Krankenkasse: Welche belohnt gesunden Lebensstil?

#1 von Mikki- , 17.02.2016 11:19

Hallo Leute,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer Krankenkasse, die einen gesunden Lebensstil belohnt.
Ich ernähre mich und lebe recht gesund (Nichtraucher, selten Alkohol, 2-3x Krafttraining, 2-3x sonstiges Training, viel Gemüse, kein Fastfood etc.), bekomme hierfür seitens des Gesundheitssystems jedoch leider nichts zurück.

Kennt ihr denn eine Krankenkasse, die einen entsprechenden Lebensstil honoriert? Sei es mit Bonuszahlungen, reduzierte Beitragssätze, Übernahme des Fitnessstudios oder sonstigen Zusatzleistungen. Nach meiner Recherche kann man nur mit Boni rechnen, wenn man bestimmte, von der Krankenkasse angebotenen, Kurse absolviert (wie bspw. bezüglich Ernährung, Sportprogramm, Pilates, Yoga, etc). Das brauche ich aber alles nicht.

Kann man mir da irgendjemand etwas entsprechendes empfehlen?


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RE: Krankenkasse: Welche belohnt gesunden Lebensstil?

#2 von H_D , 17.02.2016 11:39

Geht mir genauso..
Habe auch noch keine gefunden und wenn ich bei der AOK ins Prämienprogramm wechsle, dann würde ich zwar für Leistungen (z.B. Sportabzeichen) Prämien bekommen, weil ich aber dauerhaft Medikamente nehmen muss wieder Abzüge erhalten


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RE: Krankenkasse: Welche belohnt gesunden Lebensstil?

#3 von Eskel , 17.02.2016 12:49

Ich weiß nicht. Einerseits finde ich die Idee aus offensichtlichen Gründen auch sehr verlockend. Andererseits würde ich sowas gar nicht unterstützen wollen.
Egal wie viel Daten die im Moment erheben und wie freiwillig das Ganze ist, wenn die Entwicklung der Krankenversicherungen in diese Richtung erstmal losgetreten wird, weiß doch niemand, wo das schließlich endet.
Die Chancen stehen gut, dass das später auf den "gläsernen Bürger" hinausläuft, wie er vor einigen Jahren schon im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte stand.
Die Vorstellung, dass in Zukunft jeder hinsichtlich seines wirtschaftlichen Risikos für die Versicherung durch Ärzte von allen Seiten ausgeleuchtet und evaluiert werden könnte, ist eine ziemliche düstere - insbesondere für "Bio-Hacker", meiner Meinung nach.


Man stelle sich mal vor, der Durchschnittsarzt würde das Heute tun:

"WAS?! Sie nehmen 5000 i.E. Vitamin D pro Tag und haben einen Spiegel von 50 ng/ml?! Laut DGE sind nur 800 erlaubt. Sie vergiften sich! Nein, nein, unter diesen Umständen kann ich Ihre aktuelle Einstufung "A2" nach der Gebührenordnung für Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr verantworten. Sie begeben sich hier mutwillig in den Hochrisikobereich einer Hyperkalzemie.
Ich werde Sie auf "B1" fallen lassen müssen, da Sie eine potentielle Zumutung für die Solidargemeinschaft darstellen."



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RE: Krankenkasse: Welche belohnt gesunden Lebensstil?

#4 von OnkelPaul , 17.02.2016 15:54

Dazu möchte ich ergänzen: Es ist immer noch eine Versicherung, die den Fall der Fälle abdecken soll. Bei einer Glasversicherung zahlt unter dem Strich die Gemeinschaft der Glasversicherten deinen Schaden. Je mehr du die belohnst, die keine Steinewerfenden Kinder haben, umso mehr müssen die zahlen, die solche Kinder haben. Du möchtest ja sicherlich auch nicht, wenn dich ein Schicksalsschlag trifft auf einmal mehr zahlen, oder noch darüber nachdenken, ob du dir die Mehrkosten dann leisten kannst. So kannst du deiner Behandlung ohne Gedanken entgegen treten und nicht noch finanzielle Probleme im Kopf haben.

Von daher finde ich die aktuellen Programme, die die Leute reizen etwas für die Gesundheit zu tun schon ok. Vielleicht kann man das etwas ausweiten, aber nicht allzu sehr.


 
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RE: Krankenkasse: Welche belohnt gesunden Lebensstil?

#5 von Yeti , 18.02.2016 10:29

Zitat von Eskel im Beitrag #3
Die Chancen stehen gut, dass das später auf den "gläsernen Bürger" hinausläuft, wie er vor einigen Jahren schon im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte stand.
Die Vorstellung, dass in Zukunft jeder hinsichtlich seines wirtschaftlichen Risikos für die Versicherung durch Ärzte von allen Seiten ausgeleuchtet und evaluiert werden könnte, ist eine ziemliche düstere - insbesondere für "Bio-Hacker", meiner Meinung nach.


Das sehe ich genauso. Natürlich wäre es gut, ein Anreizsystem zu schaffen, welches Gesundheitsvorsorge und einen Lebensstil belohnt, der die Entstehung von Krankheiten verhindert. Das wäre am Ende auch günstiger für alle, wenn die ausufernden Kosten z.B. der Diabetesbehandlung und von Herz-/Kreislauferkrankungen begrenzt werden könnten.
Wenn ich mir allerdings anschaue, was meine Krankenkasse zum Thema Ernährung zu bieten hat, dann falle ich bei denen sicherlich durchs Raster.
Ich habe jedenfalls beschlossen, KEINE Flippinos zu zählen https://www.kkh.de/versicherte/a-z/flippino


 
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