Blutwerte und Fettleber

#1 von ti_mo , 10.11.2015 19:56

hellooooo,

also es geht hier um die Gesundheit und Blutwerte von meinem Vater ( 51 Jahre jung, 176cm groß und 102,5kg (sehr) schwer) und was ich ihm, als ganz ganz ganz kleiner Biochemiker, habe das Handbuch von Chris gelesen, er sagt selber darin das ich jetzt einer bin;) und Leser des Blogs ihm geraten habe zu tun. Seine kurze Geschichte. Er hat vor 2 Jahren Gott sei Dank mit dem Rauchen aufgehört( 2,5 Schachteln am Tag) und so von knapp 90kg auf 102,5kg aufgebaut, was wisst ihr sicherlich. Er hatte sehr schlechte Blutfettwerte, leichten Bluthochdruck und eine kleine Fettleber.
Wir konnten die Blutfette durch eine Ernährungsumstellung und regelmäßiges Krafttraining verbessern aber noch nicht in den ,,grünen’’ Bereich drücken. Als die Triglyceride dann von 390 auf 160 gesunken und HDL und LDL auch besser wurden, hat er sich aber zu sehr auf diesem Erfolg ausgeruht und wieder alles schleifen lassen, obwohl das natürlich noch keine guten Werte waren.
Während dieser 2 Jahre hat er vieles Probiert mit irgendwelchen Diäten um abzunehmen aber nichts hat geholfen. Und nun ist es so, dass, egal ob er ein halbes Rind mit zwei Packungen Schokolade zum Abendbrot, ihr versteht ich übertreibe oder 1 Tag nur ein Apfel isst, sein Gewicht bleibt konstant bei diesen 102,5 kg. Ich glaube er hat quasi seinen kompletten Stoffwechsel so irgendwie zerstört. Mittlerweile war er an dem Punkt angekommen, wo er wirklich nur noch wenig gegessen hat und einfach nicht abgenommen hat und sich unwohl und träge fühlt.
So konnte das nicht weitergehen und wir haben vor einer Woche dann wieder einen Bluttest + Ultraschalluntersuchung der Leber machen lassen. Fazit: Sein fT3 ist gesunken, schlechte Leberwerte, Fettleber 3.Grades und wieder sehr schlecht Blutfette.

Jetzt haben wir folgendes gemacht. Ach nebenbei er wohnt in der Türkei und da trinkt man ja so gerne Tee, natürlich mit Zucker, so 8-10 Stück am Tag. Den gibts jetzt nicht mehr.
Ich habe versucht ihm alles das zu erklären mit AMPk und mTOR usw, Mitochondrien, Proteinsynthese, ATP und co. Fand er sehr gut;)

Jetzt haben wir den Eiweißanteil auf ungefähr 160gr, mit Fleisch, Fisch und Eier in guter Qualität, auch mit Hilfe von Whey hochgeschraubt, Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Reis, Linsen, Bulgur und Fette eher sehr reduziert, da er ja davon genug im Blut strömen hat und zu jeder Mahlzeit als Beilage natürlich Gemüse. Und er soll sich auch mal wieder Satt essen, so kann man doch nicht leben. Aber möglichst Versuchen Fette und Kohlenhydrate zu trennen wenn nötig. Obst gibt es jetzt erstmal keines mehr wegen seiner Leber. Als sportliche Nebenbetätigung gibt es täglich mehrmals 8 Stockwerke hoch und runter und ein paar Kilometer mit dem Rad. Krafttraining ist nicht drin, da er schon ziemlich lange an einer Muskelverletzung des Unterarms zu kämpfen hat, die auch einfach nicht verschwinden will, hat sicherlich auch mit seiner derzeitigen körperlichen Verfassung zu tun.
Als NEM nimmt er Omega 3 Fischölkapseln, Whey, Sango-Meereskoralle(Calcium, Magnesium, Spurenelemente) und eine Darm-und Leberreinigung aus Flohsamenschalen, Zeolith, Löwenzahnwurzel, Papayablätter, Kurkuma, Bockshornklee und vielen weiteren Pflanzen die den Stoffwechsel der Leber und Galle anregen. Citrullinmalat wollte ich jetzt noch besorgen wegen NO und der Vasodilation. Überlege noch wegen Retinylpalmitat aber ich weiß nicht ob es sinnvoll ist jetzt alles zunehmen und dachte da könntet ihr mir helfen?!
Und vielleicht mal ein Blick auf die Blutwerte werfen, ach und die sind auf türkisch aber ich denke das ist kein Problem;) und mal interessant wie stark manche Abweichungen im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum sind. Eventuell ist ja etwas ganz falsch was wir machen mit der Ernährung oder den NEM.
Einige Werte sind auch echt kurios z.B. der Ferretin, könnte mir vorstellen, dass das was mit Entzündungen zu tun hat, der CRP ist nämlich auch ziemlich hoch. Und wie gesagt fT3 ist auch gesunken. Ach ja Selen wird demnächst auch nochmal gemessen. Hat das blöde Labor verschlafen:(…

Ich hoffe auch das das mit den Kohlenhydraten richtig ist, weil ich denk mal wenn man so eine Fettleber hat, dann ist auch schone eine fortgeschrittene Insulinresistenz vorhanden. Aber so wie ich das verstanden habe ist es besser mit Kohlenhydraten damit man wieder eine metabolische Flexibilität aufbauen kann und nicht wie bei low carb der Kohenhydratstoffwechsel zum Mond geschossen wird, ach und auch wegen den Hormonen uvm. Hoffe ich sehe das so richtig;)

ACH JA...angefügt habe ich 2 unterschiedliche Bluttests die ungefähr ein halbes Jahr auseinander liegen. Der letzte war letzte Woche. Die letzten beiden Bilder NEU, anderen 5 vor 6 Monaten...

und schonmal Danke fürs Lesen...



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zuletzt bearbeitet 15.11.2015 | Top

RE: Blutwerte und Fettleber

#2 von wmuees , 11.11.2015 11:47

Warum fehlt in der Liste der NEMs das Cholin?
Das müßte doch an erster Stelle stehen!


 
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RE: Blutwerte und Fettleber

#3 von ti_mo , 11.11.2015 12:04

siehste das hatte ich vergessen zu erwähnen!! das wollte ich nämlich auch noch fragen. Cholin am besten über Sojalecithin oder Cholinbitartrat???

danke sehr


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RE: Blutwerte und Fettleber

#4 von Luna , 11.11.2015 22:19

Hallo
Eine Möglichkeit, wie man eine Fettleber wieder in den Griff bekommt, findest du auch im Buch: Menschenstopfleber von N. Worm.
Ganz grob, wenn ich es einigermaßen richtig im Kopf habe: Auf eine Fastenphase, die die Leber von ihrem Fett befreit folgt eine Aufbauphase, in der im wesentlichen viel Gemüse aber auch Proteine gegessen werden. Details habe ich nicht mehr genau im Kopf. Müsste nachschauen.
Könnte aber für deinen Vater ein sinnvoller Ansatz sein???
LG
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RE: Blutwerte und Fettleber

#5 von Gelöschtes Mitglied , 12.11.2015 09:02

Kreatin verhindert bzw heilt auch sehr potent eine Fettleber wenn ich das noch richtig im Kopf hab.

Die weiteren positiven Effekte auf Hirn und Muskeln muss ich hier ja wahrscheinlich nicht noch extra erwähnen ;)

Aber das schönste daran: Es ist super günstig und stinknomales Kreatin-Monohydrat, ca 5 gr pro Tag reichen schon.

Ansonsten was auch noch gut funktioniert zur Blutzucker-Kontrolle und auch zu Blutfettwert-Verbesserung sind die Aminosäuren Glycin und Taurin die beide auch recht günstig sind.

LG Jens


"Do or do not. There is no try." - Master Yoda


zuletzt bearbeitet 12.11.2015 09:05 | Top

RE: Blutwerte und Fettleber

#6 von Bernd , 12.11.2015 09:11

Hallo,

das Thema "Lebergesundheit/Heilung/Prävention" wäre bei der großen Bedeutung dieses Organs doch überhaupt mal ein gutes und interessantes generelles Thema. Oder hatten wir das schon irgendwo?

Gruß Bernd


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RE: Blutwerte und Fettleber

#7 von Markus , 12.11.2015 09:29

Also wegen der hohen Triglyceridwerten kannst du ihm mal meinen Spezialshake anrühren:

L-Carnitin und Triglyceride im Blut (Beitrag #2)

Bitte aber OPC und Alphaliponsäue nur als Kapseln einnehmen...

Wegen der Fettleber: dieses Fett verschwindet zum Glück mit als erstes beim Abnehmen. Also wie wäre es mit einem Proteinfasten, (idealerweise kombiniert mit einem Sportprogrammn wie Fahrradsprints oder schweres Gewichtsheben), ganz einfach 100 bis 200 Gramm reine Eiweißshakes am Tag, nach etwa zwei Wochen zusätzlich mit Gemüse, Eiern(!) und Fisch nach Gusto ergänzt. Solange bis das meiste Bauchfett weg ist. Dann ist die Fettleber auch weg. Dazu helfen Kreatin, Carnitin und tierisches Omega-3(kann auch aus dem gegessenen Fisch sein), jeweils 3 bis 5 Gramm.

Und was ebenfalls helfen sollte wäre den beinahe schon pathologisch hohen Ferritinwert zu senken: etwa inder er Fleisch nur zusammen mit Phytinhaltigen Lebensmitteln aufnimmt und Blutspenden so oft es geht.


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Blutwerte und Fettleber

#8 von ti_mo , 12.11.2015 12:17

Zitat von Luna im Beitrag #4
Hallo
Eine Möglichkeit, wie man eine Fettleber wieder in den Griff bekommt, findest du auch im Buch: Menschenstopfleber von N. Worm.



okay da werd ich mich mal hinter setzen und nachlesen. Dankeschön

Zitat von Markus im Beitrag #7
Also wegen der hohen Triglyceridwerten kannst du ihm mal meinen Spezialshake anrühren:

L-Carnitin und Triglyceride im Blut (Beitrag #2)



das hört sich klasse an was in dem Beitrag steht was dein Vater damit erreicht hat!!!

Zitat von Markus im Beitrag #7

Wegen der Fettleber: dieses Fett verschwindet zum Glück mit als erstes beim Abnehmen. Also wie wäre es mit einem Proteinfasten, (idealerweise kombiniert mit einem Sportprogrammn wie Fahrradsprints oder schweres Gewichtsheben), ganz einfach 100 bis 200 Gramm reine Eiweißshakes am Tag



also nur Eiweiß? Keine Kohlenhydrate? wir sind jetzt schon bei 150-170gr Protein aber eben halt auch ein paar Carbs aus z.B. Linsen, Kartoffeln und Reis nur halt kein Obst und sonstige Zuckerhaltigen Lebensmittel sind komplett gestrichen...
er macht das jetzt schon seit ungefähr einer Woche und er hat schon 1kg abgenommen, was wirklich eine kleine Sensation ist weil wie oben geschrieben die Waage IMMER bei 102,5kg stehen geblieben ist, egal was er gegessen hat. Das ist schon mal echt gute Motivation für ihn denke ich aber natürlich nur ein sehr sehr kleiner Schritt auf dem Weg zur Besserung!

Zitat von Markus im Beitrag #7

Und was ebenfalls helfen sollte wäre den beinahe schon pathologisch hohen Ferritinwert zu senken: etwa inder er Fleisch nur zusammen mit Phytinhaltigen Lebensmitteln aufnimmt und Blutspenden so oft es geht.



und Blutspenden wird jetzt auch in Angriff genommen.

Schon mal ein Dankeschön an alle die geantwortet haben;)


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RE: Blutwerte und Fettleber

#9 von Markus , 12.11.2015 13:46

Zitat
"also nur Eiweiß? Keine Kohlenhydrate? wir sind jetzt schon bei 150-170gr Protein aber eben halt auch ein paar Carbs aus z.B. Linsen, Kartoffeln und Reis nur halt kein Obst und sonstige Zuckerhaltigen Lebensmittel sind komplett gestrichen...
er macht das jetzt schon seit ungefähr einer Woche und er hat schon 1kg abgenommen, was wirklich eine kleine Sensation ist weil wie oben geschrieben die Waage IMMER bei 102,5kg stehen geblieben ist, egal was er gegessen hat. Das ist schon mal echt gute Motivation für ihn denke ich aber natürlich nur ein sehr sehr kleiner Schritt auf dem Weg zur Besserung!"



Also wenn es ihm so gelingt, dann macht ruhig weiter! Das war nur ein Vorschlag, der aber im Zweifel klappen muss.


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Blutwerte und Fettleber

#10 von phil , 12.11.2015 14:43

Zitat
Wegen der Fettleber: dieses Fett verschwindet zum Glück mit als erstes beim Abnehmen. Also wie wäre es mit einem Proteinfasten, (idealerweise kombiniert mit einem Sportprogrammn wie Fahrradsprints oder schweres Gewichtsheben), ganz einfach 100 bis 200 Gramm reine Eiweißshakes am Tag, nach etwa zwei Wochen zusätzlich mit Gemüse, Eiern(!) und Fisch nach Gusto ergänzt. Solange bis das meiste Bauchfett weg ist. Dann ist die Fettleber auch weg. Dazu helfen Kreatin, Carnitin und tierisches Omega-3(kann auch aus dem gegessenen Fisch sein), jeweils 3 bis 5 Gramm.



Ich habe im Aprill-Mai diesen Jahres eine ähnliche Vorgehensweise praktiziert und auch gut meinen Körperfettanteil senken können. Zu Sport war mir da allerdings garnicht zumute.
Ich glaube mein Körper war zu dem Zeitpunkt auch einfach ziemlich gegen die Wand gefahren. Ist bestimmt von Typ zu Typ anders. Evtl. hätte ich mich auch einfach aufraffen sollen und trotz mangelndem Wohlbefinden mich durchquälen sollen und dann noch größeren Erfolg gehabt.

Wenn ich merke das ich mit meinem aktuellen Ernährungskonzept irgendwie festhänge, ändere ich es. Also nicht durch immer krassere Crashdiäten, auch mal normalere Phasen in denen man dann evtl. etwas mehr Muskeln aufbaut und nicht so geschlaucht durch ein großes Defizit ist.
Verfolge doch die aktuelle Strategie erstmal noch ein bisschen und ersetze dann später durch das Proteinfasten.



 
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RE: Blutwerte und Fettleber

#11 von ti_mo , 12.11.2015 14:59

Zitat von phil im Beitrag #10

Wenn ich merke das ich mit meinem aktuellen Ernährungskonzept irgendwie festhänge, ändere ich es. Also nicht durch immer krassere Crashdiäten, auch mal normalere Phasen in denen man dann evtl. etwas mehr Muskeln aufbaut und nicht so geschlaucht durch ein großes Defizit ist.
Verfolge doch die aktuelle Strategie erstmal noch ein bisschen und ersetze dann später durch das Proteinfasten.


Ich denke so werden wir das erstmal auch weiter machen und schauen wie er sich fühlt und was die Waage bzw der Spiegel sagt. Er sagt er fühlt sich momentan einfach leichter als sonst und es geht im gut, wenn sich das ändert werden wir an der einen oder anderen Schraube drehen und sehen was passiert aber der Eiweißanteil wird auf jedenfall so in diesem Bereich bleiben, jedenfalls nicht niedriger!

Bevor das Jahr zu ende geht werden wir nochmal ein Blutbild machen lassen und dann bin ich gespannt was sich da so getan hat.

Es ist wahrscheinlich noch ganz gut Cholin und Carnitin in die NEMs aufzunehmen...


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RE: Blutwerte und Fettleber

#12 von phil , 12.11.2015 15:03

Der empfohlene "Cocktail" von Markus dürfte ein ziemlicher Zaubertrank sein. Da könntest du bestimmt noch ein paar geeignete Zutaten finden.

Habe den auch schon eine Weile im Hinterkopf und möchte den am richtigen Zeitpunkt auch meinem Vater empfehlen.
Dafür muss ich mich aber auch noch mal mit ihm hinsetzen, seine ganzen Wehwehchen durchsprechen(hat z.B. keine Gallenblase mehr) und dann hier nochmal durchsprechen ob das eine Möglichkeit wäre.


 
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