RE: Kupfer

#31 von Stockinger , 30.05.2017 11:59

Zitat von Luna im Beitrag #29
Ich gehe eben auch davon aus, dass so die Transporter ständig besetzt sind. Meine Messergebnisse belegen dies im Prinzip ja.Um einen Zinkspiegel im Normbreichn zu haben, muss ich ziemliche Mengen zusetzen, damit überhaupt was ankommt.


Wie wäre es dann mit einer geeignete(re)n Zinkform? Z.B. Zink-Methionin oder Zinkglukonat? Da gibt es das Problem konkurrierender Transporter nicht.


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RE: Kupfer

#32 von Chris (edubily) , 30.05.2017 20:01

Luna, ich sehe bei dir grundsätzlich mehrere ("methodische") Probleme.

Dass Kupfer in normalen Dosen irgendwelche Transporter belegt, halte ich für absolut fragwürdig. Dein Kupfer-Spiegel sagt darüber hinaus zero über deine Versorgung aus. Habe heute zufälligerweise mal wieder die Strunz-News gelesen und erstaunlicherweise scheint er die gleichen Fehler zu machen. Ich hoffe nicht, dass er wirklich Vitamin K2 im Blut misst! Man muss schon andere Marker nehmen, genau wie bei Kupfer auch. Die Blutwerte von Kupfer werden wie bei Eisen normalerweise streng reguliert und das, was aussagekräftig ist, wäre z. B. ein Dismutase-Test oder eine Cp-Messung.

Zu deinem Zink: Du kennst die Verteilung ja nicht. Vielleicht versuchst dein Körper sich zu wehren vor deinen angepeilten Blutwerten? Vielleicht verschwindet dein Zink auch z. T. über Metallothionein. Im Darm hieße das, dass auch Kupfer in den Abfluss gespült wird, weil MT auch Kupfer bindet.

Man muss mit den vielen Spekulationen sehr, sehr vorsichtig sein, sonst ergeben sich bisweilen böse neue Defizienzen.

Zitat
Z.B. Zink-Methionin oder Zinkglukonat?



Gilt nur für Aminosäuren-Chelat, also Methionin ja, besser: Glycinat, nicht aber für Glukonat und Co.


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RE: Kupfer

#33 von Luna , 31.05.2017 00:29

Hi Chris
Ist schon klar, dass es durchaus an den Messungen bzw den Messverfahren liegen könnte. Allerdings ist es sehr schwierig bis unmöglich als normaler Patient an tragfähige Werte zu kommen, falls die normalen Blutwerte nicht aussagekräftig sein sollten. Bleibt die Frage, warum sie so gemacht werden, wenn sie keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Man muss ja schon von Glück reden, wenn Kupfer überhaupt mal gemacht wird.
Sehr niedrige Zinkwerte ziehen sich bei mir durch. Am besten kam Zinkchelat an. Damit waren die Werte mal recht gut. Leider habe ich da keine Quelle mehr. Ich will aber auch nicht ständig hochdosiert Zink ergänzen, um nicht andere Baustellen zu schaffen. Ob der Darm da noch eine Rolle spielt, kann ich nicht sagen. Verdauungsprobleme oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten o.ä. habe ich nicht.

Den Kupferwert hatte ich machen lassen, nachdem ich längere Zeit Zink in recht hoher Dosis zugeführt hatte. Mir ging es darum einen evtl. dadurch hervorgerufenen Kupfermangel zu finden. Daher habe ich über den recht hohen Kupferwert schon etwas gewundert. Kupfer hatte ich nie gesuppt. Finde das schon etwas seltsam.

Die Rohre sind jetzt seit gut 26 Jahren in Betrieb. Infolge von diversen Wasserrohrbrüchen durch Punktfraß kenne ich sogar die Innenseiten der Rohre. Durch die Maitron sind sie recht sauber, also ohne Kalkablagerungen oder andere erkennbare Beläge. Wenn Kupfergeschirr bereits Wirkung zeigt, scheint es mir nicht abwegig bei Kupferrohren ähnliche Auswirkungen zu vermuten.

LG
Luna


 
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RE: Kupfer

#34 von ChristineH , 31.05.2017 09:11

Zitat von Luna im Beitrag #33
Wenn Kupfergeschirr bereits Wirkung zeigt, scheint es mir nicht abwegig bei Kupferrohren ähnliche Auswirkungen zu vermuten.


Das ist aber nicht dasselbe. Im Kupfertopf wird a) gekocht und b) sind auch Stoffe in den darin gekochten Lebensmitteln (Säuren bspw.), die Kupfer herauslösen. Das ist ja bei den Wasserleitungen nicht der Fall.


 
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RE: Kupfer

#35 von Luna , 31.05.2017 17:59

Hallo Christine
Da ich in meinen Kupferleitungen immer wieder Probleme mit Lochfraß habe, bin ich mir eben nicht so sicher, dass sich das Material so neutral verhält. Seltsamerweise sind immer die Kaltwasserrohre betroffen. Was den Lochfraß verursacht ist unklar. Könnte sein, dass es Einschlüsse von minderwertigem Material im Kupfer sind, was aber auch nicht sicher ist. Erkennbar ist direkt nichts. Jedenfalls sind immer Bögen betroffen, wo das Wasser ja vermehrt am Material reibt. Bei Einschlüssen im Material müsste zumindest irgendwann mal auch ein gerades Stück betroffen sein. Der Installateur hat auch keine Erklärung. Sie haben dieses Problem in manchen Häusern und in Nachbarhäusern, die mit grundsätzlich denselben Rohren ausgestattet sind, wiederum nicht. Macht mich zumindest nachdenklich.
LG Luna


 
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RE: Kupfer

#36 von Carina , 05.09.2017 10:35

Hi alle Zusammen,

ich hab eine kurze Frage zur Methodik bei Kupfermessungen. Ich supplementiere, wie Luna auch, schon längere Zeit Zink und habe zusätzlich noch Darmprobleme. Aus diesen Gründen wollte ich mein Kupfer checken lassen. Der Arzt hat darauf hin mein Kupfer im Serum bestimmt. Die erste Messung lag am 2.5.17 bei 677 ug/l und die zweite am 29.08.17 bei 681 ug/l, was ja beides weit unter der Norm liegt. Zwischen diesen zwei Terminen habe ich 2 Monate lang mit 4mg täglich supplementiert und die restliche Zeit mit 2mg am Tag. Jetzt habe ich zum ersten mal gelesen, dass diese Werte gar nicht aussagekräftig sind....

Nun meine Fragen :)
Was genau gibt der Kupferwert im Serum denn nun an? Ist es also normal das der Kupferwert im Serum so niedrig ist obwohl ich Kupfer supplementiere?
Was misst eine cp- Messung und was ein Dismutase Test? Welche Vorteile bietet welcher Test wenn man seinen Kupferstatus wissen möchte?
Welche Normbereiche gibt es hier für?

Meinem Gefühl nach würde ich sagen dass mein Kupferwert deutlich gestiegen ist, da ich immer Histamin Probleme hatte und seit ich das Kupfer nehme diese extrem viel besser geworden sind (also keine laufende Nase und angeschwollene Lymphknöten nach dem Genuss von Avocado, Ei etc...)

Schon mal vielen Dank im voraus für eure Antworten ;)
Liebe Grüße
Carina


 
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RE: Kupfer

#37 von Eskel , 09.09.2017 15:37

Hey Carina,

wär immer gut, wenn du zu Messergebnissen auch immer die Referenzwerte des Labors mit angibst. Sonst kann man die ja gar nicht einschätzen.

Cp Messung ist die Messung von Ceruloplasmin. Wie oben schon gesagt wurde wird Kupfer im Körper streng reguliert, weil es so aggressiv ist. Damit nicht zu viel frei im Körper herumschwimmt, ist das Kupfer im Blut zu ca. 90% an das Enzym Ceruloplasmin gebunden. Man sagt, dass nur dieses Kupfer wirklich gut vom Körper benutzt werden kann.
Wenn dein Serumkupfer nur knapp unterhalb des Referenzbereiches ist, könnte es also theoretisch sein, dass dein Ceruloplasmin gerade noch im Normbereich ist und du einfach nur wenig freies Kupfer hast. Was wohl nicht so schlecht ist.
Aber die Chancen stehen gut, dass auch dein Cp im Minusbereich liegt.
Dismutase meint die SuperOxid Dismutase (SOD). Das ist ein wichtiges Kupferhaltiges Enzym. Die Idee hinter der messung ist, wenn das wichtige Enzym im Mangelbereich ist, hat der Körper tatsächlich zu wenig Kupfer zur Verfügung.

Ich hätte mal vier Fragen an dich.
1) Wie lange schläfst du so im Durchschnitt nachts? Wie lange vor der Supplementation und wird die Schlafzeit länger, während du Kupfer nimmst?

2) Bist du Veganerin?

3) Hast du mal dein Vitamin A bestimmen lassen?

4) Während du Kupfer supplementiert hast, wäre es dir mal aufgefallen, dass du anfälliger für Stress bist? Hast du gehäuft Herzrasen bemerkt oder gar eine Art Panikattacke gehabt?


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RE: Kupfer

#38 von Carina , 10.09.2017 10:14

Hi Eskel,

an den Referenzwert des Labors hatte ich gar nicht gedacht, aber der liegt für mein Alter bei 800 - 1550 ug/l und ich bin mit der letzten Messung von 681 ug/l also ziemlich weit drunter...

Wenn du also schreibst, dass das meiste Kupfer an Ceruloplasmin gebunden ist, bedeutet dies also es taucht nicht in der "Kupfer im Serum" Messung auf oder?
Gibt es da vielleicht ein spezielles Verhältnis zwischen dem Serums Kupfer und dem Ceruloplasmin dass man vom einen auf das andere schließen könnte?

Ist es möglich, dass mein Ceruloplasmin im Normalbereich liegt aber mein Cp gleichzeitig im Minusbereich liegt oder schließt sich dass gegenseitg aus???
Welche Messung wäre denn dann die sinnvollere?

Zu deinen Fragen:
1) Ich schlafe im Durchschnitt 9 Stunden in der Nacht

2) Veganerin bin ich nicht. Ich esse extrem viel Fleisch für ein Mädl ;) Meist so 400-500 g am Tag. Jedoch bin ich sonst recht stark eingeschränkt was meine Ernährung betrifft. Ich habe eine Fructose- und eine Histaminintoleranz und vertrage so gut wie keine Kohlenhydrate bzw. die wenigsten Ballaststoffarten. Ich ernähre mich hauptsächlich von Muskelfleisch (Rind,Huhn,Pute,Schwein, Lachs) und von ca. 10 verschiedenen Gemüsesorten die ich immer durch wechsle. Das einzige was an Obst geht sind ein paar Blaubeeren und Himbeeren. Hülsenfrüchte, welche ja viel Kupfer enthalten, funktionieren nicht mal ansatzweise...

3) Mein Vitamin A Wert habe ich auch bestimmen lassen. Der liegt bei 465 ug/l (Referenzbereich: 300 - 1100). Ich supplementiere jeden Tag mit den Vitamin A Tropfen von edubily mit einer Dosis von 6.000 IE und einmal die Woche mit einer Tablette 25.000 IE

4) Also dass mit der Stressanfälligkeit ist so eine Sache... Ich bin extrem stressanfällig was ich aber auch schon vor der Kupfer Supplementation war. Ich hab auch eine Zeit lang unter Angst- u Panikattacken gelitten, was meiner Einschätzung nach jedoch von der Dybiose in meinem Darm kommt und auch schon vor den Kupfer Supps der Fall war. Herzrasen hab ich selten und weniger seit ich Kupfer nehme. Eines meiner Hauptsymptom der Histaminintoleranz war Herzrasen nach dem Essen von histaminhaltigen Lebensmitteln was jetzt besser ist.

Liebe Grüße
Carina


 
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RE: Kupfer

#39 von EvPow , 07.12.2017 14:40

Zink-Toxizität: Durch Kupfer verhindern?

Wie im Link beschrieben, benötige ich täglich 30mg elementares Kupfer.
Hat jemand eine günstige Quelle?
Bisher habe ich nur 2-3mg Tabletten gefunden, was auf Dauer teuer und nervig ist. Die von mir oben verlinkten "22mg"-Tabletten (Salbacat) haben nämlich de facto auch nur 3mg elementares Kupfer :-(



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RE: Kupfer

#40 von EvPow , 12.12.2017 15:28

https://www.amazon.de/Kupfer-365-element...keywords=kupfer

Kennt nicht jemand etwas günstigeres Kupfer?



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RE: Kupfer

#41 von kurtextrem , 12.12.2017 15:38

Dumme Frage, aber hohe Dosierungen von (Spuren)Elementen gibt es häufig in Apotheken frei erhältlich oder auf Rezept. Hast du schon mal mit deinem Arzt gequatscht? Evtl. kann er dir ein Rezept ausstellen.


EvPow hat sich bedankt!
 
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RE: Kupfer

#42 von Markus , 13.12.2017 08:52

Zitat von EvPow im Beitrag #39
Wie im Link beschrieben, benötige ich täglich 30mg elementares Kupfer.



Wie bestimmst du diesen Bedarf?


"Also mir gefällt es, wie die Muslime ihre Frauen behandeln. Ich wähle auf keine Fall AfD. Ich finde es viel pikanter, das ganze Gleichstellungs- und Feminismus-Gedöns indirekt anzugreifen, indem ich SPD oder Grüne wähle.".


 
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RE: Kupfer

#43 von EvPow , 13.12.2017 11:35

Hallo Markus,

der kommt durch das von Chris als sinnvoll erachtete Verhältnis von 5:1 (Zink:Kupfer). Weil ich zwecks Aromatase-Hemmung 150mg Zink nehme (Grund habe ich im Link beschrieben), sind entsprechend 30mg Kupfer nötig, um nicht auf Dauer in Probleme durch Kupfermangel zu geraten.

Ich finde es auch bemerkenswert, dass es sowohl Zink als auch Eisen in größeren zweistelligen Dosierungen günstig gibt, Kupfer aber immer nur in 2-3mg...jedenfalls habe ich noch keine anderen Größenordnungen gefunden.



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RE: Kupfer

#44 von Taren , 13.12.2017 14:25

Ich supplementiere Kupfer auch, da ich einen nachgewiesenen sehr niedrigen Wert anheben möchte - aber Du möchtest doch nicht allen Ernstes 30mg Kupfer täglich supplementieren und das auch noch ohne vorgegangene Messung??


 
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RE: Kupfer

#45 von EvPow , 13.12.2017 15:55

Es geht ja ums Verhältnis Zink:Kupfer, die absolute Menge ist nur ein sich daraus ergebendes Nebenprodukt der 150mg Zink.


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