Wachstumshormon und Esszeiten

#1 von Pratick , 25.06.2016 09:26

Hi!
Ich hab einige Fragen zum Wachstumshormon und zu dafür günstigen Esszeiten.
Mein Bild davon ist, dass es uns wieder zusammenflickt und dass es mit steigendem Hunger und besonders nachts ausgeschüttet wird.

1. Kommt daher auch die Empfehlung, nicht zu spät zu essen? Da ich sonst das Zeitfenster hoher hGH-Ausschüttung nach hinten verlagere und somit verkürze?

Hätte mich vorm Lesen des Blogs jemand gefragt: Wann, glaubst du, wird am meisten hGH ausgeschüttet?
Ich hätte gesagt: Wahrscheinlich, wenn ich schön satt bin, weil der Körper dann beim Reparieren aus dem Vollen schöpfen kann.

2. Warum ist es umgekehrt? Weil Hunger bedeutet, dass grade dann der Körper tiptop repariert sein muss, um wieder an Nahrung zu gelangen? Bauen wir sonst so schnell ab, dass wir Gefahr laufen, nicht mehr fit zum Jagen/Sammeln zu sein?

Ich frage, weil ich oft mit Müdigkeit zu kämpfen habe. IF hilft mir da tagsüber schon sehr. Jetzt möchte ich möglichst viel aus der Nacht rausholen, also die Erholung möglichst wenig sabotieren.

Ich lese den Blog von hinten und bin erst im Sep 2014. Vielleicht steht die Antwort irgendwo und ich habs noch nich gelesen oder es vielleicht überlesen.

Vielen Dank für eure Hilfe!
Gruß
Patrick


 
Pratick
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RE: Wachstumshormon und Esszeiten

#2 von naklar! , 25.06.2016 21:04

Hallo Patrick, zumindest was die HGH - Ausschüttung nachts betrifft, kann ich dir helfen:

Du liegst richtig, sie wird nach hinten verschoben - allerdings verkürzt, oder verringert sie sich dadurch nicht. Soweit ich weiß, findet sie statt, sobald insulin unten ist.

Gruß, Eric


" Ich will mehr Leben, Vater! "


 
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RE: Wachstumshormon und Esszeiten

#3 von H_D , 26.06.2016 16:09

Du wirst müde nach Mahlzeiten? Liegt vl. an den Carbs (Insulinresistenz)


H_D  
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RE: Wachstumshormon und Esszeiten

#4 von Pratick , 26.06.2016 19:25

Hi Eric und H_D
Danke für eure Hilfe!

@ Eric: Weißt du, wie lang das Zeitfenster der sehr hohen hGH-Ausschüttung ist? Oder wie da in etwa die Kurve verläuft? Ich dachte nämlich, dass es wieder weniger wird, sobald ich wach bin und ich deshalb gut beraten bin, das Insulin schon abends wieder weniger werden zu lassen anstatt erst mitten in der Nacht (durch zu spätes Essen). Und ist das Haarspalterei?

@ H_D: Allerdings. Manchmal kann ich direkt pennen gehen. Und der „Nebel im Kopf“ erinnert mich schon sehr an mich selbst. Es ist schon komisch. Hier wird so oft auf Insulin-Resistenz hingewiesen aber ich hab irgendwie gedacht, es würde mich nich betreffen. (Scheuklappen…Guten Morgen!!) Ich war zwar ein paar Jahre LC-Verfechter, aber durchgehalten hab ich es eben nicht. Mein Körper wollte regelmäßig KH und das gipfelte dann in KH-Attackenfressen. Also dachte ich nicht, mich KH-mäßig entwöhnt zu haben. Oder kann ich doch?

Ist Müdigkeit der Klassiker bei dem Glukose-Rückstau im Blut?

Aber ich kann mir vorstellen, dass ich nich genug auf den Randle-Cycle achte. Und wenn ich es tue, dann lasse ich vielleicht nich genug Zeit zwischen den Mahlzeiten. Kann das sein? Dass die letzte Mahlzeit die nächste noch so behindert?

Gruß
Patrick


 
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RE: Wachstumshormon und Esszeiten

#5 von carpi_flexor_radialis , 26.06.2016 19:42

Zitat von Pratick im Beitrag #4
Ist Müdigkeit der Klassiker bei dem Glukose-Rückstau im Blut?




Nach einer Kohlenhydrat- und Proteinhaltigen Mahlzeit wird durch Insulin die Aufnahme von den um den Carrier durch die Blut-Hirn Schranke konkurrierenden Aminosäuren (BCAAs, Phenylalanin und Tyrosin) ins Gewebe gefördert. Der Carrier ist voll und der Tryptophangehalt im Blutplasma steigt an. Danach wird Tryptophan an Albumin gebunden und gelangt durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn. Da Tryptophan die Vorstufe von Serotonin ist, erhöht sich durch die Aufnahme von Tryptophan die Serotoninsynthese. Serotonin übt eine beruhigende, wohlige Wirkung auf uns aus und kann Glücksgefühle auslösen. Melatonin wird aus Serotonin synthetisiert und macht müde. Das ist ganz normal.


 
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