Intelligente Vorfahren - Gehirnschrumpfung durch Ackerbau und Viehzucht?

#1 von Axel , 18.07.2016 10:55

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48816/1.html

"Die Menschen der Urzeit hatten ein größeres Gehirn als der moderne Mensch und waren womöglich auch intelligenter

(...)

Andere Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass die Menschen in der Urzeit über eine höhere Intelligenz verfügten als wir heute. Der Evolutionspsychologe David Geary von der University of Missouri und der Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree von der Stanford University denken (Link), dass die intellektuellen Fähigkeiten der Menschheit mit dem Aufkommen der Landwirtschaft und dem starken Anwachsen der Bevölkerung vor rund 15 000 Jahren abnahmen (Link).

Bruce Hood, Neurowissenschaftler an der University of Bristol und ebenfalls ein Anhänger dieser Theorie, erklärt (Link) das Phänomen mit der Domestikation unserer Spezies. Wir sind die gezähmte Version unserer wilden Vorfahren. Wenn Tiere domestiziert werden, müssen sie nicht mehr für sich selber sorgen und dementsprechend auch weniger Probleme selbst lösen. Die Folge ist, dass ihre Gehirne durch den fehlenden Selektionsdruck schrumpfen. Genau das ist passiert als die Menschen sesshaft wurden, sagt er.

(...)"



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zuletzt bearbeitet 18.07.2016 | Top

RE: Intelligente Vorfahren - Gehirnschrumpfung durch Ackerbau und Viehzucht?

#2 von Kirby , 18.07.2016 14:45

Ohne den Beitrag gelesen zu haben, fängt mein Gehirn an zu rattern und fragt sich, ob der unnatürlich erhöhte Getreidekonsum beim Hirnschrupfen auch eine Rolle gespielt haben könnte...


 
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RE: Intelligente Vorfahren - Gehirnschrumpfung durch Ackerbau und Viehzucht?

#3 von Axel , 29.08.2016 16:14

Die Forschung legt nach:

http://www.spektrum.de/news/kleine-forts...chichte/1420260

"Beauchamps Studie war auch nicht die erste, aus der sich ein schleichender Rückgang an geistiger Leistungsfähigkeit des Menschen konstruieren ließ. Im Jahr 2012 hat der Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree nach der Auswertung anderer Untersuchungen geschlussfolgert, dass Gene, die Menschen klug machen, stärker dem Selektionsdruck unterliegen und mit der Zeit im menschlichen Genom schwinden. Er könnte wetten, so schreibt er, dass ein normaler Bürger aus einer Hochkultur um 1000 v. Chr. heute unter uns zu den klügsten und intelligentesten Zeitgenossen gehören würde, mit einem guten Gedächtnis, einer Vielzahl von Ideen und einer klaren Sicht auf die wichtigen Fragen der Zeit."


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RE: Intelligente Vorfahren - Gehirnschrumpfung durch Ackerbau und Viehzucht?

#4 von valentino , 30.08.2016 14:34

Alles schöne Theorien und Vermutungen...und sehr interessant wie ich finde. Hatte auch schon die ein oder andere Lektüre mit Analogien zum Thema.


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