paradigmenwechsel in der Krebstherapie-> Statt Gift/Chemo wird das Immunsystem maximal gestärkt.
Die Behandlung ist viel schonender (Lebensqualität) und die Aussichten auf Heilung/Lebensverlängerung deutlich besser.
Denke in einem frühen Stadium kann (kurzzeitiges) Fasten daher gut helfen, da es auch das Immunsystem rebootet und stärkt.

Alles Gute!


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RE: Fasten und Krebs?

#8 von Bernd , 20.01.2017 09:48

Hallo Sven,

so interessant der Artikel auch ist, und auch meiner Meinung nach ein guter Weg, zeigt er dennoch, daß man trotz jahrzehntelanger Forschung und Abermilliarden Dollar/EURO etc. und enormen Ressourcenaufwand praktisch immer noch nicht viel weiter ist. Die seit langer Zeit immer mal wieder in Abständen propagierte "Wunderwaffe" oder "Wundertherapie" gibt es nicht, die beabsichtigte Heilung bzw. gar Ausrottung von Krebs mit chemischen Mitteln der Pharmaindustrie ist gescheitert. Man versucht es heute in der Regel nach wie vor mit mehr oder weniger denselben brachialen Mitteln wie schon seit langem. Dieses mögliche Umschwenken ist ja auch eine Art Eingeständnis, daß es so wie bisher aber wohl nicht klappt.

Man ist weiter mehr oder weniger hilf-und ratlos und weiß immer noch nicht einmal, was tatsächlich die Ursache bzw. DER entscheidende Auslöser ist und rätselt auch hier praktisch immer noch mit immer neuen Theorien herum.

Im Großen und Ganzen braucht man sich, trotz so einger Teilerfolge nichts vormachen, steht man immer noch am Anfang. Auch der Artikel gibt es im letzten Abschnitt ja deutlich wieder.

Gruß Bernd


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RE: Fasten und Krebs?

#9 von Sven , 20.01.2017 10:22

#OFFTOPIC

Finde das Pharmabashing etwas einseitig. Ganz sicher sind Sie nicht die heiligen Weltretter, klar.
Pharmamedizin ist eine Option - nicht mehr und nicht weniger.
Kann/Muss doch jeder selbst entscheiden.

Genau wie wenn man sich als Marathon-Man und Ökoaktivist den Fuss gebrochen hat, dann doch ganz froh ist mit einem stinkerndem Diesel-Taxi transportiert werden zu können.... Anstatt zu maulen warum da kein Elektro-Auto kommt oder wo gar die neue Beam-Technik bleibt ;-)


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RE: Fasten und Krebs?

#10 von Axel , 20.01.2017 10:28

Zum Thema Pech gehabt... Ich meine Gary Taubes war es, der Krebsraten von vor über hundert Jahren mit den heutigen vergleicht. Sicher finden sich auch andere Quellen für solche Zahlen.

Wenn man sich also anschaut, wie viele Krebserkrankungen pro 100.000 Individuen auftreten

- in 1. Welt-Zivilisationen
- in Urvölkern heutzutage
- in Urvölkern früher (z.B. in Nordamerika um 1900)
- unter Haustieren
- unter wild lebenden Tieren

dann würde ich doch stark annehmen, dass man die Sache mit dem "Pech gehabt" anders sieht.


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RE: Fasten und Krebs?

#11 von Bernd , 20.01.2017 11:04

Zitat von Sven im Beitrag #9
#OFFTOPIC

Finde das Pharmabashing etwas einseitig. Ganz sicher sind Sie nicht die heiligen Weltretter, klar.
Pharmamedizin ist eine Option - nicht mehr und nicht weniger.
Kann/Muss doch jeder selbst entscheiden.

Genau wie wenn man sich als Marathon-Man und Ökoaktivist den Fuss gebrochen hat, dann doch ganz froh ist mit einem stinkerndem Diesel-Taxi transportiert werden zu können.... Anstatt zu maulen warum da kein Elektro-Auto kommt oder wo gar die neue Beam-Technik bleibt ;-)




Hallo Sven,

auch wenn es sich vielleicht so anhört, aber ein Pharmabashing sollte mein Post nicht sein. Weshalb auch? Ich wünschte mir auch, man wäre da weiter, egal wer und durch was. Mein Post war als eine rein subjektive und ernüchternde Einschätzung der Situation und des Ist-Zustandes meinerseits gemeint. Natürlich kann das jeder anders und so sehen, wie er möchte.

Gruß Bernd


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RE: Fasten und Krebs?

#12 von Stockinger , 20.01.2017 11:26

Fasten steigert im Körper die "Recycling-Quote"; nennt sich Autophagie.
Da gab es sogar schon einen Medizin-Nobelpreis für:
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit...t-aid-1.6303595
http://www.tagesschau.de/nobelpreis-medi...phagie-101.html

Weniger Zell-Schrott => weniger Neigung zur Entartung (Krebs) ?


-----------------------------------------------
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) Die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
(Eugen Roth)


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RE: Fasten und Krebs?

#13 von Tommy , 20.01.2017 12:03

Ich frage mich immer nach den Interessen. Wer hat denn ein wirkliches Interesse an der Heilung von Menschen von öffentlicher Seite aus? Gibt es hier öffentliche Stellen die nicht von der Pharmaindustrie beeinflusst werden? Man kann ja denken was man will aber das Krebs und andere Erkrankungen ein multimillardengeschäft sind lässt sich nicht abstreiten. Vielleicht denke ich zu einseitig aber oft habe ich das Gefühl das ein Patient der immer so zwischen und Tod schwebt (extrem ausgedrückt) doch der Liebste ist


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RE: Fasten und Krebs?

#14 von Sven , 20.01.2017 12:42

Warum sollte irgendwer auf der Welt, der keine emotionale Bindung zu Dir hat, einem unbedingt und selbstlos helfen wollen?
Und "die öffentlichen Einrichtungen" sind auch nur Fremde, die die Dich nicht kennen und (viele) eigene Interessen haben.
Letztendlich sind es immer die eigenen Interessen die bei (z. B. Finanz)Hilfe im Vordergrund stehen.
Hilft der Wolf dem kranken Reh...? Es ist irgendwie leider auch Teil unserer Natur.

Das ist ein Punkt, den habe ich so für mich (leider) langsam verstanden.
Ist noch ein weiter (Evolutions)weg zu einer LOVE-PEACE und HAPPINESS Gesellschaft.


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RE: Fasten und Krebs?

#15 von naklar! , 20.01.2017 14:10

Warum sollte irgendwer auf der Welt, der keine emotionale Bindung zu Dir hat, einem unbedingt und selbstlos helfen wollen?

Karma.


" Ich will mehr Leben, Vater! "


 
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