Asthma

#1 von desdemona , 29.01.2016 14:14

Hallo zusammen.
Vor ca 7 Jahren wurde bei mir im Zusammenhang mit einem Infekt ein leichtes Asthma festgestellt. Ich lief so die letzten Jahre mit gelegentlichem Salbutamolsprühen durchs Leben. Dabei machte ich relativ gern und viel Sport. Ich war lungenvolumentechnisch nie weit vorne dabei. Intervalle Sprints Konditionstraining...da schnitt ich im Verhältnis zu meinem Trainingspensum immer gefühlt zu schlecht ab aber ich konnte damit leben.
Nun ist es seit drei Monaten so dass sich meine Situation rund um die Atemwege extrem verschlechtert hat. Es fing mit verschleimten Bronchen an und ich nahm zusätzlich Cortison. Immer wenn ich das Gefühl hatte "nun ist es gut" und daraufhin schwimmen ging verschlechterte sich der zustand dramatisch und ich brauchte fast eine Woche um wieder halbwegs normal zu atmen. Mitlerweile bin ich bei Medi Nummer 3 (relvar ellipta). Mein Pneumologe rät mir weiter zu trainieren. Gestern im Schwimmbad das gleiche... Ich gehe gut atmen könnend ins Becken...schwimme ca eine STunde (entspannt) und ca 2 Stunden nach dem schwimmen beginnen die Beschwerden...Schleimbildung, schweres Luftholen , enge Bronchen.

Mir macht es wirklich Sorge dass sich da gefühlt gar nichts tut und ich frage mich ob es etwas mit dem Schwimmen zu tun haben könnte (damit habe ich vor 4 Monaten begonnen...4-5mal pro Woche). Der Pneumologe schiebt es auch die Belastung die auf Grund des Wassers beim Schwimmen für die Lungen höher sei aber ich weiss nicht so recht.
Ich will wieder gesund werden. Ich bin durch die Luftnot generell extrem erschöpft. Ich gebe zu: Ich mag nicht mehr und mich macht mein körperlicher Zustand traurig und mutlos!!!

Hat hier jemand dbzg. Erfahrungen? Vll auch in Verbindung mit dem Schwimmen? Oder zum Medikament ? (Der Beipackzettel ist Horror) Was kann ich tun?


 
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RE: Asthma

#2 von OnkelPaul , 30.01.2016 12:04

Ich habe auch Asthma aber leider (noch) keine Musterlösung.

Auch ich habe gelegentlich Probleme mit feuchter Luft (Dusche). In der Regel aber nicht. Grundsätzlich läuft es aber mit 2 Hüben Symbicort am Tag ziemlich gut und meine regelmäßigen Lungenfunktionstest sind ok.

Eines habe ich aber bemerkt: arbeite ich gegen meine Immunsystem , z. B. mit Alkohol, geht es schlechter. Das merke ich auch gleich an meiner Haut (Neurodermitis).

Somit habe ich jetzt begonnen am Immunsystems zu arbeiten. Bedeutet, dass ich Gesamteiweis, Zink, Magnesium, Calcium, Kalium vom unteren Bereich in den oberen steigern möchte (nach Laboruntersuchung). Ich weiß nur noch nicht, wie ich richtig vorgehe... Meine Anfrage hier im Forum ist noch offen.

Dann hat @markus hier im Laktoseintolleranz thread erwähnt, dass die dort aufgeführte Darmkur auch für Asthma helfen könnte. Die Probiotika sind auf dem Weg und ich will mal schauen, ob das was bringt.

Das alles natürlich begleitet von gesunder Ernährung (keine verarbeiteten Lebensmittel, kein Getreide, Eier, Gemüse, Fleisch) und Kraftsport.

Ich habe jetzt erst angefangen und ich habe wie gesagt noch nicht alles... Somit kann ich noch nicht von Erfolgen berichten, aber vielleicht hilft es dir für den ein oder anderen Denkanstoß um selbst zu recherchieren.

Zum Thema gefühlt tut sich gar nix: nicht verzweifeln. Es ist ja sicher auch nicht so, dass du von heute auf morgen Asthma bekommen hast, warum soll es von heute auf morgen weg gehen. Und die Medikamente beheben nicht das Problem, sondern sie verbessern nur deine Lebensqualität etwas. Allerdings habe ich auch noch nirgends gelesen, nimm NEM XY und Asthma ist weg. Ich vermute eher, dass man an vielen Baustellen arbeiten muss... Und das kann sich ziehen, da man erst mal die Baustellen erkennen muss (Blutanalyse hilft da ungemein). Das "Handbuch" hat mich das auch erst erkennen lassen.


 
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zuletzt bearbeitet 30.01.2016 | Top

RE: Asthma

#3 von desdemona , 30.01.2016 12:36

Hallo Paul.

Bei mir war es in der Tat so dass das Asthma im Zuge eines Infektes quasi über Nacht kam parallel zur Geburt meines 5ten Kindes. Mit der Geburt des 4ten Kindes kam schlagartig Allergie dazu. Die letzten beiden Kinder hat mein Immunsystem wohl nicht so wirklich verkraftet.

Ich habe nur einige Werte mal messen lassen. VitD (mangel) Magnesium (okay) und Zink (okay).
Trotzdem experimentiere ich mit Supplementen. Ich glaube mitlerweile steht hier alles rum was irgendwo mal erwähnt wurde.Ich ernähre mich überwiegend (80%) natürlich (keine Milchprodukte ausser quark und whey, high carb, wenig Brot, viel Gemüse, Obst....Kaum bis kein Fleisch). Ich habe es mal ein viertel Jahr mit Rohkost probiert. Da war die Allergie z.b. komplett weg... das Asthma zu dieser Zeit auch nicht spürbar aber das kann natürlich auch andere Gründe gehabt haben.

Ich überlege wie sehr psychische Faktoren daran beteiligt sind. Ich bin schon überwiegend extrem gestresst und kann mir vorstellen dass Stress per se ein grosser Faktor ist. Ich versuche intervallmässig mit yoga und Meditation entgegenzuhalten aber spürbare Verbesserungen kann ich nicht verkünden.

Eine Darmkur via Probiotika habe ich schon mehrfach gemacht. Ohne Verbesserung.
Merkst du einen Unterschied bei Getreidekonsum oder ohne? Ich esse morgens Müsli und die Vorstellung darauf zu verzichten fällt sehr schwer.

Gegen die Entzündungen verwende ich viel entzündungshemmende Gewürze (Zimt Ingwer Kurkuma...) aber auch da... keinen spürbaren Benefit.
Ich habe den Eindruck dass es auf dem Gebiet nicht viel rauszufinden ist. Auch in div. Asthmaforen finde ich hauptsächlich Diskussionen über Medikamente..es wäre so schön das Problem aus der WElt zu schaffen......


 
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RE: Asthma

#4 von OnkelPaul , 30.01.2016 12:53

Bei deinen Werten: was heißt ok? Vergleiche sie mal mit meinen Werten im Bereich Blutuntersuchung im forum. Ich finde meine zu niedrig, obwohl sicher Ärzte ok sagen würden.

Klingt ja schon so, dass dein Immunsystems nicht sehr gut drauf ist. Wie bei mir. Habe häufig Erkältungen in der kalten Jahreszeit. Von daher würde ich an deiner Stelle dran arbeiten. Auch wenn es dein Asthma nicht heilt, ist es ja doch viel Wert und vielleicht der erste Step zur Heilung.

Zu deinen NEM: Ich habe auch eine zeitlang einfach nur genommen, ohne Erfolg. Dein Bericht könnte glatt von mir sein.

Jetzt mache ich es so: messen, massiv auffüllen, Kontrollmessung und ggf. Weiter auffüllen.

Zu der darmkur. Da steht ja nicht nur Probiotika. Z. B auch Glutamin gegen nen löchrigen Darm. Was hilft dir die Arbeit am Immunsystem, wenn das aus deinem Darm in die Blutbahn gelangt und dein Immunsystems beschäftigt. Also wenn, dann mache alles was da steht.


 
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RE: Asthma

#5 von MariKa , 30.01.2016 13:00

Hello:-) Sorry Leute, irgendwie reite ich im Moment nur noch darauf rum: aber grad bei Atopieerkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen ist der Darm/ bzw das ganze Mikrobiom viel wichtiger als man bislang dachte. Ist mal ein Florastatus gemacht worden? Also konkret das gegeben worden, was nicht gepasst hat? Gibt's andere Allergien? Hattest du Antibiotika eingenommen?
Der Witz is ,dass Ernährungsumstellung häufig etwas bringen, weil die Trigger wegfallen. Das gestörte Mikrobiom und die Schleimhaut werden davon nicht heil.. perfekt wäre zu einem Auslassen der Trigger zu versuchen, das Mikrobiom zu pimpen!?
Dazu natürlich Eiweiß, B Vitamine usw..
Also, mir ist natürlich auch klar, dass nicht alles am Mikrobiom hängt. Aber vieles


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RE: Asthma

#6 von OnkelPaul , 30.01.2016 13:04

Ich glaube auch, dass es am Darm hängen kann. Allerdings habe ich dazu nirgends (deutschsprachige) Beweise gefunden.

Das mit den Trigger verstehe ich nicht. Wie sehen die aus und was heißt dann auslassen?


 
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RE: Asthma

#7 von MariKa , 30.01.2016 13:30

Hey, nur ganz kurz.
Es gibt seit einigen Jahren die Hygienehypothese. Hier die Studie: http://gabriel.web.med.uni-muenchen.de
Hier ein Artikel.. http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/ge...fgaben-100.html
Es gab eine in Europa großangelegte Studie (GABRIEL), die klären sollt, woher atopische Erkrankungen kommen.. Dabei wurde herausgefunden, dass Kinder, die aufm Land auf einem Bauernhof aufwachsen ein viel niedrigeres Asthmarisiko haben. Kinder aus dem selben Kaff, die nicht so naturbezogen aufwachsen, hatten diesen Vorteil nicht. Recht schnell hat man dann auch festgestellt, dass die Mikrobenvielfalt der Bauerskinder viiiiel höher ist, als die der anderen..
Seit dem weiß man, dass stillen zB protektiv wirkt. Nicht nur, wegen der vielen Immunsystemrelevanten Substanzen, sondern auch wegen Mirkoben, die aus dem Darm der Mutter in die Muttermilch gelangen!

Es gibt sehr viele Studien zu Atopien und Mikrobiom. Und eine gesunde Vielfalt an Bakterien schadet nie:-) wenn ich noch etwas finde schIcke ich es euch. Hab grad keine Zeit mehr.
ich meinte damit, dass es natürlich keinen Sinn macht Gluten zu essen, wenn man Antikörper dagegen bildet.. Oft ists aber so, man lässt ein Lebensmittel weg und es kommen neue Allergien dAzu. Weil man sich nicht ums grundlegende Problem gekümmert hat..


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RE: Asthma

#8 von OnkelPaul , 31.01.2016 13:15

@MariKa: ja danke. Ich habe auch die Hoffnung, dass ich damit was reißen kann. Bisher waren meine Erfolge eher mäßig, obwohl ich schon eine Verbesserung der Haut habe, durch Ernährung. Deswegen noch meine Hoffnung auf den Darm und deswegen @markus seine Kur.

@desdemona: Noch was zu Stress: Ich denke, dass auch dieser eine starke Auswirkung hat. Es klingt zwar blöd, aber mach dir keinen Kopf. Akzeptiere die aktuelle Situation und hoffe, dass du in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung erreichen kannst, wenn du daran arbeitest. Sei aber auch bereit auf Rückschläge. Die kommen. Wie Chris immer schreibt ... es gibt Grenzen und nur in denen kann man was reißen. Und es gibt Rückmeldungen (auch keine Rückmeldung ist eine :)). Wenn du das nicht akzeptierst und dich gedanklich fertig machst, geht es dir dann auch vom Asthma schlechter. Ich merke ich immer ganz schnell an der Haut.


 
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RE: Asthma

#9 von desdemona , 02.02.2016 10:25

Gibt es hier im Forum eine Anleitung bzgl Darmsanierung? Ich bin über die Suche nicht weit gekommen. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass der Darm eine grosse Funktion dbzgl hat. Und wenn es das Asthma nicht besser macht so würde doch sicherlich /wenigstens die Haut davon profitieren.
Kindheitstechnisch habe ich auf dem Bauernhof lebend wohl alles richtig gemacht.. ich war auch viele Jahrzente gesund. Nun scheint eins zum anderen zu kommen und ich möchte versuchen aktiv etwas für meine Gesundheit zu tun. Ich ertrage es nicht funktionell eingeschränkt zu leben.

Lg


 
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RE: Asthma

#10 von OnkelPaul , 02.02.2016 11:42

Schau mal in den Thread: Laktose- Fruktoseintolleranz

Da geht es zwar um was anderes, aber die Kur vom @markus ist ja ne Darmkur und er meint, dass es auch beim Asthma hilft.


 
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RE: Asthma

#11 von marcolino , 12.06.2017 09:53

Konntet ihr neue Erkenntnisse im Bereich Asthma/Darmkur gewinnen?
Hat sich euer Asthma nach der Darmkur verbessert?


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