RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#166 von Wirbelwind , 30.06.2016 09:23

Also Calcium und Vitamin K wären da relativ unwirksam, um diese zuckerlastige Ernährung hinsichtlich der Zähne auszugleichen. Gerade wer Zucker oder süße Früchte als Nachtisch isst, hat anschließend schön klebrige und zuckrige Zähne. Da können die Bakterien schön Säure bilden und Karies verursachen. Schon allein aus diesen Gründen wäre Ray Peat nichts für mich.


"Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist, sondern vielmehr so wie WIR sind."


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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#167 von Gelöschtes Mitglied , 30.06.2016 09:28

Es hilft ein Glas Wasser....
Der Ansatz ist NICHT = Zahnprobleme ect.
Dafür gibt es einige andere wichtige Variablen zu bedenken.

PS: Stress macht die Mundflora + Magen ebenfalls sehr sauer!


Einen Scheiß muss ich


zuletzt bearbeitet 30.06.2016 09:33 | Top

RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#168 von kempi , 30.06.2016 10:22

So, kleines Update von mir:

Zum Testen habe ich jetzt zwei Tage Stärke gemieden, somit kamen sämtliche KH (ca. 400 g) aus Quark, Milch und Obst.
Gefühlt kommt es mir so vor, als ob nahezu nichts davon in die Glykogenspeicher der Muskeln gelangt ist.
Ich fühle mich extrem flach, ja sogar schon ziemlich unwohl.

Jemand schon Erfahrungen damit gemacht?


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#169 von Chris (edubily) , 30.06.2016 11:43

Zitat
Jemand schon Erfahrungen damit gemacht?



Klar, was glaubst du denn, warum wir darüber schon (hier: http://edubily.de/2014/09/fruktose-2/) gesprochen hatten? :-)

Habe da identische Erfahrungen.

Deshalb sage ich, dass ein gewisser Glukose-Anteil wichtig ist, damit der Muskel nicht vergessen wird, weil es sonst genau so kommt, wie Peat es eigentlich eben nicht wollte: Dass der Körper zunehmend Fettsäuren statt Glukose oxidiert.


Wir zeigen Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#170 von kempi , 30.06.2016 11:58

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #169

Zitat
Jemand schon Erfahrungen damit gemacht?



Klar, was glaubst du denn, warum wir darüber schon (hier: http://edubily.de/2014/09/fruktose-2/) gesprochen hatten? :-)

Habe da identische Erfahrungen.

Deshalb sage ich, dass ein gewisser Glukose-Anteil wichtig ist, damit der Muskel nicht vergessen wird, weil es sonst genau so kommt, wie Peat es eigentlich eben nicht wollte: Dass der Körper zunehmend Fettsäuren statt Glukose oxidiert.



Super, danke!

Wie würdest du vorgehen, wenn du bspw. 400 g KH am Tag zu dir nehmen wollen würdest, also Verhältnis von Stärke zu Zucker?
Gibt es da eine Grenze für die Fruktosemenge bzgl. DNL?



 
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zuletzt bearbeitet 30.06.2016 | Top

RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#171 von phil , 30.06.2016 12:21

Zitat von kempi im Beitrag #168
So, kleines Update von mir:

Zum Testen habe ich jetzt zwei Tage Stärke gemieden, somit kamen sämtliche KH (ca. 400 g) aus Quark, Milch und Obst.
Gefühlt kommt es mir so vor, als ob nahezu nichts davon in die Glykogenspeicher der Muskeln gelangt ist.
Ich fühle mich extrem flach, ja sogar schon ziemlich unwohl.

Jemand schon Erfahrungen damit gemacht?


Ich habe auch mal eine kurze Zeit lang AIP versucht. Da ist Stärke auch raus. Gab quasi nur Fleisch, Gemüse und Obst. Hat mich vom Wohlbefinden auch überhaupt nicht umgehauen. Eher im Gegenteil.
Würde das jetzt aber nicht unbedingt mit dem Vergleichen was Sven praktiziert. Da haben dann halt auch die Milchprodukte gefehlt.


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#172 von EvPow , 30.06.2016 12:29

Man könnte auch noch Cranberries als Obst ergänzen, die enthalten nämlich knapp 85% Glukose. Stärke fällt für mich wg. Verdauung aus, Dextrose-Pulver enthält hingegen keinerlei Mikronährstoffe, oder wäre das bei bspw. 100g pro Tag zu vernachlässigen (bei ansonsten guter Ernährung)?


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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#173 von Gelöschtes Mitglied , 30.06.2016 12:33

Bzgl "praktiziert" und Wahrnehmung
Was mich hier teils ganz erstaunt ist, dass ne Tüte Saft, Milchprodukte und paar Löffel Honig als grenzwertig und extrem empfunden werden? Mach das so wies passt und schmeckt


Einen Scheiß muss ich



RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#174 von Chris (edubily) , 30.06.2016 12:50

Zitat

Wie würdest du vorgehen, wenn du bspw. 400 g KH am Tag zu dir nehmen wollen würdest, also Verhältnis von Stärke zu Zucker?
Gibt es da eine Grenze für die Fruktosemenge bzgl. DNL?



Hauptsächlich aus Stärke beziehen, wenn möglich, vielleicht 50-100 g Zucker.

Die DNL ist ja an sich nicht so problematisch, so lange die entstehenden Fettsäuren irgendwo unterkommen (außerhalb der Leber), was ja bei bewegten Menschen eigentlich kein Problem sein sollte.

Ich denke halt: Je nachdem, wie stark ich meinen Muskel mit Glukose beladen will, sollte auch die Wahl des Substrates ausfallen. Es bringt nichts, einen mit Glykogen gefüllten Muskel haben zu wollen und sich dann nur von Fettsäuren zu ernähren. Hier muss auch individuell geguckt werden, wie aufnahmefreudig der Muskel ist. Es gibt halt Leute, die haben eher kleine Glykogenspeicher und einen dominanten Fettstoffwechsel, was sich natürlich auch trainieren lässt. Wie gesagt, hier muss man individuell gucken.


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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#175 von EvPow , 30.06.2016 14:11

Bei wie viel Gramm Fruktose wäre denn die Leber "überlastet", wie im Artikel erwähnt?


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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#176 von ChristineH , 30.06.2016 15:30

Zitat von phil im Beitrag #171
Ich habe auch mal eine kurze Zeit lang AIP versucht. Da ist Stärke auch raus. Gab quasi nur Fleisch, Gemüse und Obst. Hat mich vom Wohlbefinden auch überhaupt nicht umgehauen. Eher im Gegenteil.



Da muss ich widersprechen: Bei AIP gibt es durchaus Stärke, nur halt nicht aus Getreide, Hülsenfrüchten und Nachtschattengewächsen. Ich esse Kochbananen, Süßkartoffeln, Kürbis, stärkehaltiges Knollengemüse, Tapiokamehl, usw.
Bin grade nicht zu Hause und kann das Buch nicht befragen/zitieren, aber hier steht schon bisschen was drüber: http://www.phoenixhelix.com/2014/05/25/t...rch-experiment/



 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#177 von kempi , 30.06.2016 21:18

Zitat von Axel im Beitrag #103
Zitat von Sven im Beitrag #98

:-) Auf die Pille die das löst warte ich schon lange. Was Du beschreibst ist wohl der normalste Zustand der Welt.



Haha, klar. Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau bei mir, dessen bin ich mir bewusst. Daher habe ich auch keine Lust auf irgendwelche radikalen Diäten oder andere extremen Maßnahmen, die mich aus dem Gleichgewicht werfen könnten. Den Stoffwechsel ankurbeln mittels Peatscher Methoden erscheint mir aber langsam verlockend. Und bei me-improved.de gibt's was zu lesen, dass er durch Erhöhung der Kalorienzufuhr bei nicht wenigen Sportlern eine Verringerung der Fettmasse erreichen konnte. Dass fdH nicht der Weisheit letzter Schluss ist, vermute ich schon länger...


Habe ich mir gerade mal rausgesucht: http://me-improved.de/kalorienbilanz-tei...eltham-berardi/
Ganz schön interessant


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#178 von Chris (edubily) , 30.06.2016 21:24

OK der Artikel ist aus 2013. Sollte(n) ihn mal fragen, ob er das heute noch so sieht.


Wir zeigen Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#179 von goodoo , 30.06.2016 21:32

Zitat von kempi im Beitrag #168
So, kleines Update von mir:

Zum Testen habe ich jetzt zwei Tage Stärke gemieden, somit kamen sämtliche KH (ca. 400 g) aus Quark, Milch und Obst.
Gefühlt kommt es mir so vor, als ob nahezu nichts davon in die Glykogenspeicher der Muskeln gelangt ist.
Ich fühle mich extrem flach, ja sogar schon ziemlich unwohl.

Jemand schon Erfahrungen damit gemacht?


Das mit den Glykogenspeichern kann ich auch so bestätigen, aber bei der Menge würde ich mich schon alleine wegen der Verdauung unwohl fühlen.
Ein Vorteil von Fruktose ist, dass so die Kohlenhydratoxidation anteigt. Mehr Kohlenhydratoxidation heißt auch höhere CO2-Level, was laut Peat sehr vorteilhaft ist. Das geht logischerweise nicht, wenn dem Muskel keine Glukose zur Verfügung steht.


 
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RE: Ray Peat und Blutzucker - Erfahrungen

#180 von phil , 30.06.2016 22:21

Aus folgendem Zitat könnte man ableiten das er von der klassischen kalorienbilanz zumindest nicht überzeugt ist.
Klingt natürlich traumhaft, mehr essen und leaner werden. Eine Erhöhung des Verbrauchs ist aber auch Pflicht.

Zitat von sfast im Beitrag chronisches undereating - Folgen und Auswege
Für gewöhnlich ist das kein Bilanzierungsproblem sondern ein Problem der Regulierung. Das ist das Denkmodell, dass du zur Beantwortung der ersten Frage brauchst. Offenbar kann die Bilanzierung den jetzigen Gewichtsverlauf nicht erklären. Das ist übrigens nicht selten. Nun kann man versuchen, die Energiebilanz zu retten, indem man etwas von adaptiver Thermogenese spricht (weniger NEAT usw.)

Eine geschicktere Herangehensweise ist es ein Modell zu verwenden, dass sowohl im Alltag als auch in der Theorie gute Ergebnisse produziert. (eine gute Heuristik ist)

Oder anders: Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Kalorienbilanz ein https://de.wikipedia.org/wiki/Epiphänomen ist.


 
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