Kryptopyrrolurie (KPU)

#1 von DannyOcean , 31.10.2016 09:14

Hey,

Ich hatte schon immer psychische Probleme. Deswegen habe ich mich in Bücher wie "The Ultramind Solution", "The Mood Cure" und "Nutrition Therapy" eingelesen. Dabei bin ich auf die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie gestoßen. Durch die Suche habe ich herausgefunden, das es schon mal kurz im Forum angeschnitten wurde.
Ich habe mich auf den Verdacht hin Testen lassen und es war ein positives Testergebnis.
So weit ich es verstanden habe, fallen bei der KPU im Körper vermehrt Pyrrole an, welche dann an Vitamin B6 und Zink binden um aus dem Körper ausgeschieden zu werden.

Ich habe bereits P5P (aktives Vitamin B6) und Zink ergänzt und habe auch schon eine Verbesserung meiner Symptome festgestellt. Allerdings will ich nicht mehr blind Nahrungsergänzungen einwerfen.

Daher meine Frage. Kennt sich hier jemand mit dem Thema KPU aus ? Was sollte ich bei einer Blutuntersuchung alles Testen lassen ?

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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#2 von Zimti , 31.10.2016 11:14

Hallo DannyOcean,

willkommen im Club, ich bin ebenfalls HPU/KPU-lerin.

Neben Zink und B6 sollte man auch Magnesium und Mangan zuführen, da diese Stoffe ebenfalls vermehrt ausgeschieden werden. Bei manchen muss auch B3 gezielt ergänzt werden.

Ich nehme derzeit B-Life-Protect (4 Kapseln morgens). Das ist ein NEM, das genau die bei HPU/KPU fehlenden Stoffe enthält. Es ist rezeptfrei und sollte langsam eingeschlichen werden, gerade wenn man psychische Probleme hat. Ich habe mit 1 Kapsel angefangen und dann alle 2 Tage um eine erhöht. Das ist allerdings schon recht schnell - hab es jedoch gut vertragen.

Zusätzlich nehme ich einen Vitamin-B-Komplex, ein B12-Präparat und bekomme derzeit 1x wöchentlich B-Vitamine und Zink gespritzt (insg. 6 Spritzen).

Das ganze mache ich seit ca. 6 Wochen und merke eine leichte Besserung. Bald werden die o.g. Werte nochmal überprüft und die Dosis der Stoffe entsprechend angepasst. Man muss sich an seine individuell passende Substitution herantasten. Manchen reichen 2 Kapseln B-Life-Protect, um beschwerdefrei zu sein, andere benötigen 4 Kapseln plus ggf. zusätzlich Zink und/oder B6.

Hoffe, ich konnte helfen.

Liebe Grüße



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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#3 von DannyOcean , 01.11.2016 14:22

Hey Zimti,

vielen Dank für deine schnelle Antwort, das hilft mir wirklich weiter.

Hast du zuerst dein Blut untersuchen lassen, bevor du das B-Life-Protect genommen hast ?

Ich würde gerne meine Mineralien, Vitamine, Hormone ect. wegen meiner KPU im Blut untersuchen lassen, weiß aber nicht wo ich das am besten machen kann. Bist du einfach zu deinem Hausarzt oder zu einem speziellen Heilpraktiker der sich damit auskennt ? Was hast du für so eine Blutanalyse ungefähr bezahlen müssen ?

Liebe Grüße


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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#4 von Zimti , 01.11.2016 21:33

Ja, ich hatte eine umfangreiche Blutuntersuchung vorher. Allerdings wegen anderen Baustellen - für die Therapie der HPU/KPU halte ich es für ausreichend, dass der Test positiv ausgefallen ist, um mit der Substitution der entsprechenden Mikronährstoffe zu beginnen.

Du kannst natürlich auf eigene Faust in ein Labor gehen und Zink, B6, Magnesium etc im Vollblut messen lassen, aber das Geld kannst du dir auch sparen, wenn die KPU feststeht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dadurch bei dir einige Werte nicht stimmen.
Aus dem Austausch mit anderen Betroffenen weiß ich jedoch, dass z.B. eine Behandlung niedriger Schilddrüsenwerte nichts bringt, solange die HPU/KPU nicht unter Kontrolle ist - hierauf sollte man zunächst den Fokus legen!

Ich bin in einer Privatpraxis in Behandlung - den meisten Hausärzten dürfte die Stoffwechselstörung unbekannt sein. Ich würde dir auch empfehlen, dir einen kompetenten Arzt zu suchen und dich beraten zu lassen.

Fang doch einfach mal mit der Einnahme von B-Life-Protect an und beobachte dein Befinden. Wenn sich nichts tut, kannst du immernoch einzelne Blutwerte nachmessen und in Rücksprache mit einem Arzt zusätzliche NEM einbauen und deren Dosis anpasssen.

Liebe Grüße


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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#5 von Cleo , 11.05.2017 10:22

Ich reihe mich mit meiner HPU-Diagnose mal mit hier ein...

Wie geht es euch allen denn so inzwischen? Wenn ich richtig gezählt habe, sind wir hier zu viert mit KPU/HPU.

Momentan beschäftigt mich die Frage, ob ich 5P5 oder normales B6 nehmen soll (weil 5P5 ein Kunstprodukt ist) und wie zuverlässig diese ganzen Mikronährstoff-Bluttests eigentlich überhaupt sind?
Auf der anderen Seite traue ich mich aber auch nicht, Zink zu suppen, ohne zu wissen, wo mein Kupferspiegel steht. Kann man das einfach so praktisch austesten und sehen, ob es einem bekommt? Fragen über Fragen.


 
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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#6 von DannyOcean , 14.05.2017 14:17

hi cleo,

ja die frage ob p5p oder normales vitamin b6 habe ich mir auch schon gestellt. momentan nehme ich normales b6 da es, wenn ausreichend zink und magnesium vorhanden ist, in p5p umgewandelt wird.

mir geht es eig ziemlich gut. ich habe aufgehört mich auf die diagnose kpu zu fixieren. ich habe mich viel um meine mitochondrien gekümmert und mich mit meiner psyche auseinandergesetzt. es gibt auch die theorie von bodo kuklinski, dass die kpu eigentlich von geschädigten mitochondrien kommt.

mich würde auch generell mal die Meinung einiger älteren Mitglieder hier auf edubily zum Thema hpu/kpu interessieren ?


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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#7 von Cleo , 15.05.2017 12:16

Danke für Deine Antwort!

Hast Du testen lassen bzw. hattest Du gravierende Mängel oder waren die Werte normal-niedrig? Und hinterher?

Was die Vit B6/P5P-Diskussion angeht, steht da glaube ich im Vordergrund, dass es wohl 2 Lager gibt mit 2 assoziierten Laboren und die beharken sich untereinander (geht ja um Geld).

Zitat von DannyOcean im Beitrag #6
mich würde auch generell mal die Meinung einiger älteren Mitglieder hier auf edubily zum Thema hpu/kpu interessieren ?


Ja, mich auch.



 
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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#8 von nick , 16.05.2017 08:13

Im Handbuch Nährstoffe von Burgerstein steht, dass bei hohen therapeutischen Dosierungen die Gabe in Form von P5P vorzuziehen ist. Es könne sonst zu neurologischen Störungen kommen. Als Ursache würde angenommen, dass die Verweilzeit von Vitamin B6 im Körper länger sei als die anderer B-Vitamine und die Leber mit der Umwandlung in P5P überstrapaziert wäre. Allerdings gilt das erst ab >300mg/Tag.



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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#9 von Cleo , 16.05.2017 10:35

Ah, ok. Das ist ja eine nicht ganz unwichtige Info zu sein.

Bislang kannte ich aus einem der Lager nur den Hinweis: Wenn die Leber i.O. ist, sei B6 die bessere Wahl. Das sagt für mich aber nichts darüber aus, ob die Leber im Alltagsgeschehen (mal ein Glas Wein, mal ne Zahnarztbetäubung, öfter mal Schmerzmittel, z.B. bei Mensbeschwerden) auch i.O. ist.

Falls man allerdings eh schon Probleme mit der Leber bzw. Entgiftung hat, was ja bei HPU nicht ausgeschlossen sein soll, verschieben sich die Empfehlungen da ja auch noch etwas.


 
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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#10 von Stockinger , 16.05.2017 11:08

Was ist "KPU"?
Gibt es dazu Studien?

Wenn man im Internet recherchiert, findet man viel Widersprüchliches. Teils obskure Seiten, teils Pseudowissenschaftliches, teils, dass es das gar nicht gibt.
Habt ihr entsprechende Mangelzustände im Blut in anerkannten Laboren diagnostisch feststellen lassen (Zink, B6, ...)?

LG,
Thorsten


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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#11 von Cleo , 16.05.2017 17:53

Was ist HPU: http://www.keac.nl/de/hpu/hpu_det.html

Zur Geschichte der HPU: http://www.keac.nl/de/hpu/geschichte.html

Die KEAC ist halt keine unabhängige Quelle. Das ist die Apotheken-Umschau aber ebenfalls nicht.

Ich glaube, was Studien betrifft, gab es nach 1960 nicht mehr viel. Wer sollte diese Studien initiieren bei einer Enzymstörung, die sich selbst nicht als echte Krankheit definiert und nur mittels unpatentierbarer Mikronährstoffe therapierbar ist? Ich schaue aber gerne heute Abend mal in die Literatur, die ich hier habe.

Blutwerte habe ich noch nicht. Nur einen unfreiwilligen Selbstversuch bei dem ich 2016 zufällig festgestellt habe, dass es mir wunderprächtig geht, wenn ich Chrom in hohen Mengen suppe und Vit B6 als PMS-Regulator einsetze. Das mit dem Chrom war mir aber auf Dauer zu heikel, deswegen habe ich das lieber gelassen.


 
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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#12 von DannyOcean , 29.05.2017 14:28

Nachdem ich die erhöten Kryptopyrrolwerte hatte, habe ich Vitamin B6 (40 mg P5P), Zink(15mg Citrat) und Magnesium(teils bis zu einem Gramm elementar) ergänzt.

Eine Blutanalyse habe ich leider erst nach ein Paar Monaten machen lassen. Dabei war Vitamin B6 viel zu hoch und Magnesium und Zink auch am oberen ende. Deswegen betrachte ich mittlerweile die ganze Sache mit KPU etwas skeptisch. Ich nehme zurzeit kein Zink und B6 mehr und mir geht es sehr gut damit. Ich habe damit aufgehört Hochdosen von irgendwelchen Vitaminen einzuwerfen und bin mehr darauf bedacht, ein funktionierendes System zu haben.

Hoffe das hilf weiter

Lg Björn

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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#13 von Cleo , 03.06.2017 11:11

Zitat von DannyOcean im Beitrag #12
Eine Blutanalyse habe ich leider erst nach ein Paar Monaten machen lassen. Dabei war Vitamin B6 viel zu hoch und Magnesium und Zink auch am oberen ende. Deswegen betrachte ich mittlerweile die ganze Sache mit KPU etwas skeptisch.

Ich hätte jetzt gesagt, dass eine Erhöhung der Blutspiegel normal ist, wenn man monatelang NEM nimmt. Aber schön, dass es Dir mittlerweile besser geht.

@ Stockinger
Du warst mir zwsichenzeitlich entfallen; auf der KEAC-Seite gibt es eine Auflistung der Literatur über HPU (sieht soweit nicht nach Fantasy aus): http://www.keac.nl/de/hpu/literatur.html


 
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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#14 von Eskel , 25.06.2017 17:06

Was ich bei dieser KPU Sache nie verstanden habe: Wenn es die Krankheit wirklich so gibt (was ich bezweifle), warum hat man sie nicht als erstes als Zink und B6 Mangel erkannt? Ich mein die beiden Werte werden seit vielen Jahrzehnten gemessen und so sollte das doch aufgefallen sein. Warum musste erst jemand diesen obskuren Pyrolmarker im Urin testen, um festzustellen, dass jemand chronischen Zink und B6 Mangel hat?


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RE: Kryptopyrrolurie (KPU)

#15 von Tommy , 25.06.2017 17:32

Wie ich es verstehe: die Blutwerte können durchaus normal sein, aber Zink und B6 können nicht wirklich verwertet werden


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