Kohlehydrate und Fett

#1 von BettinaAnna , 01.11.2016 18:16

Ich glaube, dass sich bei mir eine Insulinresistenz rausgebildet hat, nach meiner 45-jährigen "Diätenkarriere" und vor allem nach der letzten ketogenen Diät.
Seit einiger Zeit geht gar nix mehr. Das Gewicht steht, egal was und wie viel ich esse. Es sind etwa 15 kg, die ich zu viel mit mir rum schleppe.

Jetzt habe ich hier ne Menge gelesen und möchte in meiner Ernährungsweise einiges zu ändern, Schritt für Schritt, nicht alles auf einmal.
Zuerst erscheint mir wichtig, die Makronährstoffe im richtigen Verhältnis zu verzehren.

Chris schreibt in seinen Büchern, dass man niemals große Mengen Kh mit großen Mengen Fett kombinieren soll. was sind große Mengen?
Wenn ich 40 g Sauerteigbrot mit 6-7 g Butter esse, ist das dann schon falsch?
Darf ich Möhren jetzt nicht mehr mit Butter kochen?
Grundsätzlich möchte ich wissen, wie viel Fett darf ich mit Kh kombinieren (prozentual).

Und noch eine Frage ist mir wichtig.
Soll ich jetzt Kalorien einsparen?


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RE: Kohlehydrate und Fett

#2 von EvPow , 02.11.2016 10:37

Die Menge ist individuell, aber als grds. Richtwert erwähnte Chris mal 30g. Mit prozentual kommst hier nicht weiter, es geht um absolute Werte.


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RE: Kohlehydrate und Fett

#3 von BettinaAnna , 02.11.2016 10:51

30 g Fett zu einer Mahlzeit? Du meinst bestimmt 30g Fett pro Tag.


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RE: Kohlehydrate und Fett

#4 von naklar! , 02.11.2016 11:22

Hey- ganz kurz, weil wenig Zeit:

Grundsätzlich sollte es kein Problem sein, Fette und KHs miteinander einzunehmen. Der Körper verfügt sogar über einen eigenen Mechanismus ( Randle Cycle ), dies zu bewältigen. Er kann lediglich nicht beide gleichzeitig verbrennen, bzw. in Energie umbauen.

Deshalb macht er das einfach nacheinander - ohne, daß du zunimmst.

Voraussetzung ist aber, daß du isokalorisch ißt!

Möchtest du aus irgendeinem Grund ( Kraftsportler machen das beispielsweise, um ihre Glykogenspeicher im Muskel möglichst gut zu befüllen ) hypokalorisch essen wollen -
dann empfiehlt sich og. Trennung und die Angabe von 30g kommt hin. Pro Tag.

Gruß, Eric


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RE: Kohlehydrate und Fett

#5 von Stockinger , 02.11.2016 14:44

Du meist hyperkalorisch (Kalorienüberschuss), oder?
Hypokalorisch (unterkalorisch) wird das mit dem gut befüllten Glykogenspeicher nichts.

Oder hab' ich jetzt 'n Brett vorm Kopf?

LG,
Thorsten


-----------------------------
Carpe Diem


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RE: Kohlehydrate und Fett

#6 von naklar! , 02.11.2016 15:10

Du hast recht, danke - das wäre jetzt für die Dame sehr verwirrend gewesen...
...sorry, der mit dem Brett bin ich!

Eric


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RE: Kohlehydrate und Fett

#7 von BettinaAnna , 03.11.2016 08:16

Ich danke euch.

Mir geht es erstmal darum, abzunehmen. Dann ist es ja sicher auch relevant, Kh vom Fett zu trennen.
Meine Frage ist nur, wie wenig Fett darf ich zum Bsp. zu Brot essen?


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RE: Kohlehydrate und Fett

#8 von Zopiclon , 03.11.2016 09:31

Hey
Warum so schwierig?

Einfach wenig bis kein Getreide mehr konsumieren und schon gibt es kein Problem mehr.


Gruß


"You need great passion, because everything you do with great pleasure, you do well." -Juan Manuel Fangio


 
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RE: Kohlehydrate und Fett

#9 von naklar! , 03.11.2016 10:59

Zitat von BettinaAnna im Beitrag #7
Ich danke euch.

Mir geht es erstmal darum, abzunehmen. Dann ist es ja sicher auch relevant, Kh vom Fett zu trennen.
Meine Frage ist nur, wie wenig Fett darf ich zum Bsp. zu Brot essen?



Abnehmen wirst du durch eine negative Kalorienbilanz - nicht durch die Trennung.


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RE: Kohlehydrate und Fett

#10 von Alex , 15.11.2016 19:13

Zitat von Zopiclon im Beitrag #8
Hey
Warum so schwierig?

Einfach wenig bis kein Getreide mehr konsumieren und schon gibt es kein Problem mehr.



Was ein Bullshit.

Wie naklar! schon sagte Kaloriendefizit anstreben. Mach wöchentlich 2-3 Tag IF 16/8 und du wirst Erfolg haben. Und VIEL Sport! Und dann gibt es kein Problem mehr.


 
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RE: Kohlehydrate und Fett

#11 von Markus , 15.11.2016 20:11

Gar kein Bullshit das mit dem Getreide-Weglassen. Denn Gluten sorgt zuverlässig für höheren Appetit

-geht auf die Opiumrezeptoren und macht so süchtig (siehe letzter Blog)

-Gliadin blockiert die Wirkung von Leptin*

-Amylopectin A aus dem Stärkeanteil lässt den Blutzucker besonders schnell steigen so dass bedingt durch das Insulin die Achterbahnfahrt mit dem Blutzucker beginnt, Folge: ständige Hungerattacken, mehr Kalorien

http://www.wheatbellyblog.com/2015/08/wh...kes-you-hungry/

Im Schnitt sind das oft 400 kcal am Tag. Und das ist für die Meisten schon ein Kaloriendefizit, ohne weiteres Nachdenken und ohne Hunger!

*https://bmcbiochem.biomedcentral.com/art...2858-015-0032-y


"Die größte Krankheit der Menschen ist aus der Bekämpfung ihrer Krankheiten entstanden, und die anscheinenden Heilmittel haben auf die Dauer Schlimmeres erzeugt, als Das war, was mit ihnen beseitigt werden sollte. Aus Unkenntnis hielt man die augenblicklich wirkenden, betäubenden und berauschenden Mittel, die sogenannten Tröstungen, für die eigentlichen Heilkräfte, ja, man merkte es nicht einmal, daß man diese sofortigen Erleichterungen oft mit der allgemeinen und tiefen Verschlechterung des Leidens bezahlte.“
(Friedrich Nietzsche)


 
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RE: Kohlehydrate und Fett

#12 von Chris (edubily) , 15.11.2016 21:09

Ich bin da gerade auch ein bisschen drin, also in den Arbeiten.

Zum Beispiel:

http://www.nature.com/ijo/journal/v40/n3...jo2015204a.html

Oder:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23253599

Darüber hinaus befürchte ich, dass Gluten-Peptide nicht nur Leptin bei der Bindung am Rezeptor hemmen. Es gibt Hinweise darauf, dass das auch z. B. für Androgene gilt. Speziell bei Menschen, die tatsächlich auch gemessen auf Gluten reagieren.

Wenn das für Leptin und Androgene gilt, dann öffnet das eine kleine Pandora-Büchse, weil die Thematik einfach kaum erforscht ist. Denn: Das könnte für viele andere Hormone auch gelten.

Ich meine ... Die Arbeit, die Markus nennt, schreibt von Konzentrationen, die man sehr leicht via Nahrung erreichen kann. Zusätzlich sind unsere Weizen-Sorten auf hohen Gluten-Gehalt "optimiert", damit backt sichs besser.

Das Ganze ist ein sehr heikles Thema, drum würde ich nie explizit empfehlen, die Ernährung auf Weizenprodukten basieren zu lassen.

PS: Was aber keinesfalls bedeutet, dass man wegen Weizen nicht abnehmen kann! Da gebe ich meinem Vorredner recht.


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RE: Kohlehydrate und Fett

#13 von ChristineH , 15.11.2016 23:17

Und man kann auch trotz Getreideverzicht (bei mir: seit über 4 Jahren) zuviel essen und zunehmen! Insofern finde ich die Aussage von Zopiclon schon ein wenig irreführend.



 
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RE: Kohlehydrate und Fett

#14 von Alex , 15.11.2016 23:50

Welche KH sind denn überhaupt noch safe??

Täglich lese ich neue Horrormeldungen zu Getreide, Kartoffeln, Reis, Obst, Milch und Co. da vergeht doch einem der Appetit...

...Tendenz geht ja immer mehr Richtung Low-Carb. Aber halt zu viel Fett ist ja auch wieder ungesund. Und Protein auch nur noch in geringen Mengen.

Naja wenigstens Gemüse kann man essen ohne Ende, aber die haben ja kaum Kalorien. Wie soll ich da auf meinen Grundumsatz kommen...

Hilfe? (Ernstgemeint..)


 
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RE: Kohlehydrate und Fett

#15 von Cluhtu , 16.11.2016 06:24

Naja, zwischen den Auswirkungen von Getreide und dessen Inhaltsstoffe (Gluten, WGA, usw) und hyperkalorischem Essen, muss trotzdem nochmals unterschieden werden.

Was wäre dann für dich safe? Kohlenhydrate sind doch allgemein erstmal safe. Individuell muss dann geschaut werden, was verträglich ist oder eben nicht.

Wenn du keine Probleme hast, wären alle genannten Quellen von dir in Ordnung. Sofern du Verbesserungsbedarf verspürst, musst du für dich herausfinden, was in Ordnung ist.


 
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