RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#46 von naklar! , 14.09.2016 10:32

Hey Christine - trackst du deine Lebensmittel?
Meiner Erfahrung nach kann man locker 300 kal/Tag durch klugen Austausch einsparen - und seine Gelüste überlisten.

Ob du diesen aufgrund mangelnder Willenskraft oder durch hormonellen Zwang nachgibst - spielt dann keine Rolle mehr :-)


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#47 von ChristineH , 14.09.2016 10:56

Zitat von naklar! im Beitrag #46
Ob du diesen aufgrund mangelnder Willenskraft oder durch hormonellen Zwang nachgibst - spielt dann keine Rolle mehr :-)


Ich habe versucht darzulegen, dass es nicht mangelnde Willenskraft ist. Das verstehen aber die Normalgewichtigen nicht (qed). Wir belassen es jetzt dabei und unterhalten uns in diesem Thread wieder über das ursprüngliche Thema.


 
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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#48 von Chris (edubily) , 14.09.2016 11:30

Jap. Back zum Thema bitte.

Und wir Männer sollten uns hüten vor gut gemeinten Ratschlägen, die indirekt dann doch eher beleidigen.

Kenne in meinem sehr nahen Umfeld Frauen, die tatsächlich sterben würden um abzunehmen, die wirklich alles auf der Welt gemacht haben. Da brauchen wir nicht mit unserer einfachen Logik zu kommen. Ich habe auch zwei Jahre "diätet", um die letzten 2 Kilo Speck weg zu bekommen. Und dieser Speck War auch nicht so wie die 15 Kilo davor. Wer mal Erfahrung mit sowas gemacht hat bekommt vielleicht ein bisschen Respekt davor.


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#49 von Epe , 14.09.2016 11:44

Chris könntest du jetzt im Nachhinein sagen wodran es lag? Würde es jetzt schneller gehen?
Ich kämpfe mit dem gleichen Problem. Ich bekomme die letzten 2kg am unteren Bauch nicht weg. Kämpfe jetzt schon mein ganzes Leben damit.
Wenn ich mal 5-6kg zunehme ist es kein Problem für mich diese in wenigen Wochen wieder ab zu nehmen und auf meine Ausgangsform zu kommen, aber ich bekomme einfach diese 2-3kg nicht weg -.- Mein Körper hat einen scheiß Set-Point :D


 
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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#50 von naklar! , 14.09.2016 12:26

Nun, so möchte ich das aber nicht auf mir sitzen lassen:
Mein Vorschlag weißt immerhin eine Möglichkeit auf, bei der Willenskraft/Hormonelle Umstände eben keine Rolle spielt.

Fehlende Willenskraft würde ich nie unterstellen - woher soll ich denn wissen, ob die "Härte", die ich mir ob einer solchen Unterstellung einbilden würde zu haben, nicht nur dem Umstand geschuldet ist - daß mir etwas leicht fällt?
Andererseits würde ich aber auch nicht so

Zitat von ChristineH im Beitrag #45
Zitat von H_D im Beitrag #44
oder schlicht die Disziplin weniger zu essen - auch wenn es banal klingt


Genau. Die willenlosen Dicken, die einfach wahllos alles in sich reinstopfen und wenn sie einen Funken Disziplin hätten, wären sie nicht fett.

Wir müssen aber jetzt meine Probleme nicht hier in diesem Thread bequatschen.



reagieren. Denn ich weiß genauso wenig, wie schwer es dam Anderen fällt, seine Disziplin aufzubringen.


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#51 von Chris (edubily) , 14.09.2016 12:39

Zitat
Mein Vorschlag weißt immerhin eine Möglichkeit auf, bei der Willenskraft/Hormonelle Umstände eben keine Rolle spielt.



Woher willst du das denn wissen? "Hormonelle Ursachen" sind so unfassbar komplex, dass keiner von uns -- egal mit welcher Methode -- weiß, ob man damit weiter kommt. Schon das System Zelle ist so unfassbar komplex.

Das mit dem Setpoint ist gar nicht so weit hergeholt. Irgendwoher weiß der Körper, welche Fettmasse er halten muss oder will und wird, wie ein Jojo, immer wieder diesen Zustand anstreben wollen. Habe ich leider selbst in vollem Umfang so erfahren und dagegen konnte ich mich nicht einmal wehren. Dieser Setpoint scheint schon in frühen Kindesjahren festgelegt zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass man nichts dagegen tun kann, aber manchmal macht der Körper -- gefühlt -- was er will und wir können nur managen. Wir kommen auch alle mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen auf die Welt. Wenn Mama und Papa nie Gewichtsprobleme hatten, dann ist das was anderes, als wenn Mama und Papa selbst immer Dickerchen waren. Das Gleiche gilt natürlich auch für Diabetiker. Wenn Mama oder Papa Diabetiker waren, dann besteht -- genetisch betrachtet -- ein Risiko. Wie gesagt: Das heißt nicht, dass es bei einem selbst genauso werden muss, das heißt aber, dass jeder mit anderen Voraussetzungen zurecht kommen muss. Und diesbezgl. sehe ich halt oft, dass jemand, der die Situation überhaupt nicht nachvollziehen kann, Ratschläge geben will, die aber niemals fruchten werden und oft in endlosen Diskussionen mit vielen Vorwürfen enden. Das war keineswegs auf dich bezogen, allgemein sind Ratschläge ja top, aber wir sollten alle ein bisschen sensibler werden in der Hinsicht. (Amen. )


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#52 von naklar! , 14.09.2016 12:49

"Es geht darum, dass ich zu viel esse, diesen Drang aber nicht abstellen kann. Hormone sind was sehr mächtiges, da kann man nur eine gewisse Zeit mit Disziplin gegensteuern."

Weil sie das geschrieben hat.
Wenn man trackt, ergeben sich einige Möglichkeiten, dem Drang zwar nachzugeben - aber bei (sehr!) ähnlichen, ausgetauschten Nahrungsmitteln. Diese Chance zu erkennen, setzt jedoch das Tracken voraus.

Thats it. Sehr einfach. Nicht abwertend.

Eric


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#53 von H_D , 14.09.2016 13:54

Ein ähnliches Thema hatten wir schon im Thread zum Buch. Nach dem mehrere Leute dort eine Dame zum tracken überredet hatten hatte sich (in erster Linie) herausgestellt dass sie wohl schlicht zu viel kcal isst.
Versteh jetzt auch nicht wo das Problem ist einfach mal eine Woche seine Nahrung abzuwiegen und ein Protokoll zu führen. Hat gestern zufällig jemand RTL2 gesehen? Da meinte eine Dame auch sie könnte nicht abnehmen, hat aber halt einmal 4400kcal gegessen.
Glaube hier will keiner jemanden beleidigen sondern nur helfen. Und manchmal sind halt die naheliegendsten Lösungen die richtigen.

Aber dafür gibt es denn Blutergebnisse-Teil des Forums - back to Topic bitte.

Chris wie sieht es denn mit der IS bei den Zuckerausstausstoffen und mehrwertigen Alkoholen etc aus? Burak äußert sich hier dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=dPxaUpgr88U
(@Christine: vielleicht für dich interessant https://www.youtube.com/watch?v=BKMeY5jNC2w)

Tim schreibt in seinen Artikel ja auch davon, dass man mit Obst/Fructose die IS verbessern kann. Sollte man dann generell Obst von Stärke möglichst getrennt aufnehmen?


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#54 von wmuees , 21.09.2016 12:19

Ich möchte an dieser Stelle kurz darauf hinweisen, dass mangelnde Willenskraft auch durch Mangel an Testosteron erzeugt werden kann. Bei schwerem Testosteron-Mangel kommt noch Heißhunger dazu. Dann weißt Du zwar theoretisch, wie Du abnehmen könntest, aber es hilft Dir nicht mehr...


 
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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#55 von Axel , 21.09.2016 14:35

Entschuldigt bitte, wenn ich weiter off topic schreibe, aber das würde ich gerne loswerden....

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #38

Zitat
Sport ist Qual für mich.


Ist es für jeden. ;-)



D'Accord. Meiner Meinung nach funktioniert es auf Dauer nur, indem die Motivation die Qual überwiegt. Da wird viel zu wenig drüber gesprochen, finde ich. Ich bin etwas dafür sensibilisert, weil ich als absoluter Sportmuffel mit Mitte 20 komplett aus Versehen auf eine Sportart gekommen bin, der ich seit jetzt 20 Jahren anhänge und die - zumindest in Deutschland - für ein geflügeltes Word bekannt ist: "Quäl dich, du Sau!"

Was ich meine, ist: Der einzige wichtige Ratschlag zum Thema Sport ist meiner Meinung nach: Probier alles aus! Fühl rein, was Dir Spaß machen könnte, lass Dir ein wenig Zeit dafür, und entwickle vielleicht ein Gefühl dafür, was es sein könnte, das Dir Spaß am Sport vermittelt. Ist es das Gruppenerlebnis im Mannschaftssport, das Naturerlebnis draußen, die Verbundenheit mit einem Tier beim Reiten, der Wettkampf beim Tennis, die AUssicht beim Gleitschirmfliegen, die Schwerelosigkeit beim Schwimmen - was auch immer! Ich behaupte, dass jeder irgendeine körperliche Beschäftigung finden kann, die ihm genug Spaß bringt, dass er dafür bereitwillig eine gewisse Quälerei in Kauf nimmt. Auch hier sind die Hormone mächtig! (Mich hat Adrenalin zum Radfahren gebracht. )


Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #51

Das mit dem Setpoint ist gar nicht so weit hergeholt. Irgendwoher weiß der Körper, welche Fettmasse er halten muss oder will und wird, wie ein Jojo, immer wieder diesen Zustand anstreben wollen. Habe ich leider selbst in vollem Umfang so erfahren und dagegen konnte ich mich nicht einmal wehren. Dieser Setpoint scheint schon in frühen Kindesjahren festgelegt zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass man nichts dagegen tun kann, aber manchmal macht der Körper -- gefühlt -- was er will und wir können nur managen. )



Wie kann man diesen Setpoint beeinflussen? Meiner scheint sich nämlich geändert zu haben.

Heißt: Ich war immer dünn, schlaksig. Geschätzte 12 % Körperfett, und ich konnte fressen, was ich wollte. Süßkram inklusive. Bis ich mich mit Ende 30 RIchtung skinny-fat bewegt habe, Paläo entdeckt und umgestellt. Ruck-zuck war ich wieder auf 12-15 % Körperfett, und habe die ohne jeden Aufwand gehalten. Mehrere Jahre stabil, bis letzten Herbst, als ich durch ein Bulking-Experiment auf gemessene gut 20 % hoch bin. Und auf denen hänge ich jetzt fest. Saubere Ernährung, nicht wenig Sport, guter Schlaf, gelegentliches Fasten... Nix rüttelt an den 20 %. Scheint ein neuer Setpoint zu sein, den ich vermutlich nur mit harter Herangehensweise (also konsequentem Tracking und evtl. doch etwas Hungern) unterschreiten kann.

Woran könnte das liegen?



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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#56 von Chris (edubily) , 21.09.2016 14:55

Das wichtigste ist meines Erachtens, dass man Qual oder sonst was einfach akzeptiert. Das ist wie mit der kalten Dusche. Man weiß, dass es gut für einen ist, aber die meisten wollen es nicht machen, eben weil es kalt ist und weh tut. Aber so ist das eben. Das Schöne ist, dass sich der Körper ja daran anpasst, sich Strukturen bilden (und sei es nur auf motivationaler, kognitiver Ebene), die normalerweise eine Aufwärtsspirale herbeiführen. Aber ich gebe dir vollkommen recht: Wenn die Motivation stimmt, ist schon viel getan.

Sascha Fast (der das sicher lesen wird), hat dazu mal einen guten Beitrag verfasst. Man sollte das Emotionale einfach nicht nähren, indem man ständig drüber philosophiert. Nicht denken, machen. Und dazu gehört, meines Erachtens, die Akzeptanz. Einfach akzeptieren, dass gewisse Dinge weh tun. Fertig.

Das mit dem Setpoint ist ein heikles Thema. Könnte mir vorstellen, dass sich im Laufe des Lebens weitere Setpoints etablieren. Aber, na ja ... Das ist reine Spekulation.


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#57 von nick , 21.09.2016 16:07

Ist das Thema Insulinsensivität für Menschen mit Fructosemalabsorption weniger relevant, weil der Körper sowieso nur einen geringen Teil der Fructose aufnehmen kann oder verhält sich das eher umgekehrt?

Gruß,
nick


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#58 von naklar! , 21.09.2016 17:41

Sascha Fast (der das sicher lesen wird), hat dazu mal einen guten Beitrag verfasst. Man sollte das Emotionale einfach nicht nähren, indem man ständig drüber philosophiert. Nicht denken, machen. Und dazu gehört, meines Erachtens, die Akzeptanz. Einfach akzeptieren, dass gewisse Dinge weh tun. Fertig.


Kurz vor der Qual genau das.


Grundsätzlich ( falls eben die Unlustgedanken auch Stunden vorher schon hochkommen ) hilft es auch sich klarzumachen, daß der Schweinehund jedesmal wächst, wenn man ihm nachgibt - und schrumpft, wenn man ihn besiegt.
Ein Wachsen und Scheumpfen, das sich auch auf sämtliche anderen Lebensbereiche auswirkt.

Und nicht vergessen:
Das positive Gefühl nach der Leistung gan bewußt wahrnehmen, abspeichern - damit man es im Bedarfsfall wieder hochholen kann um sich zu motivieren.

Also nicht gleich zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen - sich klar machen, wie schön das jetzt gerade ist. Oder abends im Bett:
Wieviel weniger zufrieden man wäre, hätte man diese Leisung nicht erbracht.


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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#59 von terrarianer , 21.09.2016 21:08


"Grundsätzlich aber darf man nicht vergessen (auch eine Sache, die ich an mir gemessen habe), dass es ein großer Unterschied ist, ob ich meine Kohlenhydrate trinke oder nicht. Es scheint so zu sein, dass der Darm z. B. auf Spannung reagiert (die sich natürlich deutlich unterscheidet, also KH-Wasser vs. KH-Brei), die Insulin-Ausschüttung danach via GLP-1-Produktion potenziert. "



Das sehen die Smoothies Fans aber anders:) Dabei ist kauen schon an der Verdauung beteiligt und der Darm hat auch so die Fähigkeit alle Nährstoffe zu bekommen. Verstehe dieses "zerhacken" der Nahrung im Smoothiemaker nicht wirklich?


 
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RE: Insulinsensitivität: 5 unbequeme Wahrheiten

#60 von Chris (edubily) , 21.09.2016 21:23

Also, ich hatte mir zum Thema "Vorkauen" schon mal die eine oder andere Studie angesehen und da ist mir diesbezüglich nix aufgefallen - also im Sinne von: Wenn du kaust, hast du mehr GLP1, mehr Insulin und eine bessere Glukose-Toleranz.

Das "Zerhacken" der Nahrung im Mixer soll ja die Zellwände zerstören, so, dass z. B. Chlorophyll austreten kann ...


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