Kohlenhydrate, Fett und Krebs

#1 von Luna , 20.10.2014 21:28

Hallo
Ich wollte folgenden Beitrag eigentlich beim oben genannten Artikel als Kommentar posten, was aber nicht ging, da er nicht hochgeladen werden konnte. Deshalb mach ich hier ein neues Thema auf.


Hallo Chris,
in der aktuellen Ausgabe des LEF Magazins ist ein Artikel, der zum Thema passt, auch wenn er in einigen Punkten in der Aussage von deinem Artikel abweicht. http://www.lef.org/Magazine/2014/10/Carb...er-Risk/Page-01
Aber er belegt eines: übergewichtige Frauen haben ein erhöhtes Risiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken und auch das Rezidivrisiko ist erhöht, so lange sie sich hyperkalorisch und mit viel Zucker ernähren. Fragt sich was letztlich die Ursache ist, der Zucker, die Fettzellen, die Blutfette, das Insulin oder was sonst auch immer.
Weiter unten wird dann darauf hingewiesen, dass u.a. Fasten oder die Reduktion von IGF-1 durch NEM (man will ja Geschäft machen UND keiner soll auf gewohnte Ernährung verzichten müssen) die Chancen verbessern kann.
Bleibt die Frage, wie man auch mit geringem KFA und nachweislich niedrigem IGF-1 und Triglyceriden ebenfalls eine dieser beiden Krebsformen bekommen kann. Das betrifft ja auch nicht sooo wenige.
Grüße
Luna


 
Luna
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RE: Kohlenhydrate, Fett und Krebs

#2 von Chris (edubily) , 20.10.2014 21:50

Hallo Luna,

das Problem, das ich heute sehe ist, dass wir im Zusammenhang von KH-Konsum immer von dysfunktionalen Metabolismen sprechen, wo durch Zucker induzierte (erhöhte) IGF-Werte vorhanden sind und wo sich durch eine chronische Überfütterung eine Hyperglycämie aufzeigt, bei gleichzeitiger Anhäufung von Fett und freien Fettsäuren.

NUR! weil wir hier u.a. (eine relative) Hyperglycämie finden, heißt das nicht, dass Kohlenhydrat-Konsum eine Rolle in der Pathogenese von Krebs spielt, denn viele Nager-Studien zeigen, dass der manche Krebssorten sehr viel schneller gedeihen, wenn man den Fettanteil der Ernährung erhöht, was impliziert, dass Kohlenhydrat per se nicht alleine dafür verantwortlich ist.

Ich denke, dass viele die Thema der chronischen Überfütterung missverstehen und nicht verstehen, dass es auf das ankommt, was im Blut ist:

- Glukose
- IGF
- Eiweiß
- Ketonkörper
- freie Fettsäuren
- (Triglyc.)
etc.

Man kann alles sehr potent auch mit hohem KH-Konsum senken - dann, wenn man metabolisch gesund ist.

Deine Frage: Es ist ganz klar, dass das (auch) hormonabhängige Tumore sind, dass genetische Dispositionen vorliegen können, dass man einfach "Pech" haben kann aufgrund irgendwelcher Mutationen, schlechtem Immunsystem... da gibt es Gründe wie Sand am Meer.
Ich bin mir auch absolut sicher, dass es NICHT viele Frauen gibt, die einen so niedrigen KFA haben wie du inklusive hervorragender Blutwerte.

Mein Artikel, das weißt du sicherlich, sollte lediglich daran erinnern, dass wir differenziert beurteilen sollten und nicht - im falschen Glauben - ins offene Messer laufen.



 
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RE: Kohlenhydrate, Fett und Krebs

#3 von Chris (edubily) , 20.10.2014 21:57

Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch, dass man sich einig ist, dass Kalorienrestriktion protektiv wirkt. In vielen Fällen ist man sich jedoch nicht darüber im Klaren, warum eine ketogene Diät bei manchen Tumorarten protektiv wirkt. Da streiten sich die Geister, denn die Datenlagen sind immer so inkonklusiv.
Beispiel: Manche ketogene Diäten senken Insulin, nicht aber Glukose. Auch wenn Keton-Körper sowohl proliferative, als auch anti-proliferative Wirkung zeigen bzgl. Krebszellen, so stehen sie selten im Zusammenhang mit einer Risiko Reduktion. In einigen ketogenen Studien wurde IGF nicht gesenkt und trotzdem zeigte sich eine protektive Wirkung. In anderen Studien wurde nicht ketogen gegessen, sondern nur low(er) carb und high protein, was das Tumorwachstum verlangsamte - hier fand man nur niedriger Insulin - und Glukose-Werte, was bei Nagern allerdings typisch ist und nicht zu erwarten beim Menschen. Letztendlich haben sich viele Autoren gefragt, ob es nicht die hungerunterdrückende Wirkung einer ketogenen Diät ist, die am Ende dafür sorgt, dass eine Kalorienrestriktion vorliegt, denn KD-ernährte Nager essen i.d.R. weniger.
Das sind alles einfach so... naja, unklare Punkte.

Naja... und in anderen Studien wurde einfach das Fett gestrichen... was protektiv wirkt.



 
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