RE: Arterienverkalkung

#106 von Emil , 29.01.2018 12:01

@wmuees:
Passt besser hier hin zu deinen Langzeiterfahrungen, daher hier mal eine Frage an dich, die mich momentan bei meiner K2-Supplementierung interessiert:

Anbetrachts der nicht sonderlich häufigen natürlichen K2 MK-7 Quellen ist es ja ziemlich wahrscheinlich, dass du, bevor du mit der gezielten Supplementierung begonnen hast, deutlich weniger K2 intus hattest (ob man von Mangel sprechen kann weiß ich nicht).
Glaubst du, es wäre möglich, dass du durch (zu) wenig K2 vorher einen hinsichtlich Thrombose-Risiko "besseren" Gerinnungsfaktor hattest? Oder weißt es vielleicht sogar? INR, oder was auch immer man da am besten testen lässt, mal vorher und dann viel später nach dem ganzen supplementierten K2 testen lassen?

LG,
Emil


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RE: Arterienverkalkung

#107 von wmuees , 01.02.2018 16:04

@Emil: das ist für die meisten Menschen kein Thema... die normalerweise über die Nahrung aufgenommenen Mengen an K2 reichen nämlich aus, um die Proteine für die Blutgerinnung vollständig zu carboxylieren. Oder anders ausgedrückt: wenn man die Blutgerinnung hemmen will, muss man dem Körper gezielt K2 wegnehmen.

Eine erhöhte Zufuhr von K2 ändert an der Blutgerinnung gar nichts, weil mehr als 100% carboxyliert geht nicht.

Da ich zusätzlich Chondroitin-Sulfat nehme und weil dieser Stoff die Bildung von Thrombosen sehr effektiv verhindert, mache ich mir über diese Dinge auch keine weiteren Gedanken.


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RE: Arterienverkalkung

#108 von Emil , 04.02.2018 12:48

Okay. Nur damit ich es richtig verstehe, formuliere ich es nochmal in meinen Worten:
So wie du es siehst, braucht unser Körper um eine gute Blutgerinnung zu bewerkstelligen also nur so wenig K1 (und K2), wie wir ohnehin mit einer (guten) Ernährungsweise aufnehmen. Also sollte man auch *vor* der gezielten Supplementierung ausreichend K1 (und K2) gehabt haben, um in jedem Fall zumindest dessen Rolle bei konkret der Blutgerinnung gewährleistet zu haben.
Deutlich *mehr* K2 hingegen, als wir üblicherweise mit der Nahrung aufnehmen, wird für die Aktivierung von (noch mehr?) GLA-Proteinen benötigt, weswegen sich eine Supplementierung vor allem hier positiv bemerkbar macht.
Richtig?
Ich stolper irgendwie ein bisschen darüber, dass die GLA-Proteine ja (u.a.) Gerinnungsfaktoren aktivieren, und ich deshalb dachte, wenn man zuvor zu wenig K2 hatte, hätte man "dünneres Blut" gehabt. Findet da dann im Körper eine Priorisierung statt? Also, Blutgerinnung ist überlebenswichtiger als Calciumstoffwechsel, also mit wenig K1 und K2 erstmal Blutgerinnung gewährleisten und wenn mehr verfügbar ist, dann die anderen Sachen? Sorry, falls ich da irgendeinen dämlichen Denkfehler habe.

LG,
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RE: Arterienverkalkung

#109 von wmuees , 04.02.2018 13:57

GLA-Proteine sind nicht für die Blutgerinnung, sondern für den Transport von Calzium.


 
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RE: Arterienverkalkung

#110 von Emil , 04.02.2018 15:49

Ach so, dann hab ich da etwas falsch verstanden. Ich glaube, ich habe beim Lesen der meisten Sachen nicht sauber zwischen Matrix Gla-Protein (MGP) und generell der Gla-Proteinfamilie getrennt, da hier im Forum auch meistens nur von "GLA" (statt "MGP") geschrieben wurde.
MGP ist ja ein Verkalkungsinhibitor, "GLA" (als Proteinfamilie) umfasst auch Gerinnungsfaktoren.
Ich wollte aber keine Verwirrung stiften mit meiner Frage und muss nach wie vor noch viel zu dem Thema lesen, bis ich es richtig im Kopf habe


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RE: Arterienverkalkung

#111 von Nathan , 01.04.2018 13:12

Zitat von Bernd im Beitrag #78
Zitat von marcolino im Beitrag #77
Ringförmiger Zucker hilft bei Arteriosklerose.

https://www.uni-bonn.de/neues/064-2016

Evtl. ergibt sich daraus ein neuer Gedankenansatz oder eine weiterführende Idee...


Das hört sich wirklich prima an! Allerdings muß man da wieder die Befürchtung haben, das die Pharamindustrie da nicht richtig mitzieht, weil sie da nicht das Maximum an Profit rausholen könnten, da es den Wirkstoff schon gibt und der schon verwandt wird. Es würde mich zumindest nicht wundern, wenn das wie so vieles wieder sang-und klanglos in der Versenkung verschwindet und niemand investieren will. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Prof. Latz hofft darauf, dass Cyclodextrin als ein Medikament zur Behandlung von Arteriosklerose weiterentwickelt werden kann. „Als Lösungsvermittler von Wirkstoffen ist es bereits auf dem Markt. Für die neue Anwendung sind jedoch noch kostspielige klinische Studien erforderlich“, sagt der Immunologe der Universität Bonn.

Gruß Bernd


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4878149/

Die subkutane Injektion von CD über 8 Wochen führte zur 45 % igen Regression der Arteriosklerose. Wobei der Cholesterinspiegel unverändert blieb. Weiterhin keine Änderung bei der Herzfrequenz, Blutdruck und dem Gewicht.

Cyclodextrin gibt es bereits als Supplement auf dem US Markt. Ein Gramm CD bindet im Darm etwa 9 Gramm Fett und wirkt positiv auf den Blutzucker nach Mahlzeiten.

Ob Oral eingenommen, ähnliche Ergebnisse wie subkutan erzielt werden konnten, habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

Jedenfalls hört sich das Ganze schon krass an.

Gruss

Nathan


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RE: Arterienverkalkung

#112 von Bernd , 02.04.2018 12:31

Hallo,

das ist wieder typisch für dieses mittlerweile kaputte Land.

Prof. Latz hofft darauf, dass Cyclodextrin als ein Medikament zur Behandlung von Arteriosklerose weiterentwickelt werden kann. „Als Lösungsvermittler von Wirkstoffen ist es bereits auf dem Markt. Für die neue Anwendung sind jedoch noch kostspielige klinische Studien erforderlich“, sagt der Immunologe der Universität Bonn.

Während es in den USA schon als Supplement auf dem Markt ist, sind in D natürlich erst noch kostspielige Studien erforderlich! Man könnte das endlos fortsetzen. Das teuerste Gesundheitssystem weltweit und eines der dazu im Verhältnis ineffizientesten dazu.

Gruß Bernd



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RE: Arterienverkalkung

#113 von MGhell , 24.04.2018 15:27

Studie zu Chondroitin Sulfat zeigt überzeugende Wirkung:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26714044


Treatment of obese mice with CS reduced the extension of foam cell coverage in atheromatous plaques of arterial bifurcations by 62.5%, the serum concentration of IL1β by 70%, TNF-α by 82% and selected chemokines by 25-35%.


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RE: Arterienverkalkung

#114 von Mo , 28.04.2018 11:00

Wer hat das Cyclodextrin?

Wo bekommen?

Macht es nur Sinn, wenn man ein Problem hat?


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RE: Arterienverkalkung

#115 von wmuees , 29.04.2018 13:46

Es ist bisher nur bei Mäusen erprobt, und zwar bei Soft Plaques (wenige Wochen alt).
Wie wirkungsvoll das Ganze bei den bei Menschen üblichen Hard Plaques ist, ist unklar.

Ich würde mich hüten, etwas zu nehmen, dass meine Plaques SCHNELL auflöst. Dabei besteht die Gefahr, dass sich Teile der Plaques lösen.
Würde ich erst abwarten wollen....


 
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RE: Arterienverkalkung

#116 von MGhell , 18.07.2018 16:35

Ganz frische Studie: CS hemmt Atherosklerose über verschiedene Mechanismen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29874688

Chondroitin Sulphate Attenuates Atherosclerosis in ApoE Knockout Mice Involving Cellular Regulation of the Inflammatory Response.


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