RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#16 von phil , 30.06.2016 12:10

Denke die für 10€ funktioniert auch
https://www.amazon.de/Blaulicht-UV-Schut...rds=Uvex+S1933X

Zum ausprobieren das Mittel der Wahl. Da kann man nicht meckern.


 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#17 von Tommy , 30.06.2016 14:19

Phil benutzt Du Deine Brille täglich? Und ab wann am Tag? Auch zB beim Fernsehen, oder Computer tagsüber, wenn keine weiteren künstlichen Lichtquellen an sind? Oder eben eher in den Abendstunden wenn zusätzlich das Licht eingeschaltet wird?


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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#18 von Cleo , 30.06.2016 15:32

Zitat von Tommy im Beitrag #1
Ich habe seit Jahren das Thema, dass ich mich in Räumen in denen das künstliche Licht dominiert irgendwie unwohl fühle. (...)

Kennt noch jemand das Phänomen? Vor 10 Jahren kannte ich das noch nicht dann hat es auf einmal damit angefangen.

Ich kenne das Phänomen auch und bei mir löst das regelrechte Wahrnehmungsstörungen der Augen aus. Ein ähnliches Phänomen erlebe ich, wenn jemand z.B. ein enggestreiftes Hemd anhat; ich bekomme davon ätzende Sehstörungen und ich habe das Gefühl, als wenn mein Gehirn gleich den Notaus-Knopf drücken wird. @ Tommy: Kennst Du das zufälligerweise auch?

Lösungsansatz habe ich leider keinen.



 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#19 von Tommy , 30.06.2016 15:44

Hi Cleo nein bei mir ist es tatsächlich "nur" das künstliche Licht.


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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#20 von Markus , 30.06.2016 15:56

Unwohlsein und Kopfschmerzen bei Kunstlicht entsteht bei falscher Ansteuerung von Entladungslampen (vulgo: Röhren, Energiesparlampen) und Festkörperleuchten (LED), d.h. billige Netzteile oder lose Steckverbindungen, die zu einem hohen Flimmeranteil/"Welligkeit" im Lichtstrom führen , etwa durch einen zu welligen Gleichstrom. Denn diese Leuchtentypen folgen den Änderungen des elektrischen Stroms sehr schnell und setzen diese Unterschiede direkt in schnelle Änderungen des Lichtstrom um. -->es "flackert".

Das Auge mag 50 Hz bzw. die Oberwelle bei 100 (und 150, 200, 250, 300,350, 400...)Hz nicht mehr auflösen können, sehr wohl aber einige Hirnareale...und der eine reagiert hier empfindlicher als der andere mit den hier erwähnten Folgen.

Lösung: Plancksche Stahler, also Glühfadenlampen (vulgo: "Glühbirne", "Halogenlampe", "Heat Balls") oder Festkörperleuchten (LED) mit einem wirklich guten(!) Netzteil mit geringem Oberschwingungsanteil/Restwelligkeit oder gleich direkt an eine reine Gleichstromquelle (Batterie).

Achtung: Netzteile, die für Halogenlampen gedacht waren, "vertragen" rein elektrisch auch oft LED-Einsätze. Oftmals haben diese aber aus Kostengründen eine hohe Restwelligkeit, die bei Halogenlampen aufgrund deren Trägheit nicht auffällt- sehr wohl aber bei den blitzschnell reagierenden LED und entsprechend veranlagten Personen. In einem Büro würde ich mal mit dem Betriebsrat bzw. Chef reden und ihn um einen Austausch der Netzteile bei LED bzw. bei Röhren der Starter bitten, ein Elektrofachbetrieb sollte Abhilfe verschaffen. Argumentiert mit Produktivität wegen mangelnder Konzentration und Aufmerksamkeit sowie evt. Krankenzeiten! Bei Energiesparlampen würde ich auch echte Markenporodukte bevorzugen, Osram und Philips haben in ihren Leuchten sehr gute eingebaute Netzteile- verglichen mit der Baumarktware. Also auch hier lohnt sich ein Blick, was im Büro verbaut ist. Drängt hier ggf. auf Markenqualität!

Oder stelle euch wenigstens eine möglichst helle Lampe in den direkten Sichtbereich des Schreibtischs, die mit Halogen arbeitet und so die relative Welligkeit des auftreffendes Lichtes zumindest reduziert- ein gleichzeitiges Dimmen bzw. möglichst ein Ausschalten der Deckenbeleuchtung wäre dazu ideal.


"Probleme, die geleugnet werden, müssen auch nicht gelöst werden. Offiziell nennt man das dann "political corrrectness"...
(Hendryk M. Broder)


 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#21 von phil , 30.06.2016 15:56

Zitat von Tommy im Beitrag #17
Phil benutzt Du Deine Brille täglich? Und ab wann am Tag? Auch zB beim Fernsehen, oder Computer tagsüber, wenn keine weiteren künstlichen Lichtquellen an sind? Oder eben eher in den Abendstunden wenn zusätzlich das Licht eingeschaltet wird?


Vor allem in den Abendstunden.
"Tagsüber" bietet das Spektrum der Sonne auch Blaulicht, es ist nur abends wo der Rhythmus durcheinander kommt bzw. oder hier ist der Einfluss am größten. Gerade vor TV und PC/Lappi. Finde die veränderten Farben bisher nicht so schlimm, wobei ich auch nicht wirklich TV schaue in letzter Zeit.
Grundsätzlich gilt wohl das man im Winter ruhig gegen 16 Uhr die Brille aufsetzen kann und im Sommer es auch etwas später ausreicht, da die Sonne ja länger scheint. Ich setze sie momentan gegen 18 Uhr auf und nach dem abdunkeln bzw. IR-Licht anmachen im Zimmer vor dem schlafen gehen wieder ab.



 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#22 von Cleo , 30.06.2016 16:35

@ Markus & Tommy
Danke für eure Antworten.

Markus Erläuterungen sind hilfreich, da man mir vor Jahren dazu mal gesagt hat, dass dieses Phänomen mit Epilepsie in Verbindung stehen könnte - in den letzten 25 Jahren hat sich aber nichts dahingehend entwickelt.

Mal ganz abgesehen davon, bin ich erfreut zu hören, dass es eine physikalisch einfache Erklärung gibt; man meint ja schnell, dass man ne Schraube locker hat ;-) wenn man so empfindet während andere nichts bemerken, zudem ich in weiteren Bereichen ähnlich empfindsam bin und dies meist von niemandem nachvollzogen werden kann.

Subjektiv fühlt sich das übrigens äquivalent zu dem Zustand an, wenn man kurz davor ist, eine Panikattacke zu bekommen. Ich fand das hilfreich zu wissen, um damit umzugehen.

Zum Glück bin ich in der luxuriösen Position, meine Arbeitsumgebung bezgl. Beleuchtung usw. selbst bestimmen zu können, da ich selbständig bin. Alles andere lässt sich dann manchmal halt nicht vermeiden.


 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#23 von Tommy , 19.10.2016 15:29

Zitat von Markus im Beitrag #20


Oder stelle euch wenigstens eine möglichst helle Lampe in den direkten Sichtbereich des Schreibtischs, die mit Halogen arbeitet und so die relative Welligkeit des auftreffendes Lichtes zumindest reduziert- ein gleichzeitiges Dimmen bzw. möglichst ein Ausschalten der Deckenbeleuchtung wäre dazu ideal.


Hi Markus jetzt muss ich nochmal fragen.., meinst Du eine Tageslichtlampe oder eine stinknormale Stehlampe für den Schreibtisch?


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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#24 von Markus , 19.10.2016 16:06

ePrimär meinte ich einen Planckschen Strahler, also keinen mit einem diskreten Spektrum und hohem Oberwellenanteil. Dieser sollte die (diskreten) störenden Strahler wie eine Leuchtstoffröhre lokal an deinem Auge "überstrahlen" so dass deren Restwelligkeit vom Hirn nicht mehr als solche unbewusst wahrgenommen wird.

Um die Farbtemepratur ging es eigentlich nicht- aber als Arbeitsleuchte wären hier so 4000 bis 6500 Kelvin ideal.


"Wer sich stets viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht.“
(Friedrich Nietzsche)


 
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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#25 von Tommy , 19.10.2016 16:32

Versteht das ein Fachgeschäft wenn ich denen das so präsentiere? Oder hättest vielleicht einen Google oder konkreten Produkttip?


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RE: Künstliches Licht = Unwohlsein

#26 von Markus , 19.10.2016 19:51

Erster Treffer bei einer Googlesuche:

https://www.etoh24.de/diverse-tischleuch...CFQw8Gwod3CYE2Q

Eine gute, alte 100-Watt-Glühlampe rein und fertig!


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