Histaminintoleranz

#1 von Taren , 05.11.2015 13:50

Ich würde hier gerne eine Diskussion zum Thema Histaminintoleranz starten. Was kann die Ursache sein (dazu ist ja im Grunde recht wenig bekannt), welche Ursache spielen Umweltgifte, welche Nahrungsergänzungsmittel machen Sinn?

Bezüglich Ergänzung liest man ja, dass Methionin, Vitamin C und Kupfer wichtig sein könnten. Zudem sei Salz wohl ein natürliches Antihistamin und hohe Kaliumzufuhr wird eher als kritisch betrachtet.

Einige Nahrungsergänzungsmittel fallen zudem weg: Omega 3 Kapseln sind wohl "Histaminbomben" und alle Citratverbindungen führen zu einer Histaminausschüttung.

Habt Ihr Gedanken dazu?

Ich freue mich auf Antworten und eine hoffentlich spannende Diskussion!


 
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RE: Histaminintoleranz

#2 von Cleo , 06.11.2015 14:33

Vitamin C sowie Vitamin B6 sind die mir bekannten NEM, die wohl hilfreich sein sollen. Ich persönlich merke davon aber leider nicht viel.

Ansonsten wie immer, wenn es um HIT geht: Alles ist biochemisch seeeehr individuell ;-) - ich vertrage Omega-3-Kapseln super und habe auch keine Probleme mit z.B. Tri-Magnesiumdicitrat (andere Citrate nehme ich nicht zu mir).

Die Ursachen für die HIT wüsste ich auch gerne. Ich kann dazu nur sagen, dass ich interessanterweise schon als kleines Kind Lebensmittel absolut verweigert habe, die sich später als problematisch herausgestellt haben. Entweder habe ich das also im Kindesalter erworben oder wurde damit geboren.
Ansonsten habe ich die HIT seit min. 27 Jahren, so genau weiß ich das gar nicht, weil deren Symptome von meinem damaligen Hausarzt immer als akute Gastritis oder Magen-Darm diagnostiziert wurden.
Medikamente oder DAO verweigere ich und lebe also in der Konsequenz lieber histaminarm.

So viel zu mir. Ich freu mich auch auf eine interessante Diskussion!


 
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RE: Histaminintoleranz

#3 von Wirbelwind , 06.11.2015 14:49

Vermutlich ist das Ganze ein genetischer Defekt oder zumindest eine Disposition. Manche essen Histamin ohne Ende und merken nichts, andere kriegen schon Symptome wenn sie nur in die Nähe vo Histamin kommen.
Seit dem es DAO gibt (z. B. "Daosin") kann man die Histaminose zumindes symptomatisch gut in den Griff kriegen.
Meiner Frau geht es seit dem wieder richtig gut.
Das DAO ist ja ein körpereigenes Enzym und kein Medikament. Als Nahrungsergänzungsmittel also das gleiche, wie die vielen anderen Nahrungsergänzungmittel über die hier diskutiert wird. Ich sehe keinerlein Grund, das nicht zu nehmen, wenn es hilft.


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RE: Histaminintoleranz

#4 von Cleo , 06.11.2015 16:46

Zitat von Wirbelwind im Beitrag #3
Das DAO ist ja ein körpereigenes Enzym und kein Medikament. Als Nahrungsergänzungsmittel also das gleiche, wie die vielen anderen Nahrungsergänzungmittel über die hier diskutiert wird. Ich sehe keinerlein Grund, das nicht zu nehmen, wenn es hilft.


Ja, das war unsauber formuliert von mir; ich wollte das DAO damit nicht mit den Antihistaminika auf eine Stufe stellen. Ich nehme das in erster Linie deshalb nicht, weil es mir schlicht zu teuer ist. Ich könnte es auch so formulieren, dass ich es in Anbetracht der sehr hohen Krankenkassenbeiträge die ich monatlich zahlen muss, unverschämt finde, dass ich ständig für alles, was wirklich sinnvoll ist, zusätzlich Geld bezahlen muss.

Als ich meine HIT-Diagnose bekommen habe, gab es sowas wie DAO noch nicht. Wenn ich Erfahrungsberichte, wie jetzt auch denen Deiner Frau höre, bin ich allerdings durchaus neugierig. Vielleicht werf ich meine Ressentiments ja doch nochmal über´n Zaun.


 
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RE: Histaminintoleranz

#5 von Wirbelwind , 06.11.2015 21:08

Hi Cleo,
ja, ich würde einfach mal in eine Packung DAO investieren und die mal nehmen, ich glaube, im "Daosin" sind 30 Caps drin. Dann könntest du in einem Monat leicht herausfinden, ob es dir hilft.
Viel Glück.


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RE: Histaminintoleranz

#6 von Cleo , 07.11.2015 10:15

Ich hab ne offene Packung Daosin im Kühlschrank liegen und bereits angetestet in Kombination mit Mahlzeiten, die verlässlich bei mir Symptome auslösen, doch leider hatte mich der Effekt nicht überzeugt in dem Sinne, dass ich mich weiter damit beschäftigt habe.
Mir wurde dazu gesagt, dass ich die Kapseln nach Körpergewicht dosieren muss (also mehrere pro Mahlzeit + Anzahl der Tagesmahlzeiten, womit der Preisfaktor quasi explodiert); dass es auch andere Empfehlungen dazu gibt, sowie den Hinweis, dass permanente Einnahme einer einzelnen Tageskapsel evtl. andere Effekte zeigt, habe ich im Nachgang zu Deinem Beirag gestern erst herausgefunden. Von daher: Danke Dir für´s Drauflupfen!



 
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RE: Histaminintoleranz

#7 von Wirbelwind , 07.11.2015 17:52

Gerne geschehen.
Ich hoffe, es hilft dir!


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RE: Histaminintoleranz

#8 von Taren , 08.11.2015 17:18

Daosin finde ich persönlich auch sehr hilfreich, ebenso Mastzellenstabilisatoren wie Allergoval.
Was ich nun auch starten werde, ist eine "Darmkur" - all diejenigen, die's gemacht haben, berichten nur Positives; viele können sich durchaus regelmäßig wieder "Sünden"erlauben. Ob da was dran ist, mal sehen :)


 
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RE: Histaminintoleranz

#9 von Cleo , 10.11.2015 08:28

Wie genau hilft Dir das Daosin, kannst Du das ein bisschen umreissen? Die Symptomatik bei HIT ist ja doch recht vielfältig, mich würde interessieren, wo hier solche Mittel unterstützend wirken.

Und: Allergoval nur bei asthmatischen Symptomen?


 
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RE: Histaminintoleranz

#10 von Taren , 22.11.2015 11:25

Hallo Cleo,

sorry, soeben erst gesehen, dass Du hier was geschrieben hast. Die WIrkung von Daosin merke ich insofern, als dass ich histaminreiche Speisen deutlich besser vertrage. Meist ist es so, dass eigentlich nach "unerlaubten" Lebensmitteln Sachen wie brennende Augen, Hautrötungen, verstopfte Nase usw. kommen. Wenn ich Daosin vor der Mahlzeit nehme, tritt dies (wenn überhaupt) total abgeschwächt auf.
Auf die körpereigene Histaminausschüttung haben die aber natürlich keine Auswirkung, dafür nehme ich dann Chromoglicinsäure.
Demnächst möchte ich noch testen, inwiefern sich die Einnahme von Glutamin auswirkt :-)

VG


 
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RE: Histaminintoleranz

#11 von Cleo , 22.11.2015 14:57

Hallo Taren,

Danke Dir für Deine Antwort! Das ist auf jeden Fall interessant zu lesen.

Meine HIT-Symptomatik ist wohl etwas anders: so reagiere ich oft mit Flushs am ganzen Körper und Nasenlaufen, was ja eher harmlos ist. Bestimmte Lebensmittel verursachen jedoch die erwähnte Magen-Darm-Symptomatik - und hier bin ich sehr gespannt, ob mir das Daosin evtl. helfen kann, weil das zuweilen ziemlich heftig ist.

Ich nehme seit ca. 2 Monaten 2100mg L-Glutamin täglich verteilt auf 3 Dosen und mir scheint es insofern zu helfen, dass es die Symptome deutlich abschwächt, wie ich letztens feststellen konnte. :o)

Ales Gute Dir,

VG



 
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RE: Histaminintoleranz

#12 von Taren , 22.11.2015 15:39

Die Flushs am ganzen Körper kenne ich - besonders unangenehm ist es neben dem Gesicht auch in Zehen und den Fingern. Die schwellen nicht nur an und erröten, sondern beginnen auch zu leicht zu brennen..aber das konnte ich mittlerweile schon deutlich reduzieren. Eventuell scheint auch die Chromoglicinsäure allmählich zu wirken, denn auch beim bzw. nach dem Sport treten die Symptome deutlich abgeschwächt auf.

Zudem habe ich versucht mich etwas meiner Darmgesundheit zu widmen und nehme Darmbakterien (Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium longum), Bentonit und Flohsamenschalen.


 
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RE: Histaminintoleranz

#13 von Taren , 22.11.2015 15:44

Kurze Frage: Hast Du es vielleicht mal mit Verdauungsenzymen (Amylase, usw.) versucht? Vielleicht könnten die Dir ja helfen?


 
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RE: Histaminintoleranz

#14 von Cleo , 22.11.2015 16:39

Zitat von Taren im Beitrag #13
Kurze Frage: Hast Du es vielleicht mal mit Verdauungsenzymen (Amylase, usw.) versucht? Vielleicht könnten die Dir ja helfen?

Nein, da habe ich noch nichts von gehört. Vielen Dank für den Tipp, ich gehe mal Lesestoff zum Thema suchen. :o)

Auf die Darmbakterien bzw. dass eine Milderung der HIT durch sie möglich sein kann, bin ich auch erst hier durch das Forum gekommen. Die To-Do-Liste wächst stetig.


 
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RE: Histaminintoleranz

#15 von Taren , 22.11.2015 19:46

Bei einem Mangel an Amylase gibt's höhere Histaminspiegel..kannst Du selbst recht gut testen :) Einfach mal einen dieser Kohlenhydratblocker nehmen, denn die blockieren Amylase. Du wirst dann sehen, dass die Symptome "durch die Decke gehen"..na ja, ok, nicht so super empfehlenswert - Du kannst mir alternativ einfach glauben ;-)


 
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