Alkoholunverträglichkeit?

#1 von phil , 11.03.2016 19:03

Ich vermute bei mir eine Art von Alkoholunverträglichkeit.

Schon nach 1 Bier oder Schnaps habe ich am folgenden Tag einen leichten Kater. Mehr Alkohol = tagelange Kater. Habe auch schon verschiedene Arten von Alkohol getestet. In den letzten Monaten halt immer nur mal ein Bier oder beim Griechen dann nach dem essen den Ouzo mitgetrunken um mal wieder zu testen.
Ich habe auch von Zeit zu Zeit eine "Empfindungsstörung" wo ich mein Herzschlag fühle und ich irgendwie das Gefühl habe das da was nicht richtig läuft. Das war letztes Jahr nach ein bisschen mehr Alkohol teilweise ziemlich heftig. Da dachte ich teilweise ich kipp gleich um. Es ist nicht direkt beim Konsum, sondern erst am Folgetag mit dem Kater aufgetreten. Damit komm ich in letzter Zeit ohne Alkohol aber meist relativ schnell wieder klar.
Ansonsten gibt es noch eine Hand voll anderer Symptome die bei einer Alkoholunverträglichkeit auftreten sollen, welche ich bei mir aber nicht bestätigen kann.
Deshalb bin ich auch noch nicht ganz sicher ob ich da mit den richtigen Suchwörtern recherchiere.

Im Prinzip kann ich mittlerweile ganz gut ohne Alkohol und der Bekanntenkreis hat sich mittlerweile auch damit abgefunden das ich nichts mehr trinke. Dennoch stört es mich von Zeit zu Zeit und ich könnte mir vorstellen das es evtl. tagtäglich einen Einfluss auf meine Leistungsfähigkeit hat oder der Zustand längerfristig einfach nicht gesund ist.

Zitat
Everyone produces small amounts of endogenous (produced inside the body) alcohol due to gut fermentation*. Typically, alcohol is produced and then rapidly removed from our systems through enzymatic activity via alcohol dehydrogenases (ADH) and acetaldehyde dehydrogenases (ALDH). These enzymes are not the same as the common over-the-counter digestive enzyme supplements. ADH and ALDH must be produced by the stomach lining and liver.

Some individuals may have poorly function enzyme systems due to illness or may be genetically predisposed to the intoxicating effects of alcohol due to inadequate production of ADH or ALDH enzymes.



Ich könnte mir vorstellen das mein Problem ungefähr in die Richtung geht. Quasi eine Störung bei der Produktion von ADH oder ALDH. Wobei das wohl mit einer genetischen Mutation zusammenhängt. Ich weiss nicht ob ich durch einen operativen Eingriff und darauf folgende Medizingabe irgendwelche Schäden an Genen davon getragen habe. Das würde zeitlich zumindest hinkommen. Geht sowas?

Bisher habe ich nur ein paar überteuerte Vitaminpräparate gefunden welche als Lösung angepriesen werden. Da sind keine besonderen Sachen drin. Quasi die meisten Nährstoffe von folgendem Bild:

Dabei sind die Vitaminpräparate relativ niedrig dosiert. In 2PD sind wahrscheinlich all diese Sachen doppelt und dreifach enthalten. Das kann ich also schonmal als Lösungsansatz ausschliessen.

Vermutlich kann die Ursache auch woanders liegen. Meine Leberwerte vom letzten Jahr waren wohl leicht erhöht, aber nichts großartig besorgniserregendes.

DIe Darmflora abchecken zu lassen, war schon immer mal ein Hintergedanke, aber Stuhl sah bisher immer ganz ok aus, deshalb hatte ich da nie große Bedenken. Vielleicht doch mal einen Versuch wert.

Vielleicht gibt es ja jemanden mit ähnlichen Erfahrungen oder Kenntnissen welche mich weiter bringen. Denkanstöße sind auch herzlich willkommen.



 
phil
Beiträge: 1.050
Registriert am: 24.03.2015

zuletzt bearbeitet 11.03.2016 | Top

RE: Alkoholunverträglichkeit?

#2 von Tommy , 11.03.2016 19:35

Den Darm zu checken ist sicherlich nicht verkehrt. Aus Erfahrung kam ich sagen, dass Konsistenz und Farbe nicht die einzigen ausschlaggebenden Faktoren der Darmgesundheit sind


Tommy  
Tommy
Beiträge: 772
Registriert am: 16.06.2015


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#3 von phil (edubily) , 12.03.2016 15:50

phil ich kann dich beruhigen. Muss wohl am Namen liegen, ich vertrage auch nichts mehr :-) Gibt Schlimmeres.


 
phil (edubily)
Beiträge: 299
Registriert am: 21.06.2014


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#4 von phil , 12.03.2016 16:17

Ich komm ja auch damit klar. Finde es mittlerweile eigentlich teilweise sogar gut das es so eingetreten ist und das ich mir den Alk quasi ganz abgewöhnt hab.
Es brennt trotzdem in mir ein Verlangen das ganze zu verstehen und falls möglich zu beseitigen. Das ich dann wieder Alk vertrage muss ja keiner wissen

Ich hab bei mir auch das Gefühl das es stimmungstechnisch an den Tagen danach, über den Kater hinaus auch etwas schwieriger als sonst ist bzw. war. Gerade im Hinblick auf mein psychosomatisches Problem was von Zeit zu Zeit auftritt, sehe ich da auch eine gewisse Verbindung. Evtl. wären das 2 Fliegen mit einer Klatsche.



 
phil
Beiträge: 1.050
Registriert am: 24.03.2015

zuletzt bearbeitet 12.03.2016 | Top

RE: Alkoholunverträglichkeit?

#5 von MadRichie , 12.03.2016 23:41

Hab ich gottseidank nicht, aber mir ist ne veränderte Stuhlkonsistenz nach Alkohol aufgefallen, irgendwie flutschiger :D


MadRichie  
MadRichie
Beiträge: 208
Registriert am: 14.09.2015


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#6 von carpi_flexor_radialis , 13.03.2016 10:37

Zitat von MadRichie im Beitrag #5
Hab ich gottseidank nicht, aber mir ist ne veränderte Stuhlkonsistenz nach Alkohol aufgefallen, irgendwie flutschiger :D



Von daher kommt ja auch der Name: 'Bierschiss'

Ich bin froh, trinke ich kein Alkohol mehr. War damals anstrengend, vor allem die verminderte Schlafqualität und Dehydration am nächsten Tag.
Die Wirksamkeit des Trainings liess auch zu wünschen übrig...


 
carpi_flexor_radialis
Beiträge: 214
Registriert am: 14.09.2014


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#7 von Animus , 13.03.2016 10:56

Eventuell auch an eine Histaminintoleranz denken.


Animus  
Animus
Beiträge: 156
Registriert am: 09.11.2014


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#8 von phil , 13.03.2016 15:41

Histamin hatte ich auch kurzzeitig im Blick. Ich habe aber eigentlich nur bei Alkohol Probleme. Histaminhaltige Lebensmittel haben bisher keinen negativen Effekt. Deshalb hatte ich das eigentlich ausgeschlossen. Ist im Alkohol verhältnismäßig besonders viel Histamin drin, so dass man es evtl. nur dann merkt? Von den genannten Symptomen passt es auch nicht so recht. Wobei meine "Alkoholunverträglichkeit" ja auch nicht 100% ins Bild passt.


 
phil
Beiträge: 1.050
Registriert am: 24.03.2015


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#9 von phL , 15.03.2016 17:44

+1 @ phil :D


phL  
phL
Beiträge: 373
Registriert am: 02.01.2015


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#10 von Dreas , 15.03.2016 17:52

Zitat von phil im Beitrag #8
Ist im Alkohol verhältnismäßig besonders viel Histamin drin, so dass man es evtl. nur dann merkt?


"Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH)
Dieses Enzym welches den Abbau des Alkohols bewirkt konkurriert mit anderen Enzymen um den Sauerstoff. Bei gleichzeitiger Aufnahme von Alkohol und biogener Amine geniest der Alkoholabbau höhere Priorität und das Histamin kann sich im Körper anreichern. Außerden kann die toxische Wirkung des Alkohols durch biogene Amine, vor allem durch Histamin, verstärkt werden."

Quelle: http://www.histaminbase.at/alkoholHistamin.php


 
Dreas
Beiträge: 15
Registriert am: 02.03.2016


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#11 von ben , 15.03.2016 22:08

Habe sofort an eine Histaminunverträglichkeit gedacht.
Da könnte/sollte es aber so sein, dass du bei verschiedenen Alkoholarten unterschiedliche Auwirkungen spürst. Der Klassiker bzgl. Histamin ist eigentlich Rotwein, der sollte sofort negativ anschlagen.


ben  
ben
Beiträge: 13
Registriert am: 22.12.2014


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#12 von Dreas , 16.03.2016 06:59

Zitat von ben im Beitrag #11
Der Klassiker bzgl. Histamin ist eigentlich Rotwein, der sollte sofort negativ anschlagen.


Stimmt. Alles, was irgendwie "gereift" ist. Ein anderer (nicht-alkoholischer) Klassiker sind Tomaten.


 
Dreas
Beiträge: 15
Registriert am: 02.03.2016


RE: Alkoholunverträglichkeit?

#13 von phil , 16.03.2016 09:53

Wie gesagt, habe schon verschiedene Alkholarten probiert und keinerlei großen Unterschied gemerkt.
Histaminreiche Lebensmittel sind mir auch noch nicht negativ aufgefallen. So lange ich nicht riesige Fressorgien veranstalte, bin ich durch Essen bisher nicht eingeschränkt oder spüre irgendwelche Symptome.

Histaminintoleranz würde ich echt ausschliessen. "Klassische Alkoholunverträglichkeit" passt meiner Meinung nach am Besten, wobei ich auch nicht weiss wie ein solcher DNA-Schaden zustande gekommen sein kann bzw. ob das überhaupt möglich ist oder nur vererbt wird.


 
phil
Beiträge: 1.050
Registriert am: 24.03.2015


   

Hautflecken im Gesicht
Wippen mit den Beinen

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 5
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen