Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#1 von Tommy , 20.09.2016 13:46

Hallo zusammen,

auch wenn bei mir das fasten noch lange nicht perfekt läuft glaube ich auch, dass das ein mächtiges Tool sein kann um etwas für die Gesundheit zu tun. Aber bei den ganzen Varianten (lean gains, warrior, renegade, eat stop eat, 5/2 usw) stellst sich dann mir immer noch die Frage was ist f mich besser was schlechter? Worauf kommt es in der Umsetzung tatsächlich an? Wo sind Stolpersteine etc. Daher dachte ich vielleicht macht ein allgemeiner Sammelthread Sinn wo wir sämtliche Fragen und Erfahrungen zum fasten austauschen können.

Ich würde mal den Anfang machen. Ich schaue dass mein Fastenfenster so zwischen 12 und ca 17 Stunden ist. Das mache ich auch etwas von Lust und Laune und Praktikabilität abhängig. Wenn ich Arbeitsbedingt nach 14 Stunden Zeit f ein gemütliches langsames essen habe (und voraussichtlich das 1,2 Stunden später nicht der Fall wäre) ziehe ich 14 Std Fastenfenster vor anstatt 2 Stunden später das Essen Schlingen zu müssen. Ich unterscheide aktuell bei den KH und Fetten nicht ob Trainingstag oder nicht. Manchmal beginne ich die essensphase mit Snacking, manchmal mit einer richtigen Mahlzeit gleich. Manchmal verzichte ich noch für mehrere weitere Stunden auf Eiweiss...Je nach Situation.

Mit ist aufgefallen dass mir ein nüchternes Ausdauertraining echt gut taugt, aber beim nüchternen Krafttraining bin ich Saft und kraftlos. Da bin ich mit Nahrung vorher (so 2 Std) deutlich Leistungsfähiger. Wer kennt das noch? Was sind eure Methoden/Erfahrungen?


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#2 von sfast , 20.09.2016 16:18

Leistungsmäßig: Kein Unterschied bis zu 24h Fasten. Ist einer meiner Tests für die metabolische Flexibilität. Einer meiner Standards ist es, 24h nichts essen zu müssen, während man sein Leben wie gewohnt weiterlebt. Heißt bei manchen 2-3 Trainingseinheiten und bei anderen vielleicht auch nur eine Stunde Yoga.


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#3 von Axel , 21.09.2016 15:03

Sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining ohne Einbußen bei maximal 24 h Fasten vorher. Beim Heben habe ich sogar eher das Gefühl, etwas Extra-Biss zu bekommen.

Ich lege gern eine Sporteinheit vors Ende der Fastenperiode, dann ist das anschließende Fressen eine willkommene Belohnung für beides. Das mag eine Rolle spielen bei der Motivation.


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#4 von carpi_flexor_radialis , 21.09.2016 19:35

Fasten kommt mir nicht so gut, weil ich ein aufgeschwemmtes Aussehen bekomme.
Vielleicht ist es inzwischen nicht mehr so, ich müsste mich wieder mal hintasten. Die letzten Versuche (16/8) sind schon ein paar Monate her.

Wie gestaltet ihr die erste Mahlzeit nach der Fastenphase?


 
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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#5 von Tommy , 22.09.2016 10:31

Also meine Fastenphase endet idR zwischen 10 und 12 Uhr. Was ich dann esse ist situativ. Mal nur was kleines mal gleich ne große Mahlzeit mal bewusst 2-3 weitere Stunden kein Eiweiss. So einen richtigen Plan habe ich nicht.

Was mich noch interessieren würde. Wenn methionin die dominante AS ist im Proteinstoffwechsel und Glycin eine Proteinrestriktion im Gegenzug mimen kann wie verhält es sich jetzt wenn ich zB proteinpulver mit Gelatine mische? Ist das im Endeffekt kontraproduktiv weil aufgrund des hohen Glycinanteils die Proteinsynthese nicht "startet" oder dominiert dann eher wieder Methionin und ich falle aus der Autophagie raus?


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#6 von phil , 25.09.2016 12:33

Biochemisch kann ich es dir nicht erklären Tommy.
Aber momentan ist hydrolysiertes Kollagen (Gelantine gilt als gleichwertig) doch in aller Munde. Nach dem Training scheint ein gängiger Einnahmezeit dafür zu sein. Die jüngsten damit verbundenen Artikel haben doch von positiven Ergebnissen in Bezug auf Leistungswachstum berichtet. Da würde ich mir keine Sorgen machen.

Um noch was zum Thema beizutragen:
Ich mache meine Fastenfenster auch eher nach Bauchgefühl. Ich versuche momentan noch einen festeren Tag einzubauen an dem ich etwas länger faste. Ansonsten 12 Uhr erste Mahlzeit. Abends schwankt es ganz schön. 20-21 Uhr.

Zuletzt hatte ich deutliche Probleme wenn ich nüchtern ins Training gestartet bin. Ich bin mir noch unsicher wie ich es deuten soll. Speziell im Ausdauertraining habe ich nach einer Weile ein Unterzuckerungsgefühl gehabt. Eine Banane vorweg scheint hier vorerst eine Lösung zu sein. Längerfristig will ich natürlich flexibiler werden. Vielleicht liegt es auch am höheren Trainingspensum welches erst kürzlich eingeführt wurde. Von 3x Kraft + 1x Ausdauer auf 3x Kraft + 3x Ausdauer. Ich hoffe das der Körper einfach adaptiert und sich das wieder legt.



 
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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#7 von Tommy , 25.09.2016 14:48

Ich glaube auch dass der Körper nicht so "einfach" ist und die Proteinsynthese unterbindet nur weil ich Gelatine mit einem Eiweissshake kombiniere. Zwar hast dadurch viel glycin aber ja auch viel methionin. Phil ich frage mich dann aber schon was nach einem harten workout als Pre workout shake sinnvoller erscheint? Normales Eiweiss oder doch lieber Gelatine? Oder doch als Kombi?


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#8 von Tommy , 27.09.2016 21:16

Weiß jemand wie sich Magnesium, Taurin und Glycin auf das Fasten auswirken? Ich esse die letzte Mahlzeit Ca 19 Uhr und nehme einen "Shake" aus den genannten Zutaten Ca 1 Stunde vor dem schlafen gehen. Unterbreche ich damit mein Fastenfenster oder nicht? Wäre ärgerlich wenn ich dadurch 3 Std Fastenzeit verliere :-)


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#9 von phil , 30.09.2016 18:59

Zitat von Tommy im Beitrag #7
Ich glaube auch dass der Körper nicht so "einfach" ist und die Proteinsynthese unterbindet nur weil ich Gelatine mit einem Eiweissshake kombiniere. Zwar hast dadurch viel glycin aber ja auch viel methionin. Phil ich frage mich dann aber schon was nach einem harten workout als Pre workout shake sinnvoller erscheint? Normales Eiweiss oder doch lieber Gelatine? Oder doch als Kombi?


Der Körper kann mit beiden Aminosäure-Profilen dieser Nahrungsmittel gut was anfangen. Eine Kombi ist bestimmt nicht verkehrt.
Ich versuche momentan etwas hydrolysiertes Kollagen zu bevorzugen, denn diese Aminosäuren sind in der gängigen Ernährung wenig vertreten. Ich habe mir leider noch nicht angewöhnt regelmäßig Knochenbrühe zu essen und Knochenfleisch gibt es bei uns auch nicht so oft. Deshalb schätze ich bei mir gerade einen größeren Nutzen. Denke das ist immer individuell. Ich habe vermutet das das AS-Profil von Whey auch über die Ernährung gut abgedeckt wird, bin mir aber nicht 100% sicher. Beides stellt schnell verfügbare EW-Quellen dar, was wohl mit das wichtigste ist.
So genau beantworten kann man es momentan glaube ich nicht was besser ist. Beides ist gut. Gelantine/hyd. Kollagen kann man soweit ich es verstanden habe auch ruhig täglich ergänzen. Whey-Shakes sind vor allem rund ums Training zu bevorzugen.
Wenn Gelantine ausreichend unabhängig vom PrePostundIntraWorkout-Snack gut abgedeckt wird und man zusätzlich noch Whey zum Training konsumiert, ist man denke ich gut versorgt.


 
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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#10 von Tommy , 14.11.2016 15:29

Ich merke bei 16/8, dass ich in der fastenphase vermehrt friere. Ist das normal und liegt an der fehlenden zugeführten Energie oder hat das andere Gründe? Nach der ersten Mahlzeit wird es meist besser. Kennt das noch jemand?


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#11 von Stockinger , 14.11.2016 16:23

Kenne ich; vornehmlich, wenn ich unterschwellig einen Infekt abwehre und/oder am Abend Vorher Low-Carb unterwegs war.

Eine Tasse Kaffee und 10-20 Liegestütz jede Stunde am nächsten Morgen helfen ;-)

LG,
Thorsten


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#12 von Tommy , 15.11.2016 06:26

Woran kann das liegen?
Gestern Abend ne große Reis-Gemüse-Pfanne gegessen und danach hatte ich den restlichen Abend mal richtig warme Gliedmaßen. Gerade die sind bei mir besonders oft kalt.

Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen? :-)

Dachte auch fett sorgt für ne gute thermogenese?


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#13 von Cluhtu , 15.11.2016 07:58

Kohlenhydrate sorgen mitunter durchs Insulin für ne erhöhte Vasodilatation.

Gemüse -> Nitrat -> NO -> ebenfalls Gefäßweitstellung.


 
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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#14 von Stockinger , 15.11.2016 08:28

Zum Thema Thermogenese:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thermogene...le_Thermogenese

Ich würde mal annehmen, dass du zur Zeit über eine gute Glukoseverwertung (Reis-> Stärke-> Glukose) verfügst; unterstützt von vielen Nährstoffen aus dem Gemüse.
Würde ich als durchaus gutes Zeichen werten (Carbs verbrauchen, statt bunkern).
Ist aber erst mal nur meine Spekulation.

Könntest 'ne nette n=1 Studie daraus machen


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RE: Fasten - Methoden, Erfahrungen, Fragen

#15 von Tommy , 15.11.2016 08:36

Das ist interessant. Dass das GAP zwischen KH und Eiweiß in Bezug auf Thermogenese so groß ist hätte ich nicht gedacht. Solls jetzt zu Mittag heute ne Schweinshaxe geben? 😂

Stimmt cluthu. Werde ich mal mit einem Berg nitrathaltigem Gemüse testen, wobei es bei arginin bei mir auch nicht wärmer wurde


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