Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#1 von Max , 17.12.2015 17:59

Hallo,
bevor ich eine Rezension über das Buch bei amazon schreibe, wollte ich Chris die Möglichkeit geben, mir die Abkürzungen auf Seite 282 f. zu erklären,
aber Chris hat mir bisher leider nicht geantwortet.
Was heißt
PSP
TMG
Me-(B12)
E2
T
HgbA1c
MgT
CDP(-Cholin)
NAC
PQQ
ALCAR
Hg
MCT
"Chelat, wenn nötig": weclches?

Das hat Chris abgekupfert aus "Reversal of cognitive decline: A novel therapeutic program, 2014", so steht es jedenfalls darunter.
Im Literaturverzeichnis hat Chris allerdings "vergessen", diesen Artikel aufzunehmen.
Außerdem gibt er nicht dessen Verfasser an: Dale E. Bredesen.
Ein Abkürzunsverzeichnis gibt es in Chris' Buch leider auch nicht.
Das soll jetzt (noch) keine Kritik an Chris sein.
Aber diese beiden Seiten gehören für mich zu dem Wichtigsten des Buches und dies sind keine gängigen Abkürzungen, die jedermann bekannt sind:
Wenn man z.B. "PSP" googelt, erhält man "PlayStation Portable", das wird Dale E. Bredesen nicht gemeint haben.

Meine Befürchtung: Chris kennt die Abkürzungen selbst nicht ... (?)



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#2 von Max , 17.12.2015 18:12

Ich habe die Bedeutungen jetzt gefunden, allerdings auf Englisch.
Ich habe zwar zehn Jahre Englisch gelernt, trozdem weiß ich nicht auf Anhieb, was z.B. "methyltetrahydrofolate" bedeutet.

Hier hat Chris sich "vertan":
Er schreibt
"PSP"
in Wirklichkeit heißt es stattdessen:
P5P
und bedeutet "pyridoxal-5-phosphate".

Bevor du diesen Faden löschst, Chris:

So etwas gehört sich nicht - keine Erklärungen dazu, kein Abkürzungsverzeichnis ...

Das mindert zumindest für meine Person den Wert deines Buches erheblich.

Das ist auch nicht seriös!



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#3 von Max , 17.12.2015 18:36

Kann mir jemand helfen, was heißt:

1 methyltetrahydrofolate

2 pyridoxal-5-phosphate

3 trimethylglycine

4 magnesium threonate

5 Citicoline

- (Mercury scheint Quecksilber zu sein)

6 medium chain triglycerides

7 polyquinoline quinone ?

(- Bacopa monniera: Kleines Fettblatt)



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#4 von Je , 17.12.2015 20:08

Zitat von Max im Beitrag #3
Kann mir jemand helfen, was heißt:

1 methyltetrahydrofolate
Folsäure in der speziellen Methyl-Form

2 pyridoxal-5-phosphate
Vitamin B6 in der aktivierten Form

3 trimethylglycine
TMG ist eine Form des Betain (Googlen)

4 magnesium threonate
Magnesium an L-Threonat gebunden

5 Citicoline
Besser bekannt als CDP-Cholin (Cholin sollte aus dem Blog bekannt sein)

- (Mercury scheint Quecksilber zu sein)
Ja

6 medium chain triglycerides
Besser bekannt als MCT-Öl (z.B. aus Kokosöl)

7 polyquinoline quinone ?
Kennst du vielleicht eher unter der Abkürzung PQQ (ein potenzieller Mitochondrien Booster)


 
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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#5 von Max , 17.12.2015 20:44

Vielen Dank, Je !

1.) Du schreibst "Vitamin B6 in der aktivierten Form", was ist die "aktivierte Form" ?

2.) Cholin kenne ich natürlich, aber was heißt "CDP" ? Ist das eine andere Form als Colin-Bitartrat?

3.) Und was bedeutet HgbA1c ?
Hgb wahrscheinlich Hämoglobin, aber ...A1c ?



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#6 von phL , 17.12.2015 20:59


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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#7 von Max , 17.12.2015 21:02

Ist CDP-Cholin eine andere Form als Colin-Bitartrat?

Und was ist die "aktivierte Form" von B6?

Du hast recht, man kann natürlich alles googeln, aber schau dir mal die Seiten 282 f. an, gibt es einen anderen Autor, der dem Leser so etwas zumutet ...?
Das habe ich bisher in dieser Form noch nicht erlebt.
Wenn Du z.B. PSP googelst (wie Chris schreibt), kommst du niemals auf Vitamin B6 ...



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#8 von Je , 17.12.2015 21:17

1) Die aktivierte Form ist direkt Stoffwechsel-technisch vom Körper nutzbar. Normales B6 (Pyridoxin-HCL, wie es in den meisten NEM enthalten ist) muss vom Körper erst noch in die aktive Form umgewandelt werden. Diese Umwandlung kann (!) individuellen Einschränkungen unterliegen.
Das ist dasselbe Spiel wie z.B bei Folsäure -> Methyl-Folat, bei der einigen Menschen funktioniert dieser Prozess nicht bzw. nicht optimal.

2) Das ist eine spezielle Form des Cholin (quasi auch aktiviert), der eine effizientere Wirkung und Bioverfügbarkeit nachgesagt wird, als reinem Cholin. z.B. soll mehr davon die Blut-Hirn-Schranke passieren und somit dorthin gelangen, wo man es haben möchte.

3) ja, Hämoglobin mit gebundener Glukose. Das ist (als Laborwert) ein Marker für den Langzeitblutzucker und folglich für Diabetes (bei erhöhten Werten).

Denke mal, den Rest kannst du besser bei Google/Wikipedia nachlesen. ;-)

Edit: Ja, er setzt gerne einiges an Wissen voraus, Einsteiger sind sicherlich teilweise überfordert.
Aber sich dieses Wissen auf eigene Faust anzueignen, halte ich für durchaus sinnvoll.



 
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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#9 von Max , 17.12.2015 21:26

Ganz herzlichen Dank, Je !
Du kennst dich gut aus.

Kannst du auch meine Frage zu Retinol beantworten?
Vitamin A (Retinol)



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#10 von Chris (edubily) , 17.12.2015 21:43

Hallo Max,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass die Art und Weise der Artikulation mir gegenüber nicht sehr freundlich ist. Reicht von Quasi-Unterstellungen ("kennt die Abkürzungen selbst nicht") bis hin zu Quasi-Drohungen ("bevor ich eine Rezension schreibe, die Möglichkeit geben"), hier habe ich was "vergessen", dort "abgekupfert", dann "vertan", dann stellst du richtig, was ich wohl alles falsch gemacht habe, unterstellst mir, dass ich nicht seriös bin ...

Wieso so viel Druck und Power?

Grundsätzlich ist es so, dass die beiden Seiten in einem Sinnzusammenhang stehen und die Tabelle lediglich dazu gedacht war, zu zeigen, dass das Gesamtkonzept schon in wissenschaftlichen Arbeiten auftaucht, wir also weder ein Novum präsentieren, noch etwas Abgehobenes. Daher waren mir persönlich die Begrifflichkeiten nicht wichtig und abgesehen davon bin ich davon ausgegangen, dass es a) Leute gibt, die bereits tiefer in der Materie sind und die Begriffe sowieso kennen und es b) andere Leute gibt, die noch viel lernen müssen und da wären solche zusätzlichen Begrifflichkeiten nicht unbedingt angebracht gewesen. Denn: Um den Sinn der Tabelle zu verstehen muss man freilich viele Grundlagen verstanden haben. Das wird dir auch deutlich, wenn du z. B. Bücher von Kuklinski et al. liest.

Natürlich hätte man ein Abkürzungsverzeichnis etc. einbauen können, aber das Buch war ursprünglich für meine Blog-Leser als Zusammenfassung gedacht, wurde unter Hochdruck geschrieben, selbst publiziert und das bereits vor einem Jahr. Dass wir heute einige Dinge anders gestalten würden, ist ganz klar. Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass es nicht die Bedeutung oder die Qualität des Inhalts schmälert.

P5P war schlicht ein Bearbeitungsfehler, die Tabelle wurde von einem Mitarbeiter eingebaut. Solche Fehler können durchaus passieren und finden sich sogar in normalen Biochemie-Büchern. Also alles halb so wild.

Was ich aber grundsätzlich nicht verstehe: Du kennst die Begrifflichkeiten nicht. Dann ist es klar, dass es noch einiges zu lernen gibt, was das Handbuch alleine aber logischerweise niemals abdecken kann, schon alleine, weil dazu dicke Biochemie-Bücher (etc.) nötig wären, was den Lesespaß ungemein verringert, wenn es dann überhaupt noch Spaß macht, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Aber Abhilfe schafft der Blog. Ich kenne dich jetzt seit über einem Jahr hier und verstehe nicht, warum du nicht einfach P5P ausgeschrieben in die Blog-Suche eingibst. Dort findest du relevante Informationen.

Zu deiner letzten Frage: Palmitinsäure muss man quantitativ betrachten. In ein paar Vitamin-A-Kapseln finden wir ja kleine Mengen, die überhaupt kein Problem darstellen.

LG, Chris


Wir präsentieren Möglichkeiten, nicht die Lösung.


 
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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#11 von Max , 17.12.2015 22:02

Hallo Chris,
danke für deine Antwort.
Es gibt aber nicht nur die beiden Gruppen von Leuten, die du beschreibst.
Ich bin zwar kein Naturwissenschaftler, sondern Jurist, kenne mich aber schon ganz gut aus und möchte einfach Abkürzungen erklärt haben.
Vor allem, wenn es sich wie hier um englische handelt.

Teilweise gibst du auf der Seite ja auch den korrekten Begriff an "Acetyl L-Carnitin", aber nur 9 Zeilen später steht dort "ALCAR" statt "Acetyl L-Carnitin".

Wenn das aus Zeitgründen nicht durchgezogen wurde, ärgert mich das,
weil ich für das Buch nicht wenig Geld bezahlt habe.

Hier wären gar nicht viele Erklärungen erforderlich gewesen:

Wenn du statt P5P einfach "Vit. B6 in der aktivierten Form" geschrieben hättest, hätte mir das völlig ausgereicht !

Oder statt "MTHF" einfach Folsäure - oder statt "NAC" N-Acetylcystein.

Mehr erwarte ich gar nicht.
Und du wirst mir recht geben: Das darf man auch erwarten.



"Palmitinsäure muss man quantitativ betrachten. In ein paar Vitamin-A-Kapseln finden wir ja kleine Mengen, die überhaupt kein Problem darstellen."


Hier sind aber immerhin Retinol palmitat (5.5 mg pro Stück) enthalten, eine kleine Menge ist das nicht ...
Kannst du mir bitte ein Retinol-Produkt nennen?
Und auch eines für Olivenblatt-Extrakt?



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#12 von Chris (edubily) , 17.12.2015 22:36

Ich habe mich aus methodischen bzw. didaktischen Gründen, wie oben geschildert, dafür entschieden. Und wie gesagt, die Tabelle habe nicht ich persönlich eingebaut und entsprechend auch nicht modifiziert.

Ich kann schon verstehen, dass es dich ärgert, wenn es für dich die beiden wichtigsten Seiten sind. Für mich eben nicht, daher wohl auch diese Diskrepanz. So kann man halt nicht die Bedürfnisse eines jeden Lesers erfüllen, leider. Wenn es eine überarbeitete Version gibt, werde ich mich um die Realisierung deiner Vorstellungen kümmern und lasse dir dann gerne eine neue Version zukommen, kostenfrei.

Die Kapseln enthalten wenige mg Palmitat. Die Größenordnungen von denen wir reden, je nach Setting, eher 30 Gramm plus.

Eine Alternative zu Retinylpalmitat ist mir nicht bekannt, ggf. kannst du auch Leber verspeisen.

Olivenblattextrakt, beispielsweise den hier: http://www.amazon.de/Foods-NOW1172-1579-...att+Extrakt+NOW


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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#13 von Max , 17.12.2015 22:54

Vielen Dank für die beiden Hinweise.

Bei mir ist es so, dass ich mich oft erst einmal ärgere und meinen Ärger dann auch "offen und ehrlich" zum Ausdruck bringe.
Jetzt haben wir uns ausgesprochen, meine Kritik wegen der beiden Seiten bleibt bestehen - das hätte dich nicht viel Zeit gekostet, die Begriffe einzufügen.
Aber das Buch insgesamt finde ich nicht schlecht, ich bin noch am Lesen.
Besonders die Tipps für die Steigerung des IGF finde ich interessant, ich werde die Aminos und Cholin zumindest eine Zeitlang nehmen und meinen Wert dann nachmessen lassen und vergleichen.

Aber ich glaube, das man Wachstumshormon am Besten hochkriegt mit intensivem Krafttraining (wie auch Schmitt-Homm schreibt),
damit will ich möglichst bald wieder anfangen, ich hatte ein Impingementsyndrom (wg. zu intensivem Krafttraining).



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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#14 von phL , 17.12.2015 22:54

Effekte von Palmitinsäure kann man durch die Aufnahme einfach ungesättigter Fett / Ölsäuren negieren, so steht es zumindest hier geschrieben:

Zitat
In der Regel sind viele der beobachteten Prozesse umkehrbar, wenn man ganz einfach die einfach ungesättigte n9-Fettsäure, die Ölsäure, dazu gibt.

Zufall?

Womöglich nicht, denn eigentlich finden wir in allen Nahrungsmitteln ein recht ausgeglichenes Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.

Geht man jetzt von einer banalen Hypothese aus, die besagt, dass du das oxidierst, was du gerade zuführst, dann hast du einen konstanten Palmitat-Flux.



Quelle


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RE: Abkürzungen im Buch, die nirgendwo erklärt sind

#15 von Max , 17.12.2015 22:58

Woher stammt das Zitat?


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