Zusammenhang Schilddrüse und brüchiges Haar /Haarausfall

#1 von tanzenhilft , 28.10.2016 14:25

Hallo zusammen, ich bin 31, weiblich, und habe seit 13 Jahren immer wieder mit Haarausfall zu kämpfen. Zuletzt seit März so schlimm, dass ich mir büschelweise die Haare rausziehen konnte und am Oberkopf die Hälfte meiner Haarpracht verloren habe. Das kratzt am Ego. Man sieht mittlerweile schon meine Kopfhaut. Die Haare lichten sich auf dem ganzen Kopf, aber besonders an den Seiten und oben mittig sowie hinten am Scheitel. Neuerdings habe ich da auch einen Wirbel, der da vorher nicht zu sehen war. Der Haarverlust an guten Tagen lag bei 100 Haaren, an Waschtagen etwas darüber. Im Juni war die Hochphase, da habe ich bei 400 Haaren aufgehört zu zählen.

Mein Eisenwert liegt bei 40, ist nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht. Zink etc. sind in Ordnung (ich nehme Nahrungsergänzungsmittel und substituire mit einem Eisensaft).

Nun war ich beim Endokrinologenund der hat eine latente Schilddrüsenunterfunktion festgestellt (TSH-Wert erhöht, aber FT3 und FT4 noch okay), will diese aber vorerst nur weiter beobachten. Ich habe aber neben dem unerklärlichen Haarausfall auch Symptome wie Frieren, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, trockene Haut und Haare, starke Verspannungen im Nacken, depressive Verstimmungen...

Meine Frieseurin empfahl mir Ell Cranell bzw. Pantostin. Seitdem ich das nehme (2 Monate), ist es ein wenig besser mit dem Haarausfall, aber er ist nicht verschwunden. Mal hab ich nur 10 Haare in der Bürste, an anderen Tagen wieder über 100. Dabei kann ich laut Blutergebnissen gar nicht an androgentischen Haarausfall leiden.
Kann jemand meine Werte genauer interpretieren? Hätte gerne eine Zweitmeinung und auf einen Arzttermin warte ich Noch

Werte mit Referenzbereichen.

TSH basal: 5,93 (+; RB 0,27-4,2) (im April 4,8). Letzte Untersuchung nur TSH beim Hausarzt: 6,7


FT3: 3,2 (RB 2-4,4)

FT4: 11 (RB 9,3-17)

GOT: 45 (+) (RB 10-35)

GPT: 9 (-) (RB 10-35)

AP gesamt: 10 (-) (RB 35-104)

TGAK: 11,2 (RB 0-115)

DHEAS: 82 (RB 0-0)

Testosteron: 0,110 (RB 0,084-0,481)

Glom.Filt.: 87 (kein RB)

SHBG: >200 (RB 18-144)

FERR/Eisen: 41,5 (RB 15-150)

B12: 362 (RB 191-663)

Zink: 0,96 (0,6-1,2)

Methylmalons: 125 (RB 73-271)

Holotrans: 119 (RB 50-127)


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RE: Zusammenhang Schilddrüse und brüchiges Haar /Haarausfall

#2 von wmuees , 28.10.2016 16:29

Testosteron an der unteren Grenze.
Dazu ein ziemlich hohes SHBG, d.h. Dein _freies_ Testosteron wird wahrscheinllich ganz tief im Keller liegen.
Haarausfall kann auch ein Zeichen von Testosteronmangel sein....

Dein SHBG ist wahrscheinlich so hoch, weil Du hormonelle Empfängnisverhütung betreibst.
Kann man ja auch mal anders machen. Dauert aber Monate, bis SHBG runter geht.

Was macht denn die Libido? Die ist auch abhängig vom freien Testosteron.

Was die Schilddrüse angeht, könntest Du Jod+Selen nehmen. Gibt hier auf Edubily ne Menge Informationen, wie man sowas macht.


 
wmuees
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Zink, Magnesium und Kupfer im Keller
Anämie (!) + trotz normalem Eisen/Ferritin - außerdem hohe Nüchternglucose

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