Blutwerte und Beschwerdebilder

#1 von Tommy , 03.12.2015 18:04

Hallo zusammen,

bin gerade am zusammenstellen meiner ersten „sinnvollen“  Blutabnahme.
Bisher waren das immer über den Hausarzt nur die Standardwerte.
Welche Werte aus edubily Sicht sinnvoll sind bekomme ich übers Forum und über das Buch.
Aber ich hoffe von euch noch den ein oder anderen sinnvollen Tipp zu bekommen für zusätzliche Werte,
anhand meines Beschwerdebildes.

Zu mir: 35 Jahre, 179cm, 74kg, Bürojob mit Außendiensttätigkeit.

Aufzählung der Symptome nicht nach Stärke der Beschwerden, sondern quer bunt.

-Kalte und oft schwitzige Hände und Füsse (meist in Verbindung mit Aufregung durch z.B. einem wichtigen Meeting, einer Präsentation oder auch Streit mit der Frau )
Das schwitzen in Stresssituationen betrifft dann auch meist den Achselbereich. Vermehrtes „Stresschwitzen“ habe ich eigentlich schon immer seit ich denken kann.
Ist nicht brutal extrem, aber schon nervig.

-erhöhte Infektanfälligkeit der oberen Atemwege (Schnupfen mit komplett dichten Nasennebenhöhlen und Halsschmerzen waren mit 4-5 mal pro Jahr in der Vergangenheit standard.
Oft dann in Verbindung mit Antibiotikagabe. Infekte im Magen- Darmbereich kenne ich hingegen überhaupt nicht. Durch Vit D Auffüllung, Vit C, im Akutfall Spenglersan und andere Mittelchen
habe ich hier schon gut die Infektanfälligkeit reduzieren können. Aber 1-2 mal im Jahr erwischt es mich trotzdem mit einem grippalen Infekt, der mich 7-10 Tage rausnimmt. Immer mal wieder Halskratzen
und leichte Schnupfensymptome sind allerdings noch häufiger, brechen aber nicht mehr so oft dann richtig aus. Habe das Gefühl, dass ich weil seit 4 Wochen Jod (LL) nehme dass die leichten Erkältungssymptome
seltener sind.  boostet ggf. die Schilddrüse auch direkt die Immunabwehr?!

-Hautprobleme (immer mal wieder leichte Neurodermitisprobleme. Aber bereits seit dem Babyalter. Daraus resultiert auch, dass ich prinzipiell allergische Neigungen in jedem Fall habe. Nahrungsmittel, Hausstaub, Gräser etc. z.B. bekannt.

-Allergien (Vor 10 Jahren im Pricktest Unverträglichkeit von: Tomate, Paprika, Ei, Weißmehl, Kartoffel. Bekannte Allergien gegen Hausstaub und Milben. Durch die Bettensanierung im Schlafzimmer deutliche Besserung. Früher hatte ich eine ständige Verschleimung im Nasen-Rachenbereich und musste ständig hochziehen und nach Möglichkeit ausspucken. Gräser 1-2 Tage im Jahr krasses Niesen und Augentränen in der Natur draußen, aber vernachlässigbar da wirklich nur 1-2 Tage.

-Frieren: Ich habe das Gefühl, dass ich kälteempfindlicher bin als andere Menschen. Zwar zwinge ich mich fast jeden Tag in der Dusche zur kalten Thermogenese, was im Nachgang immer ein saugeiles Gefühl ist  Aber mit Wind, Schmuddelwetter und Kälte reagiere ich oft sensibel was frieren und dadurch bisschen unwohlsein angeht.

-„Beschlagene Augen“ Hin und wieder das Gefühl, dass zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird und das Auge – oft morgens oder nach langer PC Arbeit – etwas „beschlägt“ kurzfristig. Augenarzt bestätigt die wenige Bildung der Tränenflüssigkeit. Auch hier habe ich Gefühl, dass Jod deutliche Besserung brachte (das habe ich übrigens auch im Buch „Die Jodkrise“ als mögliche Wirkung von Jod gelesen)

-Schwindel und Benommenheit: Das ist das nervigste Symptom. Habe hin und wieder am Tag das Gefühl, dass ich etwas Watte im Kopf habe und etwas Gehirnnebel. Geht meistens mit einem leichten Schwindel einher und auch das Gefühl, dass die Motorik etwas eingeschränkt ist in diesen Momenten, sowie eine leichte Gangunsicherheit. Hierzu sein gesagt, dass ich in jedem Fall einen ziemlich kaputten Rücken habe. 10 Jahre American Football haben leider Spuren hinterlassen. 2 Bandscheibenvorfälle/vorwölbungen (nicht operiert), ein angeborener enger Spinalkanal und ständig verspannte und schmerzende Nackenmuskeln. Ein HWS Syndrom bestätigen mehrere MRT´s. Ich habe das Gefühl, dass wenn regelmäßig gedehnt wird am Tag und der Kopf/Nacken hin und wieder Entspannung bekommt die Symptome weniger werden. Auch ist es meistens in der ersten Tageshälfte besser und wird am Nachmittag schlechter (PC Arbeit???) Neurologisch ist ansonsten alles in Ordnung. Ich tippe, dass die Beschwerden zumindest teilweise mit dem Rücken und der HWS zusammenhängen, weiß aber nicht wie ich das langfristig gelöst bekomme… Physio, dehnen, entspannen etc. bringen immer nur teilweise und kurzfristige Linderung.
Dr. Kuklinski schreibt ja auch, dass durch HWS Syndrome nitrosativer Stress entstehen kann und das oft vorkommt. Das hat mich schon etwas aufhorchen lassen, kann aber die Aussage noch nicht richtig für mich verwerten.

Fusskribbeln/Muskelvibrationen in der Wade: Habe seit ca. 1 Jahr auch mehr Probleme mit Fusskribbeln. Mal spüre ich es mehr, mal weniger. Neurologisch alles in Ordnung. Ggf. auch der Rücken??? Seit einigen Monaten habe ich auch eine leichte „Dauervibration“ in den Waden, die ich mal mehr mal weniger, mal gar nicht wahrnehme. Fühlt sich an, wie Muskelzuckungen, aber mit einer viel geringeren Intensität. Eben Vibrationen.

Knackende Gelenke: Auch das ist super nervig. Seit ca. 1 Jahr habe ich in sämtlichen Gelenken stark vermehrtes Knacken, was aber immer ohne Schmerz begleitet ist. Extrem sind die Ellenbogen, das rechte Fussgelenk und die Hüfte. Es knackst beim umdrehen im Bett, es knackst beim Training, beim Anziehen und bewegen. Hatte ich früher auch nie. Ich habe das Gefühl, dass mit weniger Kohlenhydraten, das knacken generell weniger wird. Nicht wirklich geholfen haben MSM, Glucosamin, Controitin etc. Wie gesagt es schmerzt null, aber es nervt eben die Knackerei. Vielleicht zu wenig Gelenkschmiere? Habe hier noch keine Lösung gefunden.

Zugegeben das hört sich alles recht viel an… Aber von 100% Lebensqualität, stehe ich immer noch bei schätze 80%. Das würde ich gerne wieder mehr in Richtung 100% bekommen 
Am meisten belastet mich die Thematik mit dem Schwindel/Benommenheit, gefolgt von den knackenden Gelenken und dann dem Rest.

-Dazu kam ja leider noch vor knapp 3 Monaten aus heiterem Himmel ein Schlaganfall (hatte im Forum hierüber berichtet). Die Untersuchungen hierzu sind abgeschlossen und keiner konnte sagen wo oder warum ein Blutgerinnsel entstanden ist.
Hier sei aber gesagt, dass sämtliche oben genannte Symptome schon vor dem Schlaganfall bestanden hatten.

Folgende Blutwerte wollte ich jetzt mal checken lassen:

1 x Blutabnahme 250 1.80 4.19
1 x Calcium 3555 1.15 2.68 1 x Kalium 3557 1.15 2.01
1 x Natrium 3558 1.15 2.01
1 x Phosphat (anorganisch) 3580H1 1.15 2.68
1 x Magnesium (S) 3621 1.15 2.68
1 x Freies T3 4022H4 1.15 16.76
1 x Freies T4 4023H4 1.15 16.76
1 x TSH basal 4030 1.15 16.76
1 x Kupfer (S) 4131 1.15 2.68
1 x Selen (S) 4134 1.15 27.49
1 x Zink (S) 4135 1.15 6.04
1 x Vitamin D (25-OH) 4138 1.15 32.18
1 x Auslagen nach § 10 (1) GOÄ Auslg 1.00 5.55
Summe : 140.47

Calcium, Natrium, Phosphat, Kupfer habe ich mit rein genommen, weil es fast nichts kostet 

Was nehme ich aktuell an Nahrungsergänzungen/Medikamenten:
-Vit C 2-3 Gramm/Tag
-Vit D 5.000 IE/Tag
-OPC
-Astaxanthin 4mg
-Vit A 10.000 IE
-Multivitaminpräparat mit sekundären Pflanzenstoffen kombiniert
-Zink 30mg
-Magnesium ca. 900mg/Tag
-Omega 3 2 Kapseln ultra pure von vitaminexpress
-Selen (375mg/Tag)
-Jod (LL) 2 Tropfen der 12%-tigen Lösung von Amazon (Schilddrüse wurde über Endo nach Antikörper untersucht. Inkl. Ultraschall und Sinti… Alles bestens vom Gewebe etc.)
-Cholin 2 Gramm
-Taurin 2 Gramm
-Glycin 2 Gramm
-Cystein 2 Gramm
-Carnithin 2 Gramm
-Mega red arthro (Dr. Hittich)
-Arginin (6 Gramm) aktuell ausgesetzt
-100mg Aspirin als Standardtherapie nach einem Schlaganfall

Welche Werte checken zu lassen würdet ihr aufgrund der Symptomatik noch empfehlen? Auffallend bei meinen Blutbildern ist immer ein hoher Hämatokrit (zwischen 50 und 53%) Hämaglobin um die 18.
Ich hatte schon überlegt inwiefern sich diese Werte auf das Risiko eines Blutgerinnsels auswirken können.
Ich bin mir nicht sicher, ob gerade die HWS Symptomatik durch NEM´s positiv beeinflusst werden kann?! Oder ob hier lediglich andere Ansätze zu gehen sind. Ich bin auf der Suche nach einem Orthopäden,
der mir nicht ein Rezept mit Physiotherapie in die Hände drückt und das war es dann. Kuklinski beschreibt das Verfahren a) zur Diagnose eines HWS Syndroms über b) Diagnose eines dadurch resultierenden
nitrosativen Stress und c) Behandlungsmöglichkeiten sehr ausführlich. Weiß nur nicht ob ich diesen Weg auch wirklich gehen will….

Bin in jedem Fall für jede Info und Rückmeldung dankbar.

VG Thomas


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RE: Blutwerte und Beschwerdebilder

#2 von Phillip , 09.01.2016 14:15

Hallo Tommy,

Ich habe relativ ähnliche Beschwerden wie du. Die HWS-Therapie nach Kuklinski habe ich bei einem Arzt gemacht, jedoch mit nur wenig Verbesserung der Symptomatik. Kann ich also nicht empfehlen, aber bei jedem hilft ja etwas anderes ;)
Gegen das Problem des Kältegefühls habe ich auch keine Lösung gefunden, außer viel zu essen und NAC hilft etwas.
Die Infektanfälligkeit gehe ich mit liposomalen VItamin C und Zwiebelsud an, welcher auch von Kuklinski empfohlen wird, jeden Tag zu trinken.
Bezüglich der "Vibration" würde ich mir den Elektrolythaushalt ansehen.

Liebe Grüße Phillip


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