Ischias-und Muskelaturprobleme

#1 von Bernd , 06.06.2016 17:52

Hallo,

vo zwei Jahren hatte ich einen Blinddarmdurchbruch. Zu spät erkannt, weil ich keine typischen Blinddarmentzündungsmerkmale verspürt hatte und eher an Verstopfung dachte. Nun gut, nach einer Woche Fasten, diverser Selbstheilungsexperimente und dennoch nicht nachlassender Schmerzen und Beschwerden habe ich mich dann doch im Krankenhaus vorgestellt, wurde dann nach Ansicht und einigen diversen Abtasttechniken als "unverdächtig" oder eher als Simulant fast schon entlassen, bis dann doch noch jemand auf die Idee kam einfach mal etwas Blut abzuzapfen. Mit den höchsten Entzündungswerten die der mich dann in Empfang genommene Stationsarzt je gesehen hat und der sich nach seiner Aussage dazu noch ohne große körperliche Erscheinungen selbst in KKH eingelieferte Patient dürfte ich nunmehr ungewollt in der KKH-Statistik verewigt werden. Wenn überhaupt. Das aber nur kurz zum Thema Krankenhaus und dem doch auch in unserer modernen Welt schmalen Grat zwischen Leben oder Tod! Und vielleicht auch zum Thema Statistik!

Es hatte sich also ein großer Abzess gebildet, der in der CT und im Ultraschall klar erkennbar war. Man war sich des Risikos einer OP und des Öffnen des Bauchraums wohl bewußt und verzichtete daher auf eine konventionelle Not-OP. Stattdessen wurde eine Drainage gelegt, sprich, eine ca. 20cm lange Kanüle in den Abzess geschoben und dann so eine Ableitung der Vereiterung versucht.

Ok, das klappte glücklicherweise auch, aber praktisch ein Degen im Bauch verursachte große Probleme (Schmerzen) bei jeder Bewegung. Ich bin sportlich, hart im Nehmen, aber ein normales Aufrichten aus dem Liegen war praktisch nicht möglich. Als wenn jemand mit einem Schwert den Unterkörper vom Rest getrennt hat und keine willkürliche Bewegung desselben möglich ist. Bis mir in der ersten Nacht eine Krankenschwester den Tip gab, nachdem ich endlos versuchte auf Klo zu kommen und das einfach nicht klappte, "Auch wenn es für Sie unglaublich erscheint, aber Sie müssen sich in den Schmerz hinein bewegen" Also keine Meidbewegungen sondern voll rein in den Schmerz. Kurz und gut, das war toll und eine ganz neue Erfahrung! Aber wirklich hilfreich.

Das ist jetzt weiß Gott nicht als"Krankenhausleidensgeschichte" gemeint, sondern damit man einordnen kann, worum es mir geht und wo Ursachen liegen könnten. Denn seit dieser Zeit habe ich Schmerzen und Verspannungen in der rechten Körperhälfte. Natürlich ist mir bekannt, daß diverse Muskeltraumata nach OP oder Verletzungen bestehen. Die Frage ist, wie beheben? Zumal diese Beschwerden, trotz aller meiner mentalen und auch physischen Versuche(Gymnastik, Black-Roll usw.) dem entgegenzuwirken, nicht weniger werden und meine willkürlichen Verkrampfungen sogar den Ischiasnerv treffen und mich weiter einschränken.

Es wäre also interessant, ist das eher psychosomatisch, wie man das bei vielen Op´s etc. kennt oder eine rein körperliche Sache, die man dann auch entsprechend angehen kann?

Ich wäre für jeden Rat sehr dankbar!

Gruß Bernd



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RE: Ischias-und Muskulaturprobleme

#2 von ChristineH , 06.06.2016 18:11

Zum Chiropraktiker/Osteopathen und nach verschobenen Wirbeln gucken lassen.

Hatte zwei ganz unten am Rücken, aber keine Rückenschmerzen, sondern in der Hüfte und entlang des Beins. Der/die geklemmten Nerven schmerzen also an anderen Stellen als dort, wo die Ursache liegt.

Je länger die Fehlhaltung/Entzündung schon besteht, desto länger wird es auch dauern, bis Du nach dem "Einrichten" wieder schmerzfrei bist.

Ich hab grade auch zwei Wirbel einrenken lassen, hatte zuvor fast vier Wochen Schmerzen (weil meine Osteo im Urlaub und anderswo kein Termin zu bekommen war). Das wird jetzt selbst mit meiner antientzündlichen Ernährung - ich nehme auch keine Entzündungshemmer oder Schmerzmittel - wohl noch mind. 2 Wochen dauern, bis ich mich wieder frei bewegen kann.



 
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RE: Ischias-und Muskulaturprobleme

#3 von Bernd , 06.06.2016 18:54

Hallo,

vielleicht noch kurz als Anmerkung hier, weil ich meinen Post nicht mehr bearbeiten kann. Natürlich ist klar, das es nicht um Ferndiagnosen geht, und auch nicht um Hinweise ala "Nimm mal mehr Mg, dann entspannt sich das schon" etc. Interessant wäre ob es ähnliche Erfahrungen anderer nach OP´s oder Unfällen etc. gibt und man hier dann vielleicht Schlußfolgerungen ziehen kann.

ChristineH, danke für die Info, sehr interessant!

Gruß Bernd


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