Grapefruitsaft

#1 von Max , 27.10.2015 17:24

Ich komme noch mal auf die von Chris empfohlenen 7 Lebensmittel zurück:
Grapefruitsaft.
In den meisten Bioläden gibt es den von Völkel.
Der ist aber pasteurisiert.
Pasteurisierung bezeichnet die kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf Temperaturen von mindestens 75 °C bis 100 °C.

Wenn der Grapefruitsaft dermaßen hoch erhitzt wird, sind dann nicht sämtliche Vitamine abgetötet?


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RE: Grapefruitsaft

#2 von Sora , 27.10.2015 19:16

Einige Vitamine werden sicherlich dezimiert durch die kurze Erhizung. Dachte eigentlich, dass praktisch jeder Saft erhitzt wird.


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RE: Grapefruitsaft

#3 von phL , 28.10.2015 20:47

Ich habe vor wenigen Tagen einen Beitrag im TV gesehen. Dort wurde die Herstellung von Säften dargestellt.
Es wurde u.a. auch gesagt, dass ein Direktsaft nicht per se besser ist als ein Saft aus Konzentrat.
Beim Konzentrat werden die Früchte laut dem Beitrag unter Vakkum bei 40°C eingedampft und konzentriert.
Danach wird dieser Sirup einfach wieder mit Wasser versetzt und verdünnt.
Kommt dann natürlich auf die Stärke der Verdünnung an. Ich weiß nicht in wie weit das alles so stimmt - aber zumindest das "Einkochen" wird bei 40° doch recht vitaminschonend sein?!


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RE: Grapefruitsaft

#4 von phil , 28.10.2015 22:13

Zitat
Es wird oft behauptet, Direktsaft sei das gesündere Produkt. Weil Saftkonzentrat jedoch so schonend hergestellt wird, gibt es nahezu keinen Unterschied: Im Hinblick auf die Nährwerte unterscheiden sich die Saftarten kaum voneinander. Weil der Direktsaft so sehr erhitzt wird, kann er sogar über weniger Nährstoffe verfügen.



Der Ausschnitt aus einer News geht ja so ungefähr in die Richtung deiner Aussage.
Selbst wenn man wirklich in Fruchtsaftkonzentrat ähnliche Nährstoffgehalte hat, sind die Ballaststoffe geringer wie im Direktsaft. Säfte haben so oder so einen hohen Zuckeranteil. Durch die Ballaststoffe wird der Zucker langsamer frei gesetzt. Meine Idee an der Stelle: Taurin zum Saft?
Die News die ich gelesen habe, worauf ich mir jetzt diese Meinung gebildet habe, waren aber auch alle nichts besonderes. Stiftung Warentest war da bislang die "beste Quelle", welche angegeben wurde.

Ich denke der weiseste Weg ist dann der Griff zum Extrakt oder zur Frucht.



 
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RE: Grapefruitsaft

#5 von Max , 29.10.2015 12:53

"...oder zur Frucht..."
Ich presse regelmäßig 1 Grapefruit in den EW-Shake.
Das ergibt aber kaum Saft, sehr wenig jedenfalls und natürlich das Fruchtfleisch.
Um einen halben Liter zu erzeugen, müsste man wahrscheinlich 4 -6 Grapefruits auspressen.
Das bedeutet Arbeit.
Ich habe gestern Völkel-Saft gekauft, bei Alnatura gibt es Grapefruit auch im Tetrapak, doch der ist meist mit Aluminium beschichtet.

Was sollte sich ändern, wenn man Taurin hineintut, Phil ?



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RE: Grapefruitsaft

#6 von Markus , 29.10.2015 12:59

Zitat von Max im Beitrag #5
Ich habe gestern Völkel-Saft gekauft, bei Alnatura gibt es Grapefruit auch im Tetrapak, doch der ist meist mit Aluminium beschichtet.



Deinen Respekt vor Alu in Ehren- ich habe diesen auch!- aber in einem Tetrapak ist das Gut i.A. sicher davor:


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Grapefruitsaft

#7 von phil , 29.10.2015 17:59

Zitat
Was sollte sich ändern, wenn man Taurin hineintut, Phil ?



Naja, Ballaststoffe sorgen dafür das der Zucker langsamer freigegeben wird, was ja einem weniger steilen Insulinanstieg zur Folge haben dürfte -> gut für Insulinsensitivität.
Taurin wirkt wie ein Insulin-Mimetikum:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1675833285987545

Zitat
Für die Biohacker-Füchse unter euch: Wie wär's denn mit 1,5 g Taurin pro kohlenhydratreicher Mahlzeit? Spannend, oder? Diese Spielereien ...



Das war mein Gedankengang bei der Geschichte. Ganz sicher bin ich mir dabei aber nicht



 
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RE: Grapefruitsaft

#8 von phL , 29.10.2015 19:39

Grundsätzlich hast du Recht phil, aber ist im Fruchtsaft nicht überwiegend Fructose, die sowieso zum größten Teil insulinunhabhängig verstoffwechselt wird?


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RE: Grapefruitsaft

#9 von phil , 29.10.2015 20:17

Zitat
Im Gegensatz zur Glucose, die zur Energiegewinnung in den Zellen unverzichtbar ist, ist der Körper auf die Zufuhr von Fructose nicht angewiesen. Daher gelangt sie auch nur sehr langsam vom Dünndarm ins Blut.
Insulin ist für die Aufnahme der Fructose nicht erforderlich. Man sagt daher: Fructose wird insulinunabhängig verstoffwechselt.



Noch viel ich lernen muss, ich junger Padawan.

Edit:
Habe mir gerade noch mal das 7-Lebensmittel-Ebook angeschaut.

Zitat
Direktsaft kaufen und 500 ml davon trinken.
Für alle Menschen mit Angst vor Kohlenhydraten: Wie kann ein Nahrungsmittel,
das Kohlenhydrate enthält, schlecht sein, wenn es potent für das Gegenteil (=
Verhinderung von metabolischer Entgleisung) sorgt? Denke darüber nach.
Trotzdem: Idealerweise trinkst Du 500 ml Grapefruit-Saft an Refeed-Tagen. Passt
sehr gut.



Bzgl. des Fruchtzuckers scheint es also ein guter Tradeoff zu sein.



 
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RE: Grapefruitsaft

#10 von Cleo , 31.10.2015 09:05

Zitat von Max im Beitrag #5
im Tetrapak, doch der ist meist mit Aluminium beschichtet.

Tetrapak-Verpackungen sind 2010 in die Kritik geraten, weil die Säfte/Inhalte produktionstechnisch mit der giftigen Druckchemikalie ITX in Berührung kamen: Youtube-Video: Tetrapak - Ein Skandal (3Sat-Doku)

Inwieweit sich da mittlerweile _zuverlässig_ etwas geändert hat, weiß ich nicht, ich würde mich aber nicht auf "freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie" verlassen wollen *hust* und kaufe deswegen immer Glasbehälter, wenn es irgend möglich ist (die zwar auch nich tunbedenklich sind, aber das führt jetzt zu weit).

Weiterhin enthalten Tetrapaks zumindest Phtalate (Weichmacher), weswegen ich sie außerdem meide. Youtube-Video: Hauptsache haltbar - gefährliche Verpackungen ARTE-Doku
Schriftliche Zusammenfassung der Doku hier: leben-ohne-plastik.blogspot.de



 
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