RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#286 von Sven , 13.05.2018 12:58

Hallo Carina,

habe ähnlich niedriges Kupfer + Ceruplasmin. Die reine Kupfereinnahme habe meine Werte 0 beeinflusst. Vom Wohlbefinden auch eher ungünstig. Finde deinen Link sehr interessant und denke auch, dass gute Werte eher über eine „reanimierte“ Leber zu erreichen sind.


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RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#287 von Anna , 13.05.2018 14:50

Carina, vergiss meine Berechnung der freien Kupferwerte, denn sie sollten ja aus derselben Messung stammen, nicht aus verschiedenen!

Ich habe zwei berechnet, eins von der Messung im Mai und das andere im März.

Mir ist auch nicht so klar, was nun freier Kupfer ist. Mir hat irgendwie vorgeschwebt, dass der Serumwert irgendwie alles Kupfer ist, extrahiert von der Blutprobe. Wenn man dann das gebundene Kupfer als Ceruloplasmin abzieht, dann kommt der Wert für Kupfer heraus, das frei im Blut schwimmt. So irgendwie.

Aber ist nur berechenbar, wenn die beiden Werte von derselben Blutprobe stammen. Sonst vergleicht man Aepfel mit Birnen, und heraus kommt absoluter Quatsch,… Obstmatsch :-). Vielleicht ist ja Dein freier Kupferwert supergut, nur wissen wir es nicht.


Carina hat sich bedankt!
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RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#288 von Igel , 18.05.2018 15:33

Vielen Dank für diesen Thread. Habe die verschiedenen Verlinkungen angeschaut und kann beim Symptomekatalog beinahe überall einen Haken machen. Leider. Die Sache geht sehr an die Substanz. Deshalb zwei Fragen hier bei euch Cracks:

- Kennt jemand einen Fahrplan, was zuerst angeschaut werden sollte? Ich habe zwar alte Messwerte vom Sommer 17, doch ist mir nicht abschliessend klar, was genau relevant ist. Wenn ich jetzt von Grund auf neu diagnostizieren muss: In welcher Reihenfolge ist vorzugehen? Was ist condition sine qua non zur Diagnose einer NNS?

- Hat jemand eine Idee, wie ich die Nachtruhe wieder geraderücken kann? Ich habe den Grundstein für die NNS vermutlich schon vor langer Zeit gelegt und diverse Symptome die ich nun gelesen habe sind meine steten Begleiter mittlerweile. Die Fähigkeit durchzuschlafen habe ich jedoch vor einer knappen Woche verloren. Irgendwelche Ideen, wie ich das fix wieder hinkriege? Die halbpanischen Aufwachschübe zehren sehr an den Nerven :o(

Besten Dank dafür, dass hier eine solch kompetente Community rumwuselt. Sobald ich in dieser Hinsicht auch was kann, werde ich meinen Teil beitragen :)

Grüsse, de Igel


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RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#289 von Marie , 18.05.2018 20:23

Hallo Igel!

So aus dem hohlen Bauch raus ist es schwierig, Dir einen Fahrplan zu geben.
Ich habe keinen Anhaltspunkt außer Deinem EBV, den Du im Vorstellungstbeitrag erwähnst.

Könntest Du mal Werte kommunizieren?
Bitte mit Maßeinheit und Normen. Egal, ob die schon vom letzten Sommer sind.
Eine Tendenz ist trotzdem zu erkennen.

Dann schaue ich mal, wie man sinnvollerweise vorgehen könnte.

Auf jeden Fall würde ich nach HPU gucken!
Wenn das nämlich vorliegt, muss man anders vorgehen.
Das kannst Du ohne Arzt machen, bestelle Dir den 24 Stunden Urin-Test bei KEAC.
Dieser ist der verlässlichste von allen im Moment vorliegenden Tests.

Da es einige Zeit dauert bis das Ergebnis kommt und Du auch vorher einige Nems für 2 Wochen absetzen musst, würde ich damit beginnen.



 
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zuletzt bearbeitet 18.05.2018 | Top

RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#290 von Igel , 21.05.2018 19:32

Die Idee mit der NNS wurde schon einmal an mich herangetragen, habe sie aber dann wieder verworfen. Als ich mich nun aber mit fünf Tagen Sport diesen Frühling wieder so zerschossen habe, habe ich den Faden wieder aufgenommen. Symptome wie chronische Müdigkeit, Energiemangel, geringe Stresstoleranz, Frieren, schlechtere Konzentrationsfähigkeit, Ängstlichkeit, Bindegewebsschwäche, viele Allergien, Verdauungsprobleme, Anlaufschwierigkeiten am Morgen, die Besserung nach Mahlzeiten und vor Allem im Urlaub und die zitternden Hände in Drucksituationen haben mich dazu gebracht, das mal abgeklärt haben zu wollen.

Letzten Sommer wurde von den relevanten Parametern leider nur Testosteron und Cortisol gemessen. Die Blutabnahme war um 07.42 Uhr.
- Cortisol I auf 143 ng/ml (ref. 50 - 200, wobei der Arzt handschriftl. "Stress" daneben geschrieben hat);
- Testosteron gesamt ECLIA bei 4.10 ng/ml (ref. 3.0 - 9.0);
- Testosteron frei RIA bei 10.4 pg/ml (ref. 7.6 - 36.2 in meiner Altersklasse. Handschriftl. Vermerk: "wenig");

Anbei noch die relevanten Schilddrüsenwerte und die EBV-Titer:
- TSH basal LIA bei 0.90 uIU/ml (ref. 0.27 - 4.2);
- Freies T3 LIA bei 3.20 pg/ml (ref. 2.0 - 4.4);
- Freies T4 LIA bei 1.23 ng/dl (ref. 0.9 - 2.0);

- EBV-Capsid IgG LIA bei 39.5 U/ml (ref. bis 20);
- EBV-Capsid IgM LIA negativ;
- EBV-Nucleus-1 IgG bei 267 U/ml (ref. bis 5);

Dort wurde mir die abgelaufene Infektion diagnostiziert. Die fand vermutlich Anfang März statt. Ich habe mich dann bis Ende Mai durchgeschleppt, bis ich dann mal die Notbremse habe ziehen müssen. Kann das lange Verschleppen sich nachteilig ausgewirkt haben?

Jedenfalls versuche ich seit damals wieder auf den Damm zu kommen. Mit einigermassen bescheidenem Erfolg.

Ich hoffe du kannst mit den Werten etwas anfangen. Aktuellere habe ich nicht. Diese sind von Anfang August 2017. Mein Arzt kennt sich nach eigenen Angaben jedoch mit NNS aus. Da ich aber nach diesem Jahr gelernt habe, den Ärzten keinen Gottstatus anzudichten, möchte ich doch auch etwas durchblicken, was angebracht wäre und was nicht. Danke für eure / deine Hinweise hierzu :)

Gruss, de Igel


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RE: Cortisol & Nebennierenschwäche

#291 von Igel , 16.07.2018 13:04

Zwischenzeitlich habe ich meine Neurotransmitter messen und ein Cortisol-Tagesprofil machen lassen.

Gemessen wurde Kreatinin (wofür?):
1887 mg/l (ref. 400 - 2780)

Weiter unter "Endokrinologie":
DHEA (Morgenwert) - 372.2 pg/ml (ref. 140 - 570)
DHEA nach 12 Stunden - 130.6 pg/ml (ref. 140 - 570)
Cortisol Morgenwert - 3.85 ng/ml (ref 3 - 9)
Cortisol nach 5 Stunden - 1.20 ng/ml (ref. 0.6 - 2.3)
Cortisol nach 12 Stunden - 0.43 ng/ml (ref. 0.2 - 0.8)

Daneben wird eine Kurve gezeigt. Diese ist sehr flach und bewegt sich am unteren Rand der Soll-Schattierung entlang. Der Umstand, das die Kurve im Soll-Bereich liegt, ist vermutlich meinen anhaltenden Bemühungen wieder auf die Beine zu kommen zu verdanken und ich hoffe, hier einen positiven Trend zu sehen. Ich interpretiere das Ergebnis so, dass bezüglich Cortisol langsam alles wieder ins Lot kommt. Wie soll ich den DHEA-Wert nach 12 Stunden verstehen?

Mein eigentliches Problem (vermutlich) folgt jetzt. Unter dem Abschnitt "Neurotransmitter" wurden mir niederschmetternde Ergebnisse präsentiert:
Serotonin - 142.5ug/g Krea (ref. 140 - 230)
Adrenalin - 1.3 ug/g Krea (ref. 4 - 10)
Noradrenalin - 8.6 ug/g Krea (ref. 32 - 58)
Noradrenalin / Adrenalin Quotient - 6.8 Quotient (3 - 6)
Dopamin - 61.2 ug/g Krea (150 - 280)

Meine Katecholamine sind unterirdisch. Serotonin ist vermutlich nur so gut, weil ich regelmässig Tryptophan substituiere.

Hat jemand eine Idee, wie der Mangel an Katecholaminen zu erklären ist? Wie wirkt sich sowas auf das Wohlbefinden aus? Und wie kriegt man die Geschichte wieder in den Griff, sprich, wie erhöh ich vor allem Dopamin, aus welchem die anderen Hormone hergestellt werden, möglichst effektiv?

Danke für Denkanstösse.

Gruss


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