RE: Wie der Name verrät

#61 von Markus , 02.09.2016 14:43

"Jetzt kauf ich wieder das "unethische" frische norwegische Lachfilet aus dem Kaufland. Einfach in eine feuerfeste Form mit der Hautseite nach unten, Salz drüber, Dill drüber, ab in den Backofen. Leeeeecker! Sardinen, Hering, Makrele, mal frisch, mal in Öl, mal geräuchert ... Haben alle schön Omega 3 und Jod."

Da lacht das Filet!

Die "Lachlachse" werden in Norwegen aber auch nicht gerade artgerecht gefüttert...



Und neben Jod und DHA gibt es auch eine kleinere Prise Antibiotika, die deine Gedärme "ausputzt".

Biolachs aus Norwegen gibt es übrigens auch für rund 35 Euro das kg.


"Wer sich stets viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht.“"
(Friedrich Nietzsche)


 
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RE: Wie der Name verrät

#62 von H_D , 02.09.2016 17:19

Laut Chris hat die Fütterung aber keine große Auswirkungen auf die Fettsäuren (wobei ich mir das nicht vorstellen kann)


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RE: Wie der Name verrät

#63 von ChristineH , 02.09.2016 17:24

Zitat von Markus im Beitrag #61
Die "Lachlachse" werden in Norwegen aber auch nicht gerade artgerecht gefüttert...


Ich weiß, deshalb möchte ich ja eigentlich Wildlachs kaufen. Der, den ich hatte, schmeckte aber leider widerlich. Wohne halt weit, weit weg von jeglichem Meer, daher ist es hier schwierig und teuer, an frischen Fisch zu kommen.

Bio-Fisch ist - soviel ich weiß - immer aus Zucht, also auch nicht so wirklich besser.


 
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RE: Wie der Name verrät

#64 von Shalimar , 04.09.2016 10:57

Zitat von H_D im Beitrag #62
Laut Chris hat die Fütterung aber keine große Auswirkungen auf die Fettsäuren (wobei ich mir das nicht vorstellen kann)


Ich weiß nicht was Chris konkret dazu gesagt hat, aber das billige Pflanzenöl (Omega6-Bombe) im Zuchtfischfutter erhöht deutlich den Omega6 Anteil im Zuchtfisch, auch bei Bio, denn Bio Sonnenblumenöl im Fischfutter verhunzt halt trotzdem die Omega6/Omega3 Ratio im Fisch ;-)
Was generell Schadstoffe und die Lebensbedingungen der Tiere angeht, ist Bio aber natürlich eine gute Wahl.
Es steht und fällt alles mit artgerechtem, natürlichem Futter und das ist halt der teuerste Posten in der kommerziellen Aquakultur.
Den Omega6 Anteil im Futter runterzukriegen ist kostspielig und die meisten Verbraucher interessieren sich eh nicht dafür, Hauptsache es ist genauso viel Omega3 im Zuchtfisch wie im Wildfang (kommt bei vielen Aquakulturfischen schon recht gut hin).
Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn wenn der Omega3 Anteil im Farmfisch im Vergleich zum Wildfang fast gleich ist, der Omega6 Anteil im Zuchtfisch aber sehr viel größer ist, dann verschiebt sich die 6/3 Ratio ungünstig Omega6lastig.


 
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RE: Wie der Name verrät

#65 von Shalimar , 04.09.2016 11:07

Zitat von ginandjuice im Beitrag #50
Ich finde das eBook echt großartig - habe es in einer Nacht verschlungen und nehme es nochmal durch. Danke, Chris


Dito, großes Lob an Chris - ich finde den deutlichen Praxisbezug im Stoffwechselbuch "zugänglicher" als die schwere theoretische Kost, obwohl die natürlich auch ihre Wichtigkeit hat.
Bitte unbedingt Bescheid geben, wenn ein gedrucktes Buch erhältlich ist, der Kindle ist zum Suchen/hin und her Blättern doch ziemlich krückig...
PDF ausdrucken ginge zwar auch, aber ich bin einfach old school ein Freund des klassischen Buches :-)

@kempi ;-)


 
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RE: Wie der Name verrät

#66 von Shalimar , 04.09.2016 11:48

@Elisabeth, speziell bei Deinem Hashi sind Milchprodukte (nicht nur wegen dem hartnäckigen Bauchfett) ein Problem, darum war der Tip hier mit dem Weglassen schon goldrichtig.
Google mal "Casein Hashimoto" oder "dairy free hashimoto" dann findest Du viele Infos, das ist halt relativ speziell für uns Autoimmuner und betrifft wahrscheinlich eher nur wenige hier im Forum.
Das von Dir genannte Buch von David Ludwig kenne ich nicht, aber ich denke mal es bezieht sich mit den Ernährungsempfehlungen auf Gesunde, für AI-ler muß man entsprechend alles etwas anpassen, also Gluten- und MiPro-frei.
Gesamtkalorien... jepp, könnte etwas hoch sein durch Deinen Fettkonsum, gute Fette sind wichtig, keine Frage, aber zuviel wird halt schnell überkalorisch...
Da vielleicht an den Nüssen etwas reduzieren um einigermaßen in einen für Dich passenden isokalorischen Bereich zu kommen (oder um dem Speck zuleibe zu rücken ein leichtes Kaloriendefizit).
Bei der Proteinversorgung bist Du eventuell etwas niedrig, zumal wenn Du MiPros streichst. Rotes Fleisch ist für uns AI-ler wegen der Neu5Gc Problematik nicht so optimal, aber gegen gutes Geflügel und kleinen, möglichst fetten Seefisch ist doch nichts einzuwenden?
In großen Fischen reichert sich durch Altersakkumulation natürlich schon Quecksilber &co an, darum besser nicht zu häufig Thunfisch und andere sehr große Fische essen, aber Makrele, Hering, Sardinen usw. und generell Meeresfrüchte (ja, ich bin Kruseaner ;-) sind eine hervorrangende Proteinquelle.
Hülsenfrüchte sind auch nicht schlecht (die werden aus reinem Dogmatismus bei Paleo zu unrecht verdammt...), manche Autoimmuner vertragen aber keine Hülsenfrüchte, das ist individuell genauso wie Nachtschattengemüse und andere individuelle Trigger, das muß man einfach austesten (eine längere Zeit konsequent meiden und dann testweise wieder essen und gucken was passiert).
Was Deine Mitochondrien angeht, hast Du genug Sonnenlicht auf dem Plan?
Also Vollspektrum Sonnenlicht auf die Retina (ohne Brille oder Sonnenbrille vor den Augen), Sonnenlicht auf die Haut ohne sich mit Sonnencreme voll zu schmieren, oder immer nur langärmelig und mit langen Hosen raus zu gehen.
CT (Cold Thermogenesis, also Kälte) hilft Deinen Mitochondrien auch wieder auf die Sprünge, genauso Sport und wenn das alles erstmal wieder optimal läuft, dann erholen sich auch Deine Nebennieren und das so hartnäckige Bauchfett macht sich vom Acker.
Ist wahrscheinlich im Detail etwas OT, aber ich wollte noch auf Elisabeths Ausgangsfrage eingehen und die bezog sich ja auf dass Stoffwechselbuch.


 
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RE: Wie der Name verrät

#67 von Chris (edubily) , 04.09.2016 12:21

Shalimar,

herzlichen Dank fürs Feedback! Arbeiten schon mit Hochdruck an der Hardcopy. Sollte in spätestens zwei Wochen bei Amazon erhältlich sein. Formatiert etc. ist's schon. :-)

Zitat
Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn wenn der Omega3 Anteil im Farmfisch im Vergleich zum Wildfang fast gleich ist, der Omega6 Anteil im Zuchtfisch aber sehr viel größer ist, dann verschiebt sich die 6/3 Ratio ungünstig Omega6lastig.



Ööhm, weiß nicht mehr genau, was bzw. wann ich das Thema angesprochen hatte. Aber es gab dazu mal einen Artikel bei Adel (Suppversity). Grundsätzlich stimmt es schon, dass der Fisch dann mehr Omega-6-Fettsäuren anreichert. Ich sehe das Thema aus zwei Gründen nicht so eng: Egal ob farmed oder wild, der Omega-3-Anteil überwiegt dem Omega-6-Anteil deutlich. Da es sich hierbei aber immer noch um niedrige Dosen handelt, verleibt man sich viellicht statt 0,2 g halt 1 g O6 ein. Das aber macht den Bock nich wirklich fett (einfach, weil wir ja nicht immer auf die Ratios gucken sollten, sondern auch die Gesamtmenge => z. B. kein Soja-Öl nutzen ). Umgekehrt nämlich tankt man eine gehörige Portion DHA/EPA und Co. - außerdem liegen O6-Fettsäuren hier hauptsächlich als AA vor. AA ist mE wichtiger als häufig angenommen und sollte auch nicht dazu führen, dass Desaturasen oder Elongasen zu stark mit Linolsäure (=> nicht mit Linolensäure) beschäftigt sind.

PS: Warum nicht mal Hering essen?


Wir zeigen Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
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RE: Wie der Name verrät

#68 von Shalimar , 04.09.2016 13:03

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #67
- außerdem liegen O6-Fettsäuren hier hauptsächlich als AA vor.


Das kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich mich mit der O6 Zusammensetzung von Farmfisch noch zuwenig im Detail befaßt.
Aber Du hast schon Recht, Omega6 ist natürlich auch wichtig und nicht das personifizierte Böse ;-)
Mir ging es dabei um den Ansatz, daß viele Menschen durch eine Blutuntersuchung erstmal hinten überkippen, wenn sie ihre O6/O3 Ratio durch ihre "Standard Western Diet" schwarz auf weiß vorliegen haben... spätestens dann fängt man plötzlich an sich für Omega3 (bzw. dessen Erhöhung) zu interessieren.
Wenn man sein O6/O3 Verhältnis zugunsten von Omega3 verbessern möchte (weil da dringender Handlungsbedarf ist) macht es schon einen Unterschied, wenn die nicht artgerechte Fütterung von Aquakultur-Fischen die ganze Bilanz wieder verhagelt...
Gut, der ganze Hype um Grasgefüttert bei Paleo nur unter dem Aspekt von weniger O6 ist zum Teil echt Korintenkackerei, aber im Fisch hat das nicht artgerechte Futter einen größeren Einfluß auf das O6/O3 Verhältnis, zumindest habe ich das bisher so gelesen (kann mich aber auch irren).
Wenn man die Verbraucher mehr dafür sensibilisieren könnte, nicht nur auf den isolierten O3 Wert als Kaufentscheidung für Fisch zu achten, sondern auch auf O6, bzw. das möglichst optimale Verhältnis zueinander, dann könnte man durch die Macht der Verbraucher letzendlich an der Fütterung der Farm-Fische etwas ändern.
Das billige Pflanzenöl im Fischfutter zu ersetzen ist aber natürlich teurer, ich glaube auch Mais wird verfüttert, zumindest denke ich das in dem Zusammenhang mit den erhöhten Glyphosatwerten im Zuchtlachs (nicht bio) gelesen zu haben.
Futter ist wichtig und hat einen deutlichen Impact auf die Qualität des Endprodukts, aber es ist auch ein immenser Kostenfaktor.
Wenn die Betreiber der Aquakulturen merken, daß den Verbrauchern die artgerechte Fütterung wichtig ist und sie dafür auch bereit sind entsprechend mehr zu bezahlen, dann würde auch irgendwann ein Farmfisch angeboten werden, der im O6/O3 Verhältnis tatsächlich an Wildfisch hinkommt.
Überhaupt mal diese Wahl als Verbraucher zu haben wäre schön.
Der bio Farmlachs ist zwar einigermaßen frei von Pestiziden, Antibiotika &co, aber immer noch durch das falsche Futter unnötig hoch im O6 - könnte man ändern, wenn man wollte und ich würde gerne wollen ;-)

Wegen dem gedruckten Stoffwechselbuch - jipeee, DANKE, dann werde ich Amazon mal im Auge behalten, mal gucken ob man das schon vorbestellen kann :-)



 
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RE: Wie der Name verrät

#69 von H_D , 04.09.2016 13:08

Zitat

„Wie hoch schätzt du die Relevanz ein, bezüglich Lachs aus Wildfang vs. Aquakultur?“

“The goal of this study was to examine the FA composition of wild and farmed Atlantic salmon (AS) and rainbow trout (RT). FA profiles were obtained by GC/FID. Results showed that lipid and n-3 highly unsaturated FA contents of farmed and wild AS were similar. Total n-3 and n-6 PUFA were significantly higher in farmed AS than in wild AS.” (Blanched, 2005)

Bezogen auf die Fettsäure-Qualität, gibt es nur sehr geringe Unterschiede – wir finden lediglich mehr n3 – und n6-Fettsäuren, aber das dürfte kein Problem darstellen.

Natürlich stellt sich auch die Frage nach Pestiziden und sonstigen Giften: Lachs ist nicht mein Hauptnahrungsmittel. Bleibt der Konsum bei moderaten Mengen, mache ich mir persönlich keine Gedanken. Native Inuit leben von fetten Meeresfischen, die immer auch größere Mengen von Schwermetallen etc. in sich anreichern. Und sie leben, trotz des sehr hohen Fett-Konsums.



Gibt es analog zu O3 bei pflanzlichen O6-Quellen eigentlich auch einen Unterschied?


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RE: Wie der Name verrät

#70 von Elisabeth , 04.09.2016 14:41

Hi Shalimar,
ich danke dir sehr herzlich für deinen Beitrag und deine Mühe.

Also es ist so, seit ich glutenfrei lebe ( gute 3 -4 Jahre) sind meine Antikörper fantastisch niedrig. Es geht mir auch gut, jetzt seit ich Schwermetallausleitung mache, mein Darm funzt. Mein CRP mache ich auch regelmäßig mit Ferritin, weil ich chronisch Ferritinmangel habe. ( wohl wegen der Schwermetallbelastung) Aber auch chronisch B12 Mangel. Spritze mich aber jede Woche mit Adenosylcobolamin.

Meine Frage wäre jetzt einfach, kann mir Kasein zusetzen, obwohl labortechnisch nix auf einen entzündlichen Prozess im Körper hinweist? Im Herbst habe ich vor, mal einen Test zu machen, da gibt es was ganz neues, statt diesem IgG 4. Denn der wird ja ziemlich verrissen. Ich kann auch nichts feststellen, wenn ich Käse oder Quark esse. Alles bleibt wie gehabt. Hast du da andere Infos oder selbst Erfahrung gemacht?

In der Sonne bin ich sehr viel, allein schon durch das Radfahren, aber auch Gartenarbeit, spazieren gehen, schwimmen... Und ich verwende keinen Sonnenschutz. Ich verlasse mich auf Kokosöl mit natürlichem Lichtschutzfaktor ( klein aber da) und auf meinen Vit D Spiegel durch Dekristol. Ich liege ziemlich über der Norm labortechnisch, durch 3 Dekristol in der Woche.

Aber ich muß jetzt mal ganz ehrlich sein. Schäm!!! Ich hab mir eine App für Kalorienverbrauch runtergeladen und mich hat es aus den Latschen gehauen. Ich bin ja sowas von entsetzt über meine Einfältigkeit bezüglich meiner Kalorienzufuhr.

Obwohl ich heute schon Kraftsport gemacht hab, 2 Eier und eine halbe Avocado gefrühstückt und zu Mittag einen meiner üblichen Salate gefuttert hab, darf ich lt App heute noch schlappe 150 Kalorien rund essen. Schock!!!!

Also muß ich sagen, ich muß meinen Speiseplan überdenken, wenn der Speckbauch weg soll. Gesundes Essen ist halt nicht alles,

Mit dem Buch hab ich angefangen, es liest sich für mich besser als das erste. Schade, dass ich nicht noch etwas gewartet hab, denn auch ich liebe es ein Buch in den Händen zu halten. Mit dem Tablet lesen ist buchtechnisch nicht mein Ding.
Aber schön zu wissen, dass es auch nun demnächst als klassisches Buch erhältlich ist.

Bezüglich Zuchtfisch habe ich auch schon mehrfach gelesen, dass meist der Anteil Omega 6 überwiegt. Es wird aus Kostengründen eben gerne gepanscht. Daher wäre Wildfang zu bevorzugen. Und je älter ein Fisch wird, desto belasteter ist er mit Schwermetallen, wohl wahr.

Natürlich kann man sich auch sagen, einen Tod stirbt man immer. Wenn es jetzt nur um Omega 6 zu Omega 3 im Verhältnis geht, beim Fischkonsum und man ansonsten auf die richtigen Fette achtet, dann wird es wohl alles wieder ausgleichen.

Besten Dank nochmals und LG, Elisabeth


Elisabeth  
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RE: Wie der Name verrät

#71 von ChristineH , 04.09.2016 15:17

Zitat von Elisabeth im Beitrag #70
Aber ich muß jetzt mal ganz ehrlich sein. Schäm!!! Ich hab mir eine App für Kalorienverbrauch runtergeladen und mich hat es aus den Latschen gehauen. Ich bin ja sowas von entsetzt über meine Einfältigkeit bezüglich meiner Kalorienzufuhr.


Wir haben eben dies vermutet, weil es schon häufiger vorkam, dass erst das Messen die eigene Fehleinschätzung ans Licht brachte.

Respekt, dass Du es - vor Dir selbst und auch vor uns - zugibst, das ist der Schritt zur Lösung/Heilung!


 
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RE: Wie der Name verrät

#72 von naklar! , 04.09.2016 16:11

@Elisabeth:

Da bist du sicher nicht die Einzige - ansonsten: Freu' dich!!
Du hast einen einfachen und mächtigen Hebel entdeckt, der dich auf deinem Weg ein ( großes ) Stück weiter bringen wird!
Jetzt heißt es geduldig und genau zu sein, nimm möglichst nicht mehr ab, als ein halbes Kilo pro Woche.

Wärst du mit deinen Eßgewohnheiten innerhalb dines Kalorienrahmens gewesen - wäre es wahrscheinlich viel schwieriger geworden.

Gruß, Eric


" Ich will mehr Leben, Vater! "


 
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RE: Wie der Name verrät

#73 von phil (edubily) , 04.09.2016 19:56

Kurzer Hinweis: Bleibt bitte beim Thema Ebook.


 
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RE: Wie der Name verrät

#74 von H_D , 05.09.2016 21:08

Ich hau einfach mal meine Fragen raus (hoffentlich nicht zu wirr *g*):

1. Wie sollte man diäten bei schon bestehender Insulinresistenz und keinem allzu hohen KFA: die IR erstmal außen vorlassen und das Gewicht reduzieren oder erst die IR verbessern (was man im Normalfall ja schon mit Gewichtsverlust macht) und dann diäten?

2. Magnesium braucht Insulin um anzukommen - kann man sagen um wieviel effektiver die Aufnahme ohne Insulin ist?

3. Wie genau ist denn der Wirkungsmechanismus, dass eine ketogene Ernährung Magnesiummangel hervorrufen kann?

4. VitA und VitD sollten in einem besonderen Verhältnis stehen - in welchem denn?

5. Eisen braucht Kupfer - kann die Einnahme gleichzeitig erfolgen?

6. Bei einer IR produziert die Zelle Entzündungen - kann das soweit gehen, dass dadurch eine Nebennierenschwäche hervorgerufen wird oder ist es eher umgekehrt: erst NNS und dann IR?

7. Whey/isolierte Aminos können zu einer IR beitragen. Weiter hinten heißt es aber 50-100g Eiweißpulver - ist dann damit Casein gemeint oder doch auch Whey?

8. Proteinfasten ist ähnlich effektiv wie fasten. Wie passt das dann mit dem Insulinausstoß zusammen?
http://www.body-coaches.de/warum-man-es-...rtreiben-sollte
https://www.youtube.com/watch?v=X7xZH0jmxUg

9. "Protein-Diäten leeren die Vit-A-Speicher" - was genau versteht ihr unter Protein-Diäten?

10. Fleischkonsum orientiert sich am Eisenwert - heißt, was zum Zielwert fehlt sollte zugeführt werden (tgl./wöchentlich)?

11. Die Hypophyse enthält viel Zink - könnte man mit viel Zinkzufuhr die Hypophysenleistung verbessern (habe ja eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz)?

12. Stalltiere beanspruchen ihre Muskeln nicht, daher sind dort auch Fette eingelagert. Woher kommt dann der niedrige Fettgehalt von Hähnchenfleisch?

13. Im Kapitel 7.4. ist ja eine Tabelle bzgl. Fett. Gibt es einen Grund, warum dort keine Paranüsse auftauchen?


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RE: Wie der Name verrät

#75 von Chris (edubily) , 05.09.2016 21:50

Zitat
1. Wie sollte man diäten bei schon bestehender Insulinresistenz und keinem allzu hohen KFA: die IR erstmal außen vorlassen und das Gewicht reduzieren oder erst die IR verbessern (was man im Normalfall ja schon mit Gewichtsverlust macht) und dann diäten?



Ist egal. Hauptsache machen. Am ehesten mal die im Buch besprochenen Punkte durchgehen und abhaken.

Zitat
2. Magnesium braucht Insulin um anzukommen - kann man sagen um wieviel effektiver die Aufnahme ohne Insulin ist?



Das kann dir keiner sagen.

Zitat
3. Wie genau ist denn der Wirkungsmechanismus, dass eine ketogene Ernährung Magnesiummangel hervorrufen kann?



Im Buch eigentlich erklärt: Magnesium bindet im Blut an Fettsäuren und verhindert so die zelluläre Aufnahme. Je mehr Fettsäuren im Blut, umso stärker wird der Effekt ausgeprägt sein. Dann Insulin: Wenn Insulin nicht mehr wirkt oder wirken darf, drückt es auch kein Magnesium in die Zellen.

Zitat
4. VitA und VitD sollten in einem besonderen Verhältnis stehen - in welchem denn?



Nicht überinterpretieren. Einfach gucken, dass die fettlöslichen Vitamine alle zugeführt werden. Das heißt, wie im Buch empfohlen, wenigstens 1 x wöchentlich Leber essen.


Zitat
5. Eisen braucht Kupfer - kann die Einnahme gleichzeitig erfolgen?



Na klar. Viele Lebensmittel enthalten sowohl Kupfer, als auch Eisen. Erst bei hohen Dosen sollten Probleme entstehen.

Zitat
6. Bei einer IR produziert die Zelle Entzündungen - kann das soweit gehen, dass dadurch eine Nebennierenschwäche hervorgerufen wird oder ist es eher umgekehrt: erst NNS und dann IR?



Damit kenne ich mich nicht aus, sorry.

Zitat
7. Whey/isolierte Aminos können zu einer IR beitragen. Weiter hinten heißt es aber 50-100g Eiweißpulver - ist dann damit Casein gemeint oder doch auch Whey?



50-100 g Eiweißpulver entsprechend eher als Casein. Wobei hier natürlich klar gesagt werden muss, dass ein Kraftsportler ohne Probleme 50 g Whey trinken kann ... Kontext zählt hier viel.

Zitat
8. Proteinfasten ist ähnlich effektiv wie fasten. Wie passt das dann mit dem Insulinausstoß zusammen?
http://www.body-coaches.de/warum-man-es-...rtreiben-sollte
https://www.youtube.com/watch?v=X7xZH0jmxUg



Ganz einfach: Proteinfasten wurde für Übergewichtige entwickelt, deren Fettspeicher groß sind und sowieso oft weniger auf Insulin reagieren. Heißt: Fettsäuren "lösen" sich leicht aus dem Fettgewebe, ungeachtet des Insulins. Ein weiterer Punkt ist das auch im Buch angesprochene reduktionistische "Insulin-Denken" - selbst wenn Insulin mal für 30 Minuten ansteigt. Na und? Selbst wenn keine Fettsäuren freigesetzt werden würden => Gewebe verbrennen schlicht eingelagerte Subtrate, die ja auch mit in die Kalorienbilanz einfließen. Insofern: Das Insulin-Protein-Thema wird allerhöchstens für bereits sehr Schlanke relevant. Übrigens: Starke Kalorienrestriktion bei Eiweißfasten induziert physiologische Insulinresistenz ... damit ist das Thema sowieso (fast) vom Tisch. Denn: Wenn Insulin nicht wirken kann, passiert auch nichts.

Zitat
9. "Protein-Diäten leeren die Vit-A-Speicher" - was genau versteht ihr unter Protein-Diäten?



Proteinbetonte Ernährungsformen mit viel Fleisch, Fisch und Co. ohne Innereien.

Zitat
10. Fleischkonsum orientiert sich am Eisenwert - heißt, was zum Zielwert fehlt sollte zugeführt werden (tgl./wöchentlich)?



Zum Beispiel. Der Ferritin-Wert steigt mit dem (auch nicht übertriebenen) Konsum an und hält sich dann relativ stabil - zumindest bei mir.

Zitat
11. Die Hypophyse enthält viel Zink - könnte man mit viel Zinkzufuhr die Hypophysenleistung verbessern (habe ja eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz)?



Möglich, aber unwahrscheinlich, falls du keinen Mangel hast. Konkret: 15 mg pro Tag als Extrazufuhr würde das schon ausgleichen, falls vorhanden.

Zitat
12. Stalltiere beanspruchen ihre Muskeln nicht, daher sind dort auch Fette eingelagert. Woher kommt dann der niedrige Fettgehalt von Hähnchenfleisch?



Ist, glaube ich, auch im Buch erklärt: Es kommt darauf an, welches Körperteil du isst. Bei der Brust, als Beispiel, hast du die glykolytischen Typ-2-Fasern, die halt kaum Fett einlagern.

Zitat
13. Im Kapitel 7.4. ist ja eine Tabelle bzgl. Fett. Gibt es einen Grund, warum dort keine Paranüsse auftauchen?



Nein, hat keinen speziellen Grund. Das könnte man aber mit aufnehmen! Danke für den Hinweis.


Wir zeigen Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
Chris (edubily)
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