Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#1 von Alex , 18.02.2016 22:10

Hallo allerseits,
nachdem ich mich mit AIP (Autoimmunprotokoll) näher befasst hatte frage ich mich immer mehr:

Wie kann ich erkennen welches Lebensmittel/Gewürze/etc. mein Körper toleriert oder welches ich besser meiden sollte?

Deswegen will ich euch fragen welche Symptome ihr oder auf was man für Symptome generell achten muss. Mein Körpergefühl wurde diesbezüglich in den letzten Jahren von mir ignoriert und ich hab einfach "blind" alle möglichen Diäten ausprobiert...wodurch ich aktuell ziemlich verunsichert bin.



 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#2 von Cleo , 19.02.2016 09:13

Ich denke, dass das ziemlich weitläufig ist. Aus eigener Erfahrung kann ich so offensichtliche Sachen wie Erbrechen, Durchfall und Hautausschläge nennen bis hin zu eher unauffälligeren bzw. diffuseren Symptomen wie Flushes (rote Stellen am Körper) und verschiedenen Abstufungen des Gefühls Watte im Kopf zu haben (das ging von sehr extrem bis hin zu sich leicht benebelt fühlen und hat mich jahrelang ebenso wahnsinnig wie ratlos gemacht), Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Ödeme.

Geholfen hat mir immer die Elimination bestimmter Nahrungsmittel. Also wenn ich etwas weggelassen habe, war meist sehr einfach zu erkennen, dass es mir dann besser ging. Angefangen von schnellen Effekten wie der fehlenden Müdigkeit nach dem Essen bis hin zu etwas längerfristigen Sachen wie dem Abheilen von Ekzemen nach Milch- und Getreideverzicht.

Was verunsichert Dich denn konkret?



 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#3 von ChristineH , 19.02.2016 09:24

Hallo Alex,

die Herangehensweise vom AIP ist ja (unter anderem auch aus dem von Dir genannten Grund), erst mal "alles" wegzulassen. Dort so lange zu verweilen, bis der Darm wieder okay ist. Das merkst Du beispielsweise daran, dass die Verdauung richtig perfekt wird. Ich bspw. hatte nie Schwierigkeiten damit, konnte auch immer regelmäßig (egal, was ich aß). Aber nachdem ich auf Paleo umgestellt hatte und mich auf die Heilung des Darms und die Ansiedlung guter Bakterien konzentriert hatte, konnte auch ich noch Verbesserungen hinsichtlich der Beschaffenheit feststellen. Das war dann sozusagen mein Signal dafür, dass jetzt alles im Lot ist. Nimmst Du nun im AIP ein Nahrungsmittel wieder hinzu und bemerkst dann Veränderungen an der Verdauung, dann weißt Du, dass es (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht gut für Dich ist.


 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#4 von Alex , 19.02.2016 19:16

Danke für eure Antworten.

Also bei diversen Lebensmitteln fängt teilweise meine Haut an zu kribbeln. Bei Milchprodukte ist es dann so, dass meine Nase stark zum Jucken anfängt. Ich hab früher eine Ray Peat orientierte Ernährung versucht und im Amiforum meinten die dazu, dass Jucken wäre normal weil ich meinen "Metabolismus" mit haufenweise Liter Milch und Orangensaft + Gelantine hochfahre...

Aktuell kriege ich von so ziemlich allem ein Stechen im Bauch, wird aber eher am Stress liegen den ich derzeit habe...

Allgemein hatte ich nie Probleme mit der Verdauung (Blähungen, etc.), nur eben dieses Jucken and diversen Stellen, hauptsächlich im Gesicht. Ich hab leider auch seit Jahren ein trockenes Ekzem. D.h. ich schuppe bzw. häute so stark als wär ich ne Schlange ^^.

Beüglich meiner Müdigkeit nach einem ausgiebigen Essen, meinte mein Doc., dass das auch völlig normal wäre.



AIP ist ein harter Brocken und ich weiß nicht ob ich das schaffe, da ich einige LM im Verdacht habe welche jedoch in der Anfangsphase "safe" wären. (Kokosöl/-milch/-flocken). Allgemein finde ich es verblüffend wie sehr sich z.B. Ray Peat und Paelo unterscheiden und doch scheint es so das beides funktioniert, wenn man den Erfahrungsberichten glauben schenkt...

Denke ich werd mal das Protokoll von Markus probieren, mein Darm auf Vordermann bringen und schauen ob ich damit schon Verbesserungen erreichen kann.


 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#5 von ChristineH , 19.02.2016 21:49

Zitat von Alex im Beitrag #4
weil ich meinen "Metabolismus" mit haufenweise Liter Milch und Orangensaft + Gelantine hochfahre...


Immer noch? Falls ja, wundert mich gar nichts. Große Mengen von etwas sind nie förderlich und Milch und O-Saft haben dann auch mit Casein, Laktose und Fruktose drei Hauptverdächtige, die vielen Menschen Schwierigkeiten machen.

Zitat von Alex im Beitrag #4
Beüglich meiner Müdigkeit nach einem ausgiebigen Essen, meinte mein Doc., dass das auch völlig normal wäre.


Meiner Erfahrung nach kommt Müdigkeit nach dem Essen nur, wenn man mehr Kohlenhydrate gegessen hat, als einem zuträglich sind (die Menge ist für jeden individuell). Teste mal: Eine Mahlzeit wie bspw. gedünstete Zwiebeln mit 4 verquirlten Eiern übergießen und stocken lassen. Wenn Du magst, auch noch etwas Spinat dazu. Salz und Pfeffer natürlich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du anschließend satt bist, aber nicht müde.

Halt uns auf dem Laufenden, wie's Dir ergeht.


 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#6 von Cleo , 20.02.2016 09:43

Zitat von Alex im Beitrag #4

AIP ist ein harter Brocken und ich weiß nicht ob ich das schaffe


Ich habe noch nie ein absolut vollständiges AIP durchgeführt, einfach weil ich schon so alt bin (ha, ha) und es das vor 20 Jahren wohl noch so nicht gab. Versuch es doch einfach mal Step-by-Step und schließe eine LM-Gruppe nach der anderen aus und sieh, wie es Dir dabei ergeht.
Vielleicht geht es Dir schon besser, sobald Getreide, Milchprodukte und bestimmte Früchte raus sind. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob Dir das reicht oder Du kannst von dieser Basis aus abschätzen, dass der Rest evtl. auch noch zu packen ist.

Zitat
Beüglich meiner Müdigkeit nach einem ausgiebigen Essen, meinte mein Doc., dass das auch völlig normal wäre.


Ah, ein Komiker. ;-)


 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#7 von Picasso , 20.02.2016 22:45

wenn die zunge belegt ist kann das oft ein hinweis darauf sein das lebensmittel nicht richtig verdaut werden. wie oben bereits erwähnt wurde kann der anteil an bestimmten makronährstoffen die der körper aufeinmal verdauen kann mit der zeit und veränderten lebensgewohnheiten variieren.. es muss also nicht direkt eine unverträglichkeit vorliegen.
die ansteuerung der darmmotorik und der verdauungsorgane kann auch durch stress oder andere dinge dauerhaft in mitleidenschaft gezogen werden wenn zB etwas im autonomen nervensystem nicht mehr richtig funktioniert..
leider wird es oft so dargestellt als ließen sich sämtliche verdauungsprobleme durch eine korrektur der darmflora beheben, oder eben durch das alleinige weglassen von lebensmitteln.
da das ganze sehr komplex ist lohnt es sich mMn am meisten wenn man selbst etwas ursachenforschung betreibt, auf seinen körper hört und viele dinge ausprobiert..


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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#8 von Alex , 21.02.2016 16:48

Ja das mit der KH-Menge und der Müdigkeit hatte ich auch schon in Verdacht. Ich werd mal den KH-Anteil pro Mahlzeit senken und sehen ob sich was verbessert.

Danke für die Idee mit Verzicht auf LM-Gruppen. Ist denke ich ein guter Mittelweg für den Anfng.

Zitat
wenn die zunge belegt ist kann das oft ein hinweis darauf sein das lebensmittel nicht richtig verdaut werden. wie oben bereits erwähnt wurde kann der anteil an bestimmten makronährstoffen die der körper aufeinmal verdauen kann mit der zeit und veränderten lebensgewohnheiten variieren.. es muss also nicht direkt eine unverträglichkeit vorliegen.



dann würde es dafür sprechen mehrere kleinere Mahlzeiten auf den Tag zu verteilen oder?

Das Stress negative Auswirkungen auf den Darm hat bekomme ich grad richtig zu spüren. Ich hoffe das sowas wie Meditation dagegen helfen kann.

..danke Leute!



 
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RE: Wie erkenne ich LM-Unverträglichkeiten?

#9 von Picasso , 21.02.2016 19:31

bei großen, besonders bei fetthaltigen mahlzeiten gelangt viel "blut" in den bereich des verdauungstrakts. wenn die verdauung eh nicht optimal läuft bswp. weil nicht genügend gallensäuren rückresorbiert werden, weil der flüssigkeitshaushalt gestört ist oder weil eine veränderte darmflora die beschaffenheit der darmschleimhaut beeinträchtigt, dann dauert der verdauungsprozess ingesamt länger.
in der folge hält dann auch das müdigkeitsgefühl nach dem essen etwas länger an als es beim gesunden der fall ist.

verdauungsenzyme können helfen

die tageszeit bzw. die tätigkeiten haben aber auch einfluss darauf wie sehr jeweils sympathikus/parasysmpathikus aktviert sind. wenn wir morgens aufstehen und einen aktiven tag vor uns haben, dann wird die darauffolgende aktivierung des sympathikus bei den meisten zu einer gesteigerten darmpassage führen.
essen wir dann viel, dann ist auch die wahrscheinlichkeit das unverdaute/unvollständig verdaute nahrungsbestandteile in tiefere darmabschnitte gelangt höher als wenn man eine große mahlzeit erst nach getaner arbeit zuführt. das zum stress ,)

gesunde haben diese probleme idR nicht, bzw sind die darmbakterien noch so aktiv das die nahrungsbestandteile dann trotzdem restlos zersetzt werden.


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