Permanenter Durchfall nach Darmkrebs-OP

#1 von julesg88 , 25.08.2016 20:51

Hallo,

mein Opa (81) leidet nach einer Darmkrebs Behandlung schon seit ca. 2 Jahren an schlimmsten Durchfällen, und ist dadurch nicht fähig sich aus dem Haus zu bewegen.

Habt ihr Ideen was man da machen könnte? Ernährung, Supps - irgendwas, das die Durchfälle verhindert?

Ärzte sagen natürlich "da kann man nichts machen"... Er wohnt aber auf dem Land und ist nicht bei vielen gewesen...

Vielen Dank im Voraus für Tipps!


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RE: Permanenter Durchfall nach Darmkrebs-OP

#2 von ChristineH , 25.08.2016 21:38

Hallo julesg88,

leider schreibst Du nicht, ob ihm Dünn- oder Dickdarm entfernt wurde.

Ich würd es mal mit der GAPS-Einführungsdiät versuchen. Natasha Campbell-McBrides Buch gibt es zwar auch auf Deutsch, aber hier findest Du schon mal Grundinfos zur Introduction Diet: http://www.gaps.me/?page_id=28

Oder die SCD von Elaine Gottschall: http://www.scdiet.de - die würde ich aber nur für den Anfang machen, ich persönlich halte nichts davon, dauerhaft auf safe starches zu verzichten.

Dazu natürlich auch ein gutes Probiotikum und evtl. auch L-Glutamin (ca. 0,5 g/kg Körpergewicht)

Und: Laaaangsam weitere Nahrungsmittel wieder einführen, erst nur ganz kleine Mengen, nur grammweise steigern.


 
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RE: Permanenter Durchfall nach Darmkrebs-OP

#3 von julesg88 , 26.08.2016 08:32

Danke für die Tipps! Es handelt sich um den Dickdarm (nahe am Ende). Hat das einen Einfluss?


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RE: Permanenter Durchfall nach Darmkrebs-OP

#4 von valentino , 26.08.2016 10:50

Die Hauptaufgabe des Dickdarms ist es dem Darminhalt Wasser zu entziehen (Resorption), damit dem Körper keine größeren Mengen an Flüssigkeit verloren gehen.
Fehlt jetzt ein Teil des Dickdarms, könnte ich mir vorstellen, dass die Resorption nicht mehr in dem Umfang passiert wie gewohnt. D. h. es verbleibt zu viel Wasser im Stuhl --> Durchfall.
Aber das ist nur reine Spekulation meinerseits. Bin kein Arzt.

Desweiteren sollte dokumentiert werden, was der Herr Opa zu sich nimmt. Die Möglichkeit das der Durchfall nichts mit der OP zu tun hat sollte nicht ausser Acht gelassen werden. Oder zumindest ausgeschlossen.
Kleines Beispiel wie selbst erlebt: plötzlich Durchfall, jeden Tag...nach ca. 14 Tagen wollte ich der Sache auf den Grund gehen und habe alles notiert was ich verzehrt habe. Ende vom Lied, es waren die Magnesium Tabs. Und nicht das Magnesium ansich, sondern es war Sorbitol als Zutat dabei. Vertage ich null.
Meist steht dann dabei ...kann bei übermäßigen Verzehr abführend wirken...Bei mir muss es gar nicht übermäßig sein.

Wünsche gute Besserung!


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RE: Permanenter Durchfall nach Darmkrebs-OP

#5 von Pong , 26.08.2016 21:19

Das sind recht wenig Informationen. Wie wurde therapiert? Vermutlich Kombi aus Strahlen- und Chemotherapie. Dabei wird so ziemlich alles an Darmflora zerstört. Sie regeneriert sich auch kaum noch da das dazu nötige Zellgewebe ebenfalls stark geschädigt ist.
Welche Farbe hat denn der Stuhl... olive bis dunkelgrün, Konsistenz von pürriertem Spinat? Dann dürfte es eine Chlostridieninfektion sein. Entwickelt sich gerne bei ner Krebstherapie. Dummerweise gehören sie zu den multiresisten Keimen. Was sagt denn sein Onkologe? Dort muß dein Opa vorstellig werden, der kennt die Diagnose und die angewandte Therapie. Bitte nicht eigenmächtig rumexperimentieren. Der Darm ist nicht mehr in der Lage normal zu verstoffwechseln, allein die Rekonvaleszens eines 81-jährigen ist ja sehr stark eingeschränkt, Finger weg von Imodium, etc. Ein Sub-Ileus (beginnender Darmverschluss) entwickelt sich bei Darmkrebspatienten auch atypisch, also mit Durchfall statt Verstopfung.

LG
Corina


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