Luzides Träumen - Realität Extended

#1 von Sven , 10.01.2017 13:06

Hallo ihr Lieben,

finde das Thema gerade sehr spannend, um z. B.
> Die eigene "Realität" zu erweitern
> Probleme besser bewältigen zu können
> Auf Situationen vorzubereiten
> Oder einfach eine schöne Zeit zu haben :-)

In meinen Leben hatte ich bis dato vor Jahrzehnten zufällig mal 2 Klarträume und war wochenlang davon fasziniert.
Mittlerweile gibt es ja viele Anleitungen dazu im Netz.

Hat jemand schon damit Erfahrungen gemacht und kann evtl. Tipps und Erfahrungen dazu teilen?

LG


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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#2 von MadRichie , 10.01.2017 19:03

Hab das auch mal ne Weile verfolgt. Eine der Methoden ist ja immer Realitätschecks einzubauen, bspw 2 mal auf dieselben Details zu gucken, im Traum verschwimmt ja alles was eben dann ein Indiz ist dasses keine richtige Realität ist.
Hatte bei mir aber nur einmal geklappt und mir ist dann bei dem Traum nichts eingefallen wie ich die Situation cooler machen könnte und deswegen hab ich mich so geärgert dass ich aufgewacht bin :P

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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#3 von meise , 10.01.2017 20:43

Mach ich seit ca 14 Jahren, die ersten male echt sehr verblüffend, da man wirklich glaubt, es wär die realität. Ist teilweise sogar realer und sehr viel schöner als die realität. Wird mit der Zeit etwas langweilig, weil man sich sehr schnell im traum verliert und seine ziele total vergisst. Ausserdem eine kunst, die klarheit aufrecht zu erhalten, ohne dass der traum kollabiert.
Auch 20x hintereinander aufwachen, mit der festen überzeugung, man ist aufgewacht, nur um festzustellen man träumt immer noch ist manchmal sehr verwirrend.
Außerkörperliche erfahrungen ordne ich auch in lucides träumen ein, hat aber sehr viel mehr mit komischen bzw. Angsteinflösenden begegnungen zu tun. Wie z.b. kleine "schattenwesen" die einen erschrecken, ärgern oder andere sachen anstellen wollen. Irgendwelche unsichtbaren mächte, die einen im schlafzimmer durch die luft wirbeln, oder nur von den umrissen erkennbare gestalten, die neben dem bett stehen und einem im bewegungsunfähigem zustand (schlafparalyse) unter lauten brummen von frequenzartigen geräuschen einem energie oder sowas absaugen zu scheinen. Angst darf man in diesen sphären nicht haben!

Die königsdisziplin ist es, den übergang von schlaf zu traum im wachen zustand mit zu erleben. Was eigentlich einer fernöstlichen erleuchtung gleich kommt. Hat aber mit sehr heftigen erfahrungen zu tun, wie das zereissen des körpers, abreissen von einzelnen fleischstücken, bis man nurnoch ein bewusstseinspunkt ist. Von dort aus kann man dann über portale oder wurmartige kanäle was auch immer das sein soll, in andere 'welten' reisen.

Das hab ich mir gerade nicht ausgedacht, sondern alles wirklich erlebt.

Mittlerweile mach ich das nicht mehr aktiv, da ich davon überzeugt bin, dass man dabei nicht nur in seinem eigenen unterbewusstseim herumforscht...

Aber ist echt interessant auch zum verbessern in sportlicher hinsicht, sprünge beim snowboarden oder andere tricks. Mein bruder hat im klartraum z.b. einen skateboardflip geübt und im reallife mit nur einem versuch gestanden.

Der beste einstieg ist, relativ gute 'realitätschecks' im alltag einzubauen. Finger zählen, lichtschalterlogik überprüfen, sich aktiv an die letzten 5 min erinnern bzw. Überprüfen, ob man weiß, wie man an den aktuellen ort gelangt ist.

Mein favorit, da die größten erfolge, ist sich die nase zuhalten und versuchen durch die nase zu atmen-> funktioniert es, träumt man. Aber obacht! Im traum hat man gefühlt nen iq von 15.

Viel spaß!

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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#4 von MadRichie , 10.01.2017 21:32

Zitat von meise im Beitrag #3

Mittlerweile mach ich das nicht mehr aktiv, da ich davon überzeugt bin, dass man dabei nicht nur in seinem eigenen unterbewusstseim herumforscht...

Was meinst du damit genau? Aber erstmal danke für deinen Bericht.

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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#5 von donmarten , 11.01.2017 07:16

@meise: Schöner Bericht. Danke

 
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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#6 von Sven , 11.01.2017 15:06

Hallo MadRichie und Meise,

danke auch für eure Infos dazu!
Man braucht wohl wirklich einige Zeit Übung, um überhaupt ansatzweise was "verstehen" zu können.
@Meise: Was Du teils beschreibst bzgl. "Außerkörperliche Erfahrungen" geht schon sehr ans Eingemachte - fast schon schamanisch/spirituell.
Wahrsch. ist es naiv zu denken, "einfach nur" eine schöne Traumwelt gestalten zu können .
Werde mich mal ranwagen!


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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#7 von phil , 12.01.2017 10:57

meise wenn ich einiges davon nicht auch schon so ähnlich im Traum erlebt hätte, würde ich dich für verrückt erklären :D
so nextlevelmäßige volle Kontrolle hatte ich bisher noch nicht bzw. eher selten.
das mit dem IQ von 15 kommt mir sehr bekannt vor. Irgendwie habe ich bei diesen Träumen oft das Gefühl als würde nicht das dabei heraus kommen wonach ich mich im echten Leben sehne. Habe auch oft die Vermutung gehabt das "Unterbewusstsein" spielt da irgendwie mit.

könnt ihr vielleicht Quellen mit guten Infos empfehlen?

Die Geschichte mit dem Fliptrick ist ja auch nice.
Im Buch The Art of Learning beschreibt Josh Waitzkin ja auch eine Situation wo er seinen Arm im Gips hatte und kurz vor einer Weltmeisterschaft im Pushinghands dann durch "Übungsausführung in Gedanken während der Meditation" quasi keine Kraft und Muskelmasse an dem Arm verloren hat. Finde das geht so ein bisschen in die Richtung.


 
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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#8 von meise , 12.01.2017 14:44

Zitat von MadRichie im Beitrag #4
Zitat von meise im Beitrag #3

Mittlerweile mach ich das nicht mehr aktiv, da ich davon überzeugt bin, dass man dabei nicht nur in seinem eigenen unterbewusstseim herumforscht...

Was meinst du damit genau? Aber erstmal danke für deinen Bericht.


Ich bin zur überzeugung gekommen, dass unserer realität eine spirituelle hinterlegt ist (mind over matter/information theorie/simulation theorie) Durch träume/meditation/ bewusstseinserweiternde substanzen bekommt man zugang zu dieser.

Mein bruder und ich haben ziemlich ähnliche erfahrungen in träumen gemacht, was diese wesen angeht. Meiner meinung nach sind das größtenteils "dämonen". Auch unter einfluss von z.b. DMT lassen sich andere realitäten erfahren, die unter den "usern" einheitliche erfahrungen aufzeigen. Es gibt sogar schon begriffslexika, die die verschiedenen phänomene und erscheinungen definieren.

Grund meiner überzeugung ist ne fullblown erleuchtung, all is one etc. Anfangs war das total schön, aber dann hat sich mit dieser unter traumzuständen passierenden einheitserfahrungen ein völlig grundloses pures angstgefühl eingeschlichen. Wie ein böses wesen, das sich in meine gegenwart begibt.

Jetzt halten mich sicher einige für verrückt, aber scheiß drauf ;)

Habe mich dann intensiv mit allen möglichen religionen/philosophien und deren büchern beschäftig und bin zu der erkenntnis gekommen, dass die bibel so ziemlich alle anderen beinhaltet/beschreibt. Eigentlich kann man zwei unterscheidungen machen: jesus/schöpfer und die schöpfung/lucifer/allah/buddah/das selbst.

Das lustige: seit meiner bekehrung zu jesus sind diese oben genannten erfahrungen völlig verschwunden. So als ob ich für diese spirituelle welt 'versiegelt' wurde. Sämtliche süchte sind komplett von mir gefallen etc. Vollkommene angstfreiheit, zufriedenheit, geduld und viele andere guten sachen sind plötzlich in mir, ohne mich anstrengen zu müssen. Neid, eifersüchte und alle eher negativen eigenschaften sind irgendwie völlig abwesend.
Tauchen in meinen träumen irgendwelche bedrohlichen wesen auf, kann ich die jetzt einfach wegschicken, was vorher oft bis zur verzweiflung nicht geklappt hat bzw. Ich mich selbst aufwecken musste.

Jetzt kann man auch damit argumentieren, das sei alles nur mein Unterbewusstsein usw. Aber selbst wenn, wär das super ^^

Früher hab ich ziemlich viel von paul tholey und laberge gelesen. Gibt da viele kranke traumberichte.
Www.oobe.ch hab ich auch verschlungen.

Andere quellen fallen mir gerade leider nicht ein, aber es gibt leute, die mehrere jahre oder sogar jahrhunderte in teilweise selbst geschaffenen klartraumwelten verbracht haben.

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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#9 von Sven , 12.01.2017 16:04

Hallo Meise, super Einblicke und Gedankengänge!
Ein tiefer "Glaube"' (an was auch immer) das alles passt ist essentiell für ein zufriedenes Leben.
Irgendwie ist ja auch jeder auf der Suche nach dem Ding das Halt gibt.
Spiritualität -> gleich Bewusstseinserweiterung war ja schon immer Teil aller Kulturen.
Leider ist bei uns davon nur noch der Alkohol übriggeblieben - von mentalen "Techniken" ganz zu schweigen. Der Rausch ist eigentlich ein Grundbedürfnis.

PS: Wo Du DMT ansprichst, hast Du da auch Erfahrung mit ayahuasca gesammelt?


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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#10 von meise , 12.01.2017 17:00

Hallo sven,

ayahuasca ist dmt incl. Mao-hemmern.

Bestimmte mengen geraucht hat man damit 10-15 min lang einen komprimierten 8h ayahuasca-trip. Man wird aus dieser welt bei absoluter klarheit "herausgeschossen". Alternativ kann man sich auch mit melatonin laden oder hyperventilieren (whim hoff) oder mehrere tage in völliger dunkelheit verbringen oder per jahrzehntelanger meditation zu mehr klarheit, gelassenheit und damit gefestigtem bewusstsein kommen.

Aber man musst bereit sein zu sterben! Das ist wirklich kein kindergeburtstag!

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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#11 von carpi_flexor_radialis , 12.01.2017 21:16

Hallo,

das ist ein interessantes Thema. ich habe auch Erfahrungen mit luziden Träumen und möchte gerne meine Gedanken teilen.

Mittlerweile glaube ich, dass der Begriff "ausserkörperliche" Erfahrungen sehr verwirrend ist. Ich bin der Überzeugung, dass sich unser Bewusstsein nicht durch geschlossenen Systeme oder Ebenen zusammensetzt, und wir deshalb mit unserem "Tagbewusstsein" am nächtlichen Traumgeschehen teilhahaben, es beobachten oder manchmal auch steuern können.

Ich bin weder spirituell, noch religiös und nehme auch keine Drogen, aber fand es trotzdem spannend, das Gebiet der Träume zu erforschen und damit zu experimentieren. Diese Realitätschecks habe ich auch schon angewendet. Ich habe mir immer die Socken ausgezogen. Im Traum schaffe ich das nie. Ein anderes kleines Spiel war, mir jeden Abend als ich zu Bett ging, einzureden, dass ich gleich aufwachen werde. Und morgens beim Verlassen des Bettes, dass ich jetzt einschlafe.

Vielleicht träumen wir ja immer, rund um die Uhr, Tag und Nachts. Tagsüber nehmen wir Träume schlichtweg nicht wahr, denn unsere Sinne wie Sehen, Hören, Tasten sind aktiv und lenken unsere Aufmerksamkeit und überlappen die Sinne, mit denen wir Nachts unsere Träume wahrnehmen (Neuronenkoalisation).
Was passiert genau, wenn wir einschlafen? Unsere "Tages-Sinne" schalten ab und wir nehmen durch unsere "inneren" Sinne wahr.

Mir sind schon Menschen begegnet, die von sich behaupten, dass sie noch nie geträumt haben. Ich finde das krass und kann mir das nicht vorstellen, wie das ist. Ich bin mich seit Kind gewohnt, mich jeden Morgen an meine Träume zu erinnern - und sind es auch nur Bruchstücke, wie Postkarten aus längst vergessenen Ferienorten. In meiner Jugend habe ich mit Träumen und dem Schlaf experimentiert, den 360 Grad-Blick geübt, das Fliegen gelernt, mich in Tiere verwandelt, durch Wände gegangen und was man sonst halt so tut, wenn man Spass daran findet. Das Eindrücklichste was passieren kann, ist es, während der Schlafparalyse aufzuwachen und zu illusionieren. Heutzutags mache ich das nicht mehr in diesem Stil - ich geniesse einfach die Erholung und den Traum, finde es gut wie es ist und gebe mich Nachts dem hin, was halt so kommen mag.

 
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RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#12 von meise , 13.01.2017 12:33

Zitat von carpi_flexor_radialis im Beitrag #11

Mir sind schon Menschen begegnet, die von sich behaupten, dass sie noch nie geträumt haben. Ich finde das krass und kann mir das nicht vorstellen, wie das ist. Ich bin mich seit Kind gewohnt, mich jeden Morgen an meine Träume zu erinnern - und sind es auch nur Bruchstücke, wie Postkarten aus längst vergessenen Ferienorten. In meiner Jugend habe ich mit Träumen und dem Schlaf experimentiert, den 360 Grad-Blick geübt, das Fliegen gelernt, mich in Tiere verwandelt, durch Wände gegangen und was man sonst halt so tut, wenn man Spass daran findet. Das Eindrücklichste was passieren kann, ist es, während der Schlafparalyse aufzuwachen und zu illusionieren. Heutzutags mache ich das nicht mehr in diesem Stil - ich geniesse einfach die Erholung und den Traum, finde es gut wie es ist und gebe mich Nachts dem hin, was halt so kommen mag.


Die meißten menschen haben ein zu schlechtes gedächtnis, um sich an die träume zu erinnern. Zu schlecht auch dahingehend, dass träume eine niedrigere priorität im Gedächtnis haben und somit sofort nach dem aufwachen vergessen werden. Man kennt es ja, wie flüchtig eine traumerinnerung generell ist.

Mir ging es als kind ähnlich wie dir. Ich hab zwar nicht so krass runexperimentiert, aber ich hatte sehr reale träume, in denen in gewohnten umgebung wirklich schräge dinge passiert sind. Ich konnte im nachhinein oft nicht unterscheiden, ob es wirklich geschehen ist.
Ich dachte z.b. bis ich mit ca 16 vom luziden träumen erfahren hab, dass ich als 8 jähriger fliegen konnte, wenn sonst niemand aus der familie in der wohnung war :D

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zuletzt bearbeitet 13.01.2017 | Top

RE: Luzides Träumen - Realität Extended

#13 von Waldmops , 13.01.2017 13:56

Ich hatte meinen ersten Klartraum im Alter von 20 bei einem Mittagsschlaf. Ich träumte, dass ich in der Küche am Herd stand. Ich beugte mich über einen Kochtopf und habe in einem Eintopf rumgerührt. Durch den Dampf beschlug das Visier meines Motoradhelmes, den ich auch dem Kopf trug... MOMENT!! Wieso habe ich beim Kochen einen Helm auf?? Das ist ein Traum!!!

Ich war total aufgeregt, habe den Helm abgenommen und bin aus der Küche raus in den Flur hinein. Ich wollte jetzt irgendetwas absurdes, tolles machen. Etwas was ich in Wirklichkeit nicht kann. Also habe ich aus dem Stand heraus einen Salto rückwärts gesprungen, das hat auch geklappt. Aber dann wars auch schon vorbei.

Wenn man klar träumt, darf mann sich nicht zu stark auf etwas fixieren, dann wacht man auf. Leider habe ich nach meinem Salto zu lange den Griff der Türklinke angestarrt und gemerkt, wie ich langsam erwache.
Seit dem habe ich ab und zu Klarträume. Leider zu selten, aber ich übe auch nicht regelmässig genug. Hilfreich ist es sich drei bis viermal am Tag ernsthaft zu fragen: "Ist diese Situation jetzt ein Traum, oder Realität?"
Irgendwann macht man das dann auch während eines Traumes.

Ich war von meinem ersten Klartraum so beeindruckt, dass ich auch 30 jähre später noch die Bilder vor mir habe und mich genau erinnern kann.

 
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